Anchorage in Alaska. Naruto und sein
Wolfsrudel sind mit Jiraya ein Bündnis
eingegangen und lassen sich von ihm zu
"Schlittenhunden" ausbilden. Als Jiraya eine
Verletzung auskurieren muss, bittet er seinen
Patensohn Sasuke das Training für ihn zu leiten.
Um von Naruto akzeptiert zu werden, muss
Sasuke sich erst beweisen und sich seinen Platz
im Rudel verdienen. Und dann kommt noch
hinzu, das sich Sasuke in Narutos menschliche
Gestalt verliebt. Gefährlich wird es, als Jirayas
Erzfeind Old Chicken die vermeintlichen
Hunde vor dem grossen Rennen ausschalten
will. (SasuxNaru)
Sasuke und die Wölfe
Von nacy (E-Mail: nadine531@live.de)
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Inhaltsverzeichnis
1. Charakterliste 1
2. 1. Prolog 4
3. 2. Neues Zuhause 6
4. 3. Naruto und Jiraya 8
5. 4. Das Ausmessen 10
6. 5. Das Rennen 13
7. 6. Die Fässer 15
8. 7. Training 18
9. 8. Streit und Heilung 20
10. 9. Die erste Fahrt 23
11. 10. Der Schneesturm 26
12. 11. Jirayas Hütte 29
13. 12. Unser erster Auftrag 33
14. 13. Das Dorf 36
15. 14. Notwendige Planänderung 39
16. 15. Sasukes Ankunft 42
17. 16. Erstes Treffen 44
18. 17. Selbstgemachter Eintopf 48
19. 18. Folgenschweres Missverständnis 50
20. 19. Narutos Entscheidung 53
21. 20. Sasukes erste Fahrt 57
22. 21. Verdacht 59
23. 22. Gelauscht 62
24. 23. Ein Augenblick 65
25. 24. Shikamaru greift ein 69
26. 25. Reaktionen 73
27. 26. Der Tag nach der Wahrheit 75
28. 27. Die Konkurrenz 79
29. 28. Vorsichtsmaßnahmen 82
30. 29. DeeDee 85
31. 30. Verschärftes Training 87
32. 31. Das Geständnis 89
33. 32. Roter Mond 91
34. 33. Das Gift 93
35. 34. Besserung 96
36. 35. zuhause 98
37. 36. Der Knopf 100
39. 38. Über uns 106
40. 39. Jirayas Rückkehr 110
1. Charakterliste
[img]http://www.myfanfiction.de/galerie/1320171145330_th_51997.jpeg[/img]
Name: Jiraiya
Alter: 50
Haarfarbe: Weiß
Augenfarbe: Schwarz
Beruf: Leiter der Schlittenhunde
Info: Jiraiya ist 4 facher Champion der Schlittenhund Rennen. Er hat Respekt vor seinen Hunden
und dadurch wird er sehr Geschätzt.
[img]http://www.myfanfiction.de/galerie/13201703991_qr_51997.jpeg[/img]
Name: Naruto
Alter: 17
Fellfarbe: Gold, Weiße Halskrause, Weiße Pfoten
Haarfarbe: Blond
Augenfarbe: Blau
Beruf: Anführer der Schlittenhunde
Info: Naruto ist der Anführer des Rudels. Er hat großen Respekt vor Jiraiya und duldet sonst
niemanden. Jeder der versucht sich in sein Rudel ein zu mischen wird gnadenlos vertrieben.
[img]http://www.0markus.de/Page/robert/woelfe/Bilder/HerkunftArt/u_europ_wolf.jpg[/img]
Name: Hinata
Alter: 17 (im Kampf gestorben)
Fellfarbe: glänzend schwarz/blau
Augenfarbe: silber
Beruf: Narutos Gefährtin
Info: Hinata wurde kurz vor der Geburt ihrer Jungen erschossen
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img]
Name: Shikamaru
Alter: 16
Fellfarbe: Grau-Schwarz
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Haarfarbe: Schwarz
Augenfarbe: Scharz
Beruf: Navigator
Info: Shikamaru hat einen feinen Geruch und gute Instinkte. Er spürt meistens Gefahr noch bevor
sie kommt. Außerdem ist er sehr Intelligent
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Name: Kiba
Alter: 15
Fellfarbe: Braun/Zottelig
Haarfarbe: Braun
Augenfarbe: Schwarz
Beruf: Als schnellster in der Mitte
Info: Kiba ist ziemlich träge und faul. Meistens hat er keine Lust zu laufen. Aber wenn er dann doch
läuft hat man Probleme ihn einzuholen.
[img]http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRmKJ3tFKaaaGzhMB57GoB8-
z9pcm7ZfLyCFnBaVQ8pJdKlIjQn[/img]
Name: Lee
Alter:17
Fellfarbe: Schwarz mit weißer Gesichts Maske
Haarfarbe: Schwarz
Augenfarbe: Schwarz
Beruf: Als schnellster in der Mitte
Info: Lee ist ein begeisterter Läufer. Er ist sehr Aktiv und er muss immer was machen. Was die
anderen Im Rudel oft nervt
[img]http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQjz7NdbdSc9ETjeD3swUbfy-6pELncUUDMXmhyGqKBSjqaH2V[/
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Name: Choji
Alter: 15
Fellfarbe: Braun, Langes Fell
Haarfarbe: Braun
Augenfarbe: Schwarz
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Beruf: Als Kräftigster am Schluss
Info: Choji ist ziemlich kompakt. Außerdem muss er immer Essen und hat Jiraiya schon ne menge
Geld gekostet.
[img]http://tierdoku.com/images/Wolf-0822.jpg[/img]
Name: Gaara
Alter: 17
Fellfarbe: Beige
Haarfarbe: Rot
Augenfarbe: Grün
Breuf: Als Kräftigster am Schluss
Info: Gaara ist sehr Stark Er ist sehr Still und hält sich meistens Bedeckt.
[img]http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQ96RlnHByQegtisnL6f0TKDnr_sFhyzIANG2HXCCQpBNQW5zVyIQ[/
img]
Name: Sasuke
Alter: 25
Haarfarbe: Schwarz
Augenfarbe: Schwarz
Beruf: Student
Info:Sasuke ist Medizin Student. Er ist sehr Tierlieb. Früher war er sehr oft bei seinem Onkel Jiraiya
in Alaska und hat sich dort um die Hunde gekümmert.
[img]http://www.myfanfiction.de/galerie/1320170360136_qr_51997.jpeg[/img]
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2. 1. Prolog
Es ist schon seltsam, wie sehr unsere Art schon seit Beginn unserer Existenz verkannt wird. Ich
meine, es stimmt schon, das wir unsere Gestalt verändern können in die eines Menschen oder eines
Wolfes. Aber das ist nur eine Fähigkeit unserer Rasse, eine von vielen. Nichts weiter. Die Menschen
sehen den Wolf in uns, und die Wölfe den Menschen. Wir sind aber keine Wölfe oder Menschen,
sondern Werwölfe. Und wir WOLLEN von den Menschen gar nicht als Mensch akzeptiert werden,
oder von den Wölfen als Wolf, wir wollen als das akzeptiert werden, was wir sind. Alles andere ist
Quatsch.
Vor vier Jahren hatte ich für mich und mein Rudel eine Heimat ausgesucht, mitten in den Weiten
Alaskas. Hier gab es genug Platz, vor allem genug Nahrung und hier würden wir in Ruhe unsere
Jungen großziehen können, dachte ich jedenfalls. Wir gruben uns eine Höhle im Schnee, jagten Hasen
und Rentiere und fühlten uns sehr wohl. Immerhin fast zwei ganze Jahre lang waren wir glücklich.
Gegen Ende März war besonders ich sehr aufgeregt, im positiven Sinne. Meine Gefährtin Hinata
würde bald ihre, nein unsere Jungen werfen. Sie konnte sich kaum noch bewegen, und ich selber
kaum noch denken, mit meiner Nervosität ging ich den anderen ziemlich auf die Nerven.
Ich habe keine Ahnung, warum die Menschen sich ausgerechnet unser Revier aussuchten um sich
ihres zu bauen, ich meine, eine Stadt dort zu bauen, auf jeden Fall taten sie es. Wir konnten sie schon
aus der Ferne riechen und ahnten nichts Gutes. „Naruto, lass sie uns sofort erledigen“, knurrte Gaara.
„Wir könnten uns auch mit ihnen anfreunden, vielleicht haben sie etwas zum essen dabei, etwas
Süßes“, rief Choji begeistert und wollte schon hinausrennen, Shikamaru konnte ihn eben noch so im
Genick packen und zurückhalten. Choji hatte es noch nie mit Menschen zu tun gehabt. Und er war
zu meinem Befremden ganz verrückt nach Süßigkeiten. Er aß sogar süße Beeren.
„Vielleicht sollten wir erst mal abwarten und sie beobachten, um herauszufinden, was sie hier wollen
“, meinte Shikamaru. Ich stimmte ohne große Begeisterung zu. Aber wir konnten sie nicht einfach
töten, nicht ohne Grund. In den nächsten Tagen positionierten wir uns an strategisch günstigen Stellen,
um die Menschen die leider wiederkamen, ich hatte ja insgeheim gehofft, sie kämen nicht, zu
beobachten. Sie brachten Stangen mit sich und Bänder. Und ihre Rechenmaschinen. Und sie kamen
immer näher an die Höhle ran. Wir wussten, was das bedeutete, sie wollten unser Revier haben. Sie
rechneten die Größe irgendwie aus, und es schien ihnen nicht zu reichen, da sie immer näher kamen.
„Jungs, kommt bitte mit raus“, sagte ich an dem Abend, als einer von ihnen unsere Höhle und die
schlafende Hinata, sowie Kiba der sie bewachte, entdeckt hatte, und schreiend davongelaufen war.
Ich hatte meinen Entschluss gefasst, aber ich wollte nicht, das Hinata es hörte. „Nein“, sagte sie, und
sah mich aus ihren silbergrauen Augen an. Sie glänzten genau wie ihr schwarzes Fell glänzte. „Es
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gibt keinen Grund die Menschen zu töten, sie haben uns nichts getan. Sobald die Jungen da sind,
können wir uns einen anderen Platz suchen“. Lee knurrte: „Das ist unser Revier Hinata, wir waren
zuerst hier“. Ich war unschlüssig. Vielleicht hatte sie recht, es würde sicher noch eine Weile dauern,
bis die ersten Häuser gebaut waren. „Dann lasst uns noch eine Nacht darüber nachdenken“, schlug
Shikamaru vor. Das war mir recht. Und mein größter Fehler.
Mitten in der Nacht wurden wir wach, durch beißenden Qualm in unseren Nasen. „Rauch“, schrie
jemand. „Verdammt, die wollen uns ausräuchern“, schrie Kiba. Ich ging vorsichtig und mit
brennenden Augen Richtung Ausgang, blieb aber stehen, als ich den Gestank von Benzin im gleichen
Augenblick wahrnahm. Ich drehte mich um und schrie: „Alle raus hier, die legen ein Feuer, raus.
Sofort“. Endlich kam Bewegung in das Rudel, alle rannten los. Ich ging kurz zurück, um Hinata zu
helfen, aber sie stand auch schon sprungbereit und nickte mir zu. „Alles klar, mir geht’s gut“.
Nebeneinander rannten wir auch los, und ich hörte Schüsse, Knurren, Schreie, Jaulen. Gemeinsam
sprangen wir durch das Feuer und ich stürzte mich sofort auf den nächstbesten Menschen und zerriss
ihm die Kehle. Es war eine einzige Katastrophe. Plötzlich hörte ich fast im gleichen Augenblick in
dem der Schuss fiel, Hinata´s Jaulen. Ich rannte sofort zu ihr hin, der weiße Schnee unter ihrem
schwarzen Fell war rot, alles rot und ihre Augen glänzten nicht. Dann fiel noch ein Schuss. Ich spürte
einen Schlag gegen die Brust und fiel hin.
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3. 2. Neues Zuhause
Narutos Sicht
Ein stechender Schmerz durchzog meine Brust. Warmes Blut lief heraus und ich konnte mich nicht
mehr Bewegen. Ich spürte wie sich Zähne in meinen Nacken krallten und mich weg zogen.
Ich hinter ließ eine Rote Schleifspur im Schnee.
Chojis Sicht
Ich konnte sehen wie Naruto angeschossen wurde. Schnell rannte ich zu ihm und packte ihn mit
meinen Zähnen am Nacken. Dann zog ich ihn weg. Die anderen kamen auch. Als ich merkte das wir
weit genug weg waren ließ ich Naruto los. Alle hatten es geschafft. Alle, außer Hinata. .
Naruto würde es schaffen aber unser Rudel hatte mit Hinatas Tod einen großen Verlust erlitten. Sie
war unser einziges Weibchen gewesen.
3 Tage später
Narutos Sicht
Mir ging es soweit wieder gut das ich alleine laufen konnte. Wir waren wieder auf der Suche nach
einem neuen Zuhause. Aber diesmal ohne Hinata. Sie ist gestorben. Den Menschen werde ich niemals
verzeihen. Sie haben mir das Wichtigste auf der Welt genommen. Unsere Suche dauerte nicht lange.
Wir ließen uns in der Nähe eines Menschendorfes nieder.
Eigentlich wollte ich nicht so nahe bei den Menschen sein. Aber hier gab es gute Beute und der Platz
war auch in Ordnung. Also ließen wir uns nieder. Wir gruben uns wieder eine Höhle und diesmal
stellten wir Wachposten auf. Ich wollte nicht das die Menschen uns nochmal zu nahe kamen.
Wir lebten uns gut ein. Die Menschen ließen uns auch in Ruhe.
2 Monate nach dem Umzug
Am Morgen hatte Shikamaru Wache. Ich lag in de Höhle und kurierte eine Verletzung. Bis Shikamaru
plötzlich in die Höhle kam. „Ein Mensch kommt in unsere Richtung.“ „Was! Wie viele sind es?“ „Ich
kann nur einen riechen.“ Ich sprang auf und ging mit Shikamaru raus. Das restliche Rudel kam auch
zu uns. Der Mensch kam vom Dorf. Das Dorf war eh schon zu nahe und der Mensch war auch schnell
bei uns. Er stellte sich ruhig vor uns auf. Er hatte lange weiße Haare und eine dicke, braune Jacke
an. „Was willst du von uns?!“ knurrte ich ihn an. Aber statt was zu sagen kniete sich der Mann hin.
„Was willst du!?“ knurrte ich nochmal. „Ihr braucht keine Angst zu haben. Ich will euch nichts
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tun.“ „Warum sollten wir dir glauben?“ meinte Gaara der direkt neben mir stand. „Ich bin nur hier
um euch was zu fragen. Wenn ihr ablehnt werde ich sofort wieder verschwinden und nie wieder
kommen.“ Ich stellte meine Ohren, die ich gerade noch an gelegt hatte wieder nach vorne. „Gut dann
stell deine Frage.“ „Mein Name ist Jiraiya und ich komme aus dem Dorf Anchorage. Mein
Hundeschlitten Team ist bei einem Unfall ums Leben gekommen und jetzt brauch ich ein neues. Ich
wollte euch fragen ob ihr vielleicht mein Team sein wollt.“ „Was? Wir sollen für einen Menschen
arbeiten. Nein, das kannst du ver.........“
„Warte Naruto“ warf Shikamaru ein. „Wir sollten uns das nochmal Überlegen.“ „Was! Du willst für
einen Menschen Arbeiten.“ „Denk doch mal nach. Wenn wir zeigen das wir nicht so schlimm sind
wie die Menschen denken dann lassen sie uns vielleicht in Ruhe. Außerdem was willst du ohne ein
Weibchen machen. Selbst wenn das Rudel gute Beute macht, ohne Weibchen werden wir sterben.
Ich weiß dir passt es nicht aber du musst an das Wohl von allen hier Denken.“ „Wir werden schon
ein neues Weibchen finden.“ „Und wie. Wir sind eh schon wenige und bis wir ein Weibchen finden
kann es ewig dauern.“ Ich musste zugeben das Shikamaru Recht hatte. Von unsere Rasse gab es sehr
wenig und ohne Weibchen werden wir früher oder später eingehen. „Wie soll das ganze ablaufen?
“ fragte ich den Mann. „ Nun ja ich werde euch als Schlittenhunde ausbilden. Ihr werdet dann
Medikamente und Nahrung in das Dorf bringen und wenn ihr gut seit werden wir auch an Rennen
teilnehmen.“ „Wir sind aber keine Hunde.“ „Ja das weiß ich auch. Es ist ja nur ein Vorschlag.“ Ich
drehte mich zu Shikamaru. Ich schätzte Shikamarus Meinung sehr. Er hatte bei solchen
Entscheidungen meistens Recht.„Was meinst du?“ „Wir sollten es auf jeden Fall versuchen.“ Ich
drehte meinen Kopf wieder zu dem Menschen. „Na gut wir werden dir Helfen. Aber wenn ich merke
das du uns Hintergehst oder uns was Antun willst werde ich dir deine Kehle aus dem Leib reißen.
Verstanden.“ „Ja das habe ich.“
Ich ging näher zu dem Mann hin, der nun aufgestanden war. "Wieso verstehst du uns?" Diese Sache
wollte ich unbedingt wissen. Es war eigentlich der Hauptgrund, warum ich ihn irgendwie anders sah,
als andere Menschen. "Ein Schamane hat mir die Sprache der Wölfe beigebracht, ich bat ihn um
meiner geliebten Hunde willen darum".
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4. 3. Naruto und Jiraya
Ich drehte mich um, und legte mich auf meinen Platz. Jiraya verabschiedete sich mit den Worten,
das er morgen wiederkommen wolle, um gleich mit dem Training zu beginnen. Ich merkte, dass die
anderen mich ansahen, aber ich sagte nichts. Shikamaru sagte ihm dann, es sei in Ordnung. In den
nächsten Stunden diskutierten die anderen. Einige waren dagegen, für Menschen zu arbeiten, nachdem
was sie uns angetan hatten. Gaara, Lee und Kiba. Wir würden zu Hunden degradiert werden. Andere
wie Shikamaru und Choji waren dafür. Die beiden meinten immer noch, es wäre von Vorteil für das
Überleben des Rudels und um die Meinung der Menschen zu ändern.
Ich glaubte nicht daran, dass wir die Meinung der Menschen ändern würden. Und Jiraya konnte uns
auch keinen weiblichen Werwolf besorgen. Eigentlich war es nur die Art und Weise wie Jiraya auf
uns zugekommen war. Mit Respekt. Ohne Angst, aber respektvoll. Das hatte ich noch nie erlebt, und
ich fand es seltsam. So etwas von einem Menschen. Der Mann ging mir nicht aus dem Kopf. Warum
nahm er sich keine anderen Hunde, sondern wollte uns? Konnte es sein, das er das tat, weil wir
robuster waren, und er sein Team nicht nochmal verlieren wollte? Mittlerweile war es schon dunkel
geworden, und außer Lee der Wache hielt schliefen alle.
Ich stand auf und ging auf den Ausgang zu. „Warte, du solltest nicht alleine dahin gehen“. „Keine
Sorge, ich pass schon auf“, brummte ich und nahm Jirayas Spur auf. Der Weg war einfach zu verfolgen,
bis ich zum Eingang des Menschendorfes kam. Dort roch es überall nach Menschen, und sie
überdeckten Jirayas Spur. Ich entschied, dass es zu gefährlich war, hier herumzustehen, und drückte
mich gegen eine Mauer. Über mir war ein halb geöffnetes Fenster, in dem Licht brannte. Aber es war
kein Mensch im Raum. Ich überlegte gerade, ob ich warten sollte, bis die Lichter gelöscht wurden,
als ich plötzlich direkt neben mir eine Stimme hörte. Vor Schreck duckte ich mich eng an den Boden.
Es war überaus seltsam. Obwohl ich keinen Menschen riechen konnte, sprach jemand zu mir, ja ich
hatte den Eindruck, direkt angesprochen zu werden. Die Stimme erzählte mir, dass es morgen kälter
werden würde. Nichts passierte, außer dass der Mann weitersprach und das Wetter von übermorgen
und überübermorgen beschrieb. Was sollte das, und woher wusste er das? Ein Zauberer oder so
vielleicht? Das erklärte auch, dass ich ihn nicht riechen konnte, er hatte seinen Geruch gelöscht, aber
wahrscheinlich würde er mich verstehen, also erhob ich mich, um ihm zu sagen, er solle die Klappe
halten. Zu meiner Überraschung sah ich nur einen blauen Kasten.
Ich selbst war noch nie in einer Menschensiedlung, geschweige denn, in einem Haus gewesen, aber
meine Mutter hatte mir früher viel darüber erzählt. Sie sagte mir, dass die Menschen die Naturgewalten
wie zum Beispiel Blitze benutzen konnten. Sie sperrten sie in Schnüren ein, damit konnten sie auch
Licht machen. In diese Schnüre durfte man auf keinen Fall hineinbeißen, weil man sonst verbrannt
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wurde. Das beeindruckte mich sehr. Aber als sie mir erzählte, dass die Menschen kleine Menschen
in Kisten einsperrten, und diese Leute sich gegenseitig töten mussten, nur um die großen Menschen
zu unterhalten, verging meine Begeisterung, sie verwandelte sich in Schrecken vor so viel
Grausamkeit und ich hatte mir fest vorgenommen, niemals ein Menschenhaus zu betreten.
Wie auch immer, so ein kleiner Mensch der eingesperrt war, konnte mir nichts anhaben, auch wenn
er hellseherische Fähigkeiten hatte. Und ich konnte auch keine Schnur entdecken. Ich blieb wo ich
war, und wollte warten, bis die Lichter ausgingen. Schließlich war ich durch mein helles Fell schlecht
getarnt. Gerade, als ich es mir gemütlich machen wollte, roch ich ihn sehr intensiv. Ich sprang sofort
auf, der Geruch kam langsam näher. Dann sah ich ihn. Er hatte große Mühe beim Laufen, als hätte
er Schmerzen. Trotzdem kämpfte er sich weiter, mit einer Tasche in der Hand zu einem kleinen Haus.
„Oh, Herr Doktor, tausend Dank das sie gekommen sind, bitte, kommen sie herein“.
Ich rannte schnell jede Deckung nutzend zu diesem Haus und sah durch das Fenster, wo Jirayas
Geruch am stärksten war. Er kümmerte sich um ein Kind das anscheinend krank war. Es dauerte fast
eine Stunde bis er wieder herauskam. Diesmal schien es ihm noch schwerer zu fallen, zu laufen, er
knickte sogar mit dem linken Bein ein und stürzte. Eigentlich hatte ich ihn nur beobachten wollen,
aber jetzt verließ ich meine Deckung und ging zu ihm hin. „Du kannst dich auf mich setzen, ich bring
dich nach Hause“, sagte ich zu ihm. Jiraya erkannte mich sofort, er schien sich zu freuen mich zu
sehen. Bevor ich wusste, wie mir geschah, umklammerte er meinen Hals und sagte immer wieder:
“Du bist gekommen.“ Für einen Moment war ich wie gelähmt. Noch nie hatte mich ein Mensch
umarmt, es fühlte sich…ziemlich gut an. Dann fing er auch noch an, meine Brust zu reiben, und mein
Ohr zu kraulen, ein ungewohnter Reiz, mein Hinterbein fing an zu zucken, als müsse ich mich kratzen.
Ich wusste nicht genau, wie ich dieses Gefühl einordnen sollte. Aber ich merkte sehr deutlich, dass
er sich freute. Obwohl er doch ein Mensch war. Sogar Tränen liefen ihm über die Wangen.
„Warum weinst du“, wollte ich wissen. „Vor Rührung und Freude“, sagte er. Ich weiß nicht genau,
was in dieser Nacht geschah, aber ich fing an, meinen Kopf an ihm zu reiben. Als ich spürte dass er
immer kälter wurde, wiederholte ich meine Worte. Er setzte sich auf meinen Rücken und sagte mir
den Weg. Als wir zu seinem Haus kamen meinte er ich solle doch kurz reinkommen, aber ich lehnte
ab. Von Menschenhäusern hatte ich für heute genug. Dann drehte ich mich ohne Abschied um, und
lief so schnell ich konnte zurück. Man soll es ja nicht übertreiben. Aber ich war zufrieden. Ja, es war
einen Versuch wert, auch wenn ich nicht wusste, was es genau bedeutete seine Schlittenwölfe zu
werden.
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5. 4. Das Ausmessen
Am nächsten Tag kam Jiraya wie versprochen. Er freute sich mich zu sehen, und ich freute mich
auch. Die anderen sahen mich komisch an, als ich merkte, dass ich mit meinem Schwanz wedelte.
Schnell unterließ ich es. „Da bist du also“, brummte ich so unfreundlich wie möglich. Jiraya sah
mich ein bisschen komisch an, dann lächelte er. „Ja, so wie ausgemacht“. Meine gute Laune
verschwand aber tatsächlich, als Jiraya eines dieser Bänder rausholte, mit denen die Menschen etwas
messen. Unwillkürlich tauchten Bilder in meinem Kopf auf, die ich nicht mehr sehen wollte, und ich
ging knurrend in das Dunkel der Höhle zurück.
Jiraya war überrascht und verstört. Shikamaru erfasste die Situation. „Solche Bänder haben die
Menschen benutzt, die uns angegriffen und Narutos Gefährtin getötet haben“. „Oh, ich verstehe, das
tut mir aufrichtig leid, wirklich“. Ph, der kann mir viel erzählen, dachte ich zornig. „Ich habe euch
auch nicht die ganze Wahrheit erzählt“. Na bitte, Mensch bleibt Mensch, dachte ich enttäuscht, wie
hatte ich nur darauf hereinfallen können. „Wie meinst du das?“ fragte ihn Kiba, seine Stimme klang
drohend und neugierig zugleich. „Ich sagte euch, das meine Hunde bei einem Unfall ums Leben
kamen, das stimmt nicht. Sie lagen in ihrer Hütte und schliefen, als jemand, einer von uns Menschen,
ein Feuer legte. Sie wurden umgebracht. Ich, ich habe es zu spät bemerkt“.
Jirayas Stimme war immer leiser und schwerer geworden, und seine Geschichte kam mir irgendwie
verdammt bekannt vor. Ich sah in seine Richtung. „Warum haben die Menschen das getan?“ wollte
Shikamaru wissen. „Deine Hunde brachten doch Nahrung und Medikamente oder?“ „Ja, das ist wahr,
sie haben vielen Menschen das Leben gerettet. Auch wenn immer ein Flugzeug vorbeikommt, und
etwas abwirft, ohne meine Hunde wären viele gestorben, ich bin Arzt, ich weiß das. Jedes Jahr findet
ein Rennen statt, und wir waren ein so gutes Team, das wir es die letzten Jahre immer gewannen. Ich
habe keine Beweise, aber sie wurden kurz vor dem nächsten Rennen verbrannt, darum…darum glaube
ich, es war einer der anderen Teilnehmer des Rennens“.
„Verstehe“, sagte Shikamaru. „Tz, typisch Mensch“, knurrte Gaara wütend. Jiraya sagte nichts.
Obwohl er selbst ein Mensch war, verteidigte oder entschuldigte er seine Spezies nicht. Ich stand
wieder auf und ging zu ihm. „Was willst du mit diesen Bändern?“ wollte ich wissen. Ich konnte es
mir beim besten Willen nicht vorstellen. „Etwa unsere Höhle ausmessen?“ „Nein, ich möchte euch
ausmessen“. „Wie?“ ich dachte, ich hätte mich verhört, hatte er gesagt, er wolle uns ausmessen, auch
die anderen spitzten jetzt die Ohren oder legten sie an, je nachdem. „Warum“, fragte ihn Shikamaru,
der jetzt auch misstrauisch war. Seltsamerweise lächelte Jiraya. Es schien, als ob er über unsere
Unwissenheit lächelte. Das machte mich wütend. „Was gibt es zum Grinsen“. „Ich erkläre es euch.
Ihr habt sicher schon Hundeschlitten gesehen?“ Ja, das hatten wir. „Die Hunde, oder in eurem Fall
Wölfe, bekommen ein Geschirr, es darf nicht zu locker sein, aber auch nicht zu eng. Nicht zu locker,
damit es sich nicht versehentlich löst, und ihr es ohne zu wollen verliert, nicht zu eng, damit ihr nicht
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in eurer Bewegungsfreiheit eingeschränkt seid, und euch im Notfall auch herauswinden könnt“.
„Klingt logisch“, fand Shikamaru. Ich verstand überhaupt nichts, was war denn bitteschön ein
Geschirr? „Damit es genau passt, möchte ich die Maße eines jeden von euch ausmessen. Danach
werde ich das Geschirr nähen“. „Nähen?“ fragte ich. „Ja, natürlich. Kein echter Hundeschlittenfahrer
würde so etwas Wichtiges irgendjemandem anvertrauen“. Shikamaru nickte wieder zufrieden.
Anscheinend schien er mehr zu wissen als wir, und das wusste er wohl auch selber, denn er sagte,
„in Ordnung, fang mit mir an“. Er tat das, damit wir zusehen konnten. Jiraya maß die Höhe, von der
Pfote bis zur Schulter, die Länge von der Brust zum Hinterteil, den Brustumfang, so nannte er es,
den Taillenumfang und stieß immer wieder eine Mischung aus überraschtem und begeistertem „Oh
“, und „Wahnsinn“ oder „Prächtig“ hervor. Die Zahlen schrieb er auf einen Zettel.
Langsam stieg Zorn in mir auf, was war an Shikamaru denn so Besonders? „Bist du fertig?“ knurrte
ich unwirsch, und drängte mich dazwischen. „Ja, jetzt kommst du an die Reihe“. Na bitte, geht doch.
Ich achtete sehr genau darauf, ob seine Ohs und Ahs bei mir begeisterter klangen, als bei Shikamaru
und das taten sie. Ich war zufrieden. Die anderen interessierten mich daher nicht weiter, und ich legte
mich wieder auf meinen Platz. Es dauerte eine ganze Weile und ich schlief ein. Als ich aufwachte,
nannte Shikamaru Jiraya unsere Namen, die dieser neben seine Zahlen schrieb. „Es wird eine Weile
dauern, bis das Geschirr fertig ist, aber ich werde morgen wiederkommen“. Er sah mich an dabei.
Weil ich mich angesprochen fühlte fragte ich ihn „Warum?“ „Ich möchte euch rennen sehen“, grinste
er. Ohne es zu wollen, verzog ich auch meine Lefzen. Sein Grinsen war ansteckend. Und er wirkte
so anders, als bei unserem ersten Treffen.
„Du willst uns rennen sehen? Das kannst du haben“, sagte ich, überzeugt davon, ihn noch mehr zu
begeistern als jetzt. Zufrieden verabschiedete sich Jiraya. „Wir gehen ein wenig die Gegend erkunden
“, rief Lee. „Was? Moment, ich komme mit.“ „Nein, bleib hier, du bist spät gekommen gestern, ruh
dich aus“. Weg waren sie. Was sollte das denn? Wer war hier der Anführer? Wollte es etwa jemand
auf einen Kampf mit mir anlegen? Sollte mir recht sein.
„Habt ihr das gesehen?“ fragte Lee. „Ja, er hat gewedelt“, sagte Choji. „Sieht ganz gut aus“, meinte
Shikamaru. „Was meinst du?“ fragte ihn Kiba. Statt Shikamaru antwortete Gaara. „Ich hab ihn schon
lange nicht mehr so motiviert gesehen“. „Genau, seit Hinatas Tod“, bestätigte Choji. „Er ist zu ihm,
nicht wahr, gestern Nacht, er ist in ein Menschendorf gegangen, das allein will schon was heißen“,
sagte Lee. „Allerdings, und er roch nach Jiraya, als er zurückkam“, stellte Kiba fest. „Aber ich weiß
immer noch nicht, worauf du eigentlich hinauswillst? Seit ihr wirklich mit einverstanden, für
Menschen zu arbeiten, ihnen zu helfen? Wir sind keine Hunde. Jeder dämliche Hund kann Befehle
ausführen, aber wer mit dem Stolz eines Wolfes geboren wurde, sollte …“ „Eben, wir sind Wölfe,
der Stolz liegt uns im Blut“, sagte Shikamaru. „Ich verstehe immer noch nicht“, meinte Kiba. „Also
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ich jetzt auch nicht“, stimmte Choji mit ein. „Wenn Naruto nur einem Menschen vertrauen kann,
wird er seine Verbitterung und seinen Hass loswerden“, versuchte Shikamaru zu erklären.
„Welche Verbitterung? Natürlich es war für uns alle ein harter Schlag, aber…“ „Haben wir eben nicht
von Stolz gesprochen? Naruto würde sich das nie anmerken lassen, aber jede Nacht in der ich Wache
halte, jault er vor sich hin und wälzt sich knurrend herum“. Die andern stimmten dem zu. Das wussten
sie auch. „Ihr Blödmänner, er träumt natürlich davon, von jener Nacht, immer wieder“. „Du glaubst,
Jiraya wäre der Mensch, dem Naruto vertrauen könnte, und damit auch diese Nacht vergessen könnte?
“ fragte Gaara, der ebenfalls nicht auf den Kopf gefallen war. „Nicht vergessen, aber vielleicht nicht
mehr so darunter leiden“, sagte Shikamaru. „Ist das etwa der Grund, warum du mit dem Menschen
kooperiert hast“, fragte ihn Gaara. Shikamaru nickte. „Warum sonst? Ihr habt nicht wirklich geglaubt,
diese dummen Menschen würden uns akzeptieren, nur weil sie sehen, das wir sie nicht angreifen“.
„Und was hast du dir dann dabei gedacht, außer um Naruto zu helfen, dazu sind wir alle bereit, aber
wäre das nicht auch anders gegangen? Du hast gehört, was mit Jirayas Hunden passiert ist, und du
sagst selbst, das die Menschen sich nicht ändern, du bringst uns alle in Gefahr“. „Nein, wir sind
schließlich keine Hunde. Und wir haben gelernt. Ich wusste schon vorher, das Jiraya Arzt oder so
etwas ist, ich habe Desinfektionsmittel gerochen“. „Des...was?“ fragte Choji. „Desinfektionsmittel,
der Geruch ist unverkennbar. Und ein Arzt ist bei den Menschen hoch angesehen, besonders hier, in
dieser abgelegenen Gegend“. „Und trotzdem haben sie seine Hunde umgebracht“, knurrte Kiba. „Bist
du ein Hund Kiba?“ fragte Shikamaru genervt. Voller Zorn wegen dieser Beleidigung wollte sich
Kiba auf ihn stürzen, Kiba war schnell, aber Shikamaru vorausschauend. Er wich aus. Gaara stellte
sich zwischen die beiden. Choji tat es ihm gleich. „Das es ausgerechnet ein Mensch sein muss“,
brummte Gaara resignierend. „Ja“, sagte Lee. „Er hat meinen Schwanz hochgehoben, das war
vielleicht peinlich“. Plötzlich fingen alle an zu prusten und zu lachen. „Hey, ich finde das nicht
komisch“, empörte sich Lee. „Na dann bin ich mal auf morgen gespannt“, sagte Gaara. „Ich auch,
er könnte uns ruhig was zum Fressen mitbringen“, Choji machte den Weg frei zwischen Kiba und
Shikamaru. Gemeinsam gingen sie zur Höhle zurück, in der Naruto schon schlief.
„Ich weck ihn auf“, sagte Kiba mit düsterem Ton. Er wusste, wie Naruto sein konnte, wenn er geweckt
wurde. „Lass ihn“, hielt Shikamaru ihn auf. „Wieso, willst du heute etwa ohne Wache…“ „Natürlich
nicht, ich übernehme seine Wache“. „Puh“, Kiba atmete erleichtert aus, „na dann, viel Spaß“. Er
legte sich erst in eine Ecke. In dieser Nacht wurde es kälter, und halb schlafend legten sich die Wölfe
immer dichter aneinander, bis sie ihre Körperwärme teilen konnten.
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6. 5. Das Rennen
Narutos Sicht
Am nächsten Morgen wachte ich wieder in der Höhle auf. Ich sprang sofort auf, als ich merkte das
ich in meiner Höhle war. Ich ging raus und sah das die anderen schon wach waren. Ich trottete zu
Shikamaru der sein Blick zum Dorf richtete. „Wer hat gestern die Wache übernommen?“
„Ich.“ „Warum hast du mich nicht geweckt“ knurrte ich ihn an. „Wir wollten dich nicht wecken.
Du brauchtest mal ne Pause.“ „Das nächste mal weckst du mich. Verstanden!“ „Ja.“ Plötzlich roch
ich einen mir bekannten Geruch. „Jiraiya kommt.“ „Ja ich hab ihn auch schon gerochen.“
Wir alle versammelten uns und warteten bis Jiraiya kam.
Jiraiya kam mit schweren Schritten zu uns. Er kam zu uns und kniete sich nieder. Diesmal hielt ich
mich zurück. "Steh bitte auf, ich weiß doch, das du Schmerzen hast". Er sah mich dankbar an und
stand auf. „So heute will ich euch rennen sehen“ begann er. „Ja das wissen wir. Sollen wir gleich
anfangen?“ „Je früher desto besser.“ „Gut dann fangen wir gleich an.“ Wir machten uns alle Start
klar. Jiraiya ging ein Stück zur Seite damit er uns nicht im Weg stand. Dann liefen wir los.
Kiba und Lee sprinteten los. Sie waren schon immer die Schnellsten im Rudel gewesen und überholten
auch mich. Ich blieb hinter den beiden, so hatte ich den besten Überblick. Gaara war auch ziemlich
schnell, aber er hielt gerade so Schritt mit uns.
Choji war der langsamste. Er war auf Grund seiner kompakten Figur sehr langsam, dafür aber auch
einer von den Stärksten. Shikamaru behielt mein Tempo, obwohl er auch schneller sein konnte. Und
ich behielt die ganze Gruppe im Auge. Ich schaute immer wieder nach hinten, um zu sehen ob Choji
und Gaara noch mit kamen.
Pfiff Kiba und Lee zurück wenn sie zu schnell wurden. Aber auch Jiraiya behielt ich im Auge. Ich
sah das er die ganze Zeit lächelte.
Offenbar war er sehr zufrieden. Dann verlangsamten wir unser Tempo und rannten zu Jiraiya. Als
wir bei ihm ankamen blieben wir vor ihm stehen. „Gut, sogar sehr gut. Das hatte ich nicht erwartet
", sagte er beeindruckt, " und jetzt hab ich eine Vorstellung welche Position ihr bekommen sollt.“ Ich
sah ihn fragend an und legte den Kopf schief. „Position?“ „Ja alle Schlittenhunde haben eine
bestimmte Position, also eine Aufgabe die jedes Mitglied im Team erfüllen muss. Du wirst z.b. vorne
laufen. Weil du der Anführer des Rudels bist. Außerdem hab ich gesehen das du dein Rudel immer
im Auge hast. Shikamaru wird als Navigator neben dir laufen.“ Shikamaru trat vor. Sein Blick verriet
mir das er verwirrt war. Mir ging es ähnlich.
„Was ist denn ein Navigator?“ fragte er dann. „Ein Navigator ist jemand, der den Weg kennt und
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dafür sorgt, dass das Team auch sicher ans Ziel kommt. Ich hab gesehen das du immer neben Naruto
her gelaufen bist und dein Blick hat mir gezeigt, das du den Weg analysiert und dir einprägst. Ich
glaube das du dich schnell an die Route gewöhnen wirst.“ „Alles klar.“ Dann richtete er seinen Blick
zu Kiba und Lee. „Ihr werdet in der Mitte laufen. Ihr seit die Schnellsten. Das heißt ihr könnt das
Tempo auch gut regulieren und je nach Situation das Tempo beschleunigen oder verlangsamen.“ Kiba
und Lee nickten Jiraiya zu. Dann blickte er zu Gaara und Choji. „Ihr werdet vorerst hinten Laufen.
Hinten sind die Stärksten, ihr bringt den Schlitten in Gang. Ich weiß zwar noch nicht wie stark ihr
seit aber das werden wir ja Morgen feststellen.“
Damit stand er auf. „So fürs erste wars das.
Ich werde Morgen wieder mit Fässern kommen. Dann können wir auch sehen wie stark Gaara und
Choji sind und ihr könnt lernen wie es sich anfühlt etwas hinter euch her zu ziehen.“ Ich trat einen
Schritt vor. „Gut so können wir es machen.“ Jiraiya ging wieder zurück ins Dorf.
Ich musste zugeben das Jiraiya seine Wahl gut getroffen hatte. Kiba und Lee schienen mit ihrer
Position zufrieden zu sein, denn sie redeten die ganze Zeit davon. Choji und Gaara waren wirklich
Stark und haben schon oft zum Sieg einer Schlacht beigetragen und Shikamaru war schon immer ein
enger Vertrauter von mir gewesen. Viele Entscheidungen hab ich mit ihm besprochen. Langsam
wurde es Dunkel. Lee hatte heute Wache der Rest ging in die Höhle.
Wir legten uns alle so nah beieinander hin, das wir es schön warm hatten.
Wir alle waren irgendwie zufriedener als sonst. Shikamaru schien mir anzusehen, was ich dachte.
"Das ist, weil wir eine Aufgabe haben, und nicht nur mehr so in den Tag hineinleben, glaube ich",
sagte er. "Ja, vielleicht hast du recht. Zumindest ich habe von einem Tag zum anderen gelebt, ohne
Zukunftsperspektive", sagte ich. "Ich weiß, Naruto, ich hatte manchmal den Eindruck, du hättest
dich aufgegeben und würdest nur noch deiner Pflicht nachgehen. Tut mir leid, das ich dir das so
sagen muss".
Ich dachte über seine Worte nach, wenn es so war, hatte ich es nicht bemerkt. Hieß das, das
ausgerechnet ein Mensch mir eine neue Möglichkeit aufzeigte, wie meine Zukunft aussehen konnte.
"Es ist doch nur recht und billig, wenn die Menschen ihren Fehler wieder einigermaßen gut machen",
meinte Shikamaru. Anscheinend hatte er etwas ähnliches gedacht. "Shikamaru?" fragte ich leise, um
die andern nicht aufzuwecken. "Was ist denn?" "Was sind Fässer?" "Wenn ich mich nicht täusche,
dann sind das diese runden Holzdinger". "Die wo die Menschen hinstellen, wenn es regnet?" fragte
ich entsetzt. "Ja". "Mist, wie sollen wir mit diesen Dingern im Maul denn rennen".
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7. 6. Die Fässer
Am nächsten Tag kam Jiraya ziemlich verlegen daher. Und es war noch nicht mal hell. Er begrüßte
uns leicht bedrückt. Wahrscheinlich hatte er selbst eingesehen, dass das mit den Fässern keine gute
Idee war, dachte ich mir, aber er sagte, die Fässer seien ihm zu schwer. Er habe sie auf einen Schlitten
geladen, sei aber nicht imstande, sie hierher zu ziehen. Nach dieser Erklärung schwieg er und wartete
ab, so schien es mir. Als die Stille zu lange dauerte und ich gerade fragen wollte, wie wir dann
trainieren sollte, sagte Shikamaru, „Also haben wir keine andere Möglichkeit, als das welche von
uns den Schlitten ziehen?“ „Ja, es tut mir leid“. Er hielt sich selbst umschlungen, wegen der Kälte,
„Ich wollte euch unbedingt erst daran gewöhnen, und dachte, ich könnte ein paar Hunde von meinem
Nachbarn ausleihen, aber leider…“ Seine Stimme verlor sich. „Er wollte dir keinen seiner dummen
Hunde ausleihen“, schrie ich empört. „Na, dem zeig ich´s, ich hole diese Fässer“.
Das war doch nicht zu fassen, ohne Jiraya der trotz Schmerzen und Kälte in die Häuser kam um sich
um die kranken Leute zu kümmern, waren die Menschen doch aufgeschmissen, das wusste ja sogar
ich. Und wie wurde ihm das gedankt? Nicht mal ein paar dämliche Hunde wollte man ihm kurz
ausleihen. Ich knurrte die ganze Zeit wütend vor mich hin. „Ich bin extra gekommen, solange es
noch dunkel ist, es wäre vielleicht besser gewesen, wenn ein schwarzer Wolf….“, fing er zu reden
an. „Das ist mir jetzt grad egal“, brüllte ich ihn an. Jiraya zuckte zuerst zusammen, dann lächelte er
mich an. Was hatte das nun zu bedeuten, warum lächelte der Mensch, gab es einen Grund dafür? Ich
wusste zumindest keinen. Darum wollte ich ihn auch gerade fragen, als er plötzlich seine Hand nach
mir ausstreckte und mich zwischen den Ohren kraulte.
Ich war so überrascht, dass ich meinen Zorn vergaß und mich nicht bewegte. Jiraya sah mich weiter
so freundlich an und kraulte mich jetzt an der Seite. „Guter Junge“, sagte er freundlich, „du bist ein
guter Junge“. Das…war irgendwie peinlich. Aber vor allem sehr ungewohnt. Ich wusste ja inzwischen,
dass Jiraya anders war, und ja, ich könnte fast, aber auch nur fast behaupten, dass ich ihm vertraute,
aber dass mich ein Mensch streicheln würde mit diesen Worten, das kam sehr überraschend. Damit
hatte ich überhaupt nicht gerechnet und ich wusste nicht, wie ich mich verhalten sollte. Sollte ich
ihm in die Hand kneifen? Sollte ich sagen, hör auf? Es fühlte sich nicht unangenehm an, ganz im
Gegenteil. Ich konnte mich nicht entscheiden, als Jiraya seine Hand zurückzog, und mich immer
noch anlächelte. Vielleicht sollte ich am besten gar nichts machen.
Ich drehte mich um, und ging weiter in Richtung des Menschendorfes, in dem ich einmal war. Als
ich mich daran erinnerte, fiel mir wieder ein, wie schlecht Jiraya laufen konnte. „Du kannst dich auf
mich setzen, sagte ich“. „Du bist wirklich sehr nett, Naruto“, sagte er und kletterte auf meinen Rücken.
„Nein“, widersprach ich ihm, „du bist so langsam, wenn ich dich trage sind wir schneller, das ist
alles, du hast doch selber gesagt, du wolltest im Dunkeln kommen“. Er lachte laut. „Ja, das stimmt,
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da hast du Recht. Kann ich mich an deiner Mähne festhalten, dann kannst du ja rennen“. Ich war
einverstanden. Jiraya hielt sich fest und ich rannte zu seinem Haus. Dort stieg er ab und ging auf ein
anderes Haus zu. „Moment mal, wohin gehst du?“ „Zur Hütte“. „Hütte?“ „Ja, in dieser Hütte haben
früher meine Hunde gelebt“. Er machte die Tür auf, es roch immer noch nach Qualm.
„Länger als zwei Jahre kann es nicht her sein“, sagte ich und schnüffelte. „Du hast recht. Es sind
etwa 18 Monate seither vergangen. Jiraya öffnete beide Türen der Hütte, und sie sah aus, wie eine
einzige große Tür“. Ich ging ein paar Schritte hinein. Es gab sehr viele Gerüche. Man konnte die
Hunde noch sehr deutlich riechen, es roch auch nach Holz, Fett und es roch…Ich rannte laut knurrend
hinaus. Jiraya lief hinter mir her. „Was ist, was hast du?“ fragte er erschrocken. „Benzin“, brüllte ich.
„Da drinnen ist Benzin. Jiraya“, meine Stimme wurde sehr tief. „Nein, um Himmelswillen“, rief der
alte Mann. Ich brauche Öl um das Leder geschmeidig zu halten und ich muss meine Hände mit Benzin
waschen, sonst geht das Öl nicht runter“. Jiraya streckte seine Hände aus.
Das Benzin hatte deutliche Spuren auf der Haut hinterlassen. Sie waren schneeweiß, extrem trocken
und faltig. Das war mir früher schon aufgefallen, aber ich hatte mir keine Gedanken gemacht. Also
darum sahen seine Hände so aus. Ich beruhigte mich ein wenig. „Warum, ich meine, was musst du
denn mit Öl einschmieren“, wollte ich wissen. „Das Leder“. Ach ja, das Leder, das hatte er gesagt.
Ich verstand trotzdem nicht. „Das Ledergeschirr für euch. Und früher für meine Hunde. Sonst reibt
es nach einer Weile die Haut auf. Durch das Öl wird es weicher und geschmeidiger. Aber man muss
es immer wiederholen“. Er tat sich das an wegen uns, ich meine wegen seinen Hunden, damit sie
keine Schürfwunden bekamen? Ich senkte den Kopf. Fast schon schämte ich mich. Aber Jiraya lachte
wieder. „Ein Glück, bin ich froh“, sagte er. Ich sah ihn an. „Ich hatte schon Angst, du glaubst mir
nicht“. „Na ja, ich …hab mich erschreckt“, sagte ich. Eigentlich wollte ich noch eine Morddrohung
hinterherschicken, aber warum verdammt. Es war ja auch überflüssig, sagte ich mir, Jiraya wusste
selbst sehr gut, das er alleine keine Chance gegen mich hatte.
Er wies auf ein Holzgestell, auf dem runde Holzkisten lagen. „Das ist der Schlitten mit den Holzfässern
“, sagte er zu mir. Ich ging schweigend neben ihm her. Schlitten hatte ich schon gesehen. Auch die
Hunde die davor herrannten und Menschen, die hinten auf dem Schlitten standen, und immer wieder
die gleichen Worte riefen. Onbei onbei. Jiraya nahm einen Ledergurt und sah mich an. „Es ist doch
okay, oder?“ Mir war plötzlich nicht mehr wohl, aber ich nickte. „Kann sein, dass es nicht passt, tut
mir leid“, entschuldigte er sich. Er wies mich an, mich mit der Hinterseite zum Schlitten zu stellen.
Dann legte er mir das Ledergurtdings um Hals und Brust. „Ich binde es jetzt fest“, sagte er. Die ganze
Prozedur war sehr unangenehm, zum Glück sagte Jiraya immer genau was er gleich tun würde, und
wie es sich für mich anfühlen würde.
Er lief um mich herum, und überprüfte seine Ledersachen nochmal. Dann nickte er zufrieden. „Es
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wird nicht ganz einfach sein, der Schlitten ist mit schweren Holzfässern beladen, und steht nicht mal
richtig im Schnee. Wenn es nicht geht, lassen wir uns was anderes einfallen“. Ich mochte es überhaupt
nicht, wenn man mich unterschätzte, obwohl manche der Meinung waren, ich würde mich selber
überschätzen, statt umgekehrt. Ich warf Jiraya einen mitleidigen Blick zu. „Du weißt wohl nicht, mit
wem du es zu tun hast? So etwas hätte ich schon als Welpe machen können“, sagte ich überzeugt
und zog. Der verdammte Schlitten bewegte sich nicht. Ich sah zu Jiraya, um mich zu vergewissern,
dass er auch nicht lachte. Aber er nickte und sagte: „Das stimmt, ich glaube auch, du schaffst das
ganz leicht“. Ich stemmte meine Vorderpfoten in den Boden, legte meine Kraft in Brust und Rücken
und zog, na endlich. Erst mal in Gang gekommen, ging es leichter. Jiraya lief neben mir her, auf dem
Schnee war es noch einfacher.
„Weißt du, ich bin wirklich glücklich, dass ich zu euch gegangen bin und euch gefragt habe“, sagte
er. Schon wieder, dachte ich. „Musst du immer so peinliche Sachen sagen?“ fragte ich diesmal direkt.
„Das ist dir peinlich“. „Und wie“. Das war schon seltsam. Damit, dass ich wie ein Hund mal so einen
Schlitten ziehen würde, hätte ich wirklich nicht gerechnet. Und sogar freiwillig. „Sag mal, Jiraya,
was heißt Onbei?“ „Das Wort kennst du?“ „Ja, nicht wirklich, ich hab es schon mal gehört“. „Es
bedeutet so viel, wie zusammenbleiben“. „Wie, zusammenbleiben?“ „Manchmal überkommt es die
Hunde, und sie werden immer schneller. Dann ruft man onbei“. „Versteh ich nicht, aber auch okay
“. Er lachte. Plötzlich sah er mich verschmitzt an. „Was hälst du davon, wenn ich mich hinten auf
den Schlitten stelle?“ „Von mir aus“, brummte ich. Glaubte er etwa, das wäre dann zu schwer für
mich. Das ich nicht lache.
Noch während dem Fahren stellte er sich auf den hinteren Teil, des Schlittens. Ich spürte plötzlich,
dass die Lederriemen angezogen wurden. „Was soll das, was machst du?“ „Ich halte die Riemen in
der Hand“. „Das merke ich“. „So fühlt es sich an, wenn dein Hundeschlittenführer die Zügel in der
Hand hält. In dieser Art, dieses Gefühl bedeutet einfach nur, du kannst so weiter gehen“. „Aha, und
wenn du sie anders hälst?“ Er zog an der rechten Schnur stärker, und ließ dafür die Linke lockerer,
ich ging ganz automatisch nach rechts“. „WOW“, rief er aus. Alles klar, das hatte ich kapiert. Den
Rest des Weges gingen wir in Schlangenlinien. Zog er rechts, ging ich nach rechts, zog er links, lief
ich nach links. Auf dem Berg vor der Höhle entdeckte ich plötzlich die anderen, die uns zum Teil
fassungslos und zum anderen Teil fasziniert zu sahen.
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8. 7. Training
Narutos Sicht
Wir rannten zu den anderen die uns zusahen. Vor ihnen kamen wir zum stehen. Jiraiya stieg wieder
ab. Er klopfte mir auf die Schulter. „Gut gemacht.“ Dann löste er mich von dem Leder und ich konnte
zu den anderen gehen. „So jetzt hab ich die Fässer. Dann können wir ja anfangen“ sagte er dann.
„Ich schlage vor das Naruto da er ja schon den Schlitten gezogen hat eine Pause machen darf. Die
anderen kommen zu mir.“ Jiraiya band jedem ein Seil um die Brust. Am ende des Seils band er dann
das Fass. Ich sah gespannt zu. Aber ich merkte auch das es Jiraiya schwer fiel. Seine Verletzung
musste ihm wohl schwer zu schaffen machen. Als er fertig war hatte jeder ein Fass hinter sich.
Jiraiya sagte ihnen dann das sie laufen können. Dann setzte er sich zu mir. Wir sahen den anderen
eine Weile dabei zu wie sie die Fässer zogen. Choji hatte richtig Spaß daran. Er kam auch viel schneller
voran. Gaara konnte sein Tempo auch gut halten. Kiba hatte sogar Probleme in Gang zu kommen.
Er musste sich richtig Anstrengen, aber dann schaffte er es doch. Shikamaru hatte auch seine
Schwierigkeiten, kam aber besser zurecht als Kiba. Lee mochte das Fass überhaupt nicht.
Er knurrte es immer an wenn er mit dem Fass hängen blieb. Zwischen mir und Jiraiya herrschte die
ganze Zeit schweigen. Aber ich wollte wissen wo er jetzt die Verletzung her hatte.
„Wie hast du dich Verletzt“ wollte ich von ihm wissen. Er sah mich an und lächelte.
„Als ich auf dem Weg zu einem Patienten war, bin ich in ein Schneesturm geraten. Der Patient
brauchte dringend meine Hilfe also konnte ich nicht warten. Ich bin weiter gegangen und hab die
Eisscholle nicht gesehen. Dann hab ich mir die Spitze ins Bein gebohrt. Ich hab Unterschlupf in einer
Höhle gefunden. Dort hab ich die Blutung gestillt und habe gewartet bis der Schneesturm vorbei war.
Danach hab ich den Patienten versorgt.“ Ich wand den Kopf ab und knurrte leise.
„Überanstrenge dich nicht.“ „Mach ich schon nicht. Die Wunde ist ja schon am Heilen.“
Plötzlich hörten wir ein genervtes stöhnen das von Kiba kam. „Oh man ich hab keine Lust mehr.“
Jiraiya lachte leise, löste aber die anderen von dem Seil. Er legte die Fässer wieder auf den Schlitten.
„So jetzt will ich euch noch die Kommandos erklären.“ „Kommandos?“ fragte Kiba.
„Ja es gibt bestimmte Kommandos für Links oder Rechts.“ „Und warum sagst du nicht einfach Rechts
und Links.“ „Das ist bei uns etwas anders. Aber egal ihr werdet sie schon lernen.
Also Go heißt das ihr los laufen müsst. Gee bedeutet das hir nach Rechts abbiegen sollt und Haw
bedeutet das ihr nach Links renne sollt. Come Gee bedeutet das ihr eine 180 Grad Wende über Rechts
macht und Come Haw bedeutet das ihr eine 180 Grad Wende über Links macht. Easy bedeutet das
ihr euer Tempo auf Trab verlangsamt, wenn ihr z.b Berg abwärts lauft und Whuuu bedeutet das ihr
euer Tempo bis zum Stop verlangsamt. Onbei bedeutet das ihr alle zusammen bleiben sollt. Habt
ihr es verstanden?“
„Ja ich glaube schon“ sagte ich. Wobei wenn ich mir die anderen ansehe, glaube ich nicht das sie
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alles Verstanden haben. Aber das lernen wir noch. Ich hab ja auch nicht alles Verstanden. Langsam
wurde es Dunkel und es wurde Kalt. Jiraiya zitterte leicht, obwohl er eine dicke Jacke an hatte.
Er spannte mir wieder das Leder an, so das ich den Schlitten ziehen konnte. Er musste ja irgendwie
nach Hause. Dann stellte er sich hinten an den Schlitten auf und Rief „Go.“ Ich wusste noch das es
Laufen bedeutet, also lief ich los. Diesmal ging es etwas leichter den Schlitten in Gang zu bringen.
Der Schlitten stand ja auch schön im Schnee. Jiriaya zog manchmal an der Leine so das ich entweder
nach Links oder nach rechts lief. Manchmal verwendete er auch die Wörter „Gee“ und „Haw“ ich
vergaß manchmal was nochmal rechts oder was Links war. Aber wenn ich einen Fehler machte
Korrigierte mich Jiraiya. Ich fand das voll Peinlich wenn ich was Falsch gemacht habe.
Aber Jiraya sagte nichts dazu. Als wir bei ihm an kamen, brachte ich noch den Schlitten und die
Hütte und Jiraiya befreite mich von dem Leder. Wieder kraulte er mich an den Ohren.
„Danke das du mir geholfen hast.“ Ich mochte diese Gefühl. Jiraiya behandelte uns völlig anderes
als die anderen. Jiraiya hörte auf mich zu Streicheln und ich ging wieder zu meinem Rudel.
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9. 8. Streit und Heilung
„Ich kapier nicht, wie du mit diesem Schlitten klarkommst“, meinte Kiba zu mir. Ich sah ihn belustigt
an. Er hatte es mit grimmiger Stimme gesagt, aber jetzt sah er beunruhigt aus. „Was ist?“, wollte ich
von ihm wissen. „Ich glaube nicht, das ich das kann“, meinte er, „und das bedeutet wohl, entweder
ich bin raus aus dem Rudel…“ „Spinnst du?“ fuhr ich ihn an. „Dann rennt keiner, wenn du es nicht
kannst“. „..Oder es rennt keiner“, vollendete er seinen Satz, „und das ist meine Schuld“.
Vor kurzem wäre es mir egal gewesen, ob wir Schlitten ziehen oder nicht, aber ich wollte mit Jiraya
zusammenbleiben. „Kiba, der Schlitten ist nicht wie ein Fass, außerdem ziehen wir alle an dem
Schlitten, nicht nur einer wie bei den Fässern, also mach dir keine Sorgen“.
„Genau, genau“, nuschelte Choji, der auf einem Rindfleischstück herumkaute, das Jiraya uns
mitgebracht hatte, er wusste, dass es im Moment schwierig war zu jagen. Zwar hatte Gaara ihn
angeknurrt, wir würden keine Almosen von Menschen nehmen, aber Jiraya hatte gesagt, dass dies
kein Almosen sei. Gaara hatte nicht verstanden. „Sieh mal“, sagte ihm Jiraya, „wenn ihr für mich
trainiert, geht euch diese Zeit am Jagen verloren. Dazu kommt noch, dass das Training sehr
kräftezehrend ist. Ich möchte einfach nicht schuld sein, wenn ihr wegen mir vielleicht hungern müsst,
und ich möchte vor allem meine Dankbarkeit beweisen. Also bitte erlaube mir, diese Kleinigkeit für
euch zu tun“. Gaara hatte das nicht nur eingesehen, es hatte ihn sogar beeindruckt. Und damit war
die Sache aus der Welt.
Es war auch Gaara, zu meiner Überraschung, der zu mir und Kiba rüberkam und mich unterstützte.
„Naruto hat vollkommen Recht. Ich fand das Fass genauso blöd, das kannst du mir glauben, aber
Naruto hat sich noch dämlicher angestellt als du, als er das Fass hatte“. „Hey“, protestierte ich. „Beim
Schlittenziehen dagegen ist er gelaufen, als hätte er nie was anderes gemacht“, fuhr Gaara fort und
ignorierte mich. Kiba schien nachzudenken. „Das stimmt“, sagte er dann fröhlich. „Hey“, protestierte
ich wieder vergeblich. Kiba sah mich an. „Es ist anders den Schlitten zu ziehen? Warum dann
überhaupt der Quatsch mit den Fässern?“ „Es ist anders ja, aber – wurde das mit den Fässern nicht
schon erklärt?“ fragte ich erstaunt. „Wir sollen uns dadurch daran gewöhnen, ein Gewicht zu haben,
hinter uns, das wir ziehen müssen“, stotterte ich herum.
„Kommt her, Leute“, rief Lee, „so etwas Leckeres habt ihr noch nie gefressen“. „Stimmt“, Choji war
der gleichen Meinung. „Das ist Rind, oder?“ „Ja“, meinte Shikamaru knapp, und ließ es sich
schmecken. „Warum haben wir noch nie das Rind von Menschen gerissen?“ fragte Lee. „Also wenn
ich das vorher gewusst hätte…“ Ich machte einen Satz auf Lee zu und verbiss mich in seinen Nacken.
Das regte mich grade so auf, das ich gar nicht loslassen konnte, obwohl schon die ganze Zeit, das
Blut von Lee an meinem Maul runterlief und er jaulte. Im Gegenteil ich schüttelte ihn sogar nochmal.
Die anderen standen um uns herum. Keiner wagte es sich zu rühren. Ich schüttelte ihn noch ein letztes
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Mal und senkte meine Zähne noch tiefer, dann ließ ich los und wandte mich ab. Lee kroch jaulend
in eine Ecke, und leckte sich das Blut ab. Nach einer ganzen Weile stand Shikamaru auf und legte
Lees Nacken, an den er nicht selber herankam.
Schweigen. Ich war immer noch wütend. Die anderen merkten das. Aber irgendwie konnte ich mich
nicht beruhigen, also stand ich auf und ging nach draußen, um zu rennen.
Nachdem Naruto weg war, war auch das ungute Gefühl verschwunden. „Was habe ich falsch gemacht
“, jammerte Lee. „Wenn wir das Rind der Menschen jagen, jagen sie uns, und sie jagen uns solange
bis keiner mehr von uns übrig ist“, erklärte ihm Shikamaru. „Ah, ach so“, Lee jaulte immer noch.
„Reiß dich mal zusammen“, wurde er von Gaara angefahren. „Sei still, Gaara. Die Wunde ist extrem
tief. Wir können froh sein, das Naruto ihm nicht das Genick gebrochen hat“. Dann beschäftigte er
sich weiter mit Lee´s Wunde. Er leckte sie solange, bis die Blutung stoppte und die Heilung einsetzte.
Das merkte auch Lee. „Danke, Shikamaru“, sagte er kleinlaut. „Schon gut, ich finde trotz allem,
Naruto hat übertrieben, ich werde mit ihm reden“. „Nein, schon gut“. „Ob unsere Heilkräfte auch
bei Menschen wirken“, überlegte Choji. „Wie kommst du darauf?“ wollte Kiba wissen. „Naja, Jiraya
gehört doch praktisch zum Rudel…“ fing er an wurde aber von Gaara unterbrochen, der sich vor ihm
aufbaute. „Nein, das tut er nicht, und auch wenn er in Ordnung ist als Mensch, was noch abzuwarten
bleibt, er wird niemals einer von uns sein, also komm überhaupt erst nicht auf die Idee ihm seine
Verletzung gesund zu lecken, verstanden?“
„Aber“, Choji war verwirrt, „Shikamaru was sagst du dazu?“ „Ich bin Gaaras Meinung. Wenn die
Menschen erst mal wissen, dass unsere Heilkräfte von unserem Speichel kommen, werden sie diese
Männer mit den weißen Mänteln zu uns schicken. Also vergiss das ganz schnell wieder“.
„Was vergessen“, fragte ich, als ich die Höhle betrat. Die anderen sahen sich gegenseitig an. Sie
überlegten wohl, ob sie mir etwas sagen sollte, worüber ich mich wieder aufregen könnte. Also wollte
ich erst recht wissen, worum es ging. „Was vergessen“, wiederholte ich also meine Frage. „Choji
meinte, wir könnten vielleicht Jirayas Bein heilen“, sagte Shikamaru. Ich sah Choji an, der geduckt
zurückwich. „Ja, vergiss das ganz schnell wieder“, sagte ich. Ich ging tiefer in die Höhle hinein.
„Außerdem haben die Menschen ihre eigenen Heilmethoden“, ich legte mich hin. „Ich denke, wir
helfen ihnen beim Heilen genug, wenn wir ihre Medikamente herbeischaffen“. Die andern stimmten
mir zu. „Lasst uns lieber nochmal diese Kommandos durchgehen, nicht das wir in die falsche Richtung
rennen“. „Hoch, warum sind die so komisch? Warum kann man nicht Rechts sagen, wenn man Rechts
meint“, beschwerte sich Kiba. Hätte ich menschliche Gestalt gehabt, ich hätte mit den Schultern
gezuckt. „Tja, keine Ahnung, aber egal, dann lernen wir es eben. Die Menschen haben sehr viele
sinnlose Dinge erfunden“. „Stimmt, denen geht es nur ums Erfinden, alles andere ist egal“, meinte
Choji.
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„Haw ist äh Links?“, ich war nicht sicher. „Ja“, sagte Shikamaru und Gee ist rechts. Dann gibt es
noch Come Gee oder Haw“. „Was sind 180 Grad?“ fragte Choji. „Wäre das nicht eine komplette
Kehrtwendung? Vielleicht hat Jiraya sich da vertan?“ wollte Gaara wissen. „Wir können nochmal
fragen“, sagte ich. „WUUH“, heißt langsam bremsen. „Was bedeutet dann schnell bremsen?“ fragte
Choji. „Idiot“, sagte ich. „Wenn wir schnell bremsen, landet uns der Schlitten im Rücken“. „Warum
dann nicht einfach bremsen“, wollte er jetzt wissen. „Tz, typisch Mensch, es ist unmöglich, Menschen
zu verstehen“, knurrte Gaara angewidert. Wie auch immer, diese Befehle sind kein Problem, dachte
ich, obwohl sie am Anfang kompliziert geklungen hatten. Wir hatten ja schon begriffen, dass die
Menschen die Dinge so kompliziert wie möglich machten. Zudem hatten wir erst zwei Tage Training
hinter uns. Das mit den Befehlen würde uns bald in Fleisch und Blut übergehen, was so ein dummer
Hund konnte, konnten wir erst recht.
An was ich denken musste, war das was Choji gesagt hatte. Jiraya nahm so viel auf sich, um den
Menschen zu helfen. Warum tat er das? Obwohl sie ihm seine Tiere genommen hatten, ich war
überzeugt das er sie sehr geliebt hatte. Fragen wollte ich ihn nicht danach. Jedenfalls nicht jetzt.
„Nein, verdammt, das geht auch nicht“, knurrte ich. „Was geht nicht“, fragte Kiba. „Ach nichts,
vergiss es“. Nein, ich konnte Jirayas Verletzung nicht heilen, indem ich sie leckte, für einen Moment
war es mir in den Sinn zu kommen sie zu lecken, als wäre nichts, also sie zu heilen ohne es Jiraya
wissen zu lassen, wie man eben schon gesehen hatte, wenn Hunde die Hand des Menschen ableckten.
Aber da es eine Verletzung war, würde Jiraya das spüren.
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10. 9. Die erste Fahrt
Naruto Sicht
Ich saß draußen und wartete auf Jiraya, der heute mit dem Leder kommen wollte. Als Shikamaru zu
mir kam. „Ich wollte mit dir reden.“ „Über was.“ „Es ist wegen Gestern.“ „Du meinst wegen Lee.“
„Ja ich finde du hast übertrieben. Du hättest ihn nicht so verletzten dürfen.“ „Ich weiß. Es ist einfach...
dieser Überfall damals, das mit Hinata und dem Nachwuchs für das Rudel, ich hätte nicht zögern
dürfen.“ „Ja, ich kann das verstehen. Es war aber nicht deine Schuld. Wir sind nun mal nicht wie die
Menschen und jetzt haben wir Jiraya.“ „Ja aber vielleicht Vertrauen wir ihm zu schnell.“ „Glaub ich
nicht. Jiraya meint es ernst mit uns.“ Plötzlich kam Jiraya. Er zog einen kleinen Schlitten hinter sich.
Die anderen traten aus dem Bau hervor und wir gingen zu ihm. „So ich habe euer Geschirr dabei und
einen kleinen Schlitten den könnt ihr dann ziehen.“ Ich legte den Kopf zur Seite. „Geschirr?“
„Ja das ist das Leder, mit dem ich euch an den Schlitten spanne. Du weißt schon, das wo du an hattest,
als du den Schlitten gezogen hast.“ „Ach so das.“ Jiraya legte uns allen das Geschirr an und spannte
uns dann an den Schlitten. Immer zwei von uns wurden nebeneinander gespannt. Wie Jiraya schon
mal erwähnt hatte, kamen Gaara und Choji direkt vor den Schlitten, weil sie die Stärksten waren.
Ihre Zugkraft konnte den Schlitten am Schnellsten in Gang bringen, wie irgendetwas bei einem Auto.
Den Namen habe ich vergessen, es hatte was mit einem Antrieb oder so zu tun.
Dann kamen Kiba und Lee, als die beiden Schnellsten. Das Tempo in einem Team würde immer von
dem Langsamsten vorgegeben. Aber man konnte diese Regel ein wenig austricksen. Wenn der
Langsamste, also Choji nach vorne kam, wäre keiner schneller als er. Aber wenn er nach hinten kam,
konnten Lee und Gaara ihn ein bisschen mitziehen, oder so ähnlich. Nach vorne kamen Shikamaru
und ich. Als Leithund, er sagte Hund, würden mir alle folgen, daher sei es wichtig, das ich ihm
vertraue. Ihm und seiner Erfahrung. Ich hatte nicht alles genau verstanden, aber so wie Jiraya es
erklärte, klang es irgendwie logisch.
Dann stellte er sich hinter uns und hinter den Schlitten auf die Kufen. Es war ein merkwürdiges
Gefühl. Ich war zwar schon mal an einen Schlitten gespannt gewesen, aber diesmal fühlte es sich
anders an. Vielleicht weil die anderen bei mir waren. Ich konnte es jedenfalls gar nicht erwarten zu
laufen und ich glaube den anderen ging es genauso. Gaara und Choji zogen schon ein wenig an dem
Geschirr. „ So seid ihr Bereit?“ fragte Jiraya. Ich blickte ihn an und nickte.
„Gut dann
Go.“ Wir alle setzten uns in Bewegung. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. So was kannte ich gar
nicht. Als Jiraya „Gee“ sagte bogen wir alle nach rechts ab. Na ja alle bis auf Kiba denn er ist nach
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Links gerannt und wir mussten alle anhalten. Kiba ging wieder zurück in die Reihe. „Tut mir Leid:
Ich hab die Befehle verwechselt.“ Jiraya lächelte ihn an. „Das muss dir nicht leidtun. Das ist ja euer
erstes Mal das ihr einen Schlitten zieht.“ Dann liefen wir weiter.
Manchmal liefen wir nach rechts und manchmal nach Links. Er ließ uns auch mal Langsamer laufen
und hielt uns auch an.
Wir hatten uns ein gutes Stück von dem Bau entfernt und langsam wurde es auch Dunkel.
„Come Haw“ sagte Jiraya plötzlich und wir wendeten über Links. Das sollte wohl bedeuten, dass
wir wieder nach Hause fuhren. Das machten wir auch. Als die Sonne schon fast nicht mehr zu sehen
war kamen wir am Bau an. Jiraya machte uns alle los. „Nicht schlecht. Ihr lernt schnell. Aber bevor
ich gehe will ich euch noch was Erklären.“ „Was denn erklären?“ wollte Lee wissen.
„Na ja ich wollte euch noch die Gespann Arten erklären weil ich sie auch verwende.“
„Gespann Arten?“ fragte ich. „Ja es gibt verschiedene Arten. Zum einen haben wir das
Doppelgespann. Das haben wir heute gemacht. Es wird auch bei Wettrennen verwendet. Dazu
verwenden wir eine Halsleine das am Geschirr fest gemacht wird und eine Zugleine.
Die Halsleine sorgt dafür das ihr auch nicht ausbrechen könnt und die Zugleine fordert die Zugkraft.
Dann gibt es noch die Tandemanspannung. Die Hunde laufen nicht mehr Nebeneinander. Da werden
die Hunde hintereinander zwischen zwei Seitenseilen gruppiert. So ist das Gespann nur noch einen
Hund breit und so in der Lage auch kleine enge Wege zu laufen. Aber das kann man nur mit 2-3
Hunden machen. Dann gibt es noch die Fächeranspannung.
Die Hunde werden Einzeln an einer Leine an den Schlitten gebunden. Und sie laufen in einer
Fächerform. Das wurde früher zur Jagd verwendet. Aber wir verwenden es wenn wir zum Beispiel
über Packeis laufen. Wenn das Eis dann zusammen bricht ziehen sich die Hunde nicht gegenseitig
ins Wasser. So das war’s erst mal.“ Hinter mir war ein genervtes Stöhnen zu hören. Das sich als das
von Choji herausstellte. „Oh Mann müssen wir das alles wissen?“ „Na ja ihr werdet das schon lernen.
Außerdem seid ihr ein gutes Team also können wir das ohne Bedenken machen. Aber ich werde das
noch mit euch üben.“
Jiraya verabschiedete sich von uns und ging wieder in sein Dorf.
Wir anderen gingen in die Höhle und legten uns dort hin. „Oh man das war so Cool heute“ meinte
Kiba. „Und so schwer war es doch nicht. Hat sich auf jeden Fall besser angefühlt wie das Fass.“
„Siehst du“, meinte Shikamaru darauf. Lee legte sich auch hin. Er zeigte es vielleicht nicht so, aber
es war Anstrengend für ihn. Auch weil er noch Verletzt war.
Ich legte mich zu ihm und leckte über seinen Nacken. „Tut mir leid. Ich hätte nicht so grob mit dir
sein sollen.“ „Schon gut es war ja auch meine Schuld. Ich hätte nachdenken sollen, bevor ich mein
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Maul aufmachte.“ Ich leckte noch ein paar Mal über seinen Nacken. Dann legte ich mich so hin das
ich Schlafen konnte.
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11. 10. Der Schneesturm
Am nächsten Morgen fühlte ich, das ein Schneesturm aufkommen würde. Die Temperatur hatte sich
um mindestens zehn Grad verringert, und ein kalter Wind kam auf. Die Wolken hingen tief und
dunkel. Vielleicht hatte mir der Mann darum etwas über das Wetter erzählt, der aus dem Kasten. Um
mich zu warnen, aber ich hatte nicht zugehört. Das Fleisch, das Jiraya uns gebracht hatte, war dank
der Kälte noch genießbar. Auch wenn es gefroren war, hatten wir keine Probleme es zu fressen. Ich
versuchte abzuschätzen, wie schlimm es werden würde. Es gefiel mir nicht. Unsere Höhle war zu
Zwei Drittel unter dem Schnee vergraben. Gut möglich also, das bei einem heftigen Sturm der Ausgang
zugeschüttet wurde. Zwar hatten wir eine Art Hinterausgang gegraben, für den Fall, dass die Menschen
vorne wieder ein Feuer legten und mit ihren Waffen darauf warteten, das wir herauskamen, aber es
war nur ein sehr schmaler Gang, etwa einen Kilometer lang, mit einem Loch durch das sich gerade
mal einer von uns quetschen konnte. Mit anderen Worten, der würde auch verschüttet.
Nein, die Höhle war nicht sicher, sie konnte im Gegenteil zur Todesfalle werden, je nachdem wie
viel Schnee herunterkam. Außerdem waren wir links und rechts von Gebirgen umgeben, die Wolken
würden auch nicht über uns hinwegziehen. Wenn wir nach draußen gingen, liefen wir Gefahr zu
erfrieren. Innerlich fluchte ich. Ich wusste im Moment nicht was das Beste war, aber hier bleiben
konnten wir nicht. Und je schneller ich eine Entscheidung traf, desto besser. Es war nicht leicht, die
Verantwortung für das Überleben des Rudels zu tragen. Das hier würde zur Todesfalle. Aber draußen
würden vermutlich nicht alle überleben. Ich ging zu Lee und leckte seinen Nacken. Im Prinzip war
er so gut wie geheilt. Nur noch etwas Schorf war auf den Wunden. Eigentlich tat ich es nur, um noch
fünf Minuten nachdenken zu können. Und Jiraya? Was wenn wir zu ihm rannten, das war zu schaffen,
bevor das Unwetter losging. Allerdings konnten wir nicht ins Dorf als Menschen, wir hatten ja keinen
Pelz, den man anziehen und ausziehen konnte, so wie die Menschen. Auf der anderen Seite, wenn
sie nicht total blöde waren, würden sie sich in ihren Häusern verkriechen. Mal sehen, wie du wirklich
zu uns stehst, Jiraya, dachte ich.
Ich stand auf, die anderen warteten schon auf meine Entscheidung. „Wir gehen ins Menschendorf,
sofort, wenn wir uns beeilen, schaffen wir das vor dem Sturm“. Die anderen sahen einigermaßen
überrascht aus, nur Shikamaru nickte. Vermutlich hatte er ähnliche Gedanken gehabt. „Und das
Fleisch?“ fragte Choji. „Ist unsere geringste Sorge“, antwortete ich und lief los. Ich war schon einmal
im Dorf gewesen, und das zahlte sich jetzt aus. Tatsächlich hatten die Menschen sich verbarrikadiert,
auch wenn man ein oder zwei Gesichter an den Scheiben sah, die mit Holz verstärkt worden waren.
Wir hielten direkt auf Jirayas Haus zu. Der öffnete auch sofort die Tür. Er sah erleichtert aus. „Ich
habe gehofft, dass ihr kommen würdet“, sagte er. Er kam raus, der Wind ging schon so heftig, dass
er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Die Tür schloss er hinter sich fest ab, und schob mit aller
Kraft noch einen Holzbalken davor. Ich hatte keinen Schimmer was das bedeuten sollte. Er rief uns
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etwas zu, aber der Wind trug seine Worte davon. Das Winken mit der Hand war allerdings eindeutig.
Er führte uns hinter sein Haus, wo ein anderes Haus stand. Dort öffnete er die Tür, und wartete bis
wir alle drin waren, es roch nach Hund und altem Verbrannten.
Den Geruch vergaß man nie, wenn man ihn einmal gerochen hatte. Zu meiner Überraschung war es
warm in diesem Haus, obwohl es weit weniger stabil aussah, als die anderen. Jiraya zündete eine
Lampe an, die nach Öl roch. Überall waren Strohballen, Decken und die Ritzen in manchen Spalten
an den Wänden waren mit irgendetwas verstopft. Ich ging hin, um daran zu riechen. „Das ist Wachs
“, sagte Jiraya. Mittlerweile war das Pfeifen ziemlich laut geworden. Ein paar erkundeten die Hütte,
die anderen legten sich gleich auf die Decken und Strohballen, es war mit jeder Minute anstrengender
gewesen hierherzulaufen. Jiraya sah mich an. Irgendwie hielten unsere Blicke aneinander fest. Warum
war es so schwer, zu vertrauen? Hatte ich uns nicht hergeführt, und trotzdem war ich auf dem Sprung
bei dem kleinsten verdächtigen Geräusch kampfbereit zu sein. Ich legte die Ohren an und winselte
leise. Ich wollte ihm doch vertrauen. Es hatte schöne Momente gegeben. Jiraya kam auf mich zu. Er
ließ seine Hand unter meiner weißen Halskrause verschwinden und kraulte mich. „Früher“, sagte er
und sah sich um, als sähe er die Hütte zum ersten Mal, „früher haben meine Hunde hier gewohnt“.
Schmerz und Trauer klangen in seiner Stimme mit.
Ja, das stimmte. Er hatte auch etwas verloren, das ihm wichtig war. „Du hast deine Hunde geliebt,
oder?“ „Ja, genau wie du dein Rudel“, lächelte er. Ich lehnte mich enger an ihn und legte meinen
Kopf auf seinen Schoß, so dass er sich setzen musste. Mehr oder weniger freiwillig. Also daher der
verbrannte Geruch. Plötzlich kam einer nach dem anderen zu uns, und wir drängten uns um Jiraya.
Manchmal schliefen wir ein. Draußen tobte der Sturm, aber wir fühlten uns sicher. Ein Gefühl, das
ich schon lange nicht mehr hatte. Gegen Abend, als der Sturm endlich etwas nachzulassen schien,
sagte er plötzlich, ich hole uns etwas zu essen, ihr müsst hungrig sein. „Au ja“, sagte Choji. Ich stand
auch auf, und folgte Jiraya. Aber er war nicht böse, oder sagte, nein bleib hier. Er lächelte nur. Ich
ging mit ihm ins Haus, dort hatte er eine Kammer, mit Fleisch. Er hob ein halbes Schwein von einem
Haken und gab es mir. Dann verschloss er die Kammer wieder und ging zu einem Schrank. Kälte
kam mir entgegen, als er die Tür öffnete. Er holte ein paar Sachen für sich heraus, und schloss die
Tür wieder. Plötzlich sah er mich neugierig an. „Wie siehst du aus?“ fragte er. Ich verstand nicht.
„In deiner menschlichen Gestalt, wie siehst du aus?“ Ich knurrte vor mich hin. „Ich wette du bist ein
hübscher Bursche“. Ein hübscher Bursche, ich hatte keine Ahnung von dem Geschmack der
Menschen. „Wer weiß, vielleicht ist es keine schlechte Idee“, überlegte er, „bestimmt haben euch ein
paar Leute gesehen“.
Ich gab keine Antwort, abgesehen davon das ich das Fleisch im Maul trug und hoffte, er wäre bald
fertig hatte ich auch keine Lust darauf eine Antwort zu geben. Aber anstatt endlich zu kommen, wurde
er plötzlich lebhafter, „ich habe zwar nie einen Sohn gehabt, aber einige Schüler. Er ging zu einer
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anderen Kammer mit Kartons und suchte daraus Kleider aus. Ich ließ resignierend das Fleisch fallen,
wer weiß wie lange das dauern konnte. Nach einer halben Stunde hatte er was er wollte, die Klamotten
legte er sich über einen Arm, seinen Beutel mit dem Essen nahm er in die andere Hand, ich hob das
Fleisch auf und wir gingen zurück in die Hütte. Die anderen kamen auf mich zu, wir waren hungriger
als wir bemerkt hatten. Bei uns gab es keine Rangordnung wer zuerst fressen durfte. Und es war
genug da. Jiraya setzte sich auf einen Strohballen, packte Käse, Milch Brot und Messer aus und sah
uns belustigt zu. Mittlerweile hatte sich der Sturm soweit gelegt, das wir hätten nach Hause laufen
können. Aber keiner von uns hatte Lust dazu. Jiraya breitete die Kleider auf dem Boden aus. „Es ist
nur eine Bitte, aus reiner Neugier. Ich wüsste zu gerne, wie ihr in menschlicher Gestalt ausseht“. Zu
meiner Überraschung hörte ich kein heftiges Protestieren nur Schweigen. Allerdings ging Kiba nach
kurzem Zögern zu Jiraya und verwandelte sich. Kiba hatte von uns allen die meiste Erfahrung damit.
Kaum besaß er menschliche Gestalt, bückte er sich frierend nach den Kleidern und zog gleich mehrere
Hosen und Jacken übereinander an. Trotzdem, an Augen, Zähnen und Krallen erkannte man nach
wie vor, das er kein Mensch war. Sein Fell, ich meine seine Kopfhaare waren braun.
„Und du?“ Jiraya fragte mich.
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12. 11. Jirayas Hütte
Narutos Sicht
Ich trat zu ihm vor. „Du willst es also unbedingt wissen.“ Er nickte. Ich sah zu Kiba der sich lässig
in einen Heuballen geschmissen hatte. „Na gut.“ Ich verwandelte mich in einen Menschen. Danach
bückte ich mich zu den Kleidern nieder und zog mich schnell an. Mir war es doch irgendwie peinlich
gewesen. ohne Fell vor Jiraya zu stehen. Zumal der mich so begeistert ansah. Ich meine, klar als
Wölfe waren wir auch so zu sagen nackt, aber es war doch was anderes, als in der Gestalt eines
Menschen zu sein. Meine blonden Haare hingen knapp bis zur Schulter. Man konnte es zwar nicht
so gut erkennen wie bei Kiba, aber meine drei Kratzer auf jeder Wange, wo vorher meine Barthaare
waren, zeigten, dass ich ein Werwolf war. Zufrieden nickte Jiraya. „Hab ich mir schon
gedacht.“ Verwirrt sah ich ihn an.
„Was gedacht?“ „Du siehst verdammt gut aus. Wärst als Mensch bestimmt voll der Mädchen
Schwarm.“
„Ich steh nicht so auf Menschen“, sagte ich, ein wenig peinlich berührt. „Ja das weiß ich doch“,
Jiraya lachte. „Schade eigentlich“. „Wie?“ „Ach nichts, vergiss es, du Herzensbrecher“. Ich beschloss
seinen letzten Kommentar zu ignorieren und ging zu Kiba. Neben ihm ließ ich mich auch auf einen
Heuballen fallen. Mir war schon wohler, als Jiraya Aufmerksamkeit sich nun Shikamaru zuwandte,
der sich nun auch in einen Menschen verwandelte. Er hatte versucht, sich schon als Wolf in die
Kleider zwängen. Ohne Erfolg natürlich, stattdessen zerriss er sie. Kiba und mir kamen die Tränen
vor Lachen. Ich fuhr über meine Augen. Wie seltsam. Wasser aus den Augen. Ich hatte mich nur
selten in einen Menschen verwandelt, aber Wasser in den Augen hatte ich noch nie. Ich roch daran
und probierte es dann.
Nur um es kurz danach wieder auszuspucken. Es schmeckte eklig, richtig salzig. Kiba sah mir
interessiert zu, ließ es dann aber, seines zu probieren, er sah es nur an und roch daran.
Wie auch immer, Shikamarus Idee, es hätte klappen können mit Jirayas Hilfe oder gegenseitiger.
Warum waren wir nicht vorher auf die Idee gekommen? Shikamaru hatte als Mensch braunes, fast
schwarzes Fell auf dem Kopf das er zu einem Schwanz zusammen gebunden hatte. Bei ihm merkte
man so gut wie gar keinen Unterschied zu einem echten Menschen. Man könnte ihn als Späher
vorausschicken, falls nötig, überlegte ich.
Jiraya musterte ihn kurz und dann ging er auch zu uns. Er ließ ich neben Kiba nieder. Nun war Gaara
an der Reihe, er knurrte vor sich hin. Ich sagte, komm schon Gaara, sei kein Spielverderber. Aber
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Gaara war da etwas skeptischer. Er verwandelte sich nur widerwillig in einen Menschen. Aber
wahrscheinlich letztendlich auch nur deshalb, weil ich ihn dazu gedrängt hatte. Frei nach dem Motto,
für alle das gleiche Recht. Oder die gleiche Pflicht. Je nachdem, wie man es betrachten mochte. Gaara
hatte rotes Fell aber keine oder kaum sichtbare Augenbrauen.
Er hatte dunkle Augenringe. Als Mensch gesehen würde man glauben, er hätte sich geschminkt. Ich
glaube, man nannte es Gruftilook oder so ähnlich. Für Menschen, Für uns dagegen ein Zeichen dafür
das er zu uns gehörte. Mit seinem normalen Pelz hatte er auch schwarze Haare um die Augen herum.
Lee war der mutigste von uns. Sprich er fand sich als Mensch so hübsch, dass er keine Angst hatte
sich vor Jiraya zu verwandeln und dazu stolzierte er auch noch rum und drehte sich wie ein Modell
hin und her. Kiba buhte ihn aus. „Man das will doch keiner sehen. Zieh dir gefälligst was an.“ Nach
endlos langen Minuten zog Lee sich beleidigt endlich was an. Zum Glück. Ich hatte keinen Sinn für
den Geschmack von Menschen, trotzdem konnte ich an Lee nichts Besonderes finden. Seine Augen
und sein Gesicht waren sehr rund. Sein Fell schwarz und er hatte dicke buschige schwarze
Augenbrauen.
Nun war Choji dran. Aber irgendwie traute er sich nicht. „Ich will mich nicht in einen Menschen
verwandeln“ protestierte er. „Und warum nicht?“ fragte ihn Jiraya. „Weil es mir peinlich ist. Ich will
nicht das du und die anderen mich nackt sehen.“ Im Hintergrund schrie Kiba. „Jetzt mach schon. Er
hat uns fast alle nackt gesehen.“ Choji blickte wieder zu Jiraya der ihm zulächelte. „Wenn du willst
dreh ich mich um.“ „Und was ist mit den anderen?“ „Die drehen sich auch um.“ Choji zögerte immer
noch. Seine Barthaare sträubten sich, den Schwanz hatte er zwischen die Beine geklemmt und seine
Ohren waren angelegt. Ich wusste nicht, was sein Problem war, mir war auch nicht wohl dabei
gewesen, aber so schlimm – war es doch auch wieder nicht.
Jiraya sah zu uns. „Okay Jungs wir drehen uns um“ befahl ich ihnen. Jiraya drehte sich um und wir
versteckten uns alle im Heuballen. Als Choji endlich fertig war steckten wir alle unsere Köpfe raus
und Jiraya drehte sich wieder um. Choji hatte rotbraunes Fell. Und er war etwas dicker als wir.
Jiraya sah ihn kurz an und dann kam auch Choji zu uns. „So war doch nicht so schlimm oder?“ fragte
Jiraya. Wir blickten uns alle an. Dann schüttelten wir leicht den Kopf. Wobei ein paar von uns einen
leichten rot Schimmer zeigten. Leider gehörte ich auch zu ihnen. Ich hoffte inständig das Jiraya das
nicht sah, denn es war mir peinlich. Aber er lächelte uns nur an.
Dennoch fühlten wir uns nicht so wohl und darum verwandelten wir uns allmählich alle wieder in
Wölfe. Angefangen mit Choji. Zuletzt verwandelte sich Lee. Man hätte glauben können, er fühle
sich wohl in menschlicher Gestalt. Inzwischen war der Schneesturm vorbei. Unsere Höhle war
bestimmt zu geschüttet.
Aber wir machten auch keine Anstalten nach Hause zu gehen. Vielleicht sollten wir die Chance nutzen
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und ganz zu Jiraya ziehen. Immerhin war es dann auch leichter für ihn.
Ich ging mit Shikamaru in eine ruhige Ecke, um mit ihm darüber zu sprechen. „Ich hab mir überlegt
dass wir bei Jiraya bleiben“ begann ich. „ Keine so schlechte Idee. Die Höhle dürfte sowieso nicht
mehr zu retten sein. Außerdem scheint es den anderen auch zu gefallen und Jiraya müsste mit seinem
verletzten Bein nicht immer zu uns kommen.“ „Ja genau das hab ich auch gedacht. Glaubst du die
anderen sind damit einverstanden.“ „Ich denk schon. Außerdem wären wir früher oder später sowieso
zu Jiraya gezogen.“ „Okay ich spreche aber noch mit Jiraya“.
Ich ging zu Jiraya der gerade seine Milch trank. „Kann ich mit dir sprechen?“ „Was bist du doch für
ein schönes Geschöpf“, sagte er und kraulte mich zwischen den Ohren. Ich genoss seine
Streicheleinheiten eine Weile und sagte dann: „Jiraya?“ „Klar worum geht’s denn?“ er stellte die
Milch ab und sah mich an. „Ich hab mir gedacht, dass wir vielleicht hier bei dir bleiben könnten.“ „Das
freut mich zu hören. Das hatte ich gehofft.“ Er kraulte mich wieder am Ohr. Ich schmiegte meinen
Kopf leicht an ihn. „Ich denke, es ist besser für uns alle“ begann ich wieder. „Ja glaub ich auch.“ Ich
trommelte noch mein Rudel zusammen das sich verteilt hatte und sagte ihnen das wir jetzt hier
bleiben. Ich konnte bei Gaara Skepsis erkennen. Aber er war schon immer misstrauisch gewesen.
Bei seiner Vergangenheit war das auch kein Wunder.
Gaara war früher eine Zeitlang bei den Menschen gewesen. Sie glaubten, er sei ein Wolfshund und
setzten ihn bei Hundekämpfen ein. Aber über diese Zeit sprach er nie. Ich wusste über diese Sache
auch nur, dass man die Hunde so schlecht behandele, dass sie voller Wut oder vielleicht auch,
um ihrem Herrchen zu gefallen, das wusste ich nicht, aufeinander losgingen um sich gegenseitig zu
töten. Für einen Werwolf als Kampfhund verwechselt zu werden, wirklich alles andere als eine stolze
Sache. Kiba, Lee und Choji freuten sich. Shikamaru war auch einverstanden. Und Jiraya beschloss
unser Vertrauen zu belohnen oder zu erwidern, in dem er die erste Nacht mit uns zusammen in der
Hütte schlief. Es war seltsam, einen Menschen im Rudel zu haben.
Jiraya legte sich zu mir, und streichelte meinen Bauch. Mir brannte schon lange eine Frage auf der
Zunge. Vielleicht war die Gelegenheit jetzt ganz gut? „Jiraya“, grummelte ich. „Mh, was gibt’s denn
mein Hübscher“, grummelte Jiraya genauso verschlafen zurück. „Warum gerade wir?“ „Weil ich
nicht nochmal mein Team verlieren will“. Das konnte ich verstehen. Aber das bedeutete auch, das
er Gefühle für uns hatte, oder?
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13. 12. Unser erster Auftrag
Narutos Sicht
Mit diesem Gedanken schlief ich ein.
Am nächsten Morgen war Jiraya ungewöhnlich gut gelaunt. Er brachte uns unser Essen und ging
fröhlich singend in sein Haus. Während des Fressens überlegten wir, was ihn so aus der Fassung
gebracht hatte. „Vielleicht hat er ein Weibchen gefunden“, mutmaßte Kiba. Das war mal wieder so
typisch für den. Ich rollte mit den Augen. „Oder was Neues, total Leckeres zum Futtern“, nuschelte
Choji ohne vom Fressen aufzusehen. „Nein, ein neues total geiles Training für uns“, sagte Lee im
Brustton der absoluten Überzeugung. „Vielleicht freut er sich einfach, dass wir da sind“, meinte ich.
Alle sahen auf und glotzten mich an. Hätte ich bloß mein Maul gehalten. „Was ist?“ fuhr ich sie an.
„Nichts“. „Nein, es ist nichts“. „Gar nichts“. Schweigend machten sie sich wieder übers Fressen her.
Wie blöd von mir. Ich hatte dennoch das Gefühl, ich müsse mich rechtfertigen. „Ich meine doch nur,
Jiraya hat die ganze Zeit hier alleine gelebt. Dem Geruch nach schon drei Jahre oder so. Vielleicht
ist er einfach froh nicht mehr alleine zu sein, Menschen sind doch auch Rudeltiere“. „Stimmt“,
schmatzte Gaara, „vielleicht hast du sogar recht. Er wollte uns doch unbedingt sehen, in menschlicher
Gestalt“. Ich warf Gaara einen dankbaren Blick zu. Shikamaru hielt sich wie meistens in solchen
Fällen zurück. „Wir werdens noch erfahren“, meinte er nur beim Kauen.
Jiraya hatte uns auch frisches Wasser hingestellt. Kein Eis, wo die Zunge dran klebenblieb, wenn
man nicht aufpasste. Ich war so vollgefressen, dass ich mich kaum bewegen konnte, also lief ich ein
paar Runden im Schuppen, die anderen taten es mir gleich. Nach einer Weile konnten wir uns wieder
normal bewegen. Kiba ging die Frauengeschichte nicht aus dem Kopf. Er versuchte uns anzustiften,
um die Hütte herumzulaufen, und einen winzig kurzen Blick durchs Fenster zu werfen. „Nein, selbst
wenn, das gehört sich nicht“, sagte ich. Ohne Erlaubnis durfte man das nicht tun. Das taten wir selber
schließlich auch nicht oder wollten bei der Paarung beobachtet werden. Lee schien Gefallen an Kibas
Idee zu finden. „Kommt schon Jungs, ein kurzer Blick und wir sind wieder weg“, knurrte er leise.
„Igitt, du bist ja pervers“, meinte Gaara verächtlich.
Gerade als wir noch am Grübeln waren, kam Jiraya zurück. „Na, hat es euch geschmeckt?“ fragte er
fröhlich, schien aber nicht ernsthaft eine Antwort zu erwarten, denn er fuhr gleich fort, „ich habe
eine Überraschung für euch“. „Ein Weibchen“, rief Kiba. „Idiot“, knurrte ich. Selbst wenn es so wäre,
hätte ich ja den Vorrang als Leitwolf. Und ich hatte wirklich keine Lust auf ein Weibchen, das brachte
mir sofort Hinata ins Gedächtnis. Auch Jiraya war zuerst verblüfft. Aber dann sagte er fröhlich: „Nein,
leider nicht. Etwas fiel Besseres“. „Etwas Besseres als ein Weibchen“, fragte Lee erstaunt und er und
Kiba starrten sich überrascht an. Diese beiden. Am liebsten hätte ich meine Pfoten über die Schnauze
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gelegt.
Jiraya breitete die Arme aus und rief, „unser erster Auftrag“. „Ein Auftrag?“ „Was denn für ein
Auftrag?“ „Aber Jiraya, so weit sind wir doch noch gar nicht“. „Was für ein Auftrag denn?“ „Von
wem“, „um was geht’s“. Alle quatschten durcheinander. Jiraya hob die Hände. „Sch, sch“, beruhigte
er uns. „Ich erkläre es euch“. Ich legte mich hin. Das schien vielleicht länger zu dauern. Den andern
schien es ähnlich zu gehen, jeder suchte sich einen Platz. Jiraya setzte sich auch auf einen Strohballen.
„Gestern wurden in der Nähe des Dorfes zwei tollwütige Polarfüchse entdeckt“. Ich gähnte. Was war
daran besonderes? Jetzt haben alle Dorfbewohner Angst, die Füchse könnten früher oder später ins
Dorf kommen. Das verstand ich, das war sogar wahrscheinlich, aber was hatte das mit uns zu tun?
„In einem Dorf, etwa 150 Kilometer von hier gibt es Impfstoff gegen Tollwut“, erklärte Jiraya weiter.
„Aber die Hundeschlittenfahrer haben Angst um ihre Tiere“.
„WAAS“, rief Choji, „und da sollen wir unseren Kopf hinhalten?“ „Aber Choji, wir sind doch immun
gegen Tollwut“, erklärte Shikamaru ruhig. „Oh, ja, stimmt, das hatte ich ganz vergessen, wie peinlich
“. Jiraya lachte. „Nun, ich habe den anderen gesagt, ich habe ein neues Rudel. Und wir würden es
machen, ich weiß ich hätte euch zuerst fragen müssen, aber ich konnte schlecht sagen, da muss ich
erst mal Naruto fragen, oder?“ Das war einleuchtend. Ich kannte das Dorf, wir waren auf dem Weg
als wir nach einem neuen zuhause suchten daran vorbeigekommen. Es gab dort nichts Gefährliches.
Ich stand auf und sagte: „Ich bin einverstanden. Wir haben die ganze Zeit trainiert, und wir kennen
den Weg zu diesem Dorf. Ich finde es wird Zeit, das wir die Theorie mal in die Praxis umsetzen“.
Die anderen waren auch alle einverstanden und Jiraya klatschte begeistert in die Hände. „Ich packe
alles was wir für die Fahrt brauchen, auf den Schlitten“, sagte er und ging.
„Darüber hat er sich so gefreut?“ fragte Kiba fassungslos. „Er ist nicht mehr der Jüngste, vielleicht
freut er sich einfach, dass er für sein Rudel noch von Nutzen sein kann“, vermutete ich. Shikamaru
stimmte mir zu. Ich legte mich wieder hin.
Jirayas Sicht
Zum ersten Mal seit so langer Zeit fühlte ich mich wieder glücklich. Eigentlich vorher schon, als ich
zum Fischen nach draußen gegangen war, und ihre Höhle entdeckt hatte. Ich sah sofort, dass es keine
einfache Wolfshöhle war. Dazu war sie zu komplex gebaut. Hier waren intelligente Geschöpfe am
Werk. Werwölfe. Also stimmten die Gerüchte, die ich im Dorf gehört hatte. Seit ich sie entdeckt
hatte, und mir der Gedanke kam, sie zu Schlittenhunden auszubilden, den ich zuerst als Irrsinn wieder
verworfen hatte, ging er mir dennoch nicht mehr aus dem Kopf. Was hatte ich schon zu verlieren?
Und so machte ich mich auf den Weg, um diesen wundervollen Geschöpfen, die unglücklicherweise
vom Aussterben bedroht waren, meinen Respekt zu zollen. Ich würde es selbst dann nicht bereuen,
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wenn sie mich töteten.
Vielleicht wären sie auf mein Angebot gar nicht eingegangen, wenn sie ein Weibchen bei sich gehabt
hätten, aber es waren nur Männchen. Sie waren stark, schnell und intelligent. In meinen Träumen
sah ich uns schon bei den Rennen siegen. Wer einmal Hundeschlittenführer war, der war immer einer,
und den Tieren ging es nicht anders. Ihr Anführer war neugierig auf mich, und schon beim ersten
Anspannen konnten sie es kaum erwarten loszurennen. Ja, es lag ihnen im Blut. Alles verlief nach
Plan. Und jetzt hatten wir unseren ersten Auftrag. Ich achtete sehr sorgfältig darauf, dass ich alles
dabei hatte. Besonders den Werwölfen sollte es nicht schlecht gehen, falls was schief lief, darum
packte ich sicherheitshalber Kleidung für sie ein. Decken, Trockenfutter, eine Ersatzkiste, falls die
andere mit der Medizin kaputtging und meine Salben und Binden. Ich erneuerte noch einmal meinen
Verband. Die Wunde hatte sich noch stärker entzündet. Der Eiter floss dick und grün heraus. Das
Antibiotikum wirkte immer schlechter. Ich packte eine kleine Tasche mit Salben, Binden, und
Schmerztabletten dazu. Warum ich ausgerechnet nun an Naruto dachte, wusste ich nicht zu sagen.
Er hatte seine Nase Krauss gezogen, und war zu mir gekommen, als wolle er mir den Eiter weglecken,
aber war kurz vorher umgekehrt und zurückgegangen.
Diese Mission musste unbedingt ein Erfolg werden für meine Tiere. Ja, in meinen Augen waren es
meine Tiere. Das würde ihnen Selbstvertrauen geben und noch mehr Freude am Laufen. Als ich
sicher war, dass ich alles hatte, spannte ich das Geschirr an den Schlitten. Zufrieden nickte ich und
rief dann ONBEI. Sofort kamen sie herbeigerannt und stellten sich auf ihre Plätze. Ich spannte sie
an, und besonders die beiden mittleren Kiba und Lee konnten es kaum abwarten, sprangen immer
wieder mit den Vorderläufen hoch und bissen in ihr Geschirr. Gut dass es aus Stahl war von Leder
umwickelt. Naruto war dieses Mal viel ruhiger als sonst. Hatte er Bedenken, oder fühlte er sich nicht
wohl? „Alles klar bei dir“, fragte ich ihn leicht besorgt. Die Sonne ging auf, und sein helles Fell fing
an wie Gold zu strahlen, er nickte mir zu. Aufgeregt stellte ich mich auf die hinteren Kufen und
schlang noch ein extra Seil um mich. Aus Erfahrung wusste ich jetzt, dass diese Wölfe verdammt
schnell waren, da konnte es einem in den Kurven schon mal geschwind durch die Luft tragen. „GO
“, rief ich.
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14. 13. Das Dorf
Narutos Sicht
Als Jiraya „Go“ rief, rannten wir los. Der Schlitten kam gut in Gang und ich vermutete dass wir
Spätendens heute Abend da sein würden. Natürlich freute ich mich auf den Auftrag. Aber die Wunde
von Jiraya machte mir Sorgen. Dem Geruch nach musste sie in der Nacht viel schlimmer geworden
sein. Ich war sogar kurz davor gewesen, ihn zu heilen, habe es aber dann doch gelassen.
Verdammt warum konnte ich Jiraya einfach nicht so Vertrauen. Ich meine, ich mochte ihn, ich hätte
niemals gedacht, überhaupt je einen Menschen zu mögen, aber ich hatte einfach Angst davor was
passiert wenn er von unseren Heilfähigkeiten erfährt. Ich weiß zwar irgendwie, das er uns nie was
antun würde aber mein Instinkt sagt mir einfach das es noch zu gefährlich ist. Ich wollte auf keinem
Fall wieder einen Fehler machen, nur aus Rücksicht auf die Menschen.
Aber warum musste der Idiot auch den Auftrag annehmen. Er hätte sich lieber Ausruhen sollen.
Plötzlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. „Naruto!“ Ich sah zur Seite. „Was ist Shikamaru?
“ „Die Wunde von Jiraya ist Schlimmer geworden.“ Offenbar teilte Shikamaru meine Sorge. „Ja ich
weiß.“ „Glaubst du er schafft die Reise.“ „Ich weiß es nicht. Ich will sie auf jeden Fall schnell zu
Ende bringen“, sagte ich und zog das Tempo leicht an. „Was ist wenn es Probleme gibt?“ fragte
Shikamaru und passte sich dem neuen Tempo an, genau wie die anderen.
„Diese Mission ist unheimlich wichtig für Jiraya. Wir werden so lange weiter machen bis Jiraya uns
umkehren lässt oder er Ohnmächtig wird.“ „Gut Ich hoffe nur dass es keine Probleme gibt.“
„Ja das hoffe ich auch,“ sagte ich leise, „das hoffe ich auch, Shikamaru“.
Jirayas Sicht
Meine Wunde am Bein schmerzte. Ich hätte nicht gedacht dass es so schlimm wird, dabei hatte ich
mir am Abend und auch am Morgen die Verbände besonders sorgfältig gewechselt. Aber ich musste
diesen Auftrag machen, komme was da wolle. Das war der erste seit langer Zeit. Und obwohl mein
Bein weh tat fühlte ich mich gut. Es war ein schönes Gefühl endlich wieder unterwegs zu sein. Naruto
und sein Rudel machten ihre Sache auch sehr gut. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen. Ich
versuchte mich auf den Beinen zu halten. Aber es gelang mir nicht und ich fiel vom Schlitten. Zum
Glück hatte ich mich gesichert, so dass der Sturz nicht schlimm war.
Narutos Sicht
Plötzlich spürte ich wie der Schlitten leichter wurde. Ich drehte mich um und konnte Jiraya nicht
mehr sehen. Sofort hielt ich an. „Jiraya ist vom Schlitten gefallen“ sagte ich. Wir suchten mit unseren
Augen nach Jiraya und nach kurzer Zeit fanden wir ihn auch tief im Schnee liegen. Er war zum Glück
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nicht weit von uns entfernt. Wir trotteten mit dem Schlitten zu ihm. Er hatte sich schon wieder
aufgesetzt und hielt sich den Kopf.
Ich leckte ihm übers Gesicht. „Ist alles in Ordnung.“ „Ja es geht schon wieder. Mir war nur etwas
Schwindelig.“ Besorgt sah ich ihn an. „Sollten wir nicht lieber Abbrechen.“ „Nein ich will das
nicht. Lass uns bitte weiter machen. Es ist ja nicht mehr weit.“ Ich sah zu meinem Rudel.
Shikamaru war eindeutig dagegen weiter zu fahren. Kiba und Lee winselten. Sie machten sich auch
Sorgen um Jiraya und wollten nicht weiter. Choji wartete auch nur darauf dass ich ihnen sage dass
wir umkehren. Sogar Gaara war besorgt. Aber wir konnten nicht umkehren. Jiraya wollte das so. Und
ich konnte ihn sogar verstehen. Also würden wir auch weiter laufen. Ich und Shikamaru halfen Jiraya
auf und er stellte sich wieder hinter den Schlitten auf die Kufen. Wir stellten uns wieder auf.
„Rennen wir etwa weiter?“ sagte Kiba. Ich drehte mich um. „Ja wir laufen weiter.“ „Und was ist mit
Jiraya?“ meinte Lee. „Ihm geht es wieder besser.“ „Aber die Wunde an seinem Bein.“
Mit besorgten blicken sah mich mein Rudel an. „Hört zu diese Reise ist unheimlich wichtig für Jiraya.
Und er wird weiter machen.“ „Aber warum ist sie so wichtig?“ fragte Kiba. „Das müsstet ihr doch
wissen. Ich mein den Schlitten zu ziehen ist so unglaublich. Es ist als hätten wir einen festen Platz
im Leben und Jiraya fühlt sich genauso. Deshalb werden wir die Reise auch weiter machen. Jiraya
schrie „Go“ und wir liefen wieder los. Durch den Sturz ist sein Bein noch Schlimmer geworden. Der
Eiter roch stärker. Ob Jiraya die Aufgabe auch wirklich meistert. Aber er hatte auch Recht. Wir waren
nicht mehr weit vom Dorf entfernt. Es wäre Klüger dort eine Pause zu machen als wieder umzukehren.
Die restlichen 50 Km verliefen relativ ruhig. Jiraya ging es zwar nicht mehr so gut wie am Morgen
aber er hielt sich tapfer auf den Beinen.
Am Abend kamen wir dann endlich an.
Obwohl er sich hätte eigentlich erst mal um sich selbst kümmern müssen, spannte er uns zuerst ab
und rieb uns mit einem Tuch trocken. Ein paar Leute stellten den Schlitten in einen Schuppen, und
sahen uns ziemlich komisch an. „Da hast du ja riesige Hunde, Jiraya, solche habe ich noch nie gesehen
“, meinte einer. „Ja“, Jiraya lachte. „Sie sind etwas ganz Besonderes, ich hatte Glück“. Erst danach
trauten sie sich, uns am Geschirr anzufassen und auch in den Schuppen zu führen.
„Wie soll das auf dem Rückweg werden“, fragte Lee. „Was ist, wenn er es dann nicht aushält. Es ist
zwar nur ein Tag, aber…“ Lee schwieg. Wir hörten Stimmen näherkommen. „Tun wir so, als ob wir
schlafen“, sagte ich. „Wie? Ich hör wohl nicht recht? Was ist, wenn sie uns angreifen?“ fragte Gaara.
„Wir sind Hunde und müde, also schlaf“, sagte ich.
Die Männer packten eine Kiste auf den Schlitten und zurrten ihn mit Seilen fest. Das musste wohl
die Medizin sein. Lee sah kurz auf, und einer der Männer ging zu ihm hin. Ich bekam schon einen
Schreck und spannte Muskeln. Aber der Mann strich Lee nur über den Kopf, und sagte: „Braver
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Hund“. Dann ging er wieder. Puh. Gaara stand auf und ging zu der Kiste. Er schnüffelte ziemlich
lange, so dass ich mich schon wunderte. „Hey Kiba, die stinkt wie du aus deinem Maul“, knurrte
Gaara Kiba an. Der sprang sofort auf, aber ich konnte sie noch stoppen, eine Rauferei konnten wir
jetzt wirklich nicht gebrauchen.
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15. 14. Notwendige Planänderung
Narutos Sicht
Es dauerte nicht lange, bis sich alle wieder beruhigt hatten. Wir waren schließlich auch müde. Aber
keiner konnte einschlafen, offenbar teilte jeder meine Besorgnis. Auch diese eine Nacht würde es
nicht ändern, das Jiraya mit seiner Verletzung morgen den ganzen Tag auf dem Schlitten stehen
musste, und das konnte übel ausgehen. Shikamaru stand auf und lief zu dem Schlitten mit der Medizin.
Er schnüffelte kurz und sah mich an. „Gaara hat Recht“. Was sollte das denn heißen? Ich ging zu
ihm und schnüffelte sehr genau und lange. Ich konnte verschiedene Kräuter riechen, etwas das so
ähnlich wie diese Creme roch, mit der sich Jiraya manchmal einrieb, und ja, auch ein Geruch, der
dem unseres Speichels ähnlich war. Wenn auch nur entfernt. Ich drehte mich um und ging.
Jirayas Sicht
Der alte Doktor McHoover war ein guter Freund von mir. Er schüttelte den Kopf. „Nein, Jiraya,
unmöglich. Ich lasse einen Hubschrauber kommen, der dich ins nächste Krankenhaus fliegt.“ Er
packte sein Stethoskop wieder in die Tasche. „Nein, Kenny, das kannst du mir nicht antun“.
„Tut mir leid, aber das muss ich“, sagte Kenny bestimmt. „Was ist mit der Medizin, das Dorf verlässt
sich auf uns, sie werden von Naruto und den andern begeistert sein“, redete ich auf ihn ein. „Von
wem?“ fragte mich Kenny. „Von meinen Hunden, meine ich, kein anderes Team hat sich das getraut
“. „Weil niemand sonst so verrückt ist, das liegt an deinem Fieber, Jiraya, früher hättest du deine
Hunde nicht in eine solche Gefahr gebracht. Nebenbei, das sind doch keine Hunde, Jiraya. Vielleicht
glauben die anderen dir das, aber mich kannst du nicht reinlegen“.
„Was meinst du? Ich habe keine Ahnung wovon du sprichst, Kenny“, stotterte ich. „Du hast dir
irgendwelche Wölfe eingefangen, sie mit Hunden gepaart, und die Welpen großgezogen, nachdem
du deine Hunde verloren hattest, habe ich Recht? Das sind Wolfshunde, die sich nicht so leicht
umbringen lassen, aber – ich verstehe deine Gefühle – hast du den Verstand verloren? Einen Wolf
kann man nicht zähmen, niemals“. Ich atmete erleichtert auf. Er hatte sich irgendetwas anderes zurecht
gesponnen, ja, wahrscheinlich war ich verrückt. „Hast du ihre Augen gesehen, Kenny?“, schwärmte
ich. „Diese intelligenten Augen?“ „Diese gefährlichen Augen, o ja, die habe ich gesehen. Deine
Hunde werden hier bleiben müssen, bis du gesund bist, oder nicht? Ich nehme nicht an, dass ein
anderer Hundeführer sie zurückbringen kann, oder besser, das sie auf einen anderen hören“. Kenny
war so – pragmatisch.
Als er mein Zimmer verließ, stand ich auf. Da half wohl alles nichts, wir mussten noch in der Nacht
zurückfahren. Ich wollte gerade nochmal meine Wunde verbinden, als Naruto hereinkam. „Ah, gut
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dass du hier bist, unsere Pläne haben sich geändert. Wir fahren noch heute Nacht zurück. Ich weiß,
das kommt etwas plötzlich, aber gewisse Umstände …“. „Ja, wir fahren noch heute Nacht“, unterbrach
mich Naruto und sprang zu mir aufs Bett, welches unter seinem Gewicht ziemlich einsank. Er besah
sich meine Wunde sehr genau und schnüffelte daran. „Ach, das geht schon“, sagte ich irritiert. „Wohl
eher nicht“, sagte eine Stimme. Das war Gaara. Ich erkannte ihn an den schwarzen Augenringen. Er
hatte seine menschliche Gestalt angenommen, plötzlich kamen auch die andern rein, außer Kiba und
Choji. „Sie halten draußen Wache“, sagte Gaara und ging zur Kommode. Ich verstand überhaupt
nichts mehr.
Narutos Sicht
Die anderen folgten mir und stellten sich an meine Seite. „Also gut, einer sollte ein Mensch sein, wir
brauchen wahrscheinlich Hände“. „Wozu?“ fragte Gaara. „Wir haben doch Zähne“.
„Super, Gaara, also möchtest du der Mensch sein?“ fragte ich ihn. „Spinnst du? Niemals!“ Jiraya hat
extra für uns Kleidung eingepackt. Für den Fall, dass wir in Gefahr geraten, und möglicherweise
dann als Menschen flüchten könnten, oder irgendwo untertauchen“, sagte Shikamaru. Gaara schwieg
und ging zum Schlitten. Als er die Klamotten sah, verwandelte er sich und zog sich an.
„Na dann“, sagte ich und ging voraus. Unter Jirayas Geruch mischte sich noch sehr stark ein anderer.
Er war auch noch vor seinem Zimmer zu riechen und gehörte einem Mann namens Kenny. Ein kluger
Mensch, aber den da mochte ich nicht. Als seine Schritte zur Tür kamen, versteckten wir uns, nur
Gaara hatte Problem und fluchte. Shikamaru und Lee warfen sich einfach über ihn, sie waren die
dunkelsten und verdeckten ihn.
Der Alte schlurfte davon. Er schien sich große Sorgen um Jiraya zu machen. Aber mehr um dessen
Verstand, als um seine Verletzung, soweit ich es aus dem Gebrummel entnehmen konnte. „Los“,
sagte ich, und drückte die Klinke zu Jiraya Tür runter. Er fing gleich an zu reden, aber ich wollte mir
erst mal ansehen, wie gefährlich seine Wunde eigentlich war. Dieses ganze Zeug, was er sich da drauf
geschmiert hatte, ekelte mich einfach nur an. Gaara nahm das Wasser aus der Kanne und schüttete
es in eine Schüssel. „Mein Waschwasser“, sagte Jiraya verblüfft. Gaara nahm auch den Lappen der
dabei lag, und kam zu uns rüber. „Könnte ein bisschen weh tun“, meinte er und lachte leise. Trotzdem
war er vorsichtig, als er das Zeug von Jiraya Wunde entfernte. Ja, so war das viel besser. Ich fing an,
seine Wunde zu lecken, und es dauerte ziemlich lange, bis die Entzündung zurückging. Dann jaulte
ich unwillkürlich auf. Irgendetwas Scharfes war da und hatte mir in die Zunge gepiekt. Ich sah hin.
Wir alle sahen hin. „Da steckt was drin“, sagte Kiba.
„Oh, also deshalb heilte sie nicht?“ fragte Jiraya. „Was ist das?“ fragte ich. „Ich denke, eine Fischgräte
“, meinte Jiraya. „So groß“, fragte Gaara ungläubig. „Ich verletzte mich durch einen Eissplitter, er
ist natürlich geschmolzen, aber…ich hatte keine Ahnung das da eine Gräte eingefroren war“. „Egal,
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die muss raus“, sagte Gaara und sah mich an. Ich hatte Blut im Maul, keine gute Idee, darum sah ich
Shikamaru an. Wir wechselten die Plätze, und er nahm das Teil mit den Zähnen und zog es mit einem
Ruck heraus. Jiraya schrie auf. Blut und Eiter flossen jetzt aus der Wunde und Shikamaru fing sofort
an zu lecken. Jiraya wurde wieder ruhiger. Nachdem wir endlich fertig waren, besah sich Jiraya seine
Wunde mit großen Augen. Dann lachte er Tränen und nahm uns alle in den Arm. Er verband seine
Wunde und nahm noch etwas gegen das Fieber.
„Ich ziehe mich an und dann können wir los“, rief er fröhlich. Ich schüttelte den Kopf. „Tut mir leid,
aber du wirst die Rückfahrt auf dem Schlitten verbringen“, sagte ich. „Bitte“, fügte ich noch hinzu.
Er nickte etwas enttäuscht. „Ja, ihr braucht mich nicht, nicht wahr? Es ist wohl eher so, dass ich euch
brauche, was bin ich für ein schlechter Musher“. „Wir brauchen dich, aber wir kennen den Weg. Das
Wetter ist in Ordnung, und unser erster Auftrag soll doch nicht der letzte gewesen sein?“ Ich ging zu
ihm und schmiegte mich an ihn. „Glaubst du, wir würden hier bleiben, wenn du weg bist?“
Am Abend waren wir zurück. Die Dorfbewohner waren begeistert und wir sozusagen die Helden,
denn die Füchse hatten schon ein paar Menschen gebissen, bevor man sie erledigen konnte. So kam
die Medizin gerade zum rechten Zeitpunkt, um das Ausbrechen der Krankheit noch verhindern zu
können.
Wir wollten eigentlich nur unsere Ruhe und Jiraya merkte das.
Jiraya Sicht
Ich fühlte mich wieder gut, dank meiner Wölfe. Es war nicht verrückt gewesen, es war das Beste
was ich je getan hatte. Sie zu mir zu holen. Und vielleicht konnte ich eines Tages mehr für sie tun.
Aber nicht jetzt. Jetzt war es das Beste wenn ich meinen Patensohn Sasuke kommen ließ, um mir zu
helfen, bis ich wieder völlig gesund war. Auch wenn ich selbst zum Umfallen müde war, ging ich
nochmal in die Scheune. Sie sahen nicht mal auf, als ich reinkam. Ihr Vertrauen rührte mich zu Tränen.
Ich ging noch am gleichen Abend zur Post und gab ein Telegramm auf.
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16. 15. Sasukes Ankunft
Narutos Sicht
Am nächsten Morgen kam Jiraiya schon recht früh zu uns. Sein Bein roch nicht mehr so stark, es
war also am heilen. Er setzte sich auf einen Strohballen. Wir gingen zu ihm und setzten uns zu ihm.
„Ich hab gestern eine Nachricht an meinen Patensohn geschrieben.“ Ich legte den Kopf schief.
„Patensohn?“
„Ja er heißt Sasuke und wird mir ein wenig zur Hand gehen.“ „Wie meinst du das?“ wollte Gaara
wissen. „Na ja er wird sich um euch kümmern bis es mir besser geht.“ Sofort sprang ich auf.
„Was wir brauchen keinen Aufpasser! Wir können uns auch gut selbst versorgen.“ „Ja das weiß ich
doch. Aber ich will euch in guten Hände wissen. Außerdem seit ihr mir ans Herz gewachsen. Es wäre
Schade wenn ihr schon wieder geht.“ „Wie ist er denn so?“ meinte Choji plötzlich. „Er ist echt Lieb.
Ihr werdet ihn mögen. Er mag Tiere über alles. Na ja okay am Anfang kommt er etwas Unsympathisch
rüber. Aber er ist echt Lieb.“ „Hört sich doch gut an.“ Ich war immer noch Misstrauisch. Es hat schon
lange gedauert bis wir Jiraiya vertrauten und plötzlich kommt ein anderer Mensch. Ich legte die
Ohren an. „Ich weiß nicht so recht.“ Jiraiya streichelte mir den Kopf. „Mach dir keine Sorgen. Sasuke
ist ein schlauer Junge. Wenn ihr euch nicht von ihm anfassen wollt, müsst ihr es ihm einfach zeigen.
Dann macht er es auch nicht.“ Ich stellte meine Ohren wieder auf.
„Er bleibt nur solange da, bis es dir besser geht?“ „Ja. Keine Sekunde länger.“ „Na gut. Aber er soll
mir nicht zu nahe kommen.“
Sasukes Sicht
Am Morgen hatte ich einen Brief bekommen. Jiraiya ging es nicht gut und ich sollte mich um seine
Hunde kümmern. Ich wusste gar nicht das er ein neues Team hatte, aber ich freute mich für ihn, denn
das hatte ich nicht erwartet. Ich freute mich schon die neuen Hunde zu sehen. Ich rief am Flughafen
an und und buchte einen Flug nach Alaska. Zum Glück würde das Flugzeug schon heute Mittag
starten. Ich freute mich schon sehr meinen Onkel wieder zusehen, zudem ich auch gar nicht wusste
was ich mit meinen Semesterferien anfangen sollte.
Ich packte meinen Koffer mit ganz vielen Pullis und Schalls und Handschuhe. Dann holte ich noch
meinen Reisepass. Ich nahm noch eine dicke Jacke mit und stieg in mein Taxi, dass mich zum
Flughafen fuhr.
Am Flughafen holte ich mir so einen Einkaufswagen und stellte dort meinen Koffer ab. Dann ging
ich zum Check in. Dort stellte ich meinen Koffer auf ein Laufband. Dann ging ich durch einen
Metallsensor. Der piepte zum Glück nicht. Zum Schluss musste ich noch meinen Ausweis
Kontrollieren lassen. Ich hatte noch eine Stunde Zeit bis mein Flug ging. Also setzte ich mich in ein
Café und bestellte mir einen dieser unverschämt teuren Kaffee. Nachdem ich meinen Kaffee fertig
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getrunken hatte ging ich in mein Flugzeug. Ich setzte mich neben eine dicke Frau. Sie war so Dick
das sie auch einen Teil von meinem Platz benutzte. Und das musste ich noch 4 Stunden aushalten.
Endlich startete das Flugzeug. Ich steckte mir die Kopfhörer an und sah Fernseher. Plötzlich spürte
ich was an meinem Knie. Ich sah zu mir runter und entdeckte eine Hand. Die Hand gehörte der dicken
Frau. Ich sah zu ihr auf. „Ich steh auf Männer wie dich.“ Ich nahm die Kopfhörer ab.
„Ja ich auch.“ Sie nahm schnell die Hand von meinem Knie. Genervt steckte ich mir die Kopfhörer
wieder an. Nach 2 Stunden bekam ich etwas zu essen. Ich mochte das Flugzeug essen. Die restlichen
2 Stunden schlief ich. Kurz bevor wir landeten wachte ich wieder auf. Alle klatschten als wir gelandet
sind. Ich verstand nicht warum sie das immer machen. Ich stieg aus und checkte aus. Ich zog mir
meine Dicke Jacke an. Draußen standen Schneemobile. Sie waren wie die Taxis bei uns. Ich stieg
auf ein Schneemobil. „Zu Jiraiya bitte.“ Zum Glück war das so ein kleines Dorf da kannte jeder
jeden. „Alles klar Sasuke.“ Der Typ kannte mich schon, weil ich öfter bei Jiraiya bin. Er fuhr mich
zu Jiraiya. Vor der Tür stand Jiraiya. Ich stieg vom Schneemobil und kam auf ihn zu.
Ich stellte meinen Koffer ab und umarmte meinen Onkel. „Ich bin froh das du kommen konntest.“
„Ich bin auch froh.“ „Du hast doch sicher Kalt. Komm lieber rein.“ Ich schnappte mir meinen Koffer
und ging mit ihm rein. Dort setzten wir uns an den Tisch. „Ich stell dir die Hunde morgen vor.“ meinte
er.
Ich war damit einverstanden. Ich ging in mein Zimmer und packte die ganzen Sachen aus. Dann legte
ich mich in mein Bett und schlief ein.
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17. 16. Erstes Treffen
Narutos Sicht
Genau wie die anderen stand ich am Zaun und schnupperte. Eigentlich wollte ich den Fremden
überhaupt nicht beachten, aber ich war doch zu misstrauisch. „Bäh“, knirschte Gaara, „stinkt nach
Benzin und Metall“.
„Er ist doch mit einem Eisending her geflogen, da riecht man ebenso“, verteidigte ihn Choji.
„Das nennt man Flugzeug und außerdem was soll das?“, fragte ich. „Du tust ja gerade so, als würdest
du ihn mögen, obwohl du ihn nicht kennst“. Meine Stimme war etwas lauter und ungehaltener
geworden, so dass Choji den Schwanz einklemmte. Ich schnupperte wieder am Zaun, um die Gerüche
besser unterscheiden zu können. Im gleichen Moment wie Kiba wich auch ich zurück. „Pfui Teufel
“, sagte Kiba, „was ist das?“
„Die Menschen benutzen das, wenn sie das Fell aus ihrem Gesicht schneiden“, sagte Gaara, der von
uns allen noch die meiste Erfahrung mit Menschen hatte.
Ich hatte genug gerochen und entschieden, dass ich ihn nicht mochte. Schlecht gelaunt trabte ich zu
meinem Platz und legte mich hin. „Warum hat Jiraya uns nicht vorher gefragt?“
Shikamaru lachte leise. Ich hob meinen Kopf und sah ihn fragend an. „Auch wenn du der Anführer
bist, gehört Jiraya trotzdem auch zum Rudel der Menschen und hat Familie. Er muss dich nicht um
Erlaubnis fragen“.
„Ach ja, ist das so? Dann gehen wir doch einfach“. Ich konnte nicht mehr liegen bleiben und rannte
unruhig hin und her. „Was hat er denn?“ fragte Lee leise. „Der ist nur eifersüchtig, du kennst ihn
doch“, sagte Shikamaru.
„Ihr denkt wohl, ich hör euch nicht? Ich und eifersüchtig auf einen Menschen? Dass ich nicht lache
“.
Ich legte mich wieder hin und bemühte mich, entspannt auszusehen. „Vielleicht ist das ja ein Weibchen
“, mutmaßte Kiba. „Tze“, knurrte ich. Typisch Kiba. „Wie kommst du darauf?“ wollte Lee wissen.
Na klar, da musste der sich einmischen. „Sie haben sich umarmt“, flüsterte Kiba geheimnisvoll.
„Was soll daran besonders sein?“ fragte jetzt Gaara. „Er hat von einem Sohn gesprochen“. „Mh, aber
kein leiblicher Sohn, oder?“ sagte Choji nachdenklich. „Ah“, Gaara schien eine Erleuchtung zu haben.
„Könnte sein, oder?“ wandte sich Choji an Gaara. „Na ja, könnte. Aber Jiraya doch nicht. Der paart
sich sicher nur mit Weibchen, auch wenn er manchmal irgendwie pervers rüberkommt“, überlegte
Gaara weiter. Worüber faselten die beiden da. Und jetzt sahen sie mich an mit einem komischen
Blick. „Mir hat er jedenfalls noch nie so intensiv den Bauch gekrault, wie bei Naruto“. „Und mir
überhaupt noch nie“, sagte Choji etwas enttäuscht.
„Worüber quasselt ihr da?“ verlangte ich zu wissen. „Das will ich auch wissen“, rief Lee. Shikamaru
seufzte. Anscheinend wusste er mehr. „Shikamaru“, forderte ich ihn auf, zu sprechen.
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„Na ja, Menschen paaren sich nicht nur um Junge zu werfen“, meinte er dann. Lee und ich sahen
uns verständnislos an. Dann sagte Lee: „Zum Spaß, meinst du das?“ Ich stand auf. „Menschen können
immer Junge kriegen, das ganze Jahr über, sie kriegen nämlich nur eins“. Das wusste ich von meiner
Mutter. „Und ihr habt doch sowieso keine Ahnung“, fuhr ich fort, „es macht dem Männchen Spaß,
natürlich, aber das Weibchen beißt dich weg, wenn es keine Jungen bekommen kann, also macht es
ihm keinen Spaß“. Ich dachte an Hinata. Auch wenn es danach roch, als könnte sie schon Junge
bekommen, hatte sie nach mir geschnappt wenn es zu früh war. „Warum diskutieren wir hier über
eine Sache die genauso normal wie fressen ist?“ fragte ich.
„Weil es bei Menschen doch anders ist“, sagte Gaara. Ich sah ihn an. Was meinte er? Er senkte den
Kopf und sagte geheimnisvoll „es ist ekelhaft“. „Hast du sie schon dabei gesehen?“ fragten Lee und
Kiba fast gleichzeitig. Gaara hob stolz den Kopf und sonnte sich im Mittelpunkt. Er lief zu seinem
Platz und legte sich dort hin. Kiba und Lee folgten ihm praktisch auf Schritt. Choji gesellte sich
langsam dazu. Shikamaru seufzte wieder und lief auch hin, nach ein paar Minuten ging ich auch zu
Gaara. Vielleicht konnte es nicht schaden, Näheres über menschliches Paarungsverhalten zu wissen,
wenn ich auch keine Ahnung hatte, wozu es gut sein sollte, aber wir hatten nun mal einen Menschen
im Rudel.
Gaara putzte sich die Ohren mit den Pfoten, und säuberte dann seine Pfoten, dann kämmte er sein
Fell, in dieser Beziehung waren wir Katzen sehr ähnlich. Lee kämmte mit seiner Zunge Gaaras
Nacken, denn da kam Gaara selbst nicht hin. Wenn ich genauer darüber nachdachte, interessierte es
mich nicht, und ich wollte grade aufstehen, um mich auf meinen Platz zu legen, als Gaara Kopf und
Stimme senkte.
„Ich war mit den anderen Tieren Tag und Nacht im Dunkeln. Jedes in seinem Käfig“. Er machte eine
Pause. „Fast jeden Tag, immer wieder kamen Menschen und“ wieder eine bedeutungsvolle Pause
„paarten sich“. „Oh“. „Wirklich?“ Erstauntes und beeindrucktes Raunen von Kiba, Lee und Choji.
Ich wollte fragen, was daran so besonders sei, als Gaara fortfuhr „ABER“, pause, „es waren nicht
immer ein Weibchen und ein Männchen“. Wir sahen uns gegenseitig an. Was sollte das denn heißen,
und Gaara sagte „ es waren immer zwei Männchen“. Eine Welle des ungläubigen Staunens ging
durch uns alle, sogar durch mich. „Gibt es nicht“, „ist das wahr“, „unglaublich“, „Wow Gaara“.
Nach dem ersten Erstaunen hatte ich mich wieder gefasst, keine Ahnung was Gaara da für ein Märchen
erzählte, aber ich sagte nichts, weil ich ihm seinen Auftritt nicht vermasseln wollte. Ich sah nur
heimlich grinsend zu Shikamaru, aber dessen Gesicht war ernst, was mich noch mehr überraschte
als Gaaras Story.
Sasukes Sicht
Ach war das schön mal wieder hier zu sein. Allein diese reine Luft. Ich stand draußen und genoss
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einfach die weiße Landschaft. Warum war ich nicht schon viel früher von selbst darauf gekommen,
mal wieder meinen Onkel zu besuchen? Um mich zu wärmen hüpfte ich auf der Stelle. Jiraya kam
heraus und wie immer freute ich mich auch nur sein Gesicht zu sehen. „Morgen Onkel“. „Guten
Morgen, Sasuke, na wie war deine erste Nacht nach so langer Zeit“. „Großartig, ich habe so gut und
fest geschlafen, wie schon lange nicht mehr, ich habe nicht mal die Hunde bellen gehört“.
„Oh, na das ist doch prima. Aber meine Hunde bellen sowieso nicht viel“, sagte Jiraya mit einem
Lächeln. Eine Horde Köter, die nicht ständig am Bellen waren? Dachte ich. Na umso besser. „Dann
werde ich wohl noch viele gute Nächte haben“, sagte ich. „Ich meine, bis es deinem Bein wieder gut
geht“. Mein Onkel klopfte mir vergnügt auf den Rücken. Obwohl wir uns gestern noch über den
Fortschritt von meinem Studium und bekannten Leuten unterhalten hatten, waren wir früh ins Bett
gegangen und beide fit.
„Komm ich zeige dir, wo das Futter ist“. „Klar“, erwiderte ich. Den Sack Trockenfutter konnte ich
sicher ohne Hilfe tragen. Jiraya führte mich in die Futterkammer, wie er sie nannte und mir blieb die
Spucke weg. Rinderhälften hingen an Haken an der Decke. „Ähm, wie viele Hunde hast du, hast du
gesagt?“, fragte ich nach. „Nur sechs, also normalerweise reicht eine Rinderhälfte am Tag. „Wenn
sie dich besser kennen, und du mit ihnen trainierst sollte es aber ein ganzes Rind sein, ich möchte
nicht, das meine Babys hungern“. „Ein komplettes Rind für sechs Hunde“, wiederholte ich ungläubig.
„Und jetzt zeige ich dir meine Lieblinge, komm mit“. Ich folgte Jiraya zur Hütte und fürchtete, überall
angefressene Rinder zu sehen. Vielleicht hatte er den Verlust doch nicht überwinden können? Jiraya
öffnet das Tor zur Hütte, sie kamen nicht wie erwartet herbeigerannt. Direkt in meiner Blickrichtung
lag ein wunderschönes Tier, mit goldfarbenem Fell und perfekt abgegrenzten weißen Markierungen,
aber das faszinierendste waren wohl die bildschönen Augen die mich an Saphire erinnerten. Augen,
die man niemals vergessen würde, schoss es mir durch den Kopf.
Nachdem ich mich von meinem ersten Eindruck erholt hatte, musste ich nicht ganz ohne Unbehagen
erkennen, dass dieser Hund auch wenn er jetzt auf dem Boden lag, mit Stolz erhobenem Kopf,
mindestens so groß wie ein Pony war.
Mein Onkel, der mich beobachtet hatte sagte: „Das ist Naruto. Er ist der Anführer des Rudels“. Ich
nickte stumm. „Moment, bist nicht du der Anführer, Onkel?“ „Nein, Sasuke, das sind spezielle Hunde,
die findet man nur sehr sehr selten“. „Oja, das glaube ich dir“. Aber der Hund musste doch gehorchen,
das war das Wichtigste, dachte ich. „Was heißt, er ist der Anführer und nicht du? Er wird dich beißen,
wenn ihm etwas nicht passt, Hunde müssen gehorchen, das weiß du doch am besten, Onkel“. „Naruto
hat mir und vielen anderen das Leben gerettet, und niemals jemanden gebissen“, sagte mein Onkel.
Er klopfte sich auf den Oberschenkel. „Na komm her, mein Guter“. Sofort stand der Hund, der so
groß war wie ich geschätzt hatte auf und kam anmutig herbei stolziert. Unwillkürlich wich ich zurück.
Aber Jiraya bückte sich und legte den Arm um den Hals des Tieres. Dann kraulte er ihm die lange
weiße Halsmähne, was er sich anscheinend gern gefallen ließ. Für einen kurzen Moment sah ich in
seine Augen, und ich hatte das Gefühl, als ob sie mich sehr genau abschätzen würden. Als könnten
sie in mich hineinsehen, ein unheimlicher Moment. „Naruto, darf ich dich mit meinem Patenkind
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Sasuke bekannt machen? Ich hoffe, ihr vertragt euch gut, wenn ich wieder fit bin, geht’s richtig los“.
Mein Onkel sprach mit dem Tier wie mit einem Mensch. Und als er sagte geht’s richtig los, brummte
der Hund. Jiraya ließ ihn los und breitete die Arme aus, „das größte Hundeschlittenrennen der Welt
“, rief er begeistert, „von hier bis nach Nome. Fast 2000 km durch Eiswüste, Berge und Wälder“.
Jetzt gab es auch Bewegungen an anderen Stellen der Hütte. Überall erhoben sich die riesigen Tiere
und kamen langsam näher und obgleich keiner eine Drohgebärde machte, hatte ich schreckliche
Angst. Der Anführer hatte mein Augenmerk so in Anspruch genommen, das ich die anderen gar nicht
gesehen hatte, ich ging ohne es zu merken immer weiter zurück, je näher sie kamen und mein Herz
schlug mir bis zum Hals. „und ihr werdet natürlich gewinnen“, sagte Jiraya.
Ich wollte einwenden, dass er für so ein rennen doch viel zu alt war, aber ein Blick in die Augen des
Anführers und die Worte blieben mir im Hals stecken.
Jiraya verteilte großzügig Streicheleinheiten an seine Tiere, besonders an den Anführer und sagte
dann zu mir, „was ist los, Sasuke, nur keine Scheu“. Also wollte ich ihn kraulen, aber er wich mir
geschickt aus, stattdessen kam ein brauner, kompakter Hund zu mir, der mich gutmütig ansah und
sich von mir streicheln ließ. Und trotzdem konnte ich den goldfarbenen nicht aus den Augen lassen,
ich hätte ihn zu gerne berührt.
Als würde er meine Gedanken lesen, zeigte er mir demonstrativ seinen Rücken. Jiraya lachte. „Sein
Vertrauen muss man sich erst mal verdienen“. „Tze, das höre ich zum ersten Mal. Man muss einem
Tier zeigen, wer der Herr im 'Hause ist“, sagte ich. Daraufhin wurde ich von dem Anführer mit
Nichtbeachtung gestraft, so als wäre ich es nicht wert, auch nur angesehen zu werden. Irgendwie
packte mich plötzlich der Ehrgeiz. „Das werden wir ja noch sehen, wer hier das sagen hat, du
arrogantes Bürschlein“, dachte ich. Mittlerweile hatte sich noch ein zweiter Hund zu mir getraut und
lies sich kraulen. Wie dumm von mir, dachte ich, die Viecher haben doch mehr Angst vor mir, als
ich vor ihnen. Wie war ich auf diesen Gedanken überhaupt gekommen am Anfang?
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18. 17. Selbstgemachter Eintopf
Naruto Sicht
Der Typ ging mit Jiraiya wieder raus. Alle versammelten um das halbe Rind. „Und wir findet ihr den
Sasuke“ fragte Kiba mit vollem Maul. „Also ich kann ihn nicht leiden“ platzte ich heraus.
„Wieso er scheint doch Nett zu sein“ meinte Choji. „Ja find ich auch“ stimmte Kiba zu.
„Also ich trau ihm auch nicht.“ Na ja wenigstens war Gaara auf meiner Seite.
„Wir werden uns schon noch an ihn gewöhnen“ sagte Shikamaru. „Außerdem ist er nicht lange da“
meinte Lee. „Trotzdem kann ich ihn nicht leiden. Der Typ hat mich die ganze Zeit angestarrt, als
hätte er noch nie einen Hund gesehen.“ „Aber Jiraiya konntest du auch nicht so leiden und jetzt
würdest du alles für ihn tun“ wand Shikamaru ein. Ich knurrte ihn bedrohlich an. „Willst du den
Typen etwa in Schutz nehmen?!“ „Nein so hab ich das nicht gemeint. Aber ich denke nur das du dir
nicht ein zu schnelles Urteil erlauben solltest.“ „Ich kann ihn nicht leiden und damit basta.“
Ich hoffte nur das der Typ auch schnell wieder gehen würde.
Sasukes Sicht
Ich ging mit meinem Onkel wieder in die Hütte. Dort setzten wir uns an den Tisch. „Deine Hunde
sind ja Riesig“ meinte ich. Er lächelt mich an. „Ja aber es sind ja auch besondere Tiere.“
„Sie sind aber auch ziemlich Scheu.“ „Ja sie haben schon lange keinen Menschen gesehen. Bei mir
hat es auch lange gedauert bis ich ihr Vertrauen hatte.“ „Aber dieser Naruto scheint ziemlich
eingebildet zu sein.“ „Ach quatsch. Er ist echt Lieb. Er muss sich einfach nur an dich gewöhnen.“
„Hmm wenn du meinst.“ „Komm ich mach uns was zu essen.“ Mein Onkel ging in die Küche und
mache uns was zu essen. Ich stand auf und ging ins Wohnzimmer. Dort stand ein Karmin. Oben drauf
waren viele Pokale und ein Bild, wo Jiraiya und sein Leithund zu sehen waren. Ob er mit den neuen
Hunden auch gewinnen würde. Das Rennen würde in 2 Monaten stattfinden. Vielleicht sollte ich es
mir noch ansehen bevor ich nach Hause fliege. Plötzlich kam Jiraiya mit 2 Tellern zu mir. „Ich hab
Eintopf gemacht.“ Ich nickte ihm zu und wir gingen gemeinsam in die Küche. Dort setzten wir uns
an den Tisch. Nachdem essen wollte ich mir nochmal die Hunde ansehen. Jiraiya legte sich wieder
hin. Sein Bein war immer noch nicht ganz geheilt. Ich ging in den Schuppen rein. Die Hunde waren
im ganzen Raum verteilt. Zwei lagen auf Strohballen. Einer mit zottelig braunem Fell lag vor einem
Mauseloch und passte auf das eine Maus raus kam. Zwei leckten sich gegenseitig sauber und der mit
den blauen Augen saß etwas abseits vom Rudel. Sofort hatte er mich bemerkt und fixierte mich. Der
kompakte Hund, ich glaub er heißt Choji hatte mich auch bemerkt. Er stand auf und kam zu mir
getrottet. Ich streckte meine Hand aus, damit er an meiner Hand riechen konnte.
Dann bückte ich mich zu ihm runter und streichelte ihm am Kopf. Er wedelte leicht mit dem Schweif.
Ich glaube er ist von allen der Zutraulichste. Ich konzentrierte mich ganz auf ihn und so merkte ich
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gar nicht wie sich ein Hund hinter mich stellte. Ich merkte es erst als er mich in den Hintern biss.
Zwar nicht fest aber ich erschrecke mich. Sofort sprang ich auf und drehte mich um.
Es war Naruto der mich in den Hintern gebissen hatte. Ich sah ihn böse an. „Du blöder Hund. Was
bildest du dir ein?!“ Wie auf Kommando bellte er, so als würde er mir Antwort geben.
Ich wollte ihn jetzt auch nicht schlagen oder so, also ging ich wütend raus.
Naruto Sicht
„Warum hast du ihn gebissen?“ fragte mich Choji. „Es hat mich genervt wir er sich bei uns
einschleimen will.“ Choji wollt nicht mit mir Diskutieren, also ging er. Ich hatte auch keine Lust auf
Streit. Trotzdem nervt mich der Typ. Der brauch sich gar nichts einzubilden. Ich legte mich auf einen
Strohballen und behielt die Tür im Auge.
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19. 18. Folgenschweres Missverständnis
Sasukes Sicht
Mein Onkel schlief noch, und ich nutzte die Zeit um zu putzen und aufzuräumen. Ich klappte auch
seinen Sessel zu einer Liege auf, und legte Decken und Kissen darauf, damit er es gemütlich hatte,
sobald er aufstehen wollte. Gestern Abend, als er die ganze Zeit von seinen Hunden geschwärmt
hatte, und besonders von diesem Naruto, allein bei dem Gedanken an ihn, tat mir der Hintern weh,
merkte ich, das er anscheinend Fieber bekam. Ich holte sofort einen Thermometer und tatsächlich,
er hatte über 39 Grad Fieber. Ich löste den Verband um sein Bein, und fragte, „Wie lange läufst du
schon damit herum?“ „Ich weiß es nicht, ein paar Monate?“
Ob er im Fieber sprach? Die Verletzung war am Heilen. Es sah eher so aus, als hätte er sich vorher
nicht darum gekümmert, ja, es sah so aus, als hätte er sich erst neulich darum gekümmert. Wenn es
stimmte, dass er sie schon länger hatte, war das wirklich seltsam. Oder hatte die Medizin vorher
einfach nicht gewirkt? „Onkel, wo ist deine neue Medizin?“ „Die wirkt nicht mehr, du weißt doch
als Medizinstudent am besten, wenn man Antibiotikum zu lange nimmt, wirkt es nicht mehr. Ist schon
okay, gib mir einfach etwas gegen Schmerzen und Fieber, dann geh ich ins Bett. Morgen bin ich
wieder fit“.
Na gut, wenn er das so sagte, musste ich es wohl hinnehmen. Ich holte ihm das Gewünschte und
brachte ihn ins Bett. Jetzt war ich ja hier, jetzt sollte er sich auch ausruhen und mich alles machen
lassen. Ich wollte dann auch ins Bett, und zog mich aus. Im Spiegel besah ich mir den Hundebiss.
Zu meinem Schrecken war fast die gesamte Hälfte meines Hinterns blau angelaufen, aber okay, er
hatte nicht durch die Haut gebissen. Dieser Köter, dachte ich, im gleichen Augenblick sah ich wieder
diese blauen Augen und das goldfarbene Fell, die grazilen Bewegungen. Wie ein Panther. Offenbar
wollte er mich nicht verletzen, sonst hätte er richtig zugebissen. Vielleicht hatte mein Onkel ja Recht,
aber was hatte ihn dann gestört? Ich war ja nicht an seinem Fressen gewesen. War Choji vielleicht
sein Junges? Aber der war ja kein Welpe mehr und Naruto nicht die Mutter, ich gab es auf, ich wusste
nicht, womit ich ihn gereizt haben könnte. Also ging ich ins Bett.
Ich wischte gerade noch ein wenig Staub von den Pokalen, als mir wieder einfiel, das Jiraya das
Rennen mitmachen wollte. Am besten, ich würde die Hunde so lange wie ich hier war trainieren. Es
war das härteste Rennen der Welt und die Hälfte der Teams die antraten gab schon in den ersten
Tagen auf. So, ich sah mich zufrieden um, alles fertig. Ich ging zu meinem Onkel ins Zimmer, der
inzwischen wach war. Er fing an zu lachen als er mich sah. „OW, Danke, Sasuke“, lachte er. „Keine
Ursache, hab ich doch gern gemacht“. Er lachte noch lauter. „Nicht dafür?“ „Was meinst du Onkel?
“ „Ich habe selten so gelacht, dafür danke“, lachte er lauter. „Oh“. Mist, ich hatte immer noch die
Schürze um, und das dazugehörende Tuch um den Kopf gebunden. Ich räusperte mich, „Das freut
mich, ich wollte jetzt erst noch deine Verletzung versorgen, bevor ich dir Gift unters Essen mische,
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aber wie ich sehe, machst du es selbst?“ Er hatte seinen Verband abgenommen und die Wunde
gewaschen. Er nickte mir zu. „Ja, tu mir noch den Gefallen und mach das Fenster auf“. „Klar, kein
Problem“. Okay, seine Medizin hatte er ja in der Schublade, höchste Zeit, dass ich mir die Kutte
auszog und uns Frühstück machte.
Bevor ich meinem Onkel und mir Frühstück machte, holte ich noch ein halbes Rind aus der
Kältekammer. Ich wusste, mein Onkel würde sonst nicht frühstücken. Ich mochte Tiere auch sehr
gern, ich konnte mir ein Leben ohne sie überhaupt nicht vorstellen auch wenn es mir im Moment
verboten war. Aber ich war nicht so fanatisch wie mein Onkel. Eine halbe Stunde später wäre doch
auch okay gewesen. Egal, ich kutschierte das Rind zur Hütte und schloss die Tür auf. Die Hunde
standen mehr oder weniger langsam auf und kamen zu mir, als ich das Rind durch die Tür schob. Ich
sah sie mir ein bisschen an, ob auch alles in Ordnung war. Manchmal kam es zu Kämpfen. Ich hatte
zwar nichts gehört, aber wollte trotzdem einen flüchtigen Blick über die Tiere werfen.
Choji, der sich am zutraulichsten gezeigt hatte, beachtete mich beim Fressen nicht. Mir lief sogar
eine kleine Gänsehaut den Rücken herunter, als ich hörte, wie der gefrorene Rinderknochen in seinem
Maul zerbarst. Warum gab ihnen mein Onkel nicht trotzdem normales Hundefutter. Der andere braune
war Kiba. Sein Fell war länger und zotteliger. Ich ging zu ihm und fuhr mit den Händen durch das
Fell, verfilzt war aber nichts. Unter meinen Händen konnte ich seine Muskeln spüren. Den wuseligen
bekam ich erst gar nicht zu fassen, das musste Lee sein. Der helle ließ mich auch beim Fressen nicht
aus den Augen, und sobald ich einen Schritt in seine Nähe machte, wanderte er gemütlich einen
Schritt weg von mir. Dann gab es noch einen schwarzen, der war etwas größer als Lee, ich klopfte
ein paar Mal auf seinen Rücken, und ….wo war der Goldene? Blitzschnell drehte ich mich um, weil
ich dachte, er steht hinter mir. Aber da war er nicht. Ich sah mich um, nirgends konnte ich ihn
entdecken, war er etwa abgehauen, als ich das Tor aufgeschlossen hatte?
Ich rannte hinaus, schloss hinter mir zu, und suchte das Gelände ab. Leider vergeblich. So ein Mist,
wie sollte ich das meinem Onkel beibringen? Insgeheim betend, das Naruto vielleicht öfters Streifzüge
unternahm machte ich mich auf den Weg in sein Haus. Dazu war er noch der Leithund im Schlittenteam
und der Anführer des Rudels. Und so wie der aussah alles andere als billig gewesen. Und auch noch
eine seltene Rasse, mir wurde immer übler zumute, als ich auf die Tür zum Schlafzimmer meines
Onkels zuging. Sicher wusste jeder hier, dass es Jiraya Hund war, und aufgrund seines Aussehens
konnte niemand ihn stehlen und behaupten, es wäre sein Hund. Aber ich glaubte auch nicht, dass
man ihn für eine Belohnung zurückgeben würde, viel eher würde man ihn wohl verkaufen um gutes
Geld zu machen. Ich seufzte und machte die Tür auf. Im Bett meines Onkels lag der Hund und leckte
dessen Verletzung. „IGITT“, schrie ich, „du widerliches Tier, was machst du da?“ Ich war entsetzt.
Anscheinend konnte mein Onkel sich unter dem schweren Gewicht nicht bewegen, aber ich war
ohnehin zu fassungslos um einen klaren Gedanken zu fassen.
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„Du ekliges Vieh, hau ab“, schrie ich wutentbrannt, wer weiß was für Wurmeier er an seiner Schnauze
kleben hatte, und wo er die überall reingesteckt hatte. Ich hatte wirklich selten einen solch abstoßenden
Anblick gesehen. Ich griff nach dem Schrubber, der hinter der Tür stand und schlug ihn mit voller
Wucht auf den Rücken des Hundes, so dass der Stiel zerbrach. Er gab keinen Mucks von sich, warf
mir aus seinen Augen einen eiskalten Blick zu und verschwand aus dem Fenster. Keuchend stand
ich da. „Sasuke, was hast du getan“, fragte mein Onkel entsetzt. „Onkel, bist du in Ordnung?“ fragte
ich besorgt und eilte zu ihm. Er sah mich erschrocken an, als wäre ich hier der Widerling. Sehr
irritierend. „Onkel?“ „Was hast du getan?“ flüsterte er und dann schrie er wütend: „Was hast du
getan?“ Er stand auf und humpelte wie er war, im Schlafanzug nach draußen, wohl um nach dem
Hund zu sehen. Ich verstand die Welt nicht mehr.
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20. 19. Narutos Entscheidung
Narutos Sicht
Ich rannte vom Dorf weg zu unserer alten Höhle, um alleine zu sein. Warum hatte mich das so verletzt?
Es konnte mir doch egal sein, wie er über mich dachte. Schließlich mochte ich den Schleimer ja
überhaupt nicht. Aber wenn ich an sein angeekeltes Gesicht dachte, wurde mir ganz schlecht.
Vielleicht weil ich mich ungerecht behandelt fühlte? Aber das war ich doch auch gewohnt. Wenn
man einen schlechten Tag hatte, half ein kleines Schläfchen um einen klaren Kopf zu bekommen.
Aber der Schlaf wollte sich auch nicht einstellen. Mist, auch. Ich sah mich in unserer alten Höhle
um. Eigentlich fühlte ich mich hier nicht mal mehr zu Hause, und auch wenn ich alleine sein wollte,
ich wünschte, Shikamaru wäre da. Nichts weiter. Einfach nur da, und würde mich lecken, vielleicht
verstand er ja, was da grade mit mir los war.
Nein, hier fand ich nicht die erhoffte Ruhe, ich trabte wieder zurück.
Jirayas Sicht
So schnell ich in den Schlappen laufen konnte rannte ich zur Hütte. „Wo ist Naruto?“ schrie ich. Die
Wölfe sahen mich verständnislos an. „Dachte er ist bei dir“, sagte Gaara schließlich und kam her.
Oh nein, er war sicher über alle Berge. Es war ein großer Fehler gewesen, Sasuke kommen zu lassen.
Tränen liefen mir aus den Augen, und ich hielt mich an Gaara fest. Der versteifte sich zuerst überrascht,
erkannte aber wohl, wie es mir ging, und hielt still. Ich lachte unter Tränen vor mich hin. „Ich bin
wirklich ein sentimentaler dummer Greis geworden, es tut mir leid“. Die anderen kamen auf mich
zu. „Wo ist Naruto?“ „Was ist passiert?“ „Hey Jiraya, wasn los?“ „Ruhe“, sagte Shikamaru bestimmt.
Ich sah ihn unter Tränen an. Er war eine Art Stellvertreter für das Rudel, oder? „Shikamaru“, sagte
ich leise. Er setzte sich zu mir und legte seine Schnauze auf meinen Schoß, dabei dachte er sogar
noch daran, meine fast bloßen Füße mit seinem buschigen Schwanz zu bedecken, aber das brachte
mich nur noch mehr zum Weinen und ich fühlte mich noch elender. Ich schämte mich. Ich schämte
mich für Sasuke, ich schämte mich für alle Menschen und das war bei Gott kein schönes Gefühl.
War alles ein Fehler gewesen, von Anfang an? Neulich war ich doch noch so glücklich. „Was ist
passiert“, fragte mich Shikamaru. Ich erzählte, das Sasuke dazugekommen war. Und wie er reagiert
hatte. Als ich sagte, dass er Naruto den Schrubber derart hart über den Rücken gezogen hatte, das er
sogar zerbrochen war, ging ein entsetztes Keuchen durch die Meute. Ich hielt mir die Hand vor mein
Gesicht. „Oh Gott, was ist, wenn er nicht zurückkommt“. „Ich kann mir vorstellen, wo er ist“, sagte
Shikamaru. „Wirklich?“ fragte ich ihn hoffnungsvoll. „Ja, mach dir keine Sorgen, alles wird gut, ich
werde mit ihm reden“, Shikamaru hoffte das seine Stimme beruhigend klang, denn er selber war sich
da überhaupt nicht sicher. Ich nahm ihn in die Arme. „Du solltest dich wieder ins Bett legen“, Jiraya.
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„Überlass mir den Rest“. Ich schluckte und nickte.
Dann stand ich auf und ging wieder, an der Tür sah ich mich kurz und traurig um. Für den Fall, dass
ich sie das letzte Mal sehen sollte, wollte ich dieses Bild im Gedächtnis behalten. Dann ging ich nach
draußen. Sasuke kam angerannt. „Onkel, Onkel tut mir leid, dass ich deinen Hund geschlagen habe,
aber…“ „Sasuke, sei einfach nur still“. Ich wollte nichts sagen, was ich später vielleicht bereute,
etwas, was man nicht zurücknehmen konnte. Etwas wie, Naruto ist tausendmal besser als du, etwas
wie, hätte ich dich nur nie hergeholt oder so etwas wie, verschwinde, ich will nicht nie wieder sehen,
oder auch wenn ich die Wahl habe, dann wähle ich Naruto und nicht dich.
Für diesen kurzen Augenblick als wir nebeneinander standen und er wirklich nichts sagte, als dieses
eisige Schweigen zwischen uns herrschte, war mir als könne er meine Gedanken erahnen. Er machte
nicht mal Anstalten zu sagen, geh wenigstens schnell zurück ins Haus, oder ich reinige dir die Wunde
von dem widerlichen Vieh, das dran rumgeleckt hat, nichts dergleichen kam.
Ich schlurfte auf mein Haus zu. Die Wölfe waren versorgt, Sasuke kam allein zurecht und Naruto,
vielleicht kam er noch kurz vorbei um sein Rudel abzuholen, vielleicht sagte er auch noch, auf
Wiedersehen Jiraya, ihr seid eben doch alle gleich, ich wusste es nicht. Ich ging in mein Zimmer und
da – lag Naruto auf meinem Bett. Obwohl ich eben noch gedacht hatte, er würde vielleicht kommen
um sich zu verabschieden, vergaß ich das alles, ich war so glücklich ihn zu sehen, das ich sofort zu
ihm hinging und ihn in die Arme nahm. „Du bist zurückgekommen“. Er schmiegte seinen warmen
Körper an mich und ich streichelte sein dichtes Fell.
Shikamaru, der sich eben auf den Weg zur alten Höhle machen wollte, konnte riechen, das Naruto
im Haus war, und ging wieder in die Hütte zurück. Shikamaru kannte Naruto schon lange, sie stammten
vom gleichen Rudel und dem gleichen Wurf. Wenn auch nicht von demselben. Naruto war ein Jahr
älter. Ihre Mutter war die Anführerin wegen ihrer Weisheit. Sie hatte mal gesagt, „Menschen haben
als stärkste Waffe ihr Gehirn. Aber sie haben noch etwas anderes, ihr Herz“. Shikamaru verstand
nicht was sie meinte, aber jetzt hatte er das Gefühl, als ob er eine kleine Ahnung davon bekommen
hätte.
Sasukes Sicht
Wie hatte dieser so perfekt angefangene Tag nur derart schieflaufen können. Vielleicht sollte ich
nochmal nach den Hunden sehen, dachte ich und ging zu ihnen in die Hütte. Was für eine seltsame
Atmosphäre. Diesmal kam keiner von ihnen, und keiner lag irgendwo, sie saßen zusammen und sahen
mich nur an. Nein, Naruto war nicht dabei. Ich bückte mich und klopfte auf meinen Oberschenkel,
„komm her, Choji, na, komm her“. Er bewegte sich nicht und sah mich nur an. Ich fühlte mich nicht
willkommen, auch wenn sich das komisch anhört, in einer Hundehütte. Moment, sie waren doch
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trainiert. „Onbei“, rief ich, „Onbei“. Nichts. Als ob sie es wüssten, dachte ich. Ich ging lieber. Im
Haus war ich auch nicht mehr willkommen. Aber wo sollte ich hin? Seufzend ging ich ins Haus.
Hatte ich wirklich so falsch gehandelt? Ich hatte meinem Onkel doch nur helfen wollen. So hatte ich
ihn noch nie gesehen. Dieses verbitterte und enttäuschte Gesicht, draußen, ich wusste, es galt mir.
Direkt neben mir klingelte das Telefon. „Ja“, meldete ich mich. „Wer ist da?“ fragte eine Stimme,
die ich nur allzu gut kannte. „Onkel Kenny“, rief ich. „Sasuke? Bist du das, du hörst dich ja an wie
ein Mann“, er lachte.
Plötzlich fühlte ich mich viel besser. „Kommst du zu Besuch, Onkel Kenny“, fragte ich aufgeregt.
„Nein“, er lachte, „ich wollte nur hören, wie es Jiraya geht, nachdem er einfach abgehauen ist. Ich
habe gehört, das die Medizin gebracht wurde, weißt du ich hatte ja schon einen Hubschrauber für
ins Krankenhaus bestellt, dachte nicht, dass er die Nacht überlebt“. „Was?“ Ich war fassungslos. „Ja,
es war sehr ernst, Sasuke“. „Das kann ich gar nicht glauben, die Verletzung ist doch fast verheilt“.
„Das kann ich wiederum kaum glauben, er hat anscheinend ein Wundermittel gefunden?“
Meine Gedanken wirbelten im Kreis. Wenn Onkel Kenny das sagte, dann musste es wirklich schlimm
um ihn gestanden haben, aber ich dagegen hatte geglaubt, die Verletzung sei relativ harmlos. Darum
hätte er sich, stur wie er ist, erst jetzt darum gekümmert. „Ähm, Onkel Kenny, hat sich Onkel Jiraya
denn nicht um seine Wunde gekümmert“. „Natürlich hat er das. Aber es nutzte ja nichts, er konnte
ja nicht mal mehr stehen, trotzdem wollte er die Tollwutimpfungen ins Dorf bringen und zwar um
jeden Preis“.
So schlecht war es ihm gegangen. „Aber wenn du sagst, als angehender Doktor, die Verletzung sei
in deinen Augen harmlos, oder besser gesagt, nur noch harmlos, bin ich wirklich beruhigt. Es geht
ihm also gut?“ „Ja, sehr gut sogar. Am Abend bekommt er noch manchmal ein wenig Fieber, oder
Schmerzen, weil er so viel herumläuft, darum wollte ich ihn ins Bett packen, aber…“ „Aber?“
„Ach, gar nichts“, sagte ich. „Es geht ihm gut“. Aber jetzt nicht mehr, dachte ich, weil ich seinen
Hund geschlagen hatte, das tat mir leid, ich hätte wissen sollen, wie viel sie ihm bedeuten, und es
war auch nicht meine Art, Tiere zu schlagen.
„Ah, Sasuke, geht es den Wölfen auch gut?“, fragte Onkel Kenny. Wölfe? Hatte er Wölfe gesagt?
„Ja, ja, denen geht es gut“, sagte ich schnell. „Dann bin ich beruhigt, wie ich deinen Onkel kenne,
wird er am Schlittenrennen teilnehmen, oder?“ „Nun, ich glaube er hat es erwähnt“. „Typisch, na
gut, Sasuke ich melde mich demnächst mal wieder, Tschüss“. „Ah, Tschüss“. Ich legte auf.
Wölfe? Das waren keine Hunde, sondern Wölfe? Wölfe, die einen Schlitten zogen? Ich kratzte mich
am Kopf. Jiraya wollte nicht mit mir reden, ich wollte mir die Tiere nochmal ansehen und ging zurück
zur Hütte und da sah ich ihn. Er hatte sich in voller Länge auf einem Strohballen ausgestreckt, so
dass ich seinen weißen Bauch sehen konnte. Die anderen lagen jetzt auch wieder entspannt herum.
Ob ich reingehen sollte? Eigentlich wollte ich versuchen Choji oder einen der anderen zu streicheln,
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aber ich ging zu ihm. „Tut mir leid“, sagte ich. Du liebe Zeit, jetzt fing ich schon an mit den Tieren
zu sprechen, so wie mein Onkel, Naruto öffnete seine Augen ein wenig und blinzelte mich an. Langsam
streckte ich meine Hand unter seine Nase, es schien ihn nicht zu interessieren, immerhin hatte er sie
mir nicht abgebissen.
Ich beschloss es zu wagen. Auch wenn mein Herz hämmerte wie verrückt, ich legte meine Hand an
seine Wange und fing an ihn zu kraulen. Die Berührung war fast ein kleiner Schock. Ohne das ich
wusste, warum, sein Fell fühlte sich wunderbar an. Er schloss seine Augen wieder, und ich kraulte
ihn weiter, während mein Herz immer noch klopfte wie das eines Superolympiasportlers, der gerade
den Himalaja hinaufgerannt war. Ich wurde mutiger, und kraulte ihn jetzt zwischen den Ohren, dann
unter der Schnauze. Er streckte seinen Kopf hoch, damit ich besser rankam, ich musste leise lachen,
als plötzlich die Tür aufging, und mein Onkel mit rohem Fleisch hereinkam. Oja, das stimmte, Naruto
hatte noch nichts gefressen heute, nicht wahr? Als er uns beide so sah, lächelte er sein mir so vertrautes
Lächeln und ich lächelte zurück.
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21. 20. Sasukes erste Fahrt
Sasukes Sicht
Ich ging mit meinem Onkel wieder in die Hütte. Der Tag war sehr Astregent und ich war Müde.
Klar war ich froh das alles wieder gut war. Aber ich fragte mich warum mein Onkel mir nicht gesagt
hat das es Wölfe sind. Ich beschloss ihn einfach zu fragen. Er war in seinem Zimmer und versorgte
die Wunde als ich rein kam. Ich dachte die Wunde würde sich Infezieren, da Naruto daran geleckt
hatte. Aber stattdessen sah sie noch besser aus. Ich setzte mich zu meinem Onkel an Bett.
„Warum hast du mir nicht gesagt das es Wölfe sind.“ Er sah mich an und lächelte dabei. „Ich hatte
Angst du würdest dann nicht kommen, wenn ich es dir sage.“ „Ach so. Sag mal kann ich sie Morgen
an den Schlitten spannen?“ „Klar versuch dein Glück ruhig.“ Ich stand auf und ging wieder in mein
Zimmer. Dort legte ich mich in mein Bett und schlief ein.
Am nächsten Morgen machte ich für mich und meinen Onkel Frühstück. Ich stellte zwei Teller mit
Spiegeleiern auf den Tisch. Mein Onkel war auch schon wach. Wir setzten uns gemeinsam an den
Tisch und aßen zu Frühstück. Danach fütterte ich die Wölfe. Ich ging mit einer Rinderhälfte in die
Hütte. Alle lagen verstreut in der Hütte. Als sie die Rinderhälfte sahen standen einige auf und kamen
zu mir. Ich legte das Fleisch ab damit sie Fressen konnten. Naruto kam auch angetrotttetet. Ich wollte
ihn streicheln. Aber er wich mir aus. Komisch dachte ich Gestern durfte ich ihn noch streicheln aber
warum heute nicht. Egal. Ich streichelte Choji kurz über den Kopf, dann ging ich wieder raus. Ich
stellte den Schlitten vor die Tür meines Onkels. Dann holte ich für ihn einen Stuhl.
Er wollte unbedingt wissen wie ich mich anstelle. Nach einer halben Stunde ging ich wieder zu den
Wölfen. Jiraiya kam auch mit. Sie waren alle fertig mit fressen. Ich legten allen das Geschirr an.
Die meisten ließen das auch zu. Nur mit Naruto hatte ich meine Probleme. Immer zappelte herum
oder sprang weg wenn ich ihm zu nahe kam. Ich verstand nicht warum er so Bockig heute war. Mein
Onkel musste ihm das Geschirr anlegen. Wir gingen mit den Wölfen raus und ich spannte sie vor
den Schlitten. Jiraiya hatte mir vorher noch gesagt wo hin jeder kommt. Mein Onkel setzte sich auf
den Stuhl und ich stellte mich auf die Kuffen hinter dem Schlitten.
Narutos Sicht
Ich musste schon zugeben das er einen echt gut Streicheln konnte und seine Hände waren schön
Warm. Aber ich wollte mich nicht beugen. Nur weil er mich Streicheln durfte heißt das noch lange
nicht, dass ich ihm jetzt Vertraue. Ich spante uns alle an den Schlitten. Keine Ahnung was er vor
hatte. Aber dann rief er „Go.“ Wir bewegten uns aber nicht von der Stelle. Ich legte mich sogar hin.
Mein Rudel bekam mit das ich nicht laufen wollte. Also taten sie es auch nicht. Jiraiya brach in
schallendes Gelächter aus als er Sasuke sah. Der immer wieder „Go“ rief und gegen den Schlitten
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trat. Aber wir machten immer noch keinen Anstalten und zu bewegen. Ich hörte Schritte die auf uns
zu kamen. Plötzlich spürte ich etwas was an meinen Ohren zog. Ich drehte meinen Kopf leicht und
blickte in das Gesicht von Sasuke. „Ich hab Go gesagt.“ Ich stand auf und lief los. Immerhin hat er
„Go“ gesagt. Er fiel auf seinen Hintern. „Hey wartet auf mich.“ Jiraiya musste noch lauter lachen.
Sasuke rannte uns hinter her. Aber wir waren zu schnell für ihn. Wir rannten ein paar Bahnen und
trabten dann Zu Jiraiya. Ich setzte mich vor ihm hin. Er kraulte mich an den Ohren. Schwer Atmet
kam auch Sasuke zu uns. „Tja das war wohl nichts“ meinte Jiraiya. Ich sah wie Sasuke leicht rot
wurde. „Ja das kann man wohl sagen. Aber warum kannst du mit ihnen fahren und ich nicht?
Überhaupt scheint mich Naruto nicht besonders zu mögen.“ „Du musst Respekt vor den Tieren haben.
Dann vertrauen sie dir auch. Ich hatte am Anfang auch meine Probleme mit Naruto. Aber du braust
dir keine Sorgen zu machen. Er wird dich schneller mögen, als die lieb ist.“ „Wie meinst du das jetzt
schon wieder?“ „So wie ich es gesagt habe.“ Jiraiya stand auf und ging in die Hütte. Der Typ nahm
uns das Geschirr ab und brachte und in unsere Hütte. Ich legte mich auf einen weichen Strohballen.
„Alte habt ihr sein Gesicht gesehen“ schrie Kiba begeistert. „Ja das war zu geil. Ich hätte mich
wegschmeißen können“ meinte Lee darauf. Shikamaru sagte nichts dazu und auch Choji sagte nicht.
Er mochte diesen Sasuke anscheinend. Gaara lag auch etwas abseits vom Rudel und leckte sich das
Fell sauber. Ich zufrieden mit dem Tag.
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22. 21. Verdacht
Narutos Sicht
Am Abend brachte Sasuke wieder Fleisch für uns. Ich hatte von Jiraya gehört, wenn wir arbeiten,
sollten wir mehr zu fressen bekommen. Hunger hatte ich eigentlich nicht. Darum blieb ich liegen.
Choji lief zu Sasuke und ließ sich kraulen. Die beiden mochten sich eben. Dann merkte ich Sasukes
irritierten Blick, als er mich ansah. Wahrscheinlich wunderte er sich, warum ich mich gestern hatte
streicheln lassen und heute nicht. Mir kam plötzlich die Idee, den Guten ein wenig zu ärgern. Still
lachte ich in mich hinein. Dann stand ich auf und ging zu ihm. Ich rieb meinen Kopf an seinem
Oberschenkel. Verwundert tat er erst mal gar nichts. Dann bückte er sich runter, nahm meinen Kopf
in beide Hände und sagte: „Na Naruto, bist du heute ein wenig launisch, kann das sein?“ Ich leckte
ihm über seine Hand, oder besser seinen Handschuh und presste meinen ganzen Körper an ihn.
Na los, streichle mich schon, du Idiot, dachte ich mir, aber er fiel auf seinen Hintern.
„Aua“, kam es von seinem Mundwerk. Himmel, wie empfindlich. „Hör mal, Naruto, ich habe immer
noch einen blauen Fleck wo du mich gebissen hast“. „Gebissen, dann hättest du keinen Hintern mehr
“, sagte ich, und legte mich mit meinem Oberkörper auf ihn. „Ow, du bist schwer“, keuchte er.
„Natürlich bin ich das, und ich bleibe hier liegen, bis du mich streichelst“. Natürlich wusste ich, dass
er mich nicht verstand. Was soll´s. Er versuchte mich runterzuschieben, ohne Erfolg.
Aber wenn ich erreichen wollte, dass er mich streichelte musste ich wohl von ihm runter. Ich stemmte
mich mit den Vorderpfoten vom Boden ab, behielt aber meine Position bei. Dabei sah ich ihm genau
in die Augen. „Himmel, weißt du eigentlich, was für herrliche Augen du hast“, fragte er.
Das war eine Überraschung, mit der ich nun nicht gerechnet hatte. Und gleich darauf setzte er sich
ein wenig auf und fing an mich zu streicheln.
Ich ging von ihm runter und zu meinem Platz zurück. „Naruto, was ist los?“ rief er mir hinterher. Ich
gähnte und tat so als wolle ich schlafen. Dieser Schuss war nach hinten losgegangen. Eigentlich
wollte ich ihn ein bisschen verarschen, stattdessen hatte er mich verwirrt mit seiner komischen
Aussage.
Sasukes Sicht
Ich hatte keine Ahnung, wie ich Naruto dazu bringen sollte, mich zu mögen. Und ich wusste auch
nicht, was mein Onkel gemeint hatte, mit er würde mich bald mehr mögen, als mir lieb sei. Sehr
mysteriös das Ganze. So wie ausgemacht brachte ich den Wölfen nochmal Futter. Choji kam wie
immer gleich zu mir, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen, Naruto blieb liegen, ich hatte auch
nichts anderes erwartet. Aber während ich Choji grade streichelte, kam plötzlich Naruto an getrottet.
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Also hatte er wohl doch Hunger. Aber er würdigte das Fleisch mit keinem Blick sondern rieb seinen
Kopf an mir. Wie seltsam, er mochte mich doch gar nicht, das hatte er mir vorhin doch mal wieder
deutlich gezeigt, und nun das.
Ich hatte keine Ahnung wie ich reagieren sollte, aber nahm seinen Kopf zwischen meine Hände mit
dem Ergebnis das er mir über die Hand leckte, und ich durch sein Gewicht hinfiel. Er hatte mich
tatsächlich geleckt. Es mag ein komisches Gefühl sein, unter einem so großen Wolf zu liegen, aber
Angst hatte ich keine, seine Augen faszinierten mich ohne Ende. Es war nicht allein das unglaubliche
Blau, es war auch seine Intelligenz die ich darin erkennen konnte, ich hatte sogar das Gefühl, er
mache sich über mich lustig, aber das war sicher nur Einbildung.
Er setzte sich ein wenig auf, damit ich ihn kraulen konnte, aber gerade als ich damit anfangen wollte,
drehte er sich um und lief zu seinem Platz zurück. Irritiert rief ich nach ihm, und wollte ihm folgen,
aber er schien schlafen zu wollen. Lieber nicht, dachte ich.
Ich streichelte die anderen noch ein wenig, in der Hoffnung, Naruto würde nochmal kommen, aber
leider tat er das nicht.
Naja, vielleicht morgen, dachte ich und ging. Aus welchem Grund auch immer, ich konnte es kaum
erwarten bis es wieder morgen war.
Narutos Sicht
Ich sah zum Vollmond hoch, und dann zu meinem faulen Rudel. Also stand ich auf und ging zu dem
Haus. An Jirayas Fenster stellte ich mich hoch, und scharrte mit der Pfote daran. Als er mich sah
stand er auf und öffnete es um mich herein zu lassen. „Nein, ich wollte nur was sagen“, erklärte ich
ihm. „So? Was denn?“ wollte er wissen. „Ich möchte mit meinem Rudel einmal die Woche normal
jagen gehen“. Jiraya sah mich erstaunt an, aber dann nickte er. „Hast du Angst, ihr würdet es verlernen?
„Nein, das ist es nicht, keine Ahnung wie ich es erklären soll“, sagte ich zu ihm.
„Es ist ja auch nicht so ganz normal, wenn Wölfe gefüttert werden. Trotzdem möchte ich dir was
zeigen, es muss nicht heute sein“.
Ich war neugierig und sprang rein in sein Zimmer. Er lachte, „ich wusste es doch“.
Verärgert knurrte ich etwas. „Neugier ist ein Zeichen von Intelligenz, kein Grund dich zu ärgern.
Allerdings, vielleicht solltest du dich in einen Menschen verwandeln“.
„Warum das denn?“
„Damit du dir die Karte besser ansehen kannst“.
„Welche Karte?“ fragte ich. „Die von der Route des großen Rennens“, sagte Jiraya.
„Das große Rennen, ich schnupperte kurz nach seiner Verletzung, das war kein Problem mehr, wenn
ich es richtig in Erinnerung hatte, war das Rennen sowieso erst in zwei Monaten.
Jiraya ging zum Schrank, und suchte Kleidung für mich aus. Ich verwandelte mich, und zog sie
gerade an, als die Tür aufging und Sasuke hereinkommen wollte. Er sah mich, wurde knallrot,
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entschuldigte sich und schloss die Tür hinter sich.
„Oje“, stöhnte Jiraya. „Wieso was ist denn? Er hat ja nicht gesehen, dass ich mich verwandelt habe.
Oder?“
„Was glaubst du wie es aussieht, wenn ich in meinem Schlafzimmer einen halbnackten Jungen habe?
„Ich verstehe immer noch nicht, was du meinst, denkst du er hat einen Verdacht“, fragte ich besorgt.
Ich vertraute Sasuke nun mal nicht.
„Nein, keine Sorge, ich meinte einen anderen Verdacht“, stöhnte er wieder, während ich mich ganz
anzog.
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23. 22. Gelauscht
Sasukes Sicht
Sprachlos und äußerst verwirrt ließ ich mich auf den Küchenstuhl fallen. Gerade hatte ich meinen
Onkel fragen wollen, ob er noch etwas braucht und ob wir uns noch ein wenig unterhalten, und wollte
zu ihm ins Zimmer gehen. Und da sah ich einen - zugegeben bildhübschen – Burschen, der gerade
dabei war, sich auszuziehen.
Ich konnte es nicht fassen und hatte das dringende Bedürfnis mit irgendjemandem darüber zu reden.
Aber das ging ja nicht. Natürlich ich wusste, dass mein Onkel, nun ja, dem schönen Geschlecht nicht
abgeneigt war, und sich auch gewisse Zeitschriften abonniert hatte. Ich war auch öfters dabei gewesen,
wenn wir irgendwo waren, und sei es nur beim gewöhnlichen Einkauf, und es war teilweise sogar
recht peinlich gewesen, wie intensiv er die Frauen an flirtete. Aber ein Junge? Seltsamerweise hatte
ich auch das Gefühl gehabt, als wären die beiden sehr vertraut miteinander. Also war er nicht das
erste Mal hier. Wie war er überhaupt hereingekommen?
Vermutlich, als ich draußen bei Naruto und den anderen war. Also war er schon eine Weile hier, ohne
dass ich ihn bemerkt hatte. Er war gerade dabei gewesen, sich auszuziehen, nicht wahr? Das Oberteil
des Overalls hatte er schon abgestreift, und es war sicher ein Junge, ich hatte kurz einen Blick auf
seine gutgebaute Brust werfen können, muskulös aber angenehm anzusehen, kein Muskelprotz, eine
schöne Hautfarbe und - hör auf Sasuke. Ich räusperte mich. Süße Knospen – ich hustete etwas lauter.
Was soll das? Das war doch wohl egal. Ein Junge? Bei meinem Onkel?
Naja, da gab es keinen Zweifel. Ob ich vielleicht mal ganz kurz lauschen sollte? Ich musste wieder
husten, am besten ich würde mal was trinken, dachte ich mir.
Also stand ich auf um mir ein Malzbier aus der Kiste zu nehmen. Ob der Kleine auch eins mochte?
Na ja, ich konnte ja schlecht hingehen und fragen. Also gut. Mein Onkel traf sich mit einem Kerl.
Und wenn schon, das ging mich nichts an. Warum hatte er mir nichts davon erzählt oder ihn mir
vorgestellt? Ah – dachte er etwa, dass ich mich an ihn heranmachen würde, obwohl ich wüsste, dass
er mit Jiraya zusammen ist? So eine Unverschämtheit. Jiraya müsste mir nachher – nachher? Nachher
von was? Ich nahm einen Schluck. Er würde mir Rede und Antwort stehen müssen, ja, genau.
Oder war er zum ersten Mal hier? Das würde dann bedeuten, dass sie nicht fest zusammen waren.
Und das wiederum würde bedeuten, das – das was? Hör auf dich verrückt zu machen und reiß dich
mal zusammen, was ist eigentlich los mit dir, fragte mich meine Stimme im Kopf. Das wüsste ich
auch gern, sagte eine andere Stimme in meinem Kopf, so dass ich wirklich zusammenzuckte. Seit
wann hatte ich zwei Stimmen? Ich sah zu Boden. Für einen Moment hatte ich auch sein hübsches
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Gesicht gesehen. Blondes Haar, blaue Augen, ebenmäßig, volle Lippen, wohlgeformte Nase.
Hübscher Kerl. Wer war das überhaupt? Den hatte ich noch nie gesehen, obgleich er mir irgendwie
bekannt vorkam.
Da nützte alles nichts. Ich musste wohl warten bis die beiden fertig waren. Fertig? Die Flasche fiel
mir aus der Hand und ich wurde rot, während mein Herz viel zu schnell schlug. Ablenken, genau ich
musste mich ablenken. Ich stand auf. Holzhacken, das war die Idee. So schnell wie möglich
Holzhacken. Ich lief hinaus, als ich an Onkels Zimmer vorbeikam und die junge Stimme hörte: „Tu
mir nicht weh, Jiraya“. „Nein, nein, ich passe auf, keine Sorge“. Dann ein leises Stöhnen.
Okay, das reichte, nichts wie raus hier.
Jirayas Sicht
Wenn ich genauer darüber nachdachte, ich machte mir unnötige Sorgen. Sasuke kannte mich schon
lange, er wusste dass ich nicht auf männliche Ebenbilder stand. Während Naruto den Reißverschluss
von meinem Overall zuzog holte ich die Karte.
„Hier, siehst du? Das ist die Route, von hier bis nach Nome“. „Ein ziemliches Stück“, er nahm die
Karte. „Was bedeuten diese roten Punkte?“ fragte Naruto. „Das sind die CheckInPoints“, erklärte
ich. „Die was?“ „Es sind insgesamt 22. An jedem dieser Punkte können wir Rast machen, und schlafen
“. „Ph, das brauchen wir höchstens bei 11“.
„Unterschätz das nicht. Es ist das härteste Rennen das es gibt“.
„Du hast es doch schon ein paarmal gewonnen. Und das mit Hunden“.
„Ja, mit 12 oder 16 Hunden. Ihr seid zu sechst“. Naruto war sehr stolz, ich fürchtete, er würde sich
und sein Rudel überschätzen. „Es ist wichtig, das ihr trainiert, Naruto, sehr wichtig. Um es klar zu
sagen, lebenswichtig“.
Naruto verstand sofort was ich meinte. „Ich soll uns also von deinem Neffen trainieren lassen“.
Ich nickte ihm zu. Naruto machte eine abwertende Geste mit der Hand und kam dabei an mein altes
Holz Bett. „Mist“.
„Was ist?“ fragte ich ihn, er betrachtete seine Hand. Ein eklig dicker Holzsplitter hatte sich direkt
unter seinen Fingernagel gebohrt. Naruto wollte ihn mit den Zähnen packen, um ihn rauszuholen.
„Nicht“, stoppte ich ihn. „Der Splitter könnte abbrechen. Warte mal“. Ich holte eine Pinzette, und
zur Sicherheit, falls er abbrach, was ich befürchtete, eine Nadel. Sollte er abbrechen ging es eben
nicht anders. Naruto machte ein missmutiges Gesicht.
„Wie blöd“.
„Na ja, da müssen wir jetzt durch“.
„Tu mir nicht weh, Jiraya“, sagte er unbehaglich.
„Nein, nein, ich passe auf, keine Sorge“, sagte ich beruhigend, obwohl ich mich kaum herantraute,
so sehr zitterte meine Hand. Naruto stöhnte ungeduldig, er wollte das Ding schnell loswerden und
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nahm mir die Pinzette aus der Hand. Anstatt langsam, zog er den Splitter mit einem Ruck heraus,
und – Gottseidank – er war an einem Stück. Um mich zu vergewissern, tupfte ich das Blut ab, es
kam sofort neues hinterher, aber ich hatte genug gesehen. Es steckte nichts mehr drin. „Glück gehabt
“. Boeing, Boeing, Boeing, drangen von außen Geräusche ins Haus. „Sasuke hackt Holz?“ fragte ich
mehr mich selbst als Naruto erstaunt.
„Er ist komisch“, meinte Naruto. „Kann ich die Karte mitnehmen? Um sie den anderen zu zeigen?“
„Natürlich“, stimmte ich zu. „Aber – wie ist es?“ „Wie ist was?“ „Wegen Sasuke“. „Okay, ich mach’s
mit ihm, aber nur dir zuliebe, Jiraya“, sagte Naruto und zog sich wieder aus, da er sich verwandeln
und wieder zum Fenster raus springen wollte. Vor der Tür schepperte etwas sehr laut.
Sasukes Sicht
Es war zu dunkel. Auch wenn Vollmond war, zu gefährlich. Ich nahm die paar Klötze, die ich
geschlagen hatte, auf den Arm und ging ins Haus. Kaum war ich drinnen, glaubte ich, meinen Ohren
nicht mehr trauen zu können. Ich hörte meinen Onkel sagen. „Aber wie ist es?“ Dann die junge
Stimme „Wie ist was?“ Pervers dachte ich wütend, obwohl ich nicht wusste, warum ich so
durcheinander und wütend war. Machten sie das also doch zum ersten Mal? Dann, zu meinem
Schrecken, sagte mein Onkel „Wegen Sasuke“ und der Junge sagte, „okay, ich mach’s mit ihm, aber
nur dir zuliebe, Jiraya“. Das war doch wohl die Höhe. Die Holzscheite fielen mir aus meiner Hand.
Egal, was die da drinnen gerade machten oder in welcher Position, ich riss die Tür auf. Der Junge
zog sich gerade an und mein Onkel hatte sogar noch Blut am Finger. Mein Gott, nicht mal Gleitgel
hatten die beiden anscheinend benutzt. „So nötig habe ich es auch wieder nicht“, brüllte ich und
schlug die Tür zu.
Wütend ging ich in mein Zimmer und legte mich auf mein Bett. Verdammt, was dachte sich Jiraya
nur dabei?
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24. 23. Ein Augenblick
Narutos Sicht
Was war das grade? Wusste er es? Wieso war ich so unvorsichtig gewesen, ich hätte warten sollen
bis er schläft, dachte ich. So von Mensch zu Mensch betrachtet sah Sasuke ja richtig gut aus. Ich
hatte schon immer eine Vorliebe für schwarzes Fell. Ich schüttelte den Kopf. „Jiraya, wenn er das
erzählt, dann…müssen wir auf der Stelle verschwinden“.
„Das glaube ich doch jetzt einfach nicht“, sagte Jiraya halb entrüstet, halb ungläubig wie er es gesagt
hatte.
„Glaub es ruhig“, sagte ich und streifte seinen Overall ganz ab.
„Das ist es nicht“, sagte Jiraya. „Er muss einen Bruchteil unseres Gesprächs gehört haben“. Jiraya
sah mich an. „Den letzten vermutlich, als er dann hereinstürmte“.
„Ja eben, er will uns überhaupt nicht trainieren. Ich mache keinen Fehler zweimal, tut mir leid, wir
verschwinden sofort“, ich verwandelte mich.
„Warte, du verstehst das falsch“, sagte Jiraya schnell. „Sasuke hat mich mit dir gesehen, du warst
halb nackt, hast gesagt du machst es mit ihm. Mir zuliebe“. Jiraya sah mich an, aber ich wusste nicht,
was er meinte. Die Sache war doch klar. Oder sah Jiraya das anders? „Er glaubt, wir hätten es
miteinander getrieben und ich hätte dich gebeten, naja du sollst es auch mit Sasuke machen. Sex“,
fügte er hinzu, als er erkannte, dass ich ihn immer noch nicht verstand. Jiraya wurde rot und schüttelte
den Kopf. „Wieso denkt er das bloß? Er kennt mich doch. Ich verstehe wirklich nicht, wieso Sasuke
auf so etwas kommt“, Jiraya wurde wütend.
„Oh, ohhhhhhhh, aber klar doch“, kam mir die Erkenntnis. Gaara hatte uns doch erzählt, dass es bei
den Menschen zwei Männchen miteinander machten, wenn sie keine Kinder wollten.
Jiraya schien es ähnlich zu gehen. Auch ihm kam die Erkenntnis. „Oh, ohhhhhh, ich verstehe“, sagte
er und fing an zu kichern.
„Was gibt’s zu lachen?“ fragte ich genervt, „natürlich will ich keine Kinder mit dir Jiraya“. Ich nahm
die Karte ins Maul. Jiraya dagegen kicherte immer mehr und fiel sogar rücklings auf sein Bett.
Eigentlich hatte ich schon längst hinausspringen wollen, aber mir war nicht klar, was Jirayas seltsames
Verhalten zu bedeuten hatte.
„Ist schon gut“, lachte er. „Ich sage ihm, du hättest kein Interesse-hahaha“. Ich ließ die Karte wieder
fallen. „Natürlich habe ich kein Interesse“, knurrte ich. Dann nahm ich sie wieder und sprang aus
dem Fenster. „Diese verrückten Menschen“, brummte ich vor mich hin und beeilte mich um zur Hütte
zu kommen.
In der Hütte angekommen scharrten sich die anderen Mitglieder um mich, weil sie wissen wollten,
was ich da mitgebracht hatte. „Moment Leute, vorher muss ich euch noch was sagen“, hieß ich sie
zu warten. Als ich ihre Aufmerksamkeit hatte, erzählte ich, dass man, also Sasuke, von mir erwartet
hatte, das ich es mit ihm treiben werde. Anstatt Entrüstung und Mitgefühl sahen sie sich gegenseitig
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erstaunt an, und brachen anschließend in Gelächter aus. „Ihr also auch“, knurrte ich leise.
„Wieso nicht?“ lachte Kiba, er lag auf dem Rücken und seine Pfoten zuckten. „Ist ja eine Weile her,
oder?“ Die anderen lachten mit. Lee lief aufgeregt hin und her. „Dürfen wir zugucken?“ fragte er
interessiert.
Das war zu viel. „Zugucken, Lee?“ fragte ich gefährlich leise, und ging langsam auf ihn zu. Er wich
zurück. „Warum nur zugucken?“
Lee wich weiter zurück, während ich auf ihn zu marschierte. Er zog den Schwanz ein und winselte,
„was meinst du, Naruto“.
„Komm Lee“, meine Stimme klang nun auffordernd und lockend. „Dreh dich um, und nimm deinen
Schwanz beiseite, damit ich besser rankomme“.
Lee jaulte auf und rannte wie von der Tarantel gestochen zu Shikamaru hinter dem er sich auf den
Boden presste und ängstlich um Gnade winselte.
Nicht dass ich es ernst gemeint hätte, aber diese Reaktion war doch das Allerletzte. Ob sie zugucken
könnten.
„Hör schon auf“, brummte Shikamaru, „hört alle auf mit diesem Quatsch. Schlimm genug, das wir
kein Weibchen haben“. Das hatte gesessen. Sogar bei mir. „Also, was ist das?“
„Die Karte mit der Route für das große Rennen“, sagte ich. Ich versuchte sie auseinanderzurollen,
aber das war schwerer als gedacht. Wenn ich die eine Seite mit der Nase an schubste um sie aufzurollen,
rollte sie sich von der anderen Seite wieder zu. Also stellte ich eine Pfote darauf, und rollte sie mit
der Nase auf, aber so war die eine Hälfte von meiner Pfote verdeckt, die andere konnten sie wegen
meinem großen Kopf nicht sehen.
„Na gut, das hat Zeit, muss nicht sofort sein“, meinte Shikamaru, nahm die Karte und versteckte sie
auf seinem Platz. „Was hat er denn gesagt?“
„Die Strecke geht von hier los, bis nach Nome. Es müssten über 1000 km sein“, sagte ich.
„Was?“ „Wie sollen wir das denn machen?“ „Etwa an einem Tag, das ist sogar für uns unmöglich“,
rief das Rudel durcheinander.
„Nein, es gibt Punkte wo man rasten kann, schlafen, fressen und trinken“, erklärte ich. „Ach so ja,
wir müssen wohl mit Sasuke trainieren, bis Jiraya es kann“.
Choji drehte sich und jagte seinen Schwanz vor Freude. Was fand er an diesem Typ nur? Aber ich
dachte im Moment an etwas anderes und sprang die Strohballen hoch, bis zu der Fensteröffnung.
„Wir führen Jiraya zum Sieg“, sagte ich, „aber dann….“ Ich sah nach unten. Alle sahen mich
interessiert an. „Dann müssen wir ein Weibchen finden, wenigstens eines, sonst wird es dieses Rudel
nicht mehr lange geben“.
„Vielleicht finden wir auf der Strecke eines“, meinte Gaara.
Shikamaru sah zu Gaara. „Es ist unwahrscheinlich, dass wir ein Weibchen finden, das zu keinem
Rudel gehört“.
„Und was bedeutet das?“ wollte Choji wissen.
„Na, das wir das andere Rudel bekämpfen müssen, Idiot“, knurrte Gaara.
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„Nicht während dem Rennen“, sagte ich. Shikamaru stimmte mir zu.
„Und wieso nicht“, wollte Gaara wissen.
„Ganz einfach, weil wir das nicht unbeschadet überstehen, und wenn das andere Rudel selbst nur ein
Weibchen hat, geht es sowieso nicht. Dann sind die nämlich nicht mehr lange ….“
„Und wenn schon“, unterbrach Gaara Shikamaru. „Was geht uns ein anderes Rudel an?“
Shikamaru knurrte, Gaara genauso. Sie schlichen umeinander herum, und knurrten immer lauter.
Gerade als sie aufeinander losgehen wollten, öffnete sich die Tür. Sasuke stand da, mit einer Lampe
in der Hand.
„Was ist hier denn los? Seid ihr verrückt geworden? Es ist genug Nahrung und Platz für alle da“.
Gaara verzog sich in seine Ecke. Ich sah von oben zu Sasuke. Zu schade, dass er kein Weibchen ist,
dann wären alle Probleme gelöst, dachte ich. Sasuke sah hoch zu mir. Es war ein seltsamer Augenblick.
Dachte er das Gleiche?
Sasukes Sicht
Ich konnte nicht schlafen. Und das lag nicht am Mond. Vermutlich hatte ich meinen Onkel
missverstanden. Ich war schließlich noch nicht so lange hier, dass er befürchten musste, ich würde
notgeil sein. Wahrscheinlich war etwas anderes gemeint. Vielleicht im Zusammenhang mit den
Wölfen. Schließlich hatte er gesehen, dass ich überhaupt nicht klargekommen war. Und das sich das
von heute auf morgen änderte, war auch nicht zu erwarten.
Im Gegenteil. Naruto war wieder vertraulich zu mir gekommen, hatte sich sogar auf mich gelegt und
mir dann wieder den Rücken gekehrt. Vielleicht kam der Junge besser mit ihnen zurecht, wer weiß,
vielleicht hatte mein Onkel sie sogar von ihm gekauft. Und er sollte nur ein paar Fahrten gemeinsam
mit mir machen.
Das würde aber auch bedeuten, dass ich ihn wiedersehen würde. Mein Herz schlug wieder schneller.
Entweder er wohnte in der Nähe, oder übernachtete hier. Hier im Haus. Ich lauschte, ob ich etwas
von ihm hörte.
Nein, leider nicht. Möglicherweise schlief er schon. Wahrscheinlich. Gegangen war er nicht.
Jedenfalls hatte ich nichts davon mitbekommen, aber das konnte auch daran liegen, dass ich vor Wut
mehrere Male meine Tür zugeschlagen und dagegen getreten hatte. Wie kam mein Onkel nur an so
einen Jungen? Ich lauschte wieder, auf irgendetwas, Schritte in die Küche oder zur Toilette. Ich
erinnerte mich auch wieder an das Blut, das mein Onkel an den Fingern gehabt hatte.
Er hatte keine Ahnung, wie man mit einem Jungen umzugehen hatte. Vielleicht hatte er nun
Schmerzen? Plötzlich hörte ich Geräusche aus der Hütte. Das klang nach Streit. Ein verletztes Tier
hätte nun gerade noch gefehlt.
Ich zündete meine Lampe an und ging hinunter. Dabei hielt ich Ausschau nach ihm. Wie sein Name
wohl war? Zu gerne hätte ich ihn gerufen.
Na ja, entweder schlief er, oder war nicht mehr da, aber mein Gefühl sagte mir, er war noch da. Nur
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wo?
Da half alles nichts, beim Frühstück würde ich ihn sehen, jetzt musste ich mich beeilen, denn das
Knurren wurde immer lauter.
Gerade rechtzeitig kam ich um Gaara und Shikamaru auseinanderzutreiben. Hoch oben am Fenster
thronte Naruto. Ich musste einfach hinsehen. Was für ein Bild. Dieses prächtige Tier da oben, und
hinter ihm der Mond. Von seinen Augen ging eine seltsame Sehnsucht aus, so sehr, dass sie mich
erregte. Eine Erektion nur durch den Anblick eines Wolfes zu bekommen, das war ganz sicher nicht
normal. Nur war mir das im Moment egal. Es war ja nicht so, dass ich vorhatte, mit diesem Tier
irgendwie etwas zu machen. Dennoch ging von ihm eine animalische Anziehungskraft aus, der ich
mich nicht entziehen konnte.
Dieser merkwürdige Augenblick wurde unterbrochen, als ich sah, dass sein Atem schwerer wurde,
und er hechelnd seine Zunge herausfallen ließ. Dieses Tier starrte mich an, und war erregt, genauso
wie ich. Ein echter Schock. Fast hätte ich die Lampe fallen lassen. Ich beeilte mich aus der Hütte zu
kommen, schlug die Tür zu und rannte zum Haus. Vor der Tür stand ein Fass mit Eiswasser. Dort
stellte ich die Lampe auf den Boden und stecke meinen Kopf hinein. Es stand nahe genug am Haus,
das es nicht gefroren war. Ich zog keuchend meinen Kopf wieder heraus. Es tat verdammt weh, aber
es verfehlte seine Wirkung nicht.
Was auch immer eben passiert war, es durfte niemand davon erfahren, und es durfte niemals wieder
vorkommen.
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25. 24. Shikamaru greift ein
Shikamarus Sicht
Vom ersten Augenblick an, als Sasuke und Naruto sich begegnet waren, lag eine seltsame und fast
unerträgliche Spannung in der Luft, die wir alle spürten. Ich konnte sie nicht richtig zuordnen, es
fühlte sich so ähnlich an, wie wenn zwei Rudelführer kurz vor dem Kampf standen, bereit aufeinander
loszugehen, und bis zum Tod zu kämpfen. Und trotzdem war es anders.
Naruto würde sich immer für sein Rudel entscheiden, ganz egal um was es ging. So wie er auch
gestern entschieden hatte, das wir auf der Reise zwar Ausschau nach Weibchen halten, aber zuerst
das Rennen beenden würden. Wegen Jiraya, der zwar ein Mensch, aber von Naruto dennoch als
Mitglied akzeptiert worden war.
So wie er entschieden hatte, dass wir schlussendlich nur dann kämpfen würden, wenn ein Rudel
mindestens zwei Weibchen hatte, für das Endziel der Erhaltung unserer Art. Er würde kein anderes
Rudel dem Untergang weihen, weil die Menschen uns unsere Zukunft genommen hatten, durch die
Ermordung von Hinata und den Jungwölfen.
Und gestern Abend war diese Spannung ganz besonders schlimm gewesen. Schlimmer denn je zuvor
und ich schwöre bei meinem Leben, hätte Sasuke sich plötzlich in einen Werwolf verwandelt und er
und Naruto wären aufeinander losgegangen, ich hätte mich nicht gewundert. Selbst heute Morgen
lag sie noch im Raum. Sie sahen sich nicht mal an.
Aber ich hatte gestern Abend schon eine folgenschwere Entscheidung getroffen. War sie ein Fehler
so konnte ich mich vom Rudel abseilen, wenn nicht würde sie manches Problem lösen.
Naruto dagegen konnte es nicht tun, denn er konnte sich nicht allein aus dem Staub machen, wir
würden ihm immer und überall hin folgen und gemeinsam mit ihm kämpfen.
Sasukes Sicht
Nach dem gestrigen Abend hatte ich mich entschlossen, meinen Onkel nicht auf den fremden Jungen
anzusprechen, obwohl ich ständig an ihn dachte. Er war heute Morgen weder aus dem Haus gegangen,
noch hatte er beim Frühstück gesessen. Also schien er nicht mehr da zu sein. Wie üblich brachte ich
also den Wölfen ihr Fressen in die Hütte, und beeilte mich wieder rauszukommen. Es war mir viel
zu peinlich, ich konnte nicht vergessen, was gestern passiert war, ich wusste nicht wie ich mich
verhalten sollte, und ich war nicht in der Lage dem Leitwolf auch nur in die Augen zu sehen. Es tat
mir zwar um Choji und Kiba leid, die beide herkamen um sich von mir streicheln zu lassen, aber
wenn ich dort blieb, musste ich auch ihn sehen, und im Moment konnte ich das einfach nicht ertragen.
Ich würde die beiden später streicheln, nach meinem nächsten Fiasko, mit dem Hundeschlitten. Wenn
wir nicht in dieser Hütte waren.
So wie gestern bereitete ich also alles vor und rief dann nach meinem Onkel. Er kam gutgelaunt mit
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einem Buch in der Hand aus dem Haus. „Onkel, du willst lesen?“ fragte ich verblüfft.
„Ja, endlich komme ich mal dazu“, lachte er und wedelte mir mit dem Buch zu. Ich erkannte, dass
es gar kein Buch war, sondern ein dickes Heft, mit Bildern von nackten Frauen, die er so mochte.
Unwillkürlich erinnerte mich das natürlich wieder an gestern. Ich schüttelte den Kopf.
„Glaubst du etwa, heute würde es länger dauern?“
„Lass dich überraschen, Sasuke, lass dich überraschen“.
Mist, manchmal fühlte ich mich richtig unwissend, wenn er sich so benahm. Also gut, dann wollen
wir mal sehen, wer überrascht sein wird.
Ich öffnete die Tür zur Hütte und rief „On by“. Sofort kamen alle heraus und stellten sich schon mal
auf ihre Position. Gut, mein Onkel könnte Recht behalten. Zuerst legte ich allen anderen das Geschirr
an, weil ich erwartete, dass es mit Naruto einen kleinen Kampf geben würde, aber der hielt auch still.
„Launisches Vieh“, wollte ich ihn provozieren, aber er streckte nur seine Schnauze in die Luft, als
wolle er sagen, leck mich doch. „Ph, mir soll es recht sein“, sagte ich.
Ich stellte mich auf die Kufen und nahm die Leinen in die Hand. Dann rief ich Go. Der Schlitten
setzte sich in Bewegung. Fast gleitend, ohne jeden Ruck, hatten die beiden hinteren Tiere, Gaara und
Choji den Schlitten in Gang gebracht. Ganz gemütlich trabten sie nun zu zweit nebeneinander her.
Es war eine Freude. Ich sah zu meinem Onkel und lachte. Er nickte mir lächelnd zu. „Gee“, rief ich,
und die Wölfe bogen sofort nach rechts ab, auf die größere Fläche zu. Dort gab ich ihnen Tempo,
und ich hatte den Eindruck, als würden sie die Fahrt genauso sehr genießen wie ich. Und trotzdem,
eine Sache war da.
Ich zog ohne lautes Kommando an Shikamarus Leine, die Wölfe behielten die Richtung bei. Dann
zog ich ohne lautes Kommando an Narutos Leine, er wechselte die Richtung und die anderen taten
es ihm sofort nach. Aber das bedeutete auch, wenn dem Leitwolf etwas passieren würde, sollte er
krank werden oder sich verletzen, war das ganze Team unbrauchbar. Darüber musste ich mit meinem
Onkel unbedingt sprechen.
Nichtsdestotrotz, ich konnte sehr wohl erkennen, dass diese Wölfe sehr stark und ausdauernd waren
und durchaus eine reale Chance bei dem Rennen hatten, selbst wenn die anderen Teams mit 12 oder
mehr Hunden am Start waren. „Haw Come“, rief ich schließlich. Wir machten kehrt und ich ließ
ihnen nochmal Leine, so dass sie durchstarten konnten. Bei der Hütte angekommen war ich ziemlich
aus der Puste, die Tiere dagegen hatten noch jede Menge Energie. Ich musste lachen. Einen nach
dem anderen machte ich los, und gab dabei jedem seine Streicheleinheiten, auch Naruto. Zum Glück
hatte der kalte Wind meinen Kopf wieder freigeblasen.
Diesmal war ich es, der den Wölfen zuerst ihr Futter bringen wollte, bevor wir zu Mittag aßen, aber
mein Onkel hielt mich davon ab. Ich sollte nur die Tür öffnen, und sie jagen gehen lassen.
„Aber Onkel“, entgegnete ich, „sie sind doch zahm und es überhaupt nicht gewöhnt, zu jagen. Ich
habe sie so lange rennen lassen, sie werden sicher Hunger haben“. Er wischte meinen Einwand mit
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einer Handbewegung beiseite. Dieser alte Sturkopf.
Ich nahm heimlich ein paar Fleischbrocken mit und ging zur Hütte. Dort öffnete ich die Tür, und die
ersten Tiere kamen mir auch schon entgegen. „Na? Habt ihr Hunger? Ich habe euch besonders leckere
Stücke mitgebracht, ihr ward einfach nur fabelhaft“, sagte ich und warf ihnen das Fleisch auf den
Boden, so dass sie es sich holen konnten. Sie beachteten es zuerst nicht und kamen zu mir, so dass
ich sie kraulen konnte, dann liefen sie hinaus.
„Häh?“ Was war das denn jetzt? Sie tobten sich auf der Schneebahn aus.
Na gut, dachte ich, wenn sie jetzt keinen Hunger hatten, sollten sie eben später fressen, und ging
wieder ins Haus.
Beim Mittagessen fand ich auch die passende Gelegenheit, auf den Schwachpunkt des Teams zu
kommen. Aber mein Onkel kannte den schon. „Tja, wenn das passiert, werde ich aufgeben müssen,
Sasuke“, seufzte er.
„Hm, ja, aber ist kein anderes Tier in der Lage, das Rudel zu leiten, sollte Naruto ausfallen?“
„Leider nicht, hoffen wir einfach, dass nichts passiert“.
„Das hoffe ich selbstverständlich auch nicht“, beeilte ich mich zu sagen, nicht das er mich noch falsch
verstand.
„Das weiß ich doch“, mein Onkel strahlte mich an. Er sah plötzlich aus wie früher, als ich noch ein
kleiner Junge war, und ich wurde ganz sentimental.
„Hör mal, Onkel, ich bin so froh, dich glücklich zu sehen, und wenn das etwas mit dem Jungen von
gestern zu tun hat, dann…ist es auch okay“.
„Hat es, hat es, aber nicht so wie du denkst, Sasuke“, lachte er.
Spät am Abend saß ich noch auf den Treppenstufen und sah mir den Himmel an. Ich konnte verstehen
aber nicht beschreiben, warum die Menschen die hier lebten so glücklich waren und nicht wegwollten.
Kurz sah ich auch zur Hütte rüber. Dort war auch schon alles ruhig. Ich lächelte, stand auf, nahm
meinen Untersetzer, damit mir nicht mein Arsch abfror und ging ins Haus. Meinen Onkel hörte ich
ein wenig schnarchen. Aber ich war auch müde und machte mich auf in mein Zimmer.
„Jeder Tag sollte so sein“, sagte ich laut vor mich hin, während ich mich auszog. „Finde ich auch“,
sagte eine Stimme. Ich fuhr herum. Aus der dunklen Ecke löste sich ein Schatten. Ich sprang auf und
rief „Wer ist da, komm raus“. Der Schatten löste sich ganz aus der Ecke zwischen der Wand und dem
Schrank. Es war ein dunkelhaariger Junge.
Ich war ganz durcheinander. Was machte dieser Junge hier, wie hatte er sich hereingeschlichen.
„Wer bist du und was willst du?“
„Na, ich bin es, Shikamaru, der Navigator, ich hätte da mal ein paar Fragen, wegen der Route“, sagte
er und zog unsere Karte hervor.
Ich blieb stumm.
„Was ist? Noch nie einen Werwolf gesehen?“ fragte er und hielt mir die Karte unter die Nase.
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[img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/17/Alaska_iditarod_route.png/580px-
Alaska_iditarod_route.png[/img]
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26. 25. Reaktionen
Sasukes Sicht
Ich konnte gar nicht glauben was Shikamaru oder wer immer das auch war sagte. „Du bist ein
Werwolf?“ fragte ich deshalb noch mal nach. „Ja ich bin einer und die anderen sind es auch.“
„Aber Werwölfe gibt es doch gar nicht oder?“ „Doch uns gibt es aber jetzt will ich mit dir über Naruto
reden.“ „Warte mal ich dachte du willst mit mir über die Route sprechen.“ „Oh bitte, wenn ich mit
jemanden über die Route reden will dann wohl mit Jiraiya.“ „Und der Junge bei Jiraiya war dann
auch einer von euch.“ „Ja der Junge war Naruto und genau deshalb will ich mit dir reden.“
Ich setzte mich auf m mein Bett. Das war gerade alles zu viel für mich. „Okay ich versteh das nicht
so ganz.“ „Vielleicht sollte ich dir alles von Anfang an erzählen.“ Shikamaru setzte sich zu mir aufs
Bett. „Wir lebten nicht immer bei Jiraiya. Wir lebten ungefähr 1000km vom Dorf entfernt. Hinata
Narutos Gefährtin erwartete Jungen. Aber dann haben uns Menschen vom Dorf angegriffen. Hinata
ist bei dem Kampf gestorben. Dann sind wir hier her gezogen. 2 Monate blieb alles ruhig. Doch dann
kam Jiraiya. Er fragte uns ob wir für ihn Arbeiten wollen. Zuerst waren wir nicht davon begeistert.
Aber wir willigten ein. Er trainierte uns und brachte uns alles bei. Irgendwann war er einer von uns
und wir zogen zu ihm. Na ja den Rest kennst du ja. Als du zu uns kamst, haben wir sofort eine Gewiss
Atmosphäre gespürt. Aber seit Gestern ist dieses Gefühl schlimmer geworden.“
„Okay ich glaub ich hab jetzt alles Kapiert.“ „Gut jetzt will ich wissen was mit die und Naruto ist.“
„Tja das ist ne gute frage. Wenn ich ehrlich bin hab ich keine Ahnung was da abgeht. So was hab ich
noch nie zuvor Gefühlt.“ „Na ja vielleicht ist es jetzt besser, da du ja jetzt weißt das wir eigentlich
Werwölfe sind.“ „Ich kanns immer noch nicht glauben. Ich dachte immer es würde euch nicht geben.
Und plötzlich gibt es euch doch.“ „Äh was das angeht wollte ich nur sagen, dass du es bitte für dich
behalten sollst.“ „Ähm okay ich sags nicht weiter.“
Shikamarus Sicht
Na ja ich bin jetzt nicht wirklich weiter gekommen. Aber es ist trotzdem gut gelaufen. Sasuke hat es
ziemlich gut verkraftet. Ich ging wieder raus und verwandelte mich dort in einen Wolf. Dann ging
ich wieder zur Hütte. Ich sollte es denn anderen sagen. Sie werden Sasukes merkwürdiges Verhalten
bestimmt bemerken. Aber ich wollte zuerst mit Naruto allein sprechen. Er saß gerade auf einem
Strohballen. Ich trotte zu ihm. „Kann ich mit dir reden.“ „Ja.“ Er sprang vom Strohballen. „Was gibt
es denn?“ wollte er nun wissen. „Ich hab Sasuke alles erzählt.“ Naruto sprang auf und knurrte mich
an. „Du hast was?!“ „Ich musste das tun. Er hätte es sowie so bald erfahren. Vergiss nicht er hätte es
sogar fast gestern heraus gefunden.“ „Sag mal spinnt du hast du ne Ahnung was jetzt los ist. Was ist
wenn er uns was antun will oder es denn Dorfbewohnern sagt.“ „Er hat mir sein Wort gegeben das
er nichts sagt. Und ich glaub auch nicht das er uns was antun will.“ „Ach ja und warum bist du dir
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so sicher.“ „Er ist Jiraiya ähnlich. Und er hatte auch keine Angst als er erfuhr das wir Wölfe sind.
Im gegen teil er hat uns ganz normal behandelt.“ „Shikamaru du kennst die Menschen und du weißt
wie sie Reagieren!“ „Nein Naruto ich weiß nur wie sie Reagieren können. Jiraiya hat doch auch
anders Reagiert.“ Plötzlich kam Naruto ganz nah zu mir. Unsere Nasen berührten sich schon fast.
„Wenn ich merken sollte das Sasuke irgendetwas im Schilde führt. Wenn ich merke das er uns was
antun will, wirst du zur Verantwortung gezogen. Verstanden!“ „Ja ich habe es Verstanden.“
Jetzt rief Naruto die anderen zu uns. Er sagte ihnen, dass Sasuke jetzt wusste das wir Werwölfen
sind. Die anderen waren überhaupt nicht begeistert. Gaara wollte sich sogar schon aus dem Staub
machen. Aber Naruto hielt ihn auf. Naruto wollte Jiraiya zu liebe bleiben. Außerdem würde Sasuke
eh nicht mehr lange hier sein. Also beschlossen wir hier zu bleiben. Auch wenn es den meisten nicht
passte. Choji war aber der Meinung das Sasuke immer noch Lieb zu uns sein wird.
Naruto sagte uns aber noch das wir uns fürs erste zurückhalten.
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27. 26. Der Tag nach der Wahrheit
Narutos Sicht
Am Morgen brachte Sasuke wie gewöhnlich das Rind, aber wir hatten eigentlich alle den Magen
voll, von der gestrigen Jagd. Verschwendung, ich würde das Jiraya dann noch sagen, dachte ich bei
mir. Schließlich kostete es ihn ja sein Geld, auch wenn ihm das egal war, sobald es um uns und unser
Wohl ging.
Shikamaru hatte uns gestern gesagt, dass er Sasuke über unser wahres Wesen aufgeklärt hatte, kurz,
er wusste, dass wir Werwölfe waren. Genau wusste ich es nicht, aber ich hatte immer gedacht, der
einzige Grund, warum es uns überhaupt noch gibt ist der, dass die Menschen nicht an unsere Existenz
glauben. Und bisher war es so gewesen, das falls wir entdeckt wurden, den davonlaufenden Menschen
getötet hatten. Unser Rudel zwar nicht, aber ich wusste es von den seltenen Begegnungen mit anderen
Rudeln. Es ging dabei nicht darum, dass sie ihn nicht weglaufen lassen wollten, oder dass sie
mordlüstern waren, es ging darum, dass er nicht mit anderen Menschen zurückkommen sollte, um
das entdeckte Rudel auszulöschen.
Nicht, das mir so etwas gefiel, ich gab eher dem entsprechenden Rudel die Schuld, weil es so
unaufmerksam gewesen war. Aber leider war das dennoch schon vorgekommen. Tja, und nun das.
Shikamaru war hingegangen und hatte Sasuke gesagt, oh hi Sasuke, sieh mal, ich bin ein Werwolf
und nicht nur ich, die anderen auch, es gibt uns, hurra. Oder etwas in dieser Art.
Wie gesagt, wir hatten keinen Hunger und auch die anderen waren unsicher, also blieben alle auf
ihren Plätzen, sogar Choji, obgleich er Sasuke vertraute. Aber Choji blieb wohl eher dort wo er war,
weil ich wollte, dass wir abwarten und uns zurückhalten. Ich dagegen wäre so oder so auf meinem
Platz geblieben, ich wollte ihn und seine Reaktionen, sein Benehmen uns gegenüber genau im Auge
haben, um abschätzen zu können, ob uns eventuell Gefahr drohte. Shikamaru wedelte schwach mit
dem Schwanz, als er Sasuke sah und der lächelte ihn an. „Na, gut geschlafen, Shikamaru? Ich hoffe
es mal“. Dann sah er zu Choji, der auch anfing ein bisschen mit seinem Schweif zu wedeln. „Morgen
Choji, keinen Hunger heute?“ Er lachte ein wenig gekünstelt.
Kurz, Sasuke stand allein dort mit seinem Rind und schien auch nicht genau zu wissen, wie er sich
verhalten sollte. Immerhin hatte er es nicht in die Hütte geworfen und war davon gerannt.
Schweigend blieb er stehen, ich fragte mich schon warum, als er plötzlich den Kopf hob und zu mir
drehte um mich anzusehen. Er schien etwas sagen zu wollen. Verlegen sah er dann auf den Boden
und kratzte sein schwarzes Kopffell, obwohl er doch eine Mütze trug. Ich hob den Kopf. Warum
kratzte er sich oder besser, warum kratzte er seine Mütze, obwohl das doch sinnlos war?
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Ich spannte meine Muskeln an und nahm ihn misstrauisch genauer unter die Lupe. Ich konnte nichts
entdecken, was nach einer Waffe aussah. Selbst wenn er unter der Mütze ein Messerchen versteckt
hatte, er glaubte nicht ernsthaft, damit etwas ausrichten zu können, oder?
Aber Menschen waren oft seltsam, besonders irritierend wurde ihr Verhalten, wenn sie Angst hatten.
Allerdings konnte man Angst riechen, also das war es auch nicht.
Warum stand er dort rum, wollte was sagen und sagte nichts? Es fing an, mir auf die Nerven zu gehen.
Aber ich hatte keine Alternative. Würde ich runterspringen und ihm zu knurren, das er abhauen sollte,
würde er vielleicht zu seinem Onkel rennen und behaupten, ich hätte ihn angreifen wollen. Als Mensch
würde ich mich ihm ganz sicher nicht entgegen stellen, um ihm das zu sagen, denn dann fehlte mir
meine Kraft als Wolf, und er könnte mir eins über den Schädel ziehen und mich mal eben in eines
dieser Hundeheime bringen, oder an Ärzte verkaufen.
Beides glaubte ich aber nicht wirklich. Jiraya kannte uns, mehr noch, er war einer von uns, er würde
uns zuerst fragen, was los war, und letzteres traute ich Sasuke nicht zu.
Th, bedeutete das etwa ich vertraute ihm?
Nein, nein, ganz sicher nicht. Er liebte seinen Onkel, oder nicht? Also würde er ihm uns nicht
wegnehmen wollen, also was wollte er dann?
Geh endlich, dachte ich.
Sasuke blieb und starrte mich an. Ich blieb auch auf meinem Platz und starrte ihn an. Er redete aber
dennoch nicht, also drückte ich meinen Körper auf den Heuballen, um zu zeigen, dass ich ihn nicht
anspringen wollte, und knurrte leise aber stetig vor mich hin.
Sasukes Sicht
Ich lag auf meinem Bett und dachte nach. Das was mir Shikamaru erzählt hatte, war nicht einfach
zu schlucken. Sollte ich normalerweise nicht loslaufen, und die Männer im Dorf zusammentrommeln?
Sollte ich nicht meinen Onkel auch gegen dessen Willen in Sicherheit bringen, da er anscheinend
verrückt war, und hier mit Werwölfen zusammenlebte? Würde ein normaler Mensch nicht so handeln?
Ein normaler Mensch. Ja.
Ich dachte an das, was Shikamaru mir erzählt hatte. An Narutos Gefährtin, die trächtig gewesen war.
Ich überlegte, wie ich mich fühlen würde, an seiner Stelle. Würde ein normaler Werwolf dann noch
in der Lage sein einem Menschen zu vertrauen? Trotzdem hatte er uns, oder besser Jiraya als
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Stellvertreter sozusagen, eine zweite Chance gegeben.
Und plötzlich ergab so vieles endlich einen Sinn. Mein erstes Aha-Erlebnis hatte ich, als ich von
Onkel Kenny erfuhr, dass es Wölfe sind und keine Hunde. „Einen Befehl ausführen kann jeder Hund,
aber wer den Stolz eines Wolfes besitzt, der sollte ihn auch zeigen“. So oder so ähnlich hieß es. Und
das taten sie, lachte ich in mich hinein.
Das zweite Aha-Erlebnis hatte ich natürlich, als ich von Shikamaru erfuhr, dass es Werwölfe sind
und keine Wölfe.
Hoffentlich war´s das jetzt, dachte ich mir insgeheim.
Und der Junge bei meinem Onkel war Naruto. Ich schämte mich jetzt für meine Gedanken. ‚Wie
jemand wie Jiraya an so einen bildhübschen Jungen herangekommen war‘. Und auch, für gewisse
perverse Gedanken und Phantasien, die ich meinem Onkel angedichtet hatte. Das dringende Bedürfnis
mich dafür zu entschuldigen, überkam mich. „Nur dir zuliebe Jiraya“, hatte er gesagt, also darum
war es am nächsten Tag so gut gelaufen, ich lachte leise.
Und Shikamaru hatte noch von einer seltsamen Atmosphäre gesprochen, und von jenem Abend. Sie
hatten es alle bemerkt, es war keine Einbildung gewesen von mir, oder reine Müdigkeit. Gut, das er
gekommen war, danke Shikamaru, und danke für dein Vertrauen.
Nun ja eines war klar, heute Nacht würde ich mit Sicherheit kein Auge zumachen. Ich drehte mich
auf den Bauch und wollte über meine Gefühle für Naruto nachdenken. Ich hatte es ja schon gesagt,
dass ich vorher noch nie so gefühlt hatte, dachte ich und schlief ein.
Und jetzt stand ich hier, und alle blieben auf Abstand. Anscheinend hatte Shikamaru einen Alleingang
gestern veranstaltet. Ich wollte ihn irgendwann mal fragen, warum er das Risiko eingegangen war.
Ich sah zu ihm hin, und sprach ihn an. Er hatte keine Verletzung wie ich sehen konnte. Das erleichterte
mich.
Ich blieb eine ganze Weile, ich wollte nicht einfach gehen, als sei nichts geschehen. Naruto fing an
zu knurren, okay höchste Zeit das ich endlich den Mund aufmachte.
„Ihr alle wisst, was ich jetzt weiß. Ich habe ein Versprechen gegeben, das ich halten werde, komme
was da wolle“, begann ich. Naruto hörte auf zu knurren und sah mich ein wenig, nun freundlicher
wäre das falsche Wort, anders an. „Ich habe auch gehört, was passiert ist, ich meine, was für
Erfahrungen ihr mit uns gemacht habt, darum bin ich wirklich dankbar“, fuhr ich fort um dann wieder
direkt Naruto in die Augen zu sehen, das hatte ich so geplant, ich hoffte, ich würde bei dem Jungen
gut ankommen damit, „das ihr euch so gut um meinen Onkel gekümmert habt. Ich meine, mir ist
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klar, das ihr das nicht für mich getan habt, aber trotzdem – danke“.
Damit ging ich. Wenn das kein cooler Abgang war…
Vor der Hütte blieb ich stehen und verschränkte die Arme, vielleicht sollte ich ein Buch schreiben,
„Wie flirte ich mit einem Werwolf“, überlegte ich zufrieden.
Narutos Sicht
Die Tür schloss sich hinter Sasuke und ich entspannte mich.
„Endlich ist er weg“, seufzte ich.
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28. 27. Die Konkurrenz
Jirayas Sicht
Vor drei Wochen hatte Sasuke von Shikamaru erfahren, was genau meine Wölfe so besonders machte.
Wie von meinem Neffen erwartet, hatte er wohl einmal schlucken müssen, aber war damit
klargekommen. Seit dieser Zeit, war das Verhältnis zwischen Naruto und Sasuke sozusagen an einem
toten Punkt. Naruto ließ sich gut trainieren von Sasuke, aber ging ihm ansonsten aus dem Weg. Das
aber auch wieder nur soweit, das er ihn wie ein Luchs beobachten konnte. Sasuke dagegen fühlte
sich ungerecht behandelt, weil ihm Naruto einen Verrat zutraute. Ich konnte sie beide verstehen. Bei
Naruto wusste ich nicht, ob nicht auch Schuldgefühle noch eine Rolle spielten, aber er war
offensichtlich nicht gewillt auch nur das geringste Risiko einzugehen, was sein Rudel in Gefahr
bringen könnte. Ich wusste von den anderen, dass er damals eigentlich anders entschieden hatte, aber
sich von seiner Gefährtin überreden ließ, noch zu warten und mit den Menschen geduldig zu sein.
So war es überhaupt zu der ganzen Tragödie gekommen. Nun ließ er sich nichts mehr sagen, oder
gut zureden, Sasuke auch nur eine Chance zu geben.
Stattdessen wollte er sich lieber selbst sein Bild machen. Es war gut, das Shikamaru Sasuke aufgeklärt
hatte, aber nur deshalb weil zwischen Sasuke und Naruto etwas, vom ersten Augenblick eigentlich
schon, im Gange war, das ich im Normalfall als Liebe auf den ersten Blick bezeichnet hätte. Nun
sah es eher danach aus, als sei dieser Schuss nach hinten losgegangen, Naruto beobachtete Sasuke
aus der Ferne, und behielt jede seiner Bewegungen aufmerksam und misstrauisch im Auge. Mein
Neffe dagegen schien sich nach Shikamarus Besuch etwas anderes erhofft zu haben, und seine Launen
wechselten ständig. Manchmal fluchte er, wegen ihm, dann wieder überlegte er sich, ob er ihm den
Hof machen sollte, es konnte passieren, dass er stundenlang am Fenster stand und seufzte, wie ein
verliebtes Schulmädchen.
Inzwischen bedauerte selbst Shikamaru seine Entscheidung schon als einen Fehler, aber ich konnte
ihn beruhigen. Ich versuchte ihm begreiflich zu machen, dass wir nichts für die beiden tun könnten.
Die Lage und die Umstände waren einfach zu kompliziert, egal wie sehr wir helfen wollten, wir
mussten in diesem Falle der Natur ihren Lauf lassen und einfach auf ein gutes Schicksal hoffen.
Viel mehr, als der misstrauische Rudelführer und der verliebte Neffe machte ich mir Sorgen, wegen
der anderen Teilnehmer. Schließlich hatte auch ich meine Erfahrungen gemacht, und ich beobachtete
die anderen wahrscheinlich ganz genauso, wie Naruto Sasuke. Seit ich mich in der Liste der
Rennteilnehmer eingetragen hatte, kam erst einer um mein Team zu sehen, dann immer mehr. Sie
standen um die Schneebahn herum und nahmen die Zeit, die meine Wölfe brauchten, um 100 km
oder mehr zurückzulegen. Manche schlugen sogar ihre Zelte auf, einige waren gar dreist genug,
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Naruto und sein Rudel nicht nur zu fotografieren, sondern sogar messen und wiegen zu wollen, aber
Sasuke vertrieb sie sofort. Es wurde immer klarer, das man uns als Gegner sehr ernst nahm. Dazu
kam noch, dass sie durch das Training immer schneller, flüssiger liefen und auch als Schlittenteam
immer mehr zusammenwuchsen. Auch war meine Verletzung inzwischen vollkommen ausgeheilt,
aber ich humpelte ihnen nach wie vor mit schmerzverzerrtem Gesicht etwas vor, und überließ allein
Sasuke das Training.
Am meisten Sorgen machte ich mir wegen Old Chicken, der vorher schon immer den zweiten Platz
belegt hatte, und den ersten in den letzten Jahren in denen ich aufgrund meines Verlustes nicht mehr
teilgenommen hatte. Und das hatte er infolge. Ich wollte mit den anderen darüber reden, auch mit
Sasuke, was es erforderlich machte, das die Wölfe in menschlicher Gestalt erschienen. Diese
Besprechung hätte ich gerne im Haus abgehalten, aber da wir ständig unter Beobachtung standen,
blieb uns nichts anderes übrig, als uns in der Hütte zu treffen.
Sasuke benutzte die Gelegenheit, sich Hoffnungen zu machen. Er duschte sich ausgiebig, suchte
seine besten Kleider aus, fragte mich wie er aussah, nur um sie dann wieder zu wechseln, er erinnerte
mich an diesem Nachmittag sehr an eine verliebte Frau die ihr erstes Date hatte. Es ließ meine Sorgen
kurzfristig Sorgen sein, und war gespannt, was Naruto wohl für Kleidung haben wollte. „Warme“,
war die knappe Antwort. Ich suchte ihm trotzdem Kleider aus, von denen ich wusste, sie würden ihm
gut stehen.
Am Abend humpelte ich neben einem gestriegelten Sasuke, dem ich mit Mühe hatte ausreden können,
einen Blumenstrauß mitzunehmen, zur Hütte. In der Hütte war es sehr angenehm. Es war schön
warm, die Lampen brannten, und verbreiteten eine gemütliche, ja auch wirklich romantische
Atmosphäre. Und die Jungs waren allesamt schön anzusehen. Nicht das ich auf Jungs stand. Naruto
saß diesmal auch nicht auf seinem Beobachtungsposten, sondern mit den anderen gemeinsam im
Kreis. Ich hatte ihm eine orangene Hose gegeben, dazu Turnschuhe, und einen blauen Pullover der
sehr gut zu seinen Augen passte. Er war etwas dunkler, dadurch und auch durch das Laternenlicht
kamen seine goldblonden Locken besonders gut zur Geltung. Neben mir sog Sasuke scharf die Luft
ein. Ich musste ihn nicht ansehen, um zu wissen, wen er im Visier hatte.
Mein Team hatte zwei Plätze direkt zwischen ihnen freigehalten. Wir saßen also nicht getrennt, oder
auf der einen Seite die Wölfe und auf der anderen Seite wir Menschen. Rechts neben mir saß Naruto,
neben Naruto saß Shikamaru, neben diesem Kiba, neben Kiba Choji, neben Choji Sasuke, neben
Sasuke Lee, neben Lee Gaara und daneben dann wieder ich. Mit anderen Worten Naruto und Sasuke
saßen sich beinahe gegenüber. Leider kam ich nicht an ihn heran, sonst hätte ich ihm einen Tritt
verpasst, denn anscheinend merkte er nicht, wie er Naruto anstarrte.
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29. 28. Vorsichtsmaßnahmen
Naruto sah auch zu Sasuke, aber seinen Blick konnte ich nicht deuten. Aber er war zumindest nicht
feindselig.
„Jiraya“, sagte Naruto zu mir gewandt. Ich wusste, es war eine Aufforderung an mich zu sprechen.
Ich wollte mich räuspern, geriet außer Konzept, weil Sasuke bei Narutos Stimme knallrot wurde,
und musste husten. Wie ärgerlich. In Ordnung, er kannte Naruto in erster Linie als knurrenden Wolf,
aber es war doch nicht das erste Mal das er seine Stimme hörte. „Mein Gott, Sasuke, reiß dich
zusammen“, fuhr ich ihn ehrlich verärgert an. Noch roter konnte er nicht werden, also nickte er nur
stumm, er wusste was ich meinte. Die anderen dagegen waren verwirrt. Um keine Fragen aufkommen
zu lassen kam ich gleich zum Punkt.
„Es geht um Old Chicken. Ihr alle habt ja gemerkt, wie die anderen auf uns reagieren“.
„Weil sie wissen, dass sie verlieren“, lachte Gaara. Sasuke sah auch leicht verwirrt zu Gaara. Ich
fragte mich, was er erwartet hatte. Dass die Jungs nur nicken oder den Kopf schütteln würden? Er
hatte doch selbst schon mit Shikamaru ein längeres Gespräch gehabt. Egal.
„Ja“, stimmte ich Gaara zu, „und genau das ist das Problem“.
„Du glaubst, sie versuchen uns noch vor dem Rennen auszuschalten?“ wollte Naruto wissen. Ich
musste an meine Hunde denken. Schließlich löste ich mich wieder aus dieser Erinnerung, hob den
Kopf und nickte ihm zu. „Ich glaube, dass es Old Chicken war, auch wenn es vielleicht nicht so gut
ist, so etwas zu behaupten, ohne jeden Beweis“.
„Was für ein schlechter Verlierer“, empörte sich Lee.
„Es könnte auch sein, das er uns auf dem Weg eine Falle stellt“, meinte Naruto.
„Wie kommst du darauf?“ wollte ich wissen.
„Glaubst du nicht, es wäre auffällig, schon wieder die Hütte niederzubrennen?“ fragte er.
„Es ist ja schon einige Jahre her, und wenn er es war, ist er ein Feigling, der lieber auf Nummer Sicher
gehen möchte. Darum könnte ich es mir schon vorstellen, ja“, sagte ich. Die Besorgnis in meiner
Stimme war nicht zu überhören.
„Aber er ist der einzige, der Schwarzpulver dabei hat“, sagte Naruto jetzt.
„Was? Woher weißt du das?“ Alle Augen richteten sich auf Sasuke, der irgendwie die Sprache verloren,
aber sie jetzt anscheinend wiedergefunden hatte. Anscheinend hatte keiner mehr damit gerechnet,
etwas von ihm zu hören, selbst ich war überrascht. Sasuke wurde rot, aufgrund der ungewohnten
Aufmerksamkeit.
„Wir haben es gerochen“, erklärte ihm Choji mit seiner sanften Stimme.
„A …Ach so“.
„Was sollen wir tun?“ Ich wusste nicht mehr, was richtig oder falsch war, „sollten wir das Rennen
doch absagen?“
„Auf keinem Fall“, sagte Gaara. „Genau, wozu haben wir trainiert?“ „Wir wollen auch zeigen was
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wir können“. „Vielleicht können wir ihn schnappen?“ „Ja, wir stellen Wachen auf“, redeten sie
durcheinander. Naruto sah mich an.
„Selbst wenn er Feuer legt, wir sind keine Hunde die sich davor verkriechen, wir wissen, dass wir
hindurchspringen müssen und das schnell, dann passiert uns auch nichts“. Er sah in eine der Ecken.
„Es wäre auch gut, wenn da etwas Schnee wäre, wo wir uns vorher drin herumwälzen könnten“.
„Aber es ist warm, der Schnee würde doch zu Wasser“, widersprach Choji.
„Umso besser“, meinte Naruto und sah ihn von der Seite an. Dann sah er zu Boden. „Und trotzdem…es
wäre selten dämlich von ihm, die gleiche Nummer ein zweites Mal abzuziehen“.
„Menschen sind dämlich“, stellte Gaara fest und betrachtete seine Hände. Er hatte manchmal einen
rauen Ton, aber ein gutes Herz. Ich wusste das, Sasuke schien sich nicht so wohl zu fühlen in seiner
Nähe.
„Nun, was glaubst du denn?“ wollte ich von Naruto wissen.
„Selbst wenn er Feuer legt, ich bin überzeugt, dass er auch auf der Strecke versuchen wird, uns in
eine Falle zu locken“, sagte er und sah Sasuke an. „Und da kommst du ins Spiel, Sasuke“.
Sasuke fiel fast von seinem Strohballen. Das Naruto ihn ansprechen würde, damit hatte er wohl nicht
wirklich gerechnet. „I…i….i…i“ „Ja, du“, kürzte Naruto das Gestammel ab.
Sasuke nickte und fragte, „was soll ich tun?“
„Old Chicken wird uns sicher nicht überholen, aber er hat doch Freunde, kennst du die?“ wurde er
gefragt.
„Vom Sehen schon, ja“.
„Ich glaube, es wäre eine Hilfe, wenn du sie beobachtest. Du fährst doch zu den Checkinpoints voraus,
so wie die anderen, oder?“ Sasuke nickte.
„Ah, verstehe, alles klar, ich behalte seinen Fanclub im Auge, wenn sie unterwegs was machen, gebe
ich euch irgendwie Bescheid, aber wie?“
Schweigen.
„Wie wär´s mit einer Leuchtrakete“, schlug ich vor. „Dann wissen wir trotzdem nicht, was er gemacht
hat“.
„Immerhin wissen wir, dass etwas getan wurde“, er sah zu Sasuke. „Du könntest den Gefahrenbereich
markieren und wir laufen Drumherum“. „Gute Idee, Naruto, außerdem sollen die uns mal nicht
unterschätzen“, tönte Gaara. „Genau“. „Allerdings“. „Das will ich meinen“.
„Leider nicht meine beste Idee“, sagte Naruto, „aber im Augenblick haben wir nichts Besseres“.
„Gut, dann bleiben wir bei diesem Plan, bis und falls uns was Besseres einfällt“, sagte Sasuke. Er
war jetzt lockerer.
„Und ich will den Schnee noch heute Abend hier haben“, sagte Naruto.
„Ich erledige das“, sagte Sasuke.
„Gut“, stimmte Naruto zu, „die Klamotten behalten wir für alle Fälle auch erst mal hier“.
Ich nicke. „Okay, hab ich doch eh für euch gekauft“. Ich lächelte ihnen zu.
„Also dann, ich hoffe wir schlafen heute ohne Probleme“, sagte ich und erhob mich. Die anderen
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taten es mir gleich.
Sasuke zögerte, vielleicht hoffte er Naruto unter vier Augen sprechen zu können. Aber der stand
mitten in seinem Rudel. Wir verabschiedeten uns.
Draußen sagte ich zu Sasuke, „tja, du hättest dir vielleicht vorher einen fadenscheinigen Grund
überlegen sollen, um mit Naruto unter vier Augen zu sprechen“. Im Grunde war es als Witz gedacht,
ich wollte ihn ärgern, zu meiner Überraschung sagte er aber, „Ja du hast recht, ich habe nicht mal
gewusst, dass er überhaupt mit mir reden würde“. Dennoch sah er irgendwie glücklich aus.
„Du bist verliebt“, stellte ich fest. Und wieder wurde ich überrascht. Sasuke gab es zu. Er gab es
tatsächlich zu. „Ja, das bin ich“, sagte er einfach.
Darauf war ich nicht vorbereitet. Aber na schön. Wenn er es schon zugab. „Er ist eben auch ein
verdammt hübscher Bursche“, meinte ich. „Verdammt hübsch? Du meinst sicher bildhübsch“, wir
lachten, Sasuke ging nicht direkt ins Haus sondern zum Schuppen, der angebaut war, Ich war
überrascht. „Ich muss doch noch den Schnee in die Hütte bringen“, sagte er.
„Stimmt, das hatte ich glatt vergessen, ich bin eben ein alter Mann“, ich ging ins Haus und hoffte,
das die beiden zueinander finden mochten.
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30. 29. DeeDee
Sasukes Sicht
Ich brachte den Schnee zur Hütte. Die anderen hatten sich wieder in Wölfe verwandelt und lagen
nun Verstreut in der Hütte. Ich legte den Schnee ab und blickte zu Naruto, der auf einem Strohballen
lag.
Er sah mich auch an, nickte mir aber nur zu. Ich wollte mit ihm reden. Aber irgendwie wusste ich
nicht wie das anstellen sollte. Wie würde er überhaupt reagieren, wenn ich ihm das sage. Was ist
wenn er mich anfällt. Oh Gott darüber will ich gar nicht erst nachdenken. Ich beschloss Morgen mit
ihm zu reden. Am besten nach dem Training wenn er zu Müde ist um mich an zufallen. Ich ging in
mein Zimmer und legte mich dort in mein Bett. Ich versuchte einzuschlafen, aber ich musste immer
wieder an Morgen Denken.
Am nächsten Morgen
Ich hab so gut wie kein Auge zu getan. Müde stand ich auf und wollte den Wölfen ihr Frühstück
bringen. Jiraiya war auch schon wach. Er stand in der Küche und machte uns Frühstück. „Morgen
“ sagte ich Müde. Fröhlich drehte sich mein Onkel zu mir um. „Oh Hallo Sasuke. Komm es gibt
gleich Frühstück.“ „Ja ich komme gleich. Ich will Naruto und den anderen noch was zu Futtern
bringen.“ „Okay mach das.“ Ich ging zur Fleischkammer, dort holte ich ein halbes Rind raus. Ich
ging zur Hütte und legte das Fleisch dort ab. Bis auf Naruto kamen alle an getrottet. Choji und Kiba
ließen sich von mir Streicheln. Kurz sah ich zu Naruto. Dieser fixierte mich mit seinen wunderschönen
blauen Augen. Ich erwiderte seinen Blick, ging dann aber wieder in das Haus von meinem Onkel.
Ich setzte mich zu ihm an den Tisch. Jiraiya hatte schon alles gerichtet. Es gab Spiegeleier mit Brot
und Käse. „Und hast du schon mit ihm geredet?“ platzte mein Onkel plötzlich heraus. „Nein hab ich
nicht. Ich will erst nach dem Training mit ihm reden.“ „Ah ach so. Aber warte nicht zu lange.“ „Ja
ja.“ Nach dem Frühstück holte ich den Schlitten raus. Dann ging ich zur Hütte und trommelte alle
Zusammen. Naruto und die anderen stellten sich schon auf ihre Plätze vor den Schlitten. Ich spannte
sie gerade an als ich jemanden meinen Namen schreien hörte. Ich drehte mich zu der Stimme um.
Vor mir stand eine Frau mit einer dicken pinken Jacke. Ihre braunen Haare hatte sie zu einem
Pferdeschwanz zusammen gebunden. Überrascht sah ich die Frau an.
„DeeDee?“ „Ja alter. Erkennst du mich etwa nicht mehr.“ „Doch äh ich hab dich einfach schon lange
nicht mehr gesehen.“ DeeDee war eine Konkurrentin von Jiraiya. Sie war immer auf dem dritten
Platz. Aber anders als Old Chicken fuhr sie immer Fair ihre Rennen. „Wo ist denn dein Onkel?“ fragte
sie mich weiter aus.“ „Ich bin hier“ sagte Jiraiya und kam zu uns. „Wie geht’s die alter Mann.“ „Gut
und dir.“ „Prächtig. Ich hab gehört du machst dieses Jahr wieder mit.“ „Ja das stimmt.“ Sie beugte
sich runter zu Naruto. „Sind das deine Tiere?“ „Ja.“ Dann nahm sie beide Hände und betrachtete
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Narutos Gesicht. „Mann das sind ja Pratexenplare!“ Jiraiya lachte auf. „Ja das sind sie. DeeDee kam
ganz nah zu Jiraiya. „Gibs zu du hast sie heimlich Gedopt.“ „Nein nicht unbedingt.“ „Hey vielleicht
könnte dein Leithund meine Kessy decken.“ „Ich denke darüber nach.“
Ich merkte das ich bei dem Satz leicht eifersüchtig wurde. Aber mein Onkel wusste ja was ich für
Naruto empfinde. Plötzlich wurde DeeDee ernster. „Hör zu Alter ich will dich warnen.
Old Chicken und seinen Fanclub sollte man im Auge behalten. Seit du weg warst war er immer auf
dem ersten Platz aber das war kein Zufall. Du solltest lieber auf den Weg achten.“ „Ja sowas hab ich
mir auch schon gedacht.“ „Letztes Jahr war ich ihm ganz dicht auf den Fersen. Aber dann musst ich
leider Aufgeben.“ Entsetzt sahen wir beide DeeDee an. Ich glaube in dem Moment dachten wir alle
das gleiche. „Warum das denn?“ fragte mein Onkel dann. „Also ich war auf halber strecke als uns
plötzlich eine Lawine erwischte. Ich konnte gerade noch so ausweichen aber meine Leithündin Kessy
hat sich das Bein gebrochen. Zuerst hab ich gedacht es wäre kein Problem. Ich hatte ja noch Benni.
Wir ruhten und also an einem Check Point aus. Aber dann wurde Benni krank. Er hatte Durchfall
und musste sich übergeben. Ich wette Old Chicken hat die Lawine ausgelöst und Benni was zu fressen
geben wodurch ihm Schlecht wurde. Und ich wette auch das er damals deine Hunde abgefackelt
hat.“ Jiraiya bedankte sich für die Warnung und DeeDee ging wieder. Mein Onkel sah sehr besorgt
aus. „Dieses Jahr wird es wohl nicht so leicht“ meinte.
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31. 30. Verschärftes Training
Sasukes Sicht
„Das klingt gar nicht gut, Onkel“, sagte ich zu Jiraya. Er gab mir keine Antwort, sein Gesicht war
wutverzerrt. Bestimmt dachte er an seine Hunde, oder? Ich warf einen Blick zu Naruto, er hatte was
Ähnliches erlebt, sie alle, das waren praktisch die Überlebenden. Mir fiel auf, dass keiner von ihnen
etwas sagte. Normalerweise bellten sie zwar nicht laut, aber in der Regel brummte, knurrte, oder
winselte fast immer jemand. Nur hatte ich früher nicht gewusst, dass sie miteinander geredet hatten.
Ich meine richtig geredet, also – na gut.
„Schon deshalb müssen wir gewinnen“, sagte mein Onkel gerade. „Was?“ ich hatte irgendwie den
Faden verloren. „Schon deshalb müssen wir gewinnen, um diesem Spuk endlich ein Ende zu bereiten
und Old Chicken das Handwerk zu legen. Er will gewinnen um jeden Preis. Zeigen, dass er der Beste
ist, aber wenn er es trotz seiner schmutzigen Tricks nicht ist, was dann?“ Mein Onkel war während
er geredet hatte, zu den Wölfen gegangen. Er legte seine Arme um Naruto und wiederholte seine
letzten Worte. „Fair kann er nicht gewinnen, nur mit fiesen Tricks. Aber wenn auch das nicht mehr
geht, was dann?“ „Dann wird er die Rennen aufgeben, denke ich“, sagte ich und ging auch zum
Schlitten. Mein Onkel nickte und stand auf, „na gut, dann trainiert ihr mal. Ich habe noch etwas zu
erledigen“. „Lesen?“, fragte ich. „Nein, heute nicht. Es wird Zeit das ich uns alles bestelle, was wir
brauchen für das Rennen“.
„Oh, ja, da hat er Recht“, sagte ich und schirrte Naruto an. „Und ich habe vor, dich heute richtig
auszupowern, Naruto. Ich lass dich so rennen, bis du vor Müdigkeit kaum noch laufen kannst, wie
gefällt dir das?“ Er knurrte leise, aber es hörte sich in meinen Ohren mehr wie ein Lachen an. Und
zwar wie ein Auslachen. Die anderen stimmten in die gleiche Art von Knurren mit ein. „Ach so, ihr
findet das komisch, mal sehen wer zuletzt lacht“. Ich stellte mich wie gewohnt auf meinen Platz. Es
konnte losgehen.
Jirayas Sicht
Es wurde schon dunkel und der Schlitten war immer noch nicht zurück. Mit dem Fernglas suchte ich
die Umgebung ab. ‚Sie werden doch nicht eingebrochen sein‘, überlegte ich, aber so dünn ist das Eis
hier doch gar nicht, selbst nicht wenn es wärmer würde‘.
Oder hatte Old Chicken vielleicht schon zugeschlagen? Ich war froh, als er weg war, aber – hatte er
vielleicht beschlossen, seine ärgsten Konkurrenten vorher schon aus dem Weg zu schaffen? Nein,
das konnte ich mir auch nicht vorstellen. Ich hob wieder mein Fernglas, endlich sah ich sie. Selbst
mit dem Glas als winzigen Punkt, aber wohlauf.
myfanfiction.de - Für den Inhalt des Textes ist der Autor verantwortlich. 87
Es war eine ziemlich gute Idee von Naruto gewesen. Einmal in der Woche jagen zu gehen, und sein
Rudel jede Nacht stundenlang zu scheuchen. Das machte sich jetzt bezahlt. Wie kam der Junge nur
auf so etwas? Ich hätte mich füttern lassen. Vielleicht hätte ich Sasuke sagen sollen, das ein derart
verschärftes Training nicht nötig war, weil sich Naruto selbst drum kümmerte, aber ich hatte es ja
nicht sagen können, welches Hunde – oder Wolfsteam trainierte sich selbst? Und als Sasuke erfahren
hatte, das es Werwölfe waren, hatte ich es vergessen.
Ich hatte ein schlechtes Gewissen, aber Sasuke hätte es mir wirklich vorher sagen können. ‚Der arme
Junge, ist sicher völlig fertig‘, dachte ich, während ich auf den Punkt sah der sehr schnell immer
grösser wurde. Vielleicht eine Viertelstunde. Ich hob mein Fernglas wieder und sah mir die Umgebung
an. Alle Konkurrenten waren verschwunden, um ihr eigenes Team zu trainieren, ich konnte niemanden
entdecken. Das Geräusch wurde lauter und kurz danach kam der Schlitten zum Stehen. Sasuke fiel
erschöpft vom Schlitten. Die Wölfe lachten. Ich fragte mich warum. Das war nicht nett. Immerhin
hatte Sasuke nur an ihr Wohl gedacht, ich lief zu ihm und half ihm auf.
„Monster“, keuchte er, „das sind Monster, besonders er da“, und zeigte auf Naruto.
„Komm ich helfe dir rein“, sagte ich. „Nein, ich will sie doch noch abschirren und du weißt doch,
ich will mit ihm reden“.
„Du bist ja nicht bei Sinnen, kannst dich kaum auf den Beinen halten. Warte bis morgen. Los, komm
jetzt“. Ich hatte alle Mühe, ihn in die Hütte zu bekommen. Er lallte wirres Zeug vor sich hin, und
auch seine Augen sahen seltsam aus. Eine Art Geschwindigkeitsrausch? Ich sah zu den Wölfen,
beschämt sahen sie zu Boden. Ja, wenn ich es mir recht überlegte, hatten sie ein Vielfaches an Tempo
mehr gegeben, zumindest auf den letzten 500 Metern.
Ich drückte gegen den Rücken von Sasuke, endlich gab er seinen Widerstand auf, und torkelte in die
Hütte. Ich half ihm ins Bett, eigentlich nur ins Zimmer, er fiel aufs Bett und war sofort eingeschlafen.
Mit einiger Mühe zog ich ihm die dicken Sachen aus und fragte mich, was nun schon wieder los war.
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32. 31. Das Geständnis
Jiraiyas Sicht
Nachdem ich Sasuke ins Bett brachte ging ich nochmal in die Hütte von Naruto. Wie immer lagen
die Wölfe überall verstreut. Naruto lag auf dem Rücken. Ich ging zu ihm. Er blinzelte mich an.
„Was hast du mit Sasuke gemacht?“ fragte ich. „Nichts wir haben Trainiert und er ist nicht mit uns
klar gekommen.“ „Aber der Junge ist doch völlig erschöpft.“ „Ja und. Morgen wird er wieder Fit
sein.“ „Du weißt doch das er nicht so an das Schlittenfahren gewöhnt ist. Ihr hättet auch langsamer
machen können.“ „Ach der Junge kann das ab. Ist ja nicht so als hätten wir ihn genötigt oder so.“
Man mit Naruto konnte man gar nicht Diskutieren. Ich beschloss es für heute dabei zu belassen und
ging wieder in mein Haus.
Am nächsten Morgen schlief Sasuke noch. Ich wollte ihn ausschlafen lassen. Also ging ich in die
Fleischkammer und holte dort ein halbes Rind. Dann ging ich zu den Wölfen. Als sie mich sahen
kamen sie sofort an getrottet. „Wo ist Sasuke?“ wollt Choji gleich wissen. „Er schläft noch, weil ihr
gestern keine Rücksicht genommen habt“ dabei sah ich zu Naruto. Dem schien das aber egal zu sein,
denn er holte sich ein Stück Fleisch und verschwand damit in die hinterste Ecke des Schuppens. Ich
konnte nur noch den Kopf schütteln. Ich gab Choji und Kiba noch eine Streicheleinheit und ging
wieder in mein Haus. Ich beschloss das Haus aufzuräumen, da mir langweilig war. Ich holte aus der
Besenkammer einen Eimer und ein Mopp. Den Eimer fühlte ich mit Wasser und Seifenlösung. Als
erstes putzte ich das Wohnzimmer.
Sasukes Sicht
Ich schaute auf die Uhr als ich aufwachte. Voller schrecken musste ich feststellen das es schon 12:00
mittags war. Schnell wollte ich aufstehen, musste es aber dann doch lassen. Da ich wegen Gestern
einen ziemlichen Muskelkater hatte. Also stand ich langsam auf. Ich wollte unbedingt mit Naruto
reden und zwar jetzt. Essen konnte ich auch später. Also ging ich zum Schuppen. Mein Onkel wollte
zwar das ich vorher noch was esse, aber ich lehnte ab. Im Schuppen angekommen lag Naruto auf
einem Strohballen. Kiba und Lee liefen herum. Choji nagte an den Knochen vom Rind.
Shikamaru blickte zu mir rüber als er bemerkte das ich da war und Gaara putzte sich das Fell sauber.
Zielstrebig ging ich zu Naruto. Dieser hob den Kopf. „Kann ich mit dir reden. Es ist wichtig.“ Naruto
knurrte kurz und setzte sich auf. „Äh können wir vielleicht draußen reden.“ Naruto blickte kurz zu
seinem Rudel und machte dabei eine schnelle Kopfbewegung zur Tür. Die anderen machten sich auf
den weg nach draußen. Als als alle weg waren, setzte ich mich zu ihm auf den Strohballen. „Hör zu
ich muss dir was ganz wichtiges sagen.“ Ich atmete einmal tief durch. „Ich könnte sein das ich...........
na ja mich in dich......“ Es war doch schwer als ich gedacht hatte. Ich wollte es ihm gerade sagen, als
ich plötzlich keine Stimme mehr hatte.
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Narutos Sicht
Ich fragte mich warum Sasuke wohl alleine mit mir reden wollte. Vielleicht wollte er mir eine
Standpauke zu geben. Mühselig setzte er sich zu mir. Wahrscheinlich hatte er Schmerzen wegen
gestern. Plötzlich stammelte er vor sich hin. Er hatte schon fast den Satz zu ende gestammelt als er
plötzlich auf hörte zu sprechen. Ich fragte mich was wohl so schlimm sein konnte,dass er es mir nicht
sagen konnte. Ich mein ich würde ihm schon nicht den Kopf abbeißen. Ich stupste ihn mit meiner
Schnauze an. Ich wollte ihn ermutigen weiter zu sprechen. Aber er traute sich einfach nicht. Stadtessen
stütze er seinen Kopf in seine Hände. Irgendwie bekam ich Mitleid mit ihm. Ich leckte ihm die Hand
ab und winselte vor mich hin. Keine Ahnung warum ich jetzt so mitfühlend wurde.
Nach einiger Zeit bekam er endlich seine Stimme wieder. „Ich hab mich in dich Verliebt.“ Entsetzt
riss ich meine Augen auf. „Was hast du gesagt?“ Aber statt mir Antwort zu geben verschwand er
lieber. Mein Rudel kam wieder rein. Ich versuchte mich so normal wie möglich zu verhalten. Aber
das was Sasuke mir gesagt hat war ein echter Schock und ich muss das erst mal sacken lassen
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33. 32. Roter Mond
Sasukes Sicht
Ich rannte aus der Hütte, stolperte fast noch über einen der verblüfften Wölfe, rannte ins Haus, hoch
in mein Zimmer, knallte die Tür hinter mir zu und setzte mich auf mein Bett. Mein Onkel hatte Recht
gehabt, ich hätte vorher essen sollen, denn jetzt würde ich keinen Bissen hinunter bringen, ich hatte
alle Mühe mich zu beruhigen. Ah, sei nicht so hart mit dir selbst, Sasuke, man gesteht nicht jeden
Tag einem Werwolf seine Liebe, versuchte ich mir zuzureden. Ob er vielleicht schon auf dem Weg
war, um mir den Kopf abzureißen? Quatsch, ich schüttelte den Kopf. Verdammt beruhig dich. Ich
hatte es ihm einfach sagen müssen, über die Konsequenzen hatte ich nicht nachgedacht, auch ohne
komplizierte Gedanken hatte ich meinen ganzen Mut zusammen nehmen müssen, zwar war ich
weggerannt, aber ich wusste auch, wenn ich es jetzt nicht gesagt hätte, dann überhaupt nicht. Langsam
kam ich zur Ruhe, es war das Richtige gewesen, ja ganz bestimmt. Nie zuvor hatte ich solche Gefühle
gehabt, und wenn ich nur daran dachte, wie süß er ausgesehen hatte, bei der Besprechung bekam ich
Herzklopfen.
Es klopfte an der Tür. „Sasuke kann ich reinkommen?“ fragte mein Onkel. „Äh, ja, okay, komm rein
“. Vielleicht war es ganz gut, mit ihm zu reden. Ich wusste es selbst nicht genau. Schweigend setzte
er sich zu mir aufs Bett. „Ich hab´s ihm gesagt“, platzte ich raus. Mein Onkel nickte. „Und wie hat
Naruto reagiert?“ „Keine Ahnung, bin weggelaufen“.
Jirayas Sicht
Ich sah zur Decke, fast hätte ich lachen müssen. Aber dazu war die Sache leider zu kompliziert. Was
wäre, wenn Naruto die gleichen Gefühle hätte? Er würde trotzdem nicht sein Rudel verlassen, um
in eine Stadt zu ziehen und dort in menschlicher Gestalt zu leben unter lauter Menschen. Und Sasuke?
Das wäre schon leichter, er konnte auch hier weiter studieren.
„Würdest du denn für Naruto deine Familie und deine Freunde aufgeben um hier zu leben?“ fragte
ich ihn. „Ich glaube nicht, das ich eine andere Wahl hätte, ich liebe ihn Onkel, ich liebe ihn wirklich
“, sagte er und sah mir direkt in die Augen. Er sagte die Wahrheit, es war ihm todernst. Ich nickte.
„Es wäre dennoch kompliziert, das weißt du ja“. „Ja, aber“, sagte er leise, „aber Naruto wird ohnehin,
nein, danke, sagen, und ich denke, ich bleibe dann trotzdem hier“.
„Wie bitte?“
„Ja. Was soll ich denn woanders? Hier kann ich ihn wenigstens sehen, wenn ich zurückfliege, denke
ich nur die ganze Zeit an ihn, aber hier bin ich wenigstens in seiner Nähe und...“
„Sasuke“.
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Narutos Sicht
Ich hatte keine Ahnung, was ich davon halten sollte. Ein Mensch sagte mir, er liebt mich. Komplettes
Unding. Ich hatte überlegt, ob er mir einen Streich spielen wollte, wegen gestern, aber das war es
nicht, und was sollte er damit erreichen wollen, egal was ich dachte, es lief immer wieder dahin
zurück, das er die Wahrheit gesagt hatte. „Warum“.
„Was?“
„Wie?“ ich fuhr herum. Shikamaru sah mich einigermaßen besorgt an. „Was warum?“ fragte er mich.
Ich sah ihn lange an, aber hatte keine Ahnung, ob er mir das erklären konnte. Wahrscheinlich nicht,
ich sah wieder aus dem Fenster. Shikamaru stellte sich neben mich. „Ich frage mich, warum der
Mond heute so rot ist“, sagte er. „Bestimmt weiß jemand, warum das so ist, aber im Grunde ist es
doch egal. Ich meine, ganz egal ob ich weiß warum oder nicht, er ist heute rot, das ist einfach eine
Tatsache, und wird sich nicht ändern, nur weil mir jemand die Gründe nennt. Und – er sieht irgendwie
schön aus, findest du nicht?“
„Doch“, ich musste lächeln. „Es fühlt sich auch nostalgisch an“. „Ja“, Shikamaru nickte und ging
einen Schritt vor. Er setzte sich hin. „Genauso einen roten Mond hatten wir auch damals, als diese
Lawine kam, nur Kiba, Lee, du und ich hatten uns befreien können. Auf dem Weg trafen wir dann
Choji und Hinata, die sich uns anschlossen, und später kam Gaara dazu“. „Mh, Kiba hat ihn gefunden,
weil er immer so neugierig war und in ein Menschendorf abgehauen ist, sobald eines in der Nähe
war“, erinnerte ich mich. „Schon komisch“.
„Was denn?“ fragte Shikamaru und drehte sich zu mir um.
„Na ja, Gaara ist stärker als ich, du bist klüger, und trotzdem war ich von Anfang an der neue Anführer
“. „Du hast das Zeug dazu, darum“, meinte Shikamaru knapp. „Und du kannst selbst Gaara besiegen,
wenn es drauf ankommt“. Shikamaru sah wieder aus dem Fenster. „Ich frage mich, ob dieser Mond
bedeutet, dass sich wieder etwas entscheidend verändern wird“.
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34. 33. Das Gift
Narutos Sicht
Ich konnte nicht schlafen, und das war nur Sasukes Schuld. Shikamaru hatte mir schon geholfen. Im
Prinzip hatte er mir zu verstehen gegeben, das Dinge eben so waren wie sie waren, das man sie
einfach akzeptieren sollte, weil die Frage nach dem Warum nichts änderte. Jedenfalls hatte ich es so
verstanden. Er hätte sich verliebt hatte er gesagt, na gut, wir waren zwar nicht von der gleichen Art,
und wahrscheinlich hatte er sich in meine menschliche Gestalt verliebt. Kinder wollte er anscheinend
auch keine. Blieb noch die Frage, was er von mir wollte.
Mir kam wieder der Abend in den Sinn, als ich dachte, wie einfach es wäre, wenn Sasuke eine
Werwölfin wäre. Hach ja, das wäre super. Wahrscheinlich hatte es was zu bedeuten, dass ich mir das
ausgerechnet bei ihm vorstellte, eigentlich sogar wünschte. Aber er war eben keine. Andere
Situationen kamen mir zu Bewusstsein, er hatte irgendetwas über meine Augen gesagt, da hatte ich
nicht mal eine menschliche Form. Unser einziges Rudelmitglied, das am meisten von Menschen und
am meisten von Sasuke wusste, war Jiraya. Am besten, ich würde ihn fragen, dachte ich und schlief
ein.
Am nächsten Morgen hatte ich allerdings ganz andere Probleme. Ich war krank. Nicht mal bewegen
konnte ich mich und ich wunderte mich, dass keiner von den anderen kam, um nach mir zu sehen.
Als ich den Kopf hob, sah ich das die anderen genauso jämmerlich herumlagen wie ich, für einen
winzigen Augenblick nur, dann wurde mir schwindlig und mein Kopf fiel wieder zu Boden. Mir war
heiß und ich versuchte so gut es ging, mich mit Schnee zu bedecken. Dann rief ich nacheinander die
Namen von allen, weil ich wissen wollte, ob sie bei Bewusstsein waren. Zum Glück antwortete jeder.
„Was ist bloß los?“ winselte ich. „Gift“, antwortete Shikamaru. „Verdammt“, knurrte Gaara.
„Kann jemand aufstehen“, fragte ich dann. Sie versuchten es, kamen aber nicht hoch, und fielen
torkelnd wieder hin. Jiraya kam herein. „Guten Morgen, Jungs“, begrüßte er uns fröhlich, dann hörte
ich einen dumpfen Schlag. Wahrscheinlich das Rind oder Schwein, das er fallen ließ. Er kam zu uns
herbeigerannt. Rannte von einem zum anderen und kam schließlich zu mir. „Naruto, was ist mit
euch?“ „Gift“, wiederholte ich Shikamarus Worte. Jiraya machte ein Gesicht, als sei er zu Tode
erschrocken und lief dann hinaus, laut nach Sasuke rufend. Ich war einfach nur wütend. Wieso hatten
wir das nicht bemerkt? So wie ich mich fühlte, schätzte ich, dass ein normaler Hund schon längst
gestorben wäre, vermutlich noch in der Nacht. Aber selbst wir würden Tage brauchen um uns wieder
einigermaßen zu erholen. „Verdammt, wenn wir wenigstens aufstehen könnten, um Rinde zu fressen,
damit wir uns übergeben könnten“, fluchte Gaara. Tja, gute Idee, ich versuchte nochmal aufzustehen,
torkelte ein paar Schritte und fiel wieder hin, aber diesmal nicht auf den Boden, sondern in Sasukes
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Arme.
„Bleib du hier Sasuke, ich hole den Wagen“, rief Jiraya und war schon verschwunden. Seine
Verletzung ist wirklich vollkommen verheilt, dachte ich noch, bevor alles schwarz wurde. Als ich
wieder zu mir kam, lag mein Kopf immer noch auf Sasukes Schoß. Aber der Untergrund hatte sich
verändert. Er schaukelte, oder war das Einbildung. „Warum fahren wir in die Tierklinik, wäre ein
Krankenhaus nicht besser?“ hörte ich Sasukes Stimme fragen. „Ein Krankenhaus nimmt keine Tiere
auf“.
„Aber sie könnten sich doch wieder in Menschen verwandeln und...“ „Sasuke“, wurde er von Jiraya
unterbrochen. „Sie sind zu schwach, als das sie sich jetzt verwandeln könnten und nebenbei – in
einem Menschenkörper würden sie vermutlich nicht mehr leben“. Sasuke schwieg bedrückt und fuhr
fort mir über den Kopf zu streicheln. Waren die anderen auch hier? Ja, bestimmt. Jiraya würde sie
nicht zurücklassen, da war ich sicher. Und trotzdem. „Die anderen?“ krächzte ich. „Sch, ganz ruhig,
es geht dir bald besser“, antwortete er und träufelte mir Wasser ins Maul. Ich hatte vollkommen
vergessen, dass er mich nicht verstehen konnte. Also in die Tierklinik ging es, ich konnte nur hoffen,
dass Jiraya wusste was er tat, wehren würden wir uns in diesem Zustand nämlich nicht können.
„Keine Sorge“, flüsterte Sasuke als hätte er meine Gedanken gelesen, „ich werde dich keine Sekunde
lang allein lassen“.
Sasukes Sicht
Bei der Klinik wartete man schon mit Bahren auf uns. Es fiel mir sehr schwer, Naruto loszulassen.
„Onkel, ich bleib bei Naruto“, sagte ich zu Jiraya und rannte neben der Bahre auf der er lag her. Die
Klinik hatte zwei große OP-Räume, also teilte man die Wölfe auf. Naruto, Kiba und Gaara in Nummer
1 und mein Onkel folgte den anderen Dreien in Nummer 2.
Im OP blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Sie brachten die Wölfe zum Erbrechen, und
schickten es sofort in ihr Labor. Während wir warteten stand ich neben Naruto, streichelte ihn und
sagte ihm immer wieder, dass alles wieder gut wird. Oder sagte ich es mehr mir selbst? Dann nach
einiger Zeit sagten sie uns, das die Tiere mit dem Saft des Upusbaumes vergiftet worden waren. Ich
stöhnte auf, das konnte ich kaum glauben. Ein Wunder das sie noch lebten. Der Saft dieses Baumes
wurde für das gefährliche Pfeilgift benutzt, und er wuchs mit Freuden an kargen Hängen bei
Temperaturen von einem Grad.
Sie bekamen das Gegengift und kamen in einem Raum zu anderen Tieren, die dort noch ein paar
Tage verbringen mussten. Jedes Tier war in einem eigenen Käfig. Ich war unsicher.
„Soll ich mich zusammen mit dir einschließen lassen, oder lieber von außen Wache halten?“ fragte
ich Naruto. Er leckte über meine Hand, und streckte die Pfote aus. Ich war so gerührt von seinem
Vertrauen, das ich Mühe hatte, den Kloß im Hals wieder hinunterzuschlucken.
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Obgleich ich dagegen protestierte, bekamen sie nichts zum Fressen. Die Ärzte meinten, da ihnen
gerade der Magen ausgepumpt worden sei, wäre das nicht gut. Also musste ich es dabei belassen,
und ließ mir nur eine Liege in den Raum stellen. Ich zog sie näher an Narutos Käfig und legte mich
dann hin.
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35. 34. Besserung
Jirayas Sicht
Sasuke hatte sich entschlossen, die Nacht bei den Wölfen zu verbringen, um auf sie aufzupassen.
Vielleicht wollte er auch nur in Narutos Nähe sein. Dabei hatte er sich am Morgen noch strikt
geweigert, ihnen ihr Futter zu bringen, aus Angst vor Narutos Reaktion. Ich versuchte ihm zu erklären,
dass sein Liebesgeständnis für Naruto möglicherweise verwirrend war, aber dass ich ihn gut genug
kannte, um zu wissen, dass er auch genau darüber nachdenken würde, gerade wenn es ihn verwirrte.
Ich brauchte ja nur daran zu denken, wie er das erste Mal ins Dorf gekommen war, um mich unter
die Lupe zu nehmen. Egal wie er zu den Menschen stand, er war auch neugierig. Und offen.
„Er wird mich entweder ignorieren, oder eher noch auslachen, so dass es mein Herz…dass es mich
verletzen wird“, hatte Sasuke erwidert.
„Wenn er dich ignorieren sollte, dann höchstens, weil er nicht weiß wie er damit umgehen soll, oder
was er davon halten soll“, versuchte ich es noch mal. Aber als ob er mich nicht gehört hätte schüttelte
Sasuke seinen Kopf und fuhr fort: “Vielleicht verachtet er mich auch noch, dazu“.
„Sasuke, Naruto ist kein Mensch“, seufzte ich resignierend und ging los, um meine Tiere zu füttern.
Mir gingen auf der Fahrt zurück sehr viele unangenehme Gedanken durch den Kopf, die ich zu
verscheuchen versuchte, da ich es ja nicht wusste, nur Vermutungen hatte. Trotzdem kamen die alten
Erinnerungen hoch, als die Scheune brannte, durch das Stroh auf das man Benzin gegossen hatte,
war der Brand so schnell ausgebrochen, das ich keine Chance hatte, noch hineinzukommen, und auch
die Feuerwehr kam viel zu spät. DeeDee´s Warnung klang in meinen Ohren, und der Anblick heute
Morgen, das war ein echter Schock gewesen. Mittlerweile waren Naruto und die anderen außer
Gefahr, und die Anspannung ließ nach, so dass ich jetzt erst merkte, wie sehr mich das Ganze
mitgenommen hatte und wie müde ich auf einmal war.
Beweise hatte ich nicht, aber es gab nur einen der falsch spielte und diesen herrlichen Sport in den
tiefsten Dreck zog. Nur wegen dem Preisgeld, dem Pokal, dem Auto und wahrscheinlich wegen der
Anerkennung. Ich hatte damit gerechnet, das auf der Rennstrecke was passieren könnte, war aber
nicht allzu besorgt gewesen, weil ich im Gegensatz zu Old Chicken die Stärke meines Rudels kannte.
Nie im Leben hätte ich geglaubt, das er nochmal die Dreistigkeit besitzen würde, die Hunde zu töten,
bevor das Rennen überhaupt anfing und dafür den gleichen Trick wie bei DeeDee anwenden würde,
einfach was ins Fressen zu mischen. Besonders einfallsreich bist du dann doch nicht, du Mistkerl,
dachte ich verbittert. Ich hatte immer in jedem Menschen auch etwas Gutes gesehen, aber das hier –
das war unverzeihlich.
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Narutos Sicht
Nach meinem Zeitgefühl hatte ich etwa drei Stunden geschlafen. Keine Ahnung, was mir die
Menschen gegeben hatten, aber zusammen mit meinen eigenen Heilkräften fühlte ich mich wieder
einigermaßen fit. Kein Vergleich zu heute Morgen.
Sasuke schlief noch und gab lustige Geräusche von sich. Der Rest des Rudels war auch schon wieder
wach und bei Kräften. Nur Choji ging es noch schlecht. Er jammerte vor sich hin. Und das ging
wiederum Kiba auf die Nerven. „Weil du immer so viel fressen musst“, bellte er ihn an. Sasuke wurde
wach. Er sagte etwas sehr undeutliches. „Sperr die Schwäne in den Schrank, die Löwen kommen“,
verstand ich.
„Der hat den Verstand verloren“, knurrte Kiba.
„Kiba“, rief ihn Shikamaru zur Ordnung. Das war auch gut so, denn ich war plötzlich ungemein
genervt von ihm. Shikamaru sah mich an. „Anscheinend sind wir alle etwas gereizt“, meinte er.
Gaara lachte. „Tja, so ist das wenn man in einen Käfig gesperrt ist“.
„Daher kommt das?“ fragte ich nach. „Japp“, antwortete Gaara knapp.
Also nicht von dem Gift, dachte ich, das ist schon mal gut.
„Und, was ist jetzt mit Sasuke“, wollte Shikamaru wissen.
„Der schläft, hat nur geträumt“.
„Du weißt schon was ich meine“, Shikamaru ließ nicht locker.
„Okay. Von mir aus. Er kann zum Rudel gehören“. Ich drehte mich um und rollte mich zusammen.
Es gefiel mir nicht, aber Sasuke hatte sich seinen Platz im Rudel verdient, da konnte man nichts
machen. Nur wenn es so weiterging, hatten wir bald mehr Menschen, als Werwölfe.
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36. 35. zuhause
Jiraiyas Sicht
Der Tierarzt hatte mich heute Morgen angerufen. Er meinte ich könnte heute meine Hunde abholen.
Ich stieg in mein Auto und fuhr zur Praxis. Als ich dort ankam, stand Sasuke schon mit den Wölfen
draußen. Naruto und die anderen sahen viel besser aus als gestern. Sasuke stieg vorne ein. Der Rest
quetschte sich nach hinten. Zufrieden blickte ich in den Rückspiegel. „Euch scheint es ja wieder gut
zu gehen“ meinte ich. Naruto nickte mir nur zu. Dann fuhren wir nach Hause.
Zuhause brachte ich das Rudel in den Schuppen. Ich wollte noch das sie sich ausruhen.
Sasuke und Ich gingen gemeinsam in das Haus. Vor dem Haus stand ein Paket für mich.
„Na endlich wurde auch Zeit das es kommt.“ „Was ist in dem Paket drin?“ wollte Sasuke wissen.
„Nur ein paar Sachen für das Rennen.“ Ich hob das Paket an und ging damit in die Küche. Dort stellte
ich es auf den Tisch. Dann holte ich ein Messer aus der Schublade und machte das Paket auf.
In dem Paket war eine Leuchtrakete. Die war dafür da wenn man sich verlaufen hatte. Man schoss
sie einfach in den Himmel und die Suchtrupps wussten wo man war. Ich hatte auch Schuhe für die
Wölfe bestellt. Na ja es waren nicht direkt Schuhe. Man konnte sie sich als Handschuhe vorstellen.
Das ist dafür da, damit sich die Hunde nicht die Pfoten aufschürfen. Dann hatte ich noch Trockenfutter
bestellt. Es war leichter und man konnte es gut Transportieren. Zum Schluss hatte ich noch einen
Erste Hilfekoffer geholt. Nur für den Fall der fälle. Eigentlich konnte ich ihn gut gebrauchen. Old
Chicken würde bestimmt noch was planen. Aber ich musste noch Sachen aus der Stadt holen. „Sasuke
ich muss noch ein paar Sachen besorgen, passt du bitte auf die Wölfe auf.“
„Ja klar kein Problem. Soll ich ihnen auch gleich was zu essen bringen.“ „Ja kannst du machen. Ich
hab neues Fleisch gekauft und ich glaube es ist „noch“ nicht vergiftet.“ Dann stieg ich wieder in mein
Auto und fuhr los.
Sasukes Sicht
Mein Onkel ging wieder. Nun war ich alleine. Ich beschloss zu den Wölfen zu gehen. Schnell holte
ich noch ein halbes Rind aus der Fleischkammer. Als ich in die Hütte kam, lagen alle Wölfe verstreut
im Raum. Ich ließ das Rind fallen. Dann kam Choji zu mir gertrabt.
Narutos Sicht
Ich lag auf einem Heuballen, als Sasuke zu uns kam. Choji kam sofort zu ihm. „Du gehörst jetzt zum
Rudel Sasuke“ sagte er zu ihm. „Blödmann der kann dich doch nicht verstehen“ schnauzte ihn Kiba
an. „Egal ich sags ihm Trotzdem.“ Jetzt stand ich auf und ging auch zu Sasuke.
Ich setzte mich ordentlich vor ihm hin und legte meinen Schweif um die Vorderpfoten.
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„Danke das du dich so gut um uns gekümmert hast.“ Als hätte er mich verstanden bückte er sich und
streichelte mich am Kopf. Meine Schwanzspitze zuckte kam merklich. Ich stand auf und nahm meinen
Anteil, dann ging ich zu einem Strohballen und legte dort das Fleisch ab. Auch die anderen nahmen
sich ihren Anteil. Sasuke ließ uns in ruhe essen und ging.
Sasukes Sicht
Ich ging wieder ins Haus. Als ich noch kurz zum Himmel sah merkte ich das die Wolken ziemlich
Dunkel waren und kam hab ich es gedacht schneite es auch schon. Ich ging schnell ins Haus rein.
Ich setzte mich ins Wohnzimmer und machte den kleinen Fernseher an. Dort lief ein Bericht, dass
es den ganzen restlichen Tag und die Nacht schneien sollte. Unwillkürlich fragte ich mich ob mein
Onkel es noch nach Hause schaffte. Vielleicht musste er in einer Pension übernachten.
Plötzlich klingelte das Telefon. Ich konnte mir schon denken wer das war. Ich nahm den Hörer ab.
„Hallo.“ „Ah gut das ich dich noch erreicht habe. Hör zu es schneit zu stark. Ich schaffe es nicht
mehr nach hause zu kommen.“ „Soll ich dich abholen. Ich konnte doch die Wölfen an den Schlitten
spannen.“ „Nein lass mal lieber. Ich will noch das sie sich ausruhen. Wir sehen uns Morgen.
Tschüss.“ Ich verabschiedete mich und legte dann auf. Ich sollte Naruto Bescheid sagen dachte ich
mir. Ich zig mir eine Jacke an und ging zu Naruto. Der lag auf dem Rücken auf einem Heuballen.
Zielstrebig ging ich zu ihm. Müde sah er mich an. „Ich wollte dir nur sagen das Jiraiya erst Morgen
wieder kommt. Es schneit zu stark.“ Naruto winselte kurz auf. Ich wusste nicht warum , aber ich
fühlte mich nicht wohl wenn mein Onkel nicht da war. Ich befürchtete das Old Chicken das vielleicht
ausnutzen könnte. Vielleicht sollte ich hier schlafen dachte ich.
„Ich glaub es ist besser wenn ich hier schlafen“ sagte ich zu Naruto. Der wiederum schloss die Augen.
Das akzeptierte ich als ein von mir aus. Schnell holte ich ein paar Decken und ein Buch, damit ich
was zu lesen hatte. Ich suchte mir im Schuppen einen geeigneten Paltz und legte mich dort hin.
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37. 36. Der Knopf
Jirayas Sicht
Mit meinem Beutel ging ich zu Samantha. Es hatte keinen Sinn, heute nach Hause zu fahren, nicht
bei diesem Schnee. Ich würde unterwegs nur steckenbleiben, und eine Nacht im Auto überlebte hier
keiner. Samantha hatte im oberen Stockwerk zwei Zimmer, die sie vermietete. Im Erdgeschoss war
eine kleine Kneipe. Ich legte meinen Beutel, mit den Sachen die ich noch gekauft hatte auf den Tresen.
„Hey Jiraya, wie geht es dir?“ fragte sie fröhlich, und ihre roten Haare, die zu einem Pferdeschwanz
zusammengebunden waren wippten von rechts nach links. „Na ja, wie es einem alten Mann eben
geht, wenn er eine Schönheit wie dich erblickt, Samantha“, antwortete ich. Sie lachte und reichte
mir den Schlüssel. Natürlich wusste sie, warum ich hier war, ich brauchte ihr nicht zu sagen, das ich
ein Zimmer mieten wollte. „Und bei dir? Alles in Ordnung?“
„Viel Arbeit, Jiraya, hach, ich wünschte, ich hätte nur ein einziges Mal ein freies Wochenende“,
seufzte sie. „Aber so ist das nun mal, wenn man alleine ist. Ach übrigens, ich hörte, Sasuke sei da?“
„Oje, das kannst du gleich wieder vergessen, Sasuke ist schwer verliebt“, wiegelte ich ab. Samantha
war in Sasukes Alter und hatte schon als kleines Mädchen von ihm geschwärmt.
„Schade“, man sah ihr die Enttäuschung an. „Keine Chance für mich?“
„Hm“, ich überlegte. Anders als die normalen Wölfe Alaskas die ohnehin mit etwa 160 cm schon
groß waren, und mit Schwanz über zwei Meter, dazu noch mit einem Gewicht von rund 80 kg, waren
die Werwölfe gut ein Drittel größer. Die zierliche Samantha dagegen - „Wie viel wiegst du?“ fragte
ich sie. „Was?“ fragte sie verblüfft. Ich winkte ab. „Ich rede Unsinn, vergiss es einfach, tja – nein,
mach dir keine falschen Hoffnungen Sam“.
Ich nahm den Schlüssel vom Tresen und ging nach oben. Das andere Zimmer war anscheinend nicht
vermietet, mir war das ganz recht. Klein aber fein. Das Bett stand auf der linken Seite wenn man zur
Tür hereinkam, rechts der Kleiderschrank, von der Tür aus sah man direkt zum Fenster, neben dem
Schrank stand noch ein Tisch, mit Stuhl. Fernsehen oder Telefonieren konnte man unten in der Kneipe.
Ich warf meinen Beutel auf das Bett und öffnete das Fenster. Dann ging ich wieder hinunter, bestellte
mir einen Whisky und setzte mich zu zwei anderen Mushers an den runden Tisch. Wir begrüßten
uns, und wie nicht anders zu erwarten, fragten sie gleich nach meinen Hunden. Ich hoffte, ich würde
hier ein paar Informationen über Old Chicken bekommen. Vielleicht hatten die beiden ähnliche
Erfahrungen wie DeeDee gemacht, und da das alte Huhn wie ich schon festgestellt hatte, immer die
gleichen miesen Tricks benutzte, war es nicht schlecht, nachzufragen, um vorbereitet zu sein.
Narutos Sicht
Ich döste vor mich hin während ich spürte, wie es mir immer besser ging.
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„Hey Choji, wie ist es bei dir?“ fragte ich, ohne die Augen zu öffnen.
„Besser, aber manchmal wird mir immer noch so übel, das ich denk ich kotz gleich“.
Ich brummte. Das hatte ich mir gedacht. Choji war es am übelsten gegangen.
„Und wie´s mir geht interessiert dich nicht?“ fragte Gaara.
„Wie geht es dir, Gaara?“
Gaara gab ein beleidigtes Schnaufen von sich und gab mir keine Antwort. Ich rollte mich vom
Heuballen herunter und kam neben ihm auf die Pfoten. Lee hob fragend den Kopf, als ich auf ihn
zukam. „Komm Lee, lass uns den Schuppen mal unter die Lupe nehmen. Und zwar ganz genau“,
knurrte ich ihm leise zu. Shikamaru zeigte sich alarmiert und sprang auf. „Mach bloß keine
Dummheiten, Naruto“.
Lee war nicht nur der schnellste, er hatte auch die beste Nase, ich zeigte ihm welchen Teil er
durchkämmen sollte. Ich wollte mir den anderen vornehmen, als sich mir Shikamaru in den Weg
stellte. „Lass das“, forderte er mich auf. „Aus dem Weg“, knurrte ich. Wir starrten uns eine Weile
an, dann machte er mir Platz.
„Worauf soll ich achten?“ fragte Lee.
„Auf jeden Geruch, der dir vorher nicht aufgefallen ist, egal wie klein“, sagte ich und schnüffelte
mein Gebiet ab.
Dieser Shikamaru, was bildet der sich ein, wofür hält der mich oder besser wofür hält er sich? Ich
wollte schließlich kein zweites Mal vergiftet werden, wenn wir den Geruch kannten, einen fremden
Geruch hatten, und das Gift selbst war ja geruchlos gewesen, würde es auch kein zweites Mal
vorkommen, ansonsten würden wir ohnehin nur noch jagen, sobald wir fit waren, hatte ich
beschlossen.
Wegen meinem Ärger auf Shikamaru konnte ich mich nicht so gut konzentrieren. Gab es was zum
Ablenken? Ich sah hoch. Sasuke lag mit seinem Buch und einer roten Decke praktisch in der Mitte
der Hütte, vor der Tür. Der würde sich hier bestimmt nicht hinlegen, sondern im warmen Haus bleiben,
wenn er sich sicher wäre, das es nicht nochmal vorkam. Zuerst mal ging ich ohnehin davon aus, das
dieser Mensch glaubte, wir wären tot, ich wollte einfach nur auf Nummer Sicher gehen, also was
brauchte sich Shikamaru da einzumischen? Und Sasuke sah es anscheinend genauso wie ich, na also.
Ich fuhr fort, mein Gebiet abzusuchen.
„Naruto“, rief Lee. Ich sah zu ihm, anscheinend hatte er etwas entdeckt, er bekam die Nase überhaupt
nicht mehr hoch, sah aus als wolle er sie am liebsten in die Erde stecken. Mit zwei Sätzen war ich
bei ihm. Er scharte mit der Pfote. Etwas rundes goldfarbenes lag dort. Ich scharte auch das Heu weg,
um besser ran zukommen und roch daran.
„Ja, das ist ein anderer Geruch, merk ihn dir gut, Lee“. „Ja“, Lee und ich scharrten nochmal, ich
wollte, das die andern Mitglieder auch daran rochen, aber da war Sasuke schon da.
Sasukes Sicht
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„Habt ihr da was gefunden?“ fragte ich. Zum lesen war ich nicht lange gekommen, da Naruto plötzlich
aktiv wurde. Es gab auch eine kleine Meinungsverschiedenheit nahm ich an, da er und Shikamaru
sich gegenüberstanden und Naruto zu knurren anfing, so dass ich schon Angst hatte, sie würden
kämpfen. Aber Shikamaru zog sich dann doch zurück. Lee und Naruto suchten die Scheune ab, ich
brauchte kein Hellseher zu sein, um zu wissen, was hier vor sich ging.
Ich meine, hätte ich sie noch für normale Tiere gehalten, wäre es wahrscheinlich was anderes gewesen,
seit ich wusste, das es Werwölfe waren, und besonders seit dem Abend, an dem ich sie in menschlicher
Gestalt gesehen und reden gehört hatte, waren sie für mich keine Tiere mehr. Sie suchten nach Spuren.
Naruto hob plötzlich den Kopf und unsere Augen fanden sich. Mein Herz fing an zu hämmern und
ich fürchtete, ich würde rot werden, zum Glück wandte er sich wieder dem Boden zu. Also blieb ich
liegen und wartete ab, ob sie was finden würden. Lee gab ein Geräusch von sich so dass ich zu ihm
sah, und Naruto sprang einfach sofort dorthin, zusammen scharrten sie mit ihren Pfoten und steckten
immer wieder die Nase ins Heu, scharrten es wieder weg, und wieder mit der Nase ins Heu.
Die hatten was gefunden, eindeutig. Aufgeregt stand ich auf und lief hin. „Ein Knopf“, sagte ich
überrascht, und nahm ihn in die Hand. Beide schnüffelten weiter, Naruto gab einen kleinen Beller
von sich, und im Nu war ich vom ganzen Rudel eingekreist, die alle am Knopf in meiner Hand rochen.
Es war ein merkwürdiges Gefühl so umringt zu sein, und ihre feuchten Nasen kitzelten meine Hand.
Ich wollte irgendetwas sagen.
„Das habt ihr super gemacht, echt Klasse, ich glaube die Polizei wird sich hierfür sehr interessieren.
Ihr seid spitze Jungs“, redete ich drauflos. Was faselte ich da, ich redete mit ihnen, wie mit Hunden.
Zu blöd.
„Okay, seid ihr fertig? Kennt ihr diesen Geruch jetzt?“ Die ersten zogen sich zurück, Gaara und Choji
schnüffelten noch mal dran. Dann gingen sie auch zurück. Ich stand auf.
„Sobald es aufhört zu schneien, werden die Straßen freigemacht, dann können wir das zur Polizei
bringen, und – naja wenn ihr gesund seid, könnten wir auch den Schlitten nehmen. Ist das in Ordnung?
Offenbar war es das. Gaara, Lee, Naruto und Shikamaru suchten sich wieder ihre Plätze und legten
sich hin. Kiba und Choji wollten sich noch ein wenig kraulen lassen. Dann gingen auch sie.
Ich sah mir nochmal den Knopf an. Echtes Gold war das nicht. Hoffentlich konnten wir damit etwas
anfangen.
Dann ging ich zu meinem eigenen Lager und löschte die Lampe. Eigentlich war der Tag ganz gut
gelaufen. Nur blöde, dass mein Onkel nicht da war. Ich hätte ihm zu gerne den Knopf gezeigt,
vielleicht hatte er ihn schon mal gesehen? Aber das musste warten, ich zog mir die Mütze tiefer ins
Gesicht und die Decke bis ans Kinn.
Leider zog ein kalter Wind auf und ich lag vor der Tür. Ohne Bewegung dem Wind ausgesetzt, dauerte
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es nicht lange, bis ich durch gefroren war, und meine Zähne klapperten. Na super. Musste das jetzt
sein? Ins Haus zurück wollte ich nicht.
„Dann muss ich mich eben mit Heu bedecken“, dachte ich, als ich eine Bewegung unter der Decke
wahrnahm. Neben meinem Kopf kam zuerst eine Schnauze und dann ein anderer Kopf zum Vorschein.
Sein warmer Körper lag dicht an dicht neben meinem. Ich drehte mich zu ihm um. „Naruto“, sagte
ich leise. Und fühlte mich plötzlich geborgen und unheimlich wohl. Ich legte den Arm um ihn und
kuschelte mich an ihn.
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38. 37. Der Traum
Naruto Sicht
Langsam wurde es frischer. Natürlich machte mir das nicht so viel aus, aber Sasuke lag direkt vor
der Tür und so fror er sich halber den Arsch ab. Ich fand es ziemlich cool von ihm, das er vor der
Tür trotz der Kälte Wache hielt und legte mich deshalb zu ihm, um ihn zu wärmen. Bald darauf sind
wir beide eingeschlafen
>>Traum<<
Als ich aufwachte, war ich nicht im Schuppen, sondern in einem kleinen Wald. Der Wald bestand
nur aus Kiefernbäume. Als ich zum Himmel blickte konnte ich den Mond sehen. Es war Vollmond,
deshalb war der Wald auch Hell erleuchtet und ich konnte gut sehen. Ich prüfte die Luft, aber ich
konnte weder einen Menschen riechen noch das Rudel. Ich war ganz alleine. Plötzlich frischte der
Wind auf und mir wehte ein schwacher Duft in die Nase. Komischerweise kam mir der Duft bekannt
vor. Ich folgte dem Duft, bis ich zu einem kleinen See kam. In dem See spiegelte sich der Vollmond
und die Sterne brachten es zum Glitzern. Vor dem See saß eine Schwarze Wölfin. Offenbar hatte die
Wölfin mich bemerkt, denn sie drehte ihren Kopf zu mir um, so konnte ich in ihre Silbernen Augen
sehen. Jetzt erkannte ich auch wer sie war. „Hinata!“ ungläubig trat ich näher.
„Bist du es wirklich?“ Die schwarze Wölfin sah mich liebevoll an. „Ja ich bin´s wirklich.“
Ich konnte es einfach nicht glauben. Schnell sprang ich zu ihr und berührte sie mit meiner Nase.
„Du hast mir so gefehlt“ sagte ich. „Ja du fehlst mir auch. Aber ich bin hier um dir was zu sagen.“
Ich setzte mich hin und starrte sie entsetzt an. Hatte sie gerade gesagt „Du fehlst mir auch.“ Voller
Enttäuschung musste ich fest stellen das es nur ein Traum ist. Hinata sah mir fest in die Augen.
„Bitte du darfst nicht mehr um mich trauern.“ Ihr Blick war so entschlossen. „Wie meinst du das?“
„Naruto ich liebe dich. Das tue ich wirklich und ich werde auch niemals damit aufhören.“ Sie stand
auf und berührte mich mit ihrer Nase. „Aber du darfst mich nicht mehr Lieben.“
„Warum darf ich das nicht. Ich Liebe dich und ich will das sich nichts daran ändert.“ „Nein Naruto.
Du musst den Lieben der Neu in dein Leben getreten ist.“ „Der neu in mein Leben getreten ist? Was
meinst du damit?“ „Wenn du dich auch weiterhin an mich bindest kannst du nicht die neue Bindung
zulassen.“ Langsam wurde ich Sauer. Ich grub meine Krallen fest in den Boden. „Was willst du mir
sagen?“ "Bald wird die Zeit kommen in der das Rudel viele, schwere Entscheidungen treffen muss.“
„Ich versteh das nicht. Welche Entscheidungen müssen getroffen werden?“ Ich merkte das Hinata
immer durchsichtiger wurde. „Das Rennen wird große Gefahren bergen. Du musst bedacht handeln
oder das Rudel wird bald nicht mehr Existieren.“ Damit verschwand Hinata. „Warte sag mir doch
was du meinst.“
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>>Traum ende<<
Erschrocken fuhr ich hoch. Ich war wieder im Schuppen. Ich konnte durch ein Fenster sehen, dass
es Hell wurde. Die anderen wachten auch langsam auf und auch Sasuke wurde wach. Er sah mich
an. „Morgen.“ Er wollte mich streicheln aber ich ging weg. Ich drehte mich nicht zu ihm um,
stattdessen vergrub ich mich in einem Strohhaufen. Ich fühlte mich Komisch und wollte niemanden
sehen.
Sasukes Sicht
Ich wollte Naruto danken, dafür das er mich die Nacht warm gehalten hat. Aber er ging weg und
vergrub sich in einem Strohhaufen. Ich konnte nicht verstehen was das jetzt sollte. Irgendwie verstand
ich ihn einfach nicht. Vom Fenster aus konnte ich sehen das es nicht mehr schneite. Ich stand auf und
ging gleich in die Fleischkammer, um den Wölfen was zu essen zu bringen. Als ich das halbe Rind
auf dem Boden warf, kamen auch alle sofort angetrottet. Nur Naruto blieb weg.
Ich fragte mich was er wohl hatte. Vielleicht war ihm immer noch Schlecht wegen dem Gift. Ich ging
zu dem Strohhaufen wo er sich eingegraben hatte. „Hey willst du nichts essen.“ Aber ich bekam
keine Antwort. Noch nicht mal ein winseln. Vielleicht war er ja doch Krank. Ich war froh das mein
Onkel gleich kommen würde. Er konnte sich Naruto ja ansehen. Eigentlich ärgerte es mich auch das
Naruto heute so drauf war, weil ich ja zur Polizei fahren wollte. Also ich wollte mit dem Schlitten
fahren. Aber wenn Naruto so drauf ist konnte ich das gleich vergessen.
Narutos Sicht
Ich dachte über die Worte nach die Hinata mir gesagt hat. Konnte sie aber nicht zuordnen. Was meinte
sie mit „Ich soll den lieben der neu in mein Leben getreten ist.“ Mir kam ein schlimmer verdacht.
Meinte sie etwa Sasuke. Klar Sasuke gehört jetzt zum Rudel und ich mag ihn auch aber ich kann ihn
doch nicht lieben.
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39. 38. Über uns
Narutos Sicht
Die andern fragten mich was los sei, aber ich hatte beim besten Willen keine Lust ihnen etwas von
meinem Traum zu erzählen. Er sollte mir und Hinata alleine gehören. Auf der anderen Seite wusste
ich, sie würden nicht locker lassen, also sagte ich einfach, ich hätte einen Albtraum gehabt. Welchen
und was für einen wollten sie wissen. Einen an den ich mich nicht erinnern könne, aber er sei furchtbar
gewesen, gab ich zur Antwort. Damit waren sie erst mal zufrieden. Außer natürlich Shikamaru.
Er kam zu mir und sagte: „Entschuldige wegen gestern, ich dachte, na ja, du würdest eine Dummheit
machen, weißt du?“
„Ja, das weiß ich. Umso schlimmer“, knurrte ich ihn besonders unfreundlich an. Tz, ich wusste doch,
das diese Entschuldigung vor allem als Einleitung dazu dienen sollte, mich nach den Einzelheiten
des Traumes zu fragen. So schlau er auch war, manchmal schien er zu vergessen, dass ich ihn genauso
gut kannte wie er mich.
Sasuke kam zurück, er lachte verlegen. „Tja, bis mein Onkel kommt, dauert es sicher noch eine Weile.
Ähm, Glück war das, ja. Ich meine, dass ich an euer Futter ran kam. Aber die Tür zum Haus ist zu
geschneit. Ja, dabei hatte ich ihm schon beim letzten Besuch gesagt – na egal. Wollte nur die Schaufel
holen. Lasst euch nicht stören“.
Sasuke ging in die Ecke mit den Werkzeugen und griff sich eine Schaufel. Dann ging er wieder, ohne
sich umzudrehen.
„Hm“, überlegte ich. „Er war gestern hier und hat die Tür bewacht, obwohl ihm kalt war, trotz seinem
Fell, ähm, der Klamotten. Wir sollten ihm helfen. Glaube ich“.
„Wieso? Er gehört zum Rudel, da ist das schließlich normal, außerdem hast du ihn warmgehalten“,
meinte Lee.
„Also ich hätte Lust mich zu bewegen, wir haben den Schnee doch in Nullkommaplötzlich weg
gescharrt“, meinte Choji dagegen munter.
Ich schüttelte den Kopf. „Ich werde mich in einen Menschen verwandeln und auch dahin gehen“.
„Hä? Du bist heute echt komisch. Was ist los?“ fragte mich Gaara. Shikamaru schaute mich nur
interessiert an, kam dann näher und fragte: „Du – interessierst dich für ihn, oder? Darum diese
komische Spannung und Atmosphäre, jedes Mal wenn ihr zusammen seid“.
Kiba fing an zu lachen. „Du spinnst ja, Shika“.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, das ist es nicht“. Das war es doch nicht, oder? Der einzige der neu
in mein Leben getreten war, war Sasuke. Aber auch Jiraya. Ich mochte Jiraya. Mehr als Sasuke. Aber
irgendwie – anders. Wie einen alten Wolf, den ich zu beschützen hatte. So ungefähr. Eine Art Opa.
Obwohl ich keinen Werwolf kannte, der so alt geworden wäre. So alt werden würde.
Sasuke – der war neuer. Sah für einen Menschen auch gut aus. Ich fragte mich, wie er als Wolf
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aussehen würde. Wahrscheinlich auch gut. Und er hatte gesagt, er wäre verliebt in mich. Aber er war
ein Männchen. Und verliebt ist nicht Liebe. Warum soll ich den also lieben, Hinata? Neue Bindung.
Sie hatte gemeint, ich sei nicht bereit, eine neue Bindung einzugehen, solange ich an ihr festhielt,
aber warum dann er? Es stimmte, ich hatte daran gedacht, wenn wir ein Weibchen im Rudel hatten,
die Führung an Shikamaru abzutreten.
Das wäre ihr gegenüber nur fair. Dem neuen Weibchen. Dachte ich. Schließlich waren wir keine
Tiere, sondern Werwölfe.
„Was ist denn, hat Shika etwa doch recht?“ fragte Kiba. „Red keinen Quatsch“, knurrte Gaara. Sie
rissen mich aus meinen Gedanken. „Ich sagte doch, das ist es nicht. Ich bin hier der Führer, ich muss
mich weder rechtfertigen noch euch meine Entscheidungen oder Beweggründe erklären, verstanden?
Ihr habt mich schließlich dazu gemacht“.
„Ja“. „Hast Recht“. „Schon gut“ – kam es von allen Seiten.
Das war schon besser.
„Ich weiß nicht, wer uns vergiften wollte, aber man wollte uns umbringen. Und ich glaube, derjenige
denkt vielleicht, dass wir tot wären, schließlich hätte ein normaler Hund oder Wolf nicht so lange
durchgehalten oder das überstanden“, erklärte ich jetzt. „Darum gehe ich als Mensch. Um das Risiko
geringer zu halten. Und Choji, nett das du helfen willst, und gut das es dir besser geht, aber dich hat
es am schlimmsten erwischt, also ruh dich noch aus“.
Das waren wirklich meine Gründe und die anderen verstanden es. „Aber einer von uns könnte sich
doch auch in einen Menschen verwandeln und helfen?“ schlug Lee vor.
„Klar, warum gehen wir nicht alle?“ fragte ich. „Es fällt bestimmt nicht auf, wenn plötzlich ein
fremder Kerl nach dem anderen aus dem Schuppen kommt, sich zusammenquetscht vor der schmalen
Treppe und mit Schaufeln um sich herum hantiert“.
Betretenes Schweigen. „Während wir hier diskutieren, wird Sasuke ohnehin schon fertig sein, und
vermutlich durchgefroren, er kann echt froh sein, das er in unserem Rudel ist, wir sind ein Super
Team“, ich wurde sarkastisch.
Die anderen zogen die Schwänze ein, und schwiegen. „Was ist? Noch Einwände oder Vorschläge?
“ ich wartete – „nichts, dann geh ich, außer du willst gehen Shikamaru. Ich meine, wenn du denkst,
das ich komisch wegen Sasuke bin, ich reiß mich auch nicht um diese Arbeit du kannst sie gerne
haben“.
Anscheinend war nichts mehr. Manchmal, dachte ich, manchmal wäre ich gerne allein, nur für ein
paar Minuten – ich verwandelte mich, zog mich an, und nahm eine Schaufel. Es fühlte sich sehr
seltsam an, hoffentlich kam ich damit überhaupt zurecht. Egal, besser zwei als einer. Ich verlies die
Hütte und spürte die Blicke der anderen im Rücken.
Sasukes Sicht
Trotz der Handschuhe würde ich ganz schöne Schwielen bekommen. Der Schnee war schwer und
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verdeckte außer der Treppe die halbe Tür. Außerdem ging immer noch ein Wind von schätzungsweise
Stärke sieben, der den Schnee wieder vor die Tür wirbelte. Alaska hatte einen ganz besonderen Reiz.
Aber man konnte sich hier auch verdammt einsam fühlen. Normalerweise half man sich gegenseitig,
aber das Haus meines Onkels stand am Rand der Stadt, sogar verhältnismäßig weit entfernt von den
anderen. Natürlich könnte ich mit dem Schneemobil dahin fahren, aber die waren sicher selbst damit
beschäftigt, Schnee zu schaufeln.
Ich hörte das Knarren der Tür zur Hütte und drehte mich um. Zuerst war ich alarmiert, der Schnee
der herumwirbelte erschwerte die Sicht und durch den Wind konnte man die Augen nicht richtig
aufmachen, sonst tränten sie sofort. An meine Brille hatte ich dummerweise nicht gedacht. Ich sah
einen Kerl mit Schaufel aus der Hütte kommen, und bekam fast einen Schlag. Mein erster Gedanke
war, er hat sich rein geschlichen, und die Wölfe totgeschlagen auch Naruto. Dann sah ich das goldene
Haar, das mit einer Hand zurück gestrichen wurde. Diese Farbe gab es nur einmal, und selbst wenn
nicht, die anmutige Bewegung ließ mich erkennen das es einer der Wölfe war. Seine Farbe es war
Naruto. Fast hätte ich gelacht vor Erleichterung und Freude.
Gestern hatte er mich warm gehalten, sozusagen das Bett mit mir geteilt und heute kam er, um mir
beim Schnee schaufeln zu helfen. Und zwar ohne die anderen. Das konnte nur eines bedeuten. Meine
Gefühle wurden erwidert.
Mittlerweile war er heran gekommen und stand jetzt vor mir. Ich warf die Schaufel weg und umarmte
ihn. „Naruto“.
„H...Hey, schon gut. Lass los“.
Verwirrt ließ ich ihn los.
„Sag mir lieber, wie man das benutzt, oder besser, zeig es mir“, er hob die Schaufel hoch.
„Ähm – okay“. Ich steckte mit Schwung die Schaufel in den Schnee, trat mit dem Fuß nach, hob sie
hoch und ließ den Schnee mit genug Schwung zur Seite fallen, so dass er ein Stück neben der Tür
zum liegen kam. Naruto machte es mir nach. Und dann einfach weiter, ohne zu reden. Ich schaufelte
auch weiter. Eigentlich sollte ich froh sein, dass er mir half, das ich nicht mehr allein war, dennoch
fühlte ich mich – enttäuscht.
Er hatte mich zurückgewiesen, oder? Jedenfalls fühlte es sich so an.
Vielleicht konnte ich ihn überreden ins Haus zu kommen, damit wir uns unterhalten konnten? Ja, ich
wollte wissen, woran ich war. Ich wollte ihn auch besser kennenlernen, wie dachte er über meinen
Onkel und mich? Über die Vergiftung und das Rennen? Warum war er vorhin so seltsam gewesen,
und warum hatte er sich in einen Menschen verwandelt und war zu mir gekommen, um zu helfen?
Lauter Fragen in meinem Kopf, und ich wollte Antworten. Aber die konnte nur er mir geben, ich sah
ihn von der Seite an. Wusste er, wie gut er aussah? Oder war es ihm egal? Teufel auch.
Ich hätte gerne schneller geschaufelt, aber meine Arme waren schon zu kraftlos.
„Naruto, wenn wir die Tür frei geschaufelt haben, kommst du noch mit rein?“
„Wozu?“ wollte er wissen.
„Zum Reden“, sagte ich.
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„Worüber denn?“
„Über uns, zum Beispiel“.
„Über uns?! Was willst du denn wissen? Über uns! Frag jetzt, das Rudel wartet“.
„Nicht nur über uns, ich möchte dich kennenlernen. Ich kann nicht mit dir reden, so wie mein Onkel.
Außerdem solltest du dich aufwärmen, sonst wirst du am Ende noch krank“.
Naruto steckte die Schaufel in den Schnee, und zeigte mir seine Hände. Es dauerte einen Moment
bis ich begriff, das er mir zeigen wollte, das er keine Handschuhe trug. Eine Mütze auch nicht, fiel
mir jetzt erst auf. Anscheinend bemerkte er, das ich verstand was er meinte, ihm war wohl auch als
Mensch nicht so kalt wie mir. Er hob sogar die Jacke hoch. Darunter trug er nichts. Ich hatte freien
Blick auf seinen gutgebauten Oberkörper.
„Ich trage das nur, weil alle Menschen es tragen und ich so zu wenig Fell habe“, sagte er.
„Du frierst nicht?“ fragte ich ungläubig aber eigentlich ganz froh, dass er so nicht soviel Fell hatte.
„Genau, kluger Junge. Brav“, er wurde ironisch. Warum. Jetzt stemmte er eine Hand in die Hüfte,
hob die andere über meinen Kopf und tätschelte mich. Ich schlug sie wütend weg.
„Ich weiß, das du kein Hund bist. Und ich sage doch auch nicht braver Hund oder so. Nur vor Fremden
nenne ich euch Tiere, na ja, ich weiß nicht, wie sonst, ich kann doch schlecht – Werwolf sagen“.
Naruto sah zur Seite. „Ja, tut mir leid, ist ja auch nicht deine Schuld“.
„Was denn, worum geht es? Du warst heute morgen schon so komisch“.
„Ich hatte einen Traum“, sagte er leise und seine Augen schienen in weite Ferne zu blicken.
„Einen Traum? Was denn für einen?“ horchte ich auf.
Naruto kam in die Gegenwart zurück. „Das fragt mich heute jeder“. „Oh“, ich dachte an das Rudel.
Unwillkürlich musste ich lächeln. Ob sie viel redeten? „Dein Rudel“, stellte ich fest.
„Deines auch“, sagte er.
„Wie?“ fragte ich. Gehörte sein Rudel mir, was meinte er damit?
„Du gehörst auch zum Rudel“.
„Ich – gehöre dazu?“ fragte ich. Das klang irgendwie gut. Sehr gut sogar.
Naruto nickte. „Genau wie Jiraya“. Er legte den Kopf schief. „Von mir aus – schaufeln wir den Rest
hier weg und reden. Über uns, wenn du willst“. Er nahm die Schaufel und arbeitete weiter.
Begeistert hatte das nicht geklungen. Ich wollte lieber nicht mehr über uns reden. Aber wenigstens
würde er mit ins Haus kommen.
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40. 39. Jirayas Rückkehr
Sasukes Sicht
Dank Narutos Hilfe hatten wir den Schnee schnell beiseite geschafft. Und ich hatte die Tür nicht
verschlossen, damit das Schloss nicht zufror. Etwas, was Naruto sofort bemerkte, er zögerte
einzutreten. „Du hast nicht abgeschlossen?“ fragte er und sah mich an, als zweifle er an meinem
Verstand.
„Ich wusste nicht, wie hoch der Schnee fällt, es wäre zufroren“, erklärte ich.
„Und was ist mit der Futterkammer?“ fragte er verärgert.
„Die war verschlossen, keine Sorge. Sie liegt auf der anderen Seite vom Haus. Und vor allem höher.
Also hab ich den Schlüssel einfach stecken lassen, der Wind kam ja erst…“
„Du hast WAS?“ Er rannte zur Rückseite, und hielt die Nase in die Luft.
„Beruhig dich mal, okay? Wäre einer hier gewesen, würden wir die Spuren doch sehen“.
„Oder auch nicht, wenn sie von Schnee bedeckt werden, du bist ein Idiot“, sagte er.
„Daran – habe ich nicht gedacht. Aber…aber niemand kam gestern irgendwohin“.
Naruto ignorierte meinen Einwand und ging in die Kammer. „Kannst du was riechen? In dieser
Gestalt?“
„Natürlich kann ich das. Bin doch kein Mensch“, sagte er immer noch verärgert. Er lief eine Weile
in der Kammer auf und ab, bis er endlich zufrieden war.
„Hier konnte unmöglich jemand herkommen, nicht bei diesem Schnee“, verteidigte ich mich nochmal.
„Ha“, Naruto lachte auf. „Du bist sicher auch schon mal vergiftet worden, und weißt genau, wie
schön das ist, oder?“
„Schon wieder diese Ironie? Ich verstehe sehr gut, dass du jetzt doppelt vorsichtig bist, vor allem
wegen deinem – unserem Rudel. Aber mein Onkel hat auch nichts davon gesagt, dass ich abschließen
soll. Nur das alles ganz frisch gekauft ist.“
Er schien beruhigter, meinte aber trotzdem: „Vielleicht dachte er ja nur, dass es nicht nötig sei, das
extra zu sagen?“
Ich seufzte und folgte ihm zur Vordertür. Er drückte sie auf und ging hinein. Im Flur blieb er stehen.
Seiner Kopfhaltung nach, nahm er vermutlich die verschiedenen Gerüche auf. „Geh doch ins
Wohnzimmer und setz dich. Ich komm gleich“.
Naruto sah mich kurz aus seinen unglaublich blauen Augen an und ging Richtung Wohnzimmer. Ich
selbst marschierte in die Küche. Hatte ich wegen der Futterkammer einen Fehler gemacht? Er hatte
mich verunsichert mit seiner Reaktion. Vielleicht war es auch nur, weil er zum ersten Mal zeigte
durch sein Reden, wie schlimm es gewesen war. Okay, er ist offensichtlich irgendwie mies drauf,
lass dich nicht verrückt machen, redete ich mir zu. Ich machte mir einen Kaffee zum aufwärmen.
Und Naruto? Heisses Wasser am besten. Oder nein, einfach nur Wasser, ihm war nicht kalt. Mit den
Getränken ging ich ins Wohnzimmer. Naruto lag lässig im Sessel. Den rechten Ellbogen hatte er auf
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die Lehne gestützt und seinen Kopf auf die Hand. Das linke Bein lag über der rechten Lehne. Irgendwie
erinnerte mich seine Haltung an die der Wölfe, wenn sie auf ihren Strohballen lagen, ich musste
lächeln und reichte ihm das Wasser.
Jedenfalls hatte er sich abgeregt, sonst würde er nicht so liegen, dachte ich, als er mir die Tasse ohne
seine Haltung zu verändern mit der linken Hand abnahm. Er nahm einen Schluck und sah sich um.
Anscheinend hatte ich mit normalem Wasser richtig gelegen.
„Und, sagst du mir was du geträumt hast? Ich meine, du musst natürlich nicht“.
„Natürlich nicht“, stimmte er zu.
Okay, das war wohl nichts. Ich wünschte, ich könnte mit ihm so umgehen wie mein Onkel. Was hatte
er damals gesagt? Naruto würde mich bald mehr mögen, als mir lieb sei? Davon war nichts zu merken.
Hatte sich überhaupt etwas bei ihm verändert? War das gestern nur Mitleid?
„Du magst mich nicht besonders“, ich verzichtete auf das oder, und sagte es als Feststellung. Naruto
sah mich nachdenklich an. „Doch, eigentlich schon“, sagte er schließlich.
„Wirklich?“
„Ja, wirklich“.
„Aber – du bist heute nicht so gut drauf, oder?“
„Nicht so besonders, nein“. Sein Blick wurde wieder so wie vorhin, als ob er in die Ferne schaue.
Bestimmt hatte es was mit diesem Traum zu tun. Möglicherweise hatte er geträumt, sie wären alle
gestorben, bei diesem Anschlag. All seine Freunde. Oder eine Erinnerung aus der Vergangenheit,
von der ich nichts wusste. Sicher war das mit dem Gift nicht die erste schlechte Erfahrung mit
Menschen. Ich sollte nicht ungeduldig sein, oder verärgert über seinen Sarkasmus. Er hatte vermutlich
seine Gründe.
„Das ist okay, ich hab auch manchmal schlechte Tage, die hat jeder mal“, sagte ich deshalb. „Weißt
du, nur weil ich ein Mensch bin, heisst das noch lange nicht, dass ich gutheisse was manche Menschen
tun“, fuhr ich fort. „Die meisten“, unterbrach er mich.
Ich sah von meiner Tasse auf. Er sah weder verärgert aus, noch hatte er so geklungen, er hatte mich
korrigiert. Ich musste lächeln. „Die meisten“, wiederholte ich leise. Ich fühlte mich sehr zu ihm
hingezogen in diesem Augenblick und vergaß meine Rede. Stattdessen beugte ich mich vor und
küsste ihn ganz sanft auf die vollen Lippen. Für einen Augenblick blieben wir so, dann schob er mich
langsam zurück.
„Jetzt hab ich vergessen, was ich sagen wollte“.
„Dann war es vielleicht nicht so wichtig“, meinte Naruto.
„Doch, ich glaub schon. Aber – da ist noch etwas, das ist wichtiger“.
Ich hörte das Geräusch eines bekannten Wagens. Ausgerechnet jetzt. Naruto blieb sitzen, während
ich zum Fenster ging. Ich sah wie mein Onkel ausstieg und zur Ladefläche ging, wo ein großer Beutel
lag. Normalerweise wäre ich rausgegangen und hätte ihm geholfen. Aber ich wollte nicht gehen. Ich
wollte hier bei Naruto bleiben. „Sieht aus, als ob er eine Menge eingekauft hätte“, sagte ich.
„Dann geh und helf ihm“, sagte Naruto. Als ich mich nicht rührte fügte er hinzu, „Rudelmitglieder
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machen das so“.
Ich sah ihn an. „Ja. Rudelmitglieder machen das so, ich weiss, aber ich will nicht“.
„Warum nicht?“ fragte er irritiert.
Ich ging wieder zu meinem Platz. „Weil ich in deiner Nähe bleiben will. Und – vielleicht bist du
nicht mehr da, wenn ich zurückkomme. Vielleicht bist du dann wieder in der Hütte“.
Zum ersten Mal sah ich, das sich sein Gesicht rot färbte. Ich beugte mich wieder vor, um ihn zu
küssen. Diesmal reagierte er, und wich zurück, so daß ich mich noch weiter vorbeugen und abstützen
musste, bevor ich ihn küsste. Ich wollte ihn nicht erschrecken, aber da ich mich ohnehin schon an
ihn lehnte, hob ich meine Hand und strich durch sein Haar. Seine Lippen waren warm und weich,
und auch wenn er den Kuss nicht wirklich erwiderte, blieben seine Lippen locker und verkrampften
sich nicht. Auch wenn er sich ein wenig mit dem Rücken gegen den Sessel presste, blieb er dieses
Mal immerhin nicht gleichgültig. Also konnte ich auch – meine Hand fuhr unter seine Jacke, die er
noch trug und allein die Berührung seiner Haut erregte mich ungemein.
„Oh, und ich habe mich schon gewundert, das mir keiner tragen hilft“, sagte mein Onkel.
Naruto stieß mich zurück und ich fiel schwungvoll auf die Couch zurück.
Er war knallrot und ziemlich außer Atem. Ohne Jiraya zu grüßen oder anzusehen flüchtete er aus
dem Haus.
„Wie süß“, ich sah ihm nach, sogar die Tür hatte er aufgelassen.
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41. 40. Die Zukunft
Narutos Sicht
So schnell ich nur konnte rannte ich zur Hütte und schlug die Tür hinter mir zu. Ich presste meine
Hand gegen mein Herz, verdammt hör auf so schnell zu schlagen, du blödes Herz, das war doch nur
ein kurzer Sprint. Ich sah in die Hütte. Alle 10 Ohren waren gespitzt und auf mich gerichtet. Sie
hörten es. Natürlich taten sie das. Wer wusste das besser, als ich selbst. An die Tür gelehnt ließ ich
mich runterrutschen auf den Boden.
Ich hatte einen Fehler gemacht. Schon wieder. Immer mehr hoffte ich, das Shikamaru die Leitung
übernahm. Aber noch war es nicht soweit. Ich hatte nichts Genaues von dem Traum erzählen wollen,
weil Hinata mich besucht hatte. Ich wollte sie nicht teilen, obwohl es doch das ganze Rudel anging.
Sogar Existenz wichtig war nach ihrer Aussage. Wie blöd von mir.
Ich streckte meine Beine aus, und ließ meine Hände locker zwischen ihnen. Die anderen kamen
neugierig näher. „Also, ich muss euch was sagen“, fing ich an. Und dann erzählte ich ihnen alles.
Nur das mit „den anderen lieben“ ließ ich aus. Das war nicht wichtig für das Rudel, oder doch?
Den Reaktionen nach, erkannte ich, dass es richtig gewesen war, davon zu erzählen. Zwar konnten
sie im Moment auch nichts mit den wichtigen und schwierigen Entscheidungen die getroffen werden
mussten anfangen, sowie mit dem gefährlichen Rennen, aber alle waren sehr nachdenklich geworden.
„Was ist, wenn wir jetzt nicht an dem Rennen teilnehmen?“ fragte Lee, zog den Schwanz ein und
duckte sich. Wahrscheinlich erwartete er eine unangenehme Strafaktion von mir.
„Ich glaube, das gehört mit zu den Entscheidungen die für unsere Existenz wichtig sind“, sagte ich
stattdessen. „Also, was ich sagen will, wenn wir hierbleiben und Schlitten ziehen, oder wenn wir uns
vorm Dorf eine neue Höhle bauen, oder von mir aus auch die alte nehmen, was erreichen wir damit?
Einige von uns sind schon 17. Ein Weibchen fällt wahrscheinlich nicht vom Himmel, das den
Fortbestand des Rudels sichern würde. Und wir wollten doch auf dieser Strecke, die immerhin fast
2000 km lang ist, nach einem suchen“.
„Wir haben aber trotzdem keine Garantie auch eines zu finden, was wenn du den Kampf verlierst?
Wer soll uns dann führen?“ fragte Kiba.
„Shikamaru“, sagte ich knapp und sah ihn an. Er sah nicht überrascht aus.
„Einen Moment mal“, ging Gaara dazwischen, „heißt das wir nehmen an dem Rennen nicht teil?“
„Gaara? Das von dir?“ fragte ich.
„Ph, mir ist das egal“, er drehte sich um. Ich legte den Kopf schief, von Gaara hätte ich am wenigsten
erwartet, dass ihm das Rennen so wichtig war.
„Wir nehmen teil“, sagte ich. Fragend wurde ich angesehen.
„Auch wenn es gefährlich wird, und das wird es, habe ich verschiedene Gründe für diese Entscheidung
“, sagte ich. „Natürlich will ich Jiraya helfen. Aber nicht nur das. Ich will auch zeigen was wir drauf
haben, ich will gewinnen, und ich weiß, das wir gewinnen, weil ich euch kenne, und euch geht es
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doch genauso wie mir, hab ich recht?“ Allgemeine Zustimmung und auch vor freudiges Grinsen.
„Der zweite ist, ich bin tierisch wütend, das wir so einfach zu vergiften waren, das kann man mit uns
nicht machen, und das werden wir beweisen, egal was da kommt, wir lassen uns nicht unterkriegen.
Im Gegenteil, wir werden es diesem Menschen heimzahlen“. Als Resonanz bekam ich diesmal
lautstarke Unterstützung.
„Dann denke ich doch, das wir so die beste Chance haben ein anderes Rudel zu finden.
Selbstverständlich werden wir gewinnen“. Allgemeines Johlen.
„Aber...“, ich machte eine Pause und sah Shikamaru an.
„Ich soll mich den Weibchen als zukünftiger Leitwolf vorstellen“, vollendete er meinen Satz. „Genau
“. Allgemeine Empörung. „Dann wird vielleicht keine mitkommen“. „Genau, du bist es der kämpft
um sie, das imponiert ihnen, sie werden geschmeichelt sein und...“
„Trotzdem nicht mitgehen, wenn ich es bin“, sagte ich.
„Was wieso denn nicht“, wollte Lee wissen.
Ich sah auf meine Hände, Hände mit Fingern. Ohne Krallen.
„Ich – ich hab schon jemanden“, sagte ich.
„Du kannst sie immer noch nicht vergessen?“ fragte Choji voller Anteilnahme. Ich sah ihn an. Er
war es gewesen, der mich damals gerettet hatte. Wäre ich ein Weibchen, ich würde ihm folgen. Aber
mit 15 war er zu jung. In menschlicher Gestalt hatte er vielleicht eine stattliche Figur, und kam wie
ein junger Mann daher, aber nach menschlicher Altersrechnung war er grade mal in der Pubertät,
auch wenn die bei uns nur ein oder zwei Jahre dauerte.
„Ich werde sie nie vergessen, aber ich meine jemand anderen. Choji“. Er verstand nicht, und sah
mich verwirrt an. „Jemand anderen?“
Ich nickte.
„Also doch“, meinte Shikamaru gelassen. Er schien zufrieden endlich seinen Verdacht bestätigt zu
bekommen, und zu wissen was los war.
Nun wurde Shikamaru bestürmt. „Wer ist es, wieso haben wir sie nicht gerochen, dann brauchen wir
doch kein Weibchen zu suchen das mitkommt, und können uns den Kampf sparen“. Es wurde
durcheinander gesprochen.
Was ich nicht hatte über die Lippen bringen können, fiel Shika leicht. „Dummköpfe, er redet natürlich
von Sasuke“. Ungläubiges Schweigen, dann Lachen. Als weder Shikamaru noch ich mitlachten,
wurde es den anderen langsam klar. „Ein Männchen?“ „Schlimmer, ein Mensch“. „Aber ein Mitglied
des Rudels“. „Trotzdem“. „Kann nicht euer Ernst sein“. „Das will ich sehen“. „Ich auch“. „Ja ich
will auch zusehn“. „Funktioniert das? Ist doch eklig“. „Eigentlich pervers“.
„Ruhe“, brüllte Shikamaru. Dann sah er zu mir. „Ich bin froh, das es jemanden gibt, der in der Lage
ist, dein Herz zu berühren. Ich dachte schon, ich hatte befürchtet, das es keinem mehr gelingen würde
“.
„Shika hat recht“, sagte Lee. „Lee hat recht, wir sollten uns lieber für Naruto freuen“. „Seh ich auch
so“, sagte Gaara, „außerdem funktioniert das, ich habs ja schon gesehen“. „Bedeutet das dann, Naruto
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muss sich dabei in einen Menschen verwandeln?“ fragte Kiba. „Idiot“, knurrte Shikamaru. „Sasuke
kann sich nicht in einen Wolf verwandeln. Beantwortet das deine Frage?“
Langsam kehrte wieder Ruhe ein. Ich war immer noch verwirrt. Und unsicher.
Shikamaru kam an meine Seite. „Das hast du schon länger geplant, hab ich Recht?“
„Nein, erst heute, als wir im Wohnzimmer waren“, antwortete ich.
„Ich meinte nicht, seit wann du das mit Sasuke bemerkt hast. Lass dir Zeit. Ich seh doch, dass dich
diese Sache selber mitnimmt“. Ich sah Shikamaru an.
Er redete weiter. „Ich meine, das du deine Position abgeben willst. Du kannst einer anderen Wölfin
nicht das Blaue vom Himmel herunter lügen, nur damit sie mitkommt. Ist doch so?“
Ich nickte. „Ich finde es okay. Ich meine, du bist ehrlich. Und das ist gut. Sei einfach auch ehrlich
mit dir selber, der Rest ergibt sich dann von allein, du wirst sehen“.
Ich war Shikamaru dankbar für diese Worte, und auch die anderen ließ es nicht kalt.
Plötzlich redeten alle auf mich ein, das es die richtige Entscheidung wäre.
„Aber“, Shikamaru stand auf. „Ich kann die Position nur dann annehmen, wenn du uns die Zukunft
für unser Rudel zeigst und dahin bringst“.
Ich nickte. „Das werde ich tun. Und dann wird deine Zeit kommen, Shikamaru“. Mit diesen Worten
verwandelte ich mich zurück und suchte meinen Stammplatz auf.
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42. 41. Sasuke und Naruto
Sasukes Sicht
Naruto rannte so schnell wie möglich raus, als mein Onkel rein kam. Mein Onkel stellte den Beutel
auf den Boden. „Man da hab ich aber keinen guten Moment raus gepickt“ sagte er.
„Ja noch blöder konnte es nicht laufen, was soll ich jetzt bitteschön machen?“ „Tja da kann ich auch
nicht viel machen. Aber du solltest dich lieber freuen das er dir nicht Kopf abgehackt hat. Ja klar
Naruto ist jetzt nicht der Typ für so was, aber ihm hat es anscheinend gefallen. Wenigstens hat er
dich nicht weg gestoßen.“ „Ja schon aber ich glaub ich will ihm jetzt nicht unter die Augen treten.“
Ich ging hoch in mein Zimmer. Ich wollte für mich sein und die Situation erst mal sacken lassen.
Am nächsten Morgen hab ich meinem Onkel gesagt das ich die Wölfe heute nicht füttern will.
Narutos Sicht
Am nächsten Tag wollte ich mit Sasuke reden, aber er kam nicht um uns zu füttern sondern Jiraiya
kam. Ich trottet zu ihm. „Warum füttert Sasuke uns nicht?“ wollte ich von ihm wissen.
„Wie wärs wenn du ihn selber fragst. Er ist in seinem Zimmer.“ Zögerlich ging ich aus dem Schuppen.
Ich wusste nicht genau was ich sagen sollte, oder wie ich das Anstellten sollte.
Na ja es wird schon werden glaub ich. Zum Glück war die Tür zu Sasukes Zimmer ein Spalt offen,
so konnte ich ohne Probleme rein gehen. Ich schob mit meiner Schnauze die Tür auf. Sasuke lag auf
seinem Bett und starrte die Decke an. Ich ging zu ihm und legte meinem Kopf auf sein Bett.
Wir beide sagte nichts und es herrschte lange Zeit schweigen. „Tut mir leid“ sagte Sasuke plötzlich.
„Ich hätte es nicht tun dürfen. Es war ein Fehler.“ „Es brauch dir doch nicht leid zu tun“ sagte ich zu
ihm wohl wissend das er mich nicht versteht. Aber ich hatte vor lauter Aufregung vergessen mich
in einen Menschen zu verwandeln und ich wollte jetzt nicht völlig Nackt vor Sasuke stehen.
Ich schaute ihn nur weiter an und legte meine rechte Pfote auf das Bett. Sasuke streichelte mich am
Kopf. „“Ich wünschte ich könnte verstehen was du mir sagen willst“ sagte er.
„Ich wünschte du könntest mich auch verstehen.“ „Kann ich dich was fragen?“ sagte er plötzlich.
Ich hob meinen Kopf. „Das soll wohl ein ja sein.“ Sasuke atmete tief ein und wieder aus.
„War der Kuss gestern schön für dich oder nicht?“ Ich merkte wie meine Schwanzspitze anfing zu
zucken. Ich nickte Sasuke zu. Der sah mich geschockt an. „Echt du fandest es schön, also nicht eklig
oder so was.“ ich schüttelte mit dem Kopf. „Wow das glaub ich jetzt nicht. Ich dachte du würdest
jetzt nicht mehr mit mir zu tun haben wollen.“ Ich legte den Kopf schief. „Blödmann du bist doch
ein Rudelmitglied.“ Sasuke sah mir fest in die Augen. „Ich weiß nicht sollen wir es versuchen.“ Ich
hüpfte auf sein Bett und legte mich zu ihm. „Soll wohl Ja heißen“ stellte er fest.“
Eine weile blieb ich bei ihm liegen, aber dann wollte ich wieder zu meinem Rudel. Ich stand auf und
hüpfte vom Bett. Sasuke sah mir nach. Ich ging wieder in den schuppen, wo ich gleich von allen
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umzingelt wurde. Nur Shikamaru blieb wie immer gelassen. „Und was ist jetzt mich euch?“ fragte
er ruhig.“ „Na ja wir sind jetzt irgendwie zusammen.“ „Wurde auch Zeit“ meinte er.
Alle verteilten sich wieder im Schuppen ich legte mich auf einen Strohballen.
Wir dösten vor uns hin, bis mir plötzlich eine frage in den Kopf schoss. „Wie funktioniert eigentlich
eine menschliche Beziehung?“ fragte ich in den Raum. Dann sah ich zu Gaara. „Du müsstest es doch
am besten wissen.“ „Woher soll ich das denn wissen. Sie hatten nur Sex miteinander sonst wusste
ich nichts davon“ knurrte er. „Ich bin mir sicher das Sasuke dir alles beibringen wird“ meinte
Shikamaru. „Ja schon aber ich will nicht alles von ihm lernen. Was ist mit dir Kiba?“
Kiba rollte sich auf den Rücken. „Alter so was sollst du mich nicht fragen. Woher soll ich das denn
wissen, bin doch kein Mensch.“ „Ja aber du willst doch immer zugucken und da du ja schon oft in
einem Menschendorf warst.“ „Ja aber ich schau doch nicht in Fenster rein. Kommt doch voll pervers
rüber.“ „Und das von dir“ meinte Lee. „Jetzt mach dir keinen Kopf Naruto. Es wird sich schon alles
ergeben“ meinte Shikamaru.“ Ich sah zu ihm rüber. „Ja vielleicht hast du recht.“
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43. 42. Die Liste
Sasukes Sicht
Ich war glücklich. Mir war es auch vollkommen egal, das Naruto ein Werwolf war und darum häufig
die Gestalt eines Wolfes hatte. Ich lag still auf meinem Bett, und sah an die Decke, obwohl ich am
liebsten vor lauter Glück herum gehüpft und gejubelt hätte.
Natürlich, ich hatte gestern gemerkt, das er auf mich reagierte und mein Onkel hatte gesagt, immerhin
hat er dich nicht weggestossen oder so ähnlich und trotzdem, ich hatte mir nicht vorstellen können,
das er meine Gefühle auf die gleiche Art erwidert. Aber – wenn er ein Wolf war... ich sprang vom
Bett auf und lief aus dem Zimmer.
Meinen Onkel fand ich in der Küche, er war am Telefonieren, schrieb etwas auf einen Zettel, sagte:
„Das habe ich mir gedacht, also danke nochmal bis dann“, und legte auf.
„Onkel, ich will auch diese Sprache lernen, kannst du sie mir beibringen und wenn nicht, dann doch
der Schamane nicht wahr? Glaubst du, das wäre gut? Das ist es ganz sicher, wenn Naruto seine
Wolfsgestalt hat, kann ich immerhin mit ihm reden. So wie du Onkel. Und wir haben auch was
gefunden im Schuppen. Einen Knopf. Vielleicht hast du ihn schonmal bei irgendjemanden gesehen?
Mist jetzt hab ich ihn oben im Zimmer liegen lassen, aber sag mal...“
„Sasuke hol mal Luft, du bist ja schon ganz blau im Gesicht“, unterbrach er mich.
Erschrocken sah ich in den Spiegel. „Das war doch nur ein Scherz, meine Güte, ein Knopf sagst du?
„Ja, er ist noch oben ich hole ihn gleich“.
„Gut, ich habe auch einiges erfahren, als ich bei Sam war“. Er sah mich an. Fragend. Das irritierte
mich. Eigentlich hatte ich erwartet, er würde mir erzählen, was er in Erfahrung gebracht hatte.
Plötzlich grinste er.
„Was ist denn?“ fragte ich beunruhigt.
„Na ja, du interessierst dich nicht, wie es Sam geht? Sie hat nach dir gefragt“.
„Ich mag sie, das ist alles. Wenn das eine Anspielung sein soll, bitte spar sie dir, du weisst doch, das
ich Naruto liebe, das ist mir ernst. Sehr ernst, also – mach das nicht. Solche Andeutungen“.
„Hab ich Andeutungen gemacht? Anscheinend verstehst du keinen Spass wenn es um Naruto geht“.
„Nein“.
„Schon gut, wirf mal einen Blick auf den Zettel, er benutzt immer die gleichen Methoden. Ich dachte
es mir schon“, sagte mein Onkel und reichte mir das Blatt, „aber gut für uns“.
Ich nahm den Zettel entgegen und las mir die Stichpunkte durch. Scharf sog ich die Luft ein.
„Selbst wenn es immer die gleichen Methoden sind, das ist gefährlich. Sehr gefährlich“.
„Ich weiß“, mein Onkel stemmte die Hand an die Hüfte. „Was ist mit dem Knopf?“
„Egal, er ist rund und goldfarben, Onkel, du hast genug Rennen gewonnen, wenn du schon teilnehmen
musst, halt Abstand zu ihm. Ich will ihn nicht verlieren und dich auch nicht. Was soll ich dann denn
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machen?“
„Goldfarben? Das ist selten. Aber im Moment fällt mir keiner ein, der solche Knöpfe trägt. Goldfarben.
Tz, ein Schwuler vielleicht?“
„Was? Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie solche komischen Knöpfe getragen“.
„Du hast ja auch nur selten Hemden an, Sasuke“.
„Jedenfalls ist es schon ein Sieg ins Ziel zu kommen. Ich wünschte, ich könnte dabei sein“, sagte ich
in der Hoffnung, ihn umzustimmen. „Ich meine, Hallo? Du musst doch selber einsehen, also was ich
sagen will, du kannst unmöglich dein Leben für dieses blöde Rennen aufs Spiel setzen, und erst recht
nicht das der Wölfe. Sie vertrauen dir, hast du gewusst, das sie dich sogar ins Rudel aufgenommen
haben?“
„Klar“.
Er sagte das so gelassen. Unglaublich. Ich hatte das Gefühl mit einer Wand gesprochen zu haben.
Warum war er so verdammt stur. Oder hatte er nicht mehr alle Nadeln an der Tanne?
„Beruhige dich mal, okay?“
„Wie soll ich mich beruhigen. Ich habe den Jungen meiner Träume gefunden, und er will mit mir
zusammen sein, und du – du willst ihn umbringen“, ich fing an zu schreien.
„Sasuke“, rief mich mein Onkel laut zur Ordnung.
Vor lauter Wut und Verzweiflung knirschte ich mit den Zähnen, war aber still. In meinem Kopf suchte
ich nach einer Lösung. Vielleicht konnte ich wenigstens Naruto zur Vernunft bringen, wenn ich ihm
diese Liste zeigte? Ah, er konnte wahrscheinlich nicht lesen.
„Letztendlich entscheidet das Rudel, und wenn sie rennen wollen, dann wollen sie auch gewinnen.
Ich will keinen umbringen und ich will auch nicht sterben. Unterschätz deinen Liebsten mal nicht“.
Er zog sich die Jacke an.
„Hey wo gehst du hin?“
„Zu meinem Rudel natürlich“.
„Warte, da komm ich mit“, sagte ich schnell und zog mir auch was Warmes an.
Als wir zur Tür rausgingen sah ich zu meiner Überraschung, das sie draußen waren, und nicht in der
Hütte.
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44. 43. Liebe
Narutos Sicht
„Gehen wir raus, ich will sehen, in welcher Verfassung wir sind“, sagte ich zu meinem Rudel. „Aber
du schonst dich nach wie vor, Choji“.
Er nickte mir zu. Dann gingen wir alle nach draußen.
Ich war ja schon vorher draußen gewesen, hatte sogar Schnee geschaufelt. Diesmal achtete ich mehr
auf die Signale meines Körpers, genau wie die anderen. Normales Laufen war kein Problem, auch
für Choji nicht. Also fingen wir an ein wenig zu traben. Lee war wie immer sehr ungeduldig, und
wollte nach einer Zeit schon rennen. „Nein, Lee warte noch“. Choji´s Atmen ging plötzlich schwerer.
„Für dich Pause, Choji“, sagte ich.
„Aber ich kann noch“.
„Lauf wieder“, sagte ich zu ihm. „Ganz normal“. Wir anderen trabten weiter, auch Lee war jetzt
vorsichtiger, vielleicht wegen Chojis Zustand. Ich fühlte mich soweit ganz gut, aber ich merkte auch,
Rennen würde nicht so gut sein. Im Notfall könnte ich es zwar, aber es war ja kein Notfall. Stattdessen
behielt ich lieber Choji im Auge. Mit dem Laufen hatte er kein Problem. Sein Atem wurde wieder
normal.
Das Herumliegen und das Gift machte uns also immer noch zu schaffen.
Ich sah zu Shikamaru. Er schüttelte den Kopf. „Das kann noch zwei oder drei Tage dauern“.
„Verdammt, solange?“
„Ist doch noch Zeit bis zum Rennen, nicht mehr lange, aber es wird reichen“.
„Wir sind wieder richtig fit wenn es soweit ist?“
Shikamaru nickte. Ich sah zu Choji. „Er auch“, sagte Shikamaru. „Warum hast du es so eilig?“
„Ich wollte, das wir jagen. Wird Jiraya auch weniger Geld kosten“.
„Keine Sorge, Jiraya hat was auf der hohen Kante, wie die Menschen sagen, und Lee überprüft jedes
Fressen“.
„Hohe Kante?“
„Geld, immerhin lebt er alleine, ist bescheiden, und so. Er braucht nicht soviel, wie er verdient. Der
hat was gespart“.
„Woher weisst du das?“ fragte ich überrascht.
„Hab ihn gefragt“. Er sah mich an. „Du bist nicht der Einzige, der daran gedacht hat, das wir nicht
nur Geld bringen sondern auch kosten“. Ich musste grinsen, ja, Shika war die richtige Entscheidung
als Nachfolger.
Plötzlich kamen Jiraya und Sasuke heraus.
Unwillkürlich musste ich Sasuke ansehen und daran, wie er mich geküsst hatte. Er sah mich auch an
und schien mächtig aufgeregt zu sein. Aber nicht vor Leidenschaft.
Ich fragte mich, was los ist, und trottete auf die beiden zu. Das restliche Rudel setzte oder legte sich
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hin wo sie gerade waren. Jiraya ging in die Hocke. Er erzählte, er hätte mit anderen Leuten gesprochen,
die Probleme mit Old Chicken hatte, und zählte mir seine verschiedenen Tricks auf. Mit einem davon
hatten wir ja schon Bekanntschaft gemacht. „Es liegt bei euch, wenn du denkst es ist zu gefährlich,
lassen wir es“, sagte er.
„Was denkst du denn?“ wollte ich wissen.
„Ehrlich gesagt, nichts. Ich überlasse es dir. Also?“
„Wir rennen, wenn du die Vorbereitungen triffst, am schwierigsten wird es auf dem Eis werden. Aber
wenn wir nicht lange im Wasser sind, kommt es nicht an uns ran“, sagte ich.
„Hm, wie meinst du das?“
„Ich meine, nimm diese Fächerspannung mit, oder wie das heisst“.
„Ich meinte, was meinst du damit, das Wasser kommt nicht an euch heran?“
„Naja, wie soll ich sagen, wir haben verschiedene Schichten von Haaren, die oberen sind hart und
spitz und dick, sie liegen nicht direkt am Körper, als wenn wir zum Beispiel draussen liegen, und
von Schnee zugedeckt werden, schmilzt er trotzdem nicht durch unsere Körperwärme. Sie sind auch
wasserabweisend. Es dauert ein wenig, bis das Eiswasser zur Haut kommt. Aber wenn ist es schlecht.
Unter den Deckhaaren ist Fell wie weiche Wolle. Sie hält uns warm. Wenn das Wasser da durch
kommt, dann werden wir auskühlen. Mach dir keine Gedanken, wir starten auf jedem Fall, und
gewinnen auch. Sollte es unterwegs doch zu gefährlich werden, können wir an Ort und Stelle
entscheiden“.
„Super Idee“.
„Was sagt er?“ wollte Sasuke ungeduldig wissen.
Ach so war das, ich hatte gedacht, er müsse dringend aufs Klo.
„Er sagt, wir rennen“.
„Wie bitte? Nein, Naruto, das ist zu gefährlich, ihr werdet umkommen, und ich kann nicht mal dabei
sein“.
Ich hob überrascht den Kopf. „Du willst dabei sein wenn wir umkommen?“
„Was sagt er?“ fragte Sasuke wieder.
„Er fragt warum du dabei sein willst, wenn wir umkommen“.
„Na – weil, weil..weil...du hast doch gesagt, ich gehöre zum Rudel, vielleicht kann ich helfen, wenn
was passiert, oder – ohne dich, was soll ich dann machen?“
„Nein, du kannst nicht helfen, du störst nur. Dann müssen wir ja noch einen beschützen“.
„Was sagt er?“ fragte Sasuke, seine Stimme war irgendwie anders, irgendwie hoch und laut und
schrill gleichzeitig.
„Mann ist der hysterisch“, knurrte Gaara.
Hysterisch? Ich sah Gaara fragend an, aber der blieb ausser einem, „das nervt“, stumm.
Jiraya sah mich an, warf einen Seitenblick auf Sasuke und zwinkerte mir zu. „Sag mal, was käme
eigentlich dabei heraus, wenn ich zustimme, das du Kessy deckst?“
Jiraya hatte noch Sinn für Humor, das gefiel mir. „Onkel“, brüllte Sasuke empört. Der lachte nur.
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„Was denn? Es interessiert mich“.
„Hör auf und fange ich noch an komplett durchzudrehen, sag ihm, das ich auch die Sprache, seine
Sprache lernen werde“.
„Das hat er verstanden“, sagte Jiraya und sah Sasuke nachdenklich an.
„Hey, redet nicht über mich, als wär ich nicht da“, knurrte ich.
Jiraya sah mich an. „Es dauert, die Sprache zu lernen, man muss eins mit der Natur werden, meditieren,
seinen Körper reinigen, man bekommt Kräuter, isst tagelang nichts und vieles mehr, damit man mit
dem Geist des Wolfes Kontakt aufnehmen kann. Nur so kann man es lernen. Es ist viel Eigenarbeit,
wenn man die nicht macht, und ungeduldig ist, oder es einem nicht wirklich ernst ist, wird der Geist
einen für unwürdig halten, und alles war umsonst“.
„Es ist mir ernst“, sagte Sasuke jetzt viel ruhiger.
„Dann machen wir das nach dem Rennen“, sagte ich. „ich bleib in der Zeit bei ihm wenn er will,
sags ihm“.
„Was du bleibst bei ihm in der Zeit?“ Jiraya war ehrlich überrascht, „was ist mit dem Rudel“.
„Shikamaru wird’s leiten. Wenn es stimmt, was Sasuke gesagt hat, wird er nervös sein, wenn er mich
nicht sieht, jedenfalls wäre es mir so mit Hina...es würde mir so gehen“.
Jiraya sah mich nachdenklich an. „Ich weiss, das es Sasuke wirklich ernst mit dir meint. Was ist mit
dir, Naruto?“
Ich sah auf den Boden. Es war mir schon ernst ja, aber ich dachte auch, irgendwie sei es eine Übung
oder etwas ähnliches und wenn sie nicht klappte, dann war es eben so. Jirayas Worte eben hatten
mich aus welchem Grund auch immer getroffen. Obwohl Sasuke schon gesagt hatte, er wäre in mich
verliebt und ich mich dafür entschieden hatte, hatte ich mir dennoch eine Hintertür offen gehalten.
Das wurde mir in diesem Moment bewusst.
„Ich weiss nicht, wie es mit einem Menschen funktioniert, und dazu noch mit einem Männchen.
Aber – ich weiss auch, das da was ist, zwischen ihm und mir, und – ich bin bereit es zu versuchen.
Ja, da ist etwas“, sagte ich, „ich hoffe, es ist genug, aber offen gesagt, das ist Neuland für mich, ich
bin total unsicher, Jiraya“.
Jiraya sagte zu Sasuke ziemlich energisch, das er zurückbleiben sollte und winkte mich in eine stille
Ecke.
„Ich versteh so ungefähr was du meinst, Naruto. Ja wirklich, ich verstehe dich, aber es beunruhigt
mich auch etwas, das ich dich noch nie von Liebe sprechen – ich meine, ich kann mich nicht erinnern,
das du je gesagt hättest, du liebst ihn“.
Ich setzte mich hin. „Liebe“, wiederholte ich und legte den Kopf schief, „was genau verstehst du
unter Liebe?“
„Man denkt an den anderen, freut sich wenn er sich freut, ist traurig wenn er traurig ist und will ihn
wieder fröhlich machen, man will mit ihm zusammen sein, und wenn man mit ihm zusammen ist,
dann fühlt man sich glücklich“, sagte er selbst nachdenklich, „ich glaube, das würde ich unter Liebe
verstehen. Zu teilen, zusammen zu sein“.
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„Was ist mit Küssen?“ fragte ich.
„Das gehört dazu. Zum teilen, und zum zusammen sein wollen. Das man auch körperlich zusammen
sein will“.
„Hm, na gut, dann liebe ich ihn“.
„Hohoho. Nicht so schnell. Da gibt es einen Unterschied. Wenn du nur körperlich mit ihm zusammen
sein willst, ist das nicht Liebe“.
„Okay, vielleicht sollten wir das fürs erste lassen“.
„Wie?“
„Dieses Gespräch“, sagte ich und stand auf um zu den anderen zurückzugehen.
„Warte“, rief Jiraya.
Aber ich war schon verwirrt genug. Warum mussten es Menschen so kompliziert machen? Ich hatte
doch gesagt, das ich mit ihm zusammen sein will, wo war das Problem?
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45. 44. Rückkehr zur Höhle
Narutos Sicht
Jiraiya sagte zwar das ich warten sollte. Aber ich wollte nicht. Ich ging wieder zu meinem Rudel.
Sasuke war vermute ich im Haus. Jiraiya kam dann auch zu uns. Er bückte sich zu mir runter.
„Denk wenigstens darüber nach“ sagte er, danach ging er ins Haus. Wir gingen in den Schuppen.
Dort verteilten wir uns. Ich legte mich auf einem Heuballen hin. Ich dachte nochmal über die Worte
von Jiraiya nach und über Sasuke Reaktion. Jiraiya meinte wenn man sich Liebt teilt man alles
miteinander. Auch die Sorgen und Sasuke machte sich eindeutig Sorgen um uns. Vielleicht hat er ja
recht und wir überschätzten uns. Was ist wenn uns wirklich etwas passierte. Und was ist mit Sasuke.
Vielleicht passiert ihm ja auch etwas. Immerhin sollte er ein Auge auf diesen Old Chicken haben.
Und wenn der das herausfindet, dann steht es nicht gut um Sasuke. Plötzlich wollte ich bei Sasuke
sein. Ich stand auf und ging zur Tür. Ich wollte gerade raus gehen, als Shikamaru mich aufhielt.
„Wo gehst du hin?“
„Ich wollte zu Sasuke“ sagte ich.
„Machst du dir Sorgen um ihn.“
Ich fühlte mich ertappt. „So ein Blödsinn. Ich wollte nur wegen dem Rennen zu ihm.“ Ungläubig
sah Shikamaru mich an. Aber dann trat er zur Seite so das ich raus gehen konnte.
Ich trabte in das Haus von Jiraiya. Sasuke saß auf der Couch. Ich ging zu ihm und legte meinen Kopf
auf seinen Schoß. Sasuke streichelte mir über den Kopf. „Was ist wenn dir etwas passiert“, sagte er
plötzlich. Ich wusste zwar das er mich nicht verstehen würde aber ich antwortete ihm trotzdem. „Uns
passiert schon nichts. Glaub mir.“
Dann lächelte Sasuke mich an. „Ich wünschte ich könnte dich verstehen.“
„Das wünschte ich mir auch.“
Plötzlich kam Jiraiya ins Wohnzimmer. Ich hob den Kopf und ging zu ihm. Jiraiya bückte sich zu
mir runter. „Gib mir was zum Anziehen“ sagte ich. Jiraiya sagte nichts sondern ging in sein Zimmer.
Ich folgte ihm. Aus einem kleinen Schrank holte Jiraiya Sachen für mich raus. Ich verwandelte mich
in einen Menschen und zog die Klamotten an. Dann ging ich ins Wohnzimmer und setzte mich zu
Sasuke. Wir sahen uns kurz an.
„Sasuke dieses Rennen ist ganz wichtig für uns“ fing ich dann an.
„Aber warum ist es so wichtig?“ fragte Sasuke.
„Wir wollen für Jiraiya teilnehmen. Wir wollen für ihn gewinnen. Außerdem könnte sich Shikamaru
so ein Weibchen suchen. Verstehst du was ich dir sagen will.“
„Ja schon. Aber was ist wenn dir etwas passiert. Ich könnte es nicht ertragen dich zu verlieren.“
Plötzlich griff ich nach Sasukes Hand. „Ich weiß das du dir Sorgen machst. Mir geht es doch genau
so. Immerhin bist du genau so in Gefahr wie wir alle hier.“
„Warum muss das so kompliziert sein? Warum kann man nicht einfach ein ganz normales Rennen
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fahren.“
„Weißt du wenn wir an diesem Rennen teilnehmen, können wir es Old Chicken heimzahlen. Er dürfte
nie wieder an einem Rennen teilnehmen.“ Jedenfalls würde ich dafür sorgen, auf die ein oder eben
andere Art.
„Ja ich weiß. Aber was auf dem Zettel stand war so grausam. Und wenn ich mir vorstelle das so was
auch dir passieren kann dann.............“
„Mach dir nicht so viele Sorgen. Wir sind immerhin Werwölfe. Uns kann man so leicht nicht töten.“
„Aber trotzdem kann man euch töten.“
Langsam wurde ich genervt. Wie kann ich ihm bloß die Sorgen wegnehmen. Er verhielt sich ja
schlimmer, als der ängstlichste Welpe, den ich je gesehen hatte.
Plötzlich küsste Sasuke mich. Für einen Augenblick schien alles vergessen zu sein. Irgendwie war
ich überrascht. Weswegen ich auch kurz zusammen zuckte, mich aber dann wieder entspannte.
Sasukes Sicht
Plötzlich überkam mich der Drang ihn zu küssen. Ich kam ganz nah zu ihm so das sich unsere Lippen
berührten. Als er zusammen zuckte, wollte ich mich von ihm lösen. Aber dann entspannte er sich
wieder. Ein Zeichen für mich das es okay für ihn war. Ich hatte mir überlegt weiter zu gehen.
Aber das ist Narutos erste menschliche Beziehung und er hatte keinen Plan von so was. Also löste
ich mich nach einiger Zeit von ihm. Naruto wollte was sagen, schien aber nicht so recht zu wissen
was er sagen sollte. Darum lächelte er mich kurz an und setzte sich wieder normal hin. Ich setzte
mich auch ordentlich hin. Ich war froh ihn geküsst zu haben, so konnte ich für kurze Zeit die Sorgen
verdrängen.
Mein Onkel kam herein, und trug ein Tablett mit Getränken in der einen Hand, in der anderen eines
mit belegten Broten und einem Teller mit einem Kotelett. Ich stand sofort auf um ihm zu helfen.
„Naruto trinkt nur kaltes Wasser“, sagte ich ihm.
Mein Onkel sah mich an mit einem Blick, als würde er gerade das Video eines Kleinkindes bei den
ersten peinlichen Gehversuchen sehen.
Er nickte mir zu. „Ja, ich weiß“.
Natürlich wusste er das. Er kannte Naruto länger als ich. Wie viel länger eigentlich? Dachte ich
verärgert und fühlte sogar ein wenig Eifersucht.
„Ich hab für dich Fleisch gebraten, natürlich ungewürzt, falls du Hunger hast, greif zu“, sagte er zu
Naruto, während wir den Tisch deckten.
„Aber du hast sein Besteck vergessen“, bemerkte ich.
Naruto und Jiraya sahen mich komisch an. Stimmt. Naruto würde wohl kein Besteck benutzen. Ich
kam mir auf einmal schrecklich dämlich vor, als Naruto plötzlich zu lachen anfing. Es tat gut, ihn
lachen zu hören.
„Das stimmt“, sagte er und stand auf. „Du hast genauso wenig Ahnung von unserer Art wie ich von
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deiner“. Dann sah er Jiraya an und sagte: „Danke, aber ich habe keinen Hunger oder Durst. Ich denke,
ich gehe zurück zum Rudel und sehe nach dem Rechten. Macht ihr euer Menschenzeugs“.
„Jo“, mein Onkel hob die Hand zum Abschied. Naruto sah mich zum Abschied auch nochmal an und
ging. Auch in Menschengestalt strahlte er diese animalische Stärke aus, sehnsüchtig sah ich ihm
nach, bis plötzlich eine Hand vor meinem Gesicht herum wedelte.
„Onkel“.
„Lass uns essen. Dabei können wir überlegen, wie du dem Rudel von Nutzen sein kannst“, sagte er.
„Ich – dem Rudel von Nutzen“, wiederholte ich.
„Sicher, du hast doch von Naruto den Auftrag, unseren guten alten Feind zu beschatten, oder nicht?
Davon redete er doch die ganze Zeit“.
„Oh – ja“. Ich fühlte mich plötzlich stolz. Sicher, das hatte er gemeint damit, das auch ich in Gefahr
sei. Mit einem viel besseren Gefühl setzte ich mich. Ich wollte mich unbedingt für das Rudel nützlich
machen und langte zu.
Narutos Sicht
Vor der Haustür zog ich mich aus und verwandelte mich zurück. Nur für alle Fälle. Es würde komisch
aussehen, wenn ein Wolf ins Haus ging und ein Mensch herauskam.
Draußen hielt ich meine Nase in die Luft. Es war gut, das Jiraya ein wenig abseits vom Dorf wohnte.
Irgendein anderer Geruch war noch hier, den ich vorher schon bemerkt hatte, nur war er jetzt noch
schwächer.
Ich lief zur Hütte und bat Lee mit raus zukommen.
„Warum, was ist?“ fragte er verschlafen.
„Irgendwas stinkt“, antwortete ich.
Lee kam langsam und gähnend in die Höhe. Die anderen standen auch auf und nach und nach kamen
alle raus um zu schnuppern.
„Jemand war da, vor ein paar Stunden. Aber es ist nicht der gleiche Geruch, wie der vom Knopf“,
sagte er schließlich.
Das hatte ich mir gedacht. „Das bedeutet dann wohl, Old Chicken oder wer immer uns auch ans Fell
will, weiß jetzt, das wir noch leben. Das ist schlecht“.
„Was schlägst du vor?“ fragte Gaara.
Ich dachte an den Brandgeruch zu Beginn, als wir hierherkamen.
„Die Hütte ist nicht mehr sicher“, überlegte ich.
„Aber – so kurz vorm Rennen werden wir bestimmt nicht mehr angegriffen“, sagte Choji.
Ich hob meinen Kopf und sah zum Mond hoch. Eine Antwort bekam ich aber nicht.
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„Die Hütte ist nicht mehr sicher“, wiederholte ich nur.
„Das heißt?“ fragte Gaara.
Ich fällte eine Entscheidung. Es war mir egal, ob die anderen es für übertrieben hielten oder nicht,
solange ich die Verantwortung trug...
„Wir gehen zur alten Höhle“.
„Was? Die ist doch längst zu geschneit“, protestierte der immer noch schläfrige Kiba.
„Nein, ich war neulich mal dort. Bewegt eure faulen Knochen, los“.
Den Weg zur Höhle trabten wir. Wegen Choji wollte ich noch nicht rennen. Es interessierte mich,
wie Shika gehandelt hätte, ich passte meinen Schritt seinem an, so dass ich neben ihm lief. Von der
Seite warf ich ihm einen Blick zu.
Er nickte. „Im Moment können wir nicht vorsichtig genug sein“.
„Was ist mit den anderen beiden?“ fragte Gaara der uns gehört hatte.
„Stimmt, einer von uns hätte bei ihnen bleiben sollen, daran habe ich nicht gedacht“, musste ich zu
meiner Beschämung zugeben.
„Denen wird erst mal nichts passieren, sie wollen ja uns, aber du hast trotzdem recht“, stimmte Shika
zu. „Ich übernehme das“.
„Das habe ich nicht gemeint“, knurrte Gaara. „Ich wollte wissen, was die tun, außer sich von uns
herumkutschieren zu lassen“.
„Gaara“, ermahnte ich ihn.
„Immerhin haben sie uns zum Arzt gebracht“, sagte Shikamaru.
„Pah, das hätten wir auch so überstanden“, knurrte Gaara verächtlich.
Nachdem ich nun selber schon mal in einen Käfig gesperrt worden war, konnte ich es ihm nicht mal
übelnehmen.
„Kann sein, vielleicht aber auch nicht, immerhin konnten wir ja nicht jagen, geschweige denn uns
bewegen, also dann“, Shikamaru nickte uns zu und machte sich auf den Rückweg.
Shikamarus Sicht
Den Rückweg rannte ich, es war nicht weit. Bevor ich aus dem Wald trat, schnupperte ich zuerst
nochmal. Der Geruch war von vorhin war noch schwächer geworden und ein neuer war auch nicht
dazugekommen. Ich verließ meine Deckung und trottete zu Jirayas Haus. Mit den Vorderpfoten
scharrte ich an der Haustür. Das Licht brannte noch und kurz darauf öffnete Sasuke. Er sah mich
überrascht an. Dann erschrocken.
„Ist was passiert? Wo ist Naruto?“
Ich achtete nicht darauf, er verstand mich ja sowieso nicht, und drängte mich an seinen Beinen vorbei
ins Haus. Jiraya kam.
„Shikamaru?“ Jiraya zeigte sich nach der ersten Überraschung auch besorgt.
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„Ich bleibe als Wache hier“, erklärte ich.
„Als Wache, warum, was ist los?“
„Wir haben einen seltsamen Geruch wahrgenommen“, sagte ich ihm.
„Was für einen seltsamen Geruch?“
„Irgendeinen Gestank, der aber mittlerweile schon sehr schwach ist. Jemand ist in der Nähe gewesen,
und da sich dieser Jemand nicht gezeigt hat, dachten wir uns, es sei besser vorsichtig zu sein. Naruto
ist mit den anderen zur alten Höhle zum Schlafen, ich bleib hier und passe auf. Vielleicht erklärst du
es deinem Neffen“.
Ich war müde und hatte keine Lust auf weitere Gespräche. Also drehte ich mich vor der Haustür
solange bis es einigermaßen bequem aussah, und legte mich zum schlafen hin, während Jiraya mit
Sasuke diskutierte.
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46. 45. Sasukes Nachforschungen
Sasukes Sicht
Mein Onkel sagte mir das Naruto und die anderen in der Höhle schlafen wollten, weil es zu gefährlich
wird. Ich war ein bisschen Enttäuscht. Irgendwie fühlte ich mich plötzlich Einsam ohne ihn. Aber
ich wusste das es das beste für sie war. Ich beschloss ins Bett zu gehen da ich morgen in die Stadt
gehen wollte.
Narutos Sicht
Als wir an der alten Höhle ankamen mussten wir sie zuerst frei Schaufeln. Der Innenraum war soweit
Intakt, so mussten wir gar nicht viel Arbeiten. Wir gingen alle in die Höhle und legten uns dort hin.
Sasukes Sicht
Ich stand sehr früh auf. Ich wollte so schnell wie möglich in die Stadt. Aber mein Onkel wollte noch
das ich Frühstückte. Außerdem meinte er das eh noch keiner in der Stadt ist. Widerwillig setzte ich
mich an den Tisch. Aber ich konnte einfach nicht still sitzen. So schnell ich nur konnte aß ich mein
Brot und ging dann in die Stadt. Mein Onkel sagte noch etwas das ich nicht verstanden habe.
Ich lief durch die Schneebedeckten Straßen. Leider war wirklich nicht viel los. Zuerst fragte ich eine
Frau mit blonden Haaren. Aber sie kannte den Knopf leider nicht. Dann fragte ich einen ziemlich
dicken Mann. Er meinte das er den Knopf kannte. Ich war schon froh, so schnell den Typen gefunden
zu haben. Aber dann sah er sich den Knopf genauer an und meinte dann doch das er den Knopf nicht
kannte. Dann drückte er mir den Knopf in die Hand. Enttäuscht ging ich weiter.
Am Mittag war schon mehr los. Ich fragte jeden ob er den Knopf kannte. Aber niemand konnte mir
die ersehnte Antwort geben.
Narutos Sicht
Gemeinsam standen wir auf. Einer nach dem anderen ging aus der Höhle. Die Sonne schien und
brachte den Schnee zum glitzern. Wir streckten uns alle und trabten dann zu Jiraiya, aber vorher
gingen wir noch Jagen. Schnell fanden wir eine Herde von Elchen. Kiba und Lee behielten die Elche
im Auge. Während Gaara und Ich uns anschließen. Choji hielt sich im Hintergrund, bereit einen Elch
der sich in ihre Richtung bewegte zu erlegen.
Als Gaara und Ich nahe genug waren rannten wir los. Die Herde brach sofort in Panik aus. Eines der
Elche bewegte sich abseits von der Herde. Schnell holten wir es ein und schmissen es auf den Boden.
Gaara brach dann dem Elch das Genick. Das restliche Rudel kam zu uns und gemeinsam aßen wir
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dann den Elch. Dann machten wir uns auf den Weg zu Jiraiya.
Als wir bei Jiraiya ankamen merkte ich sofort das Sasuke nicht da war. Es roch zwar sehr stark nach
Jiraiya aber von Sasuke ging ein nicht so Starker Geruch aus. Shikamaru stand draußen vor der Tür.
Ich ging sofort zu ihm. „Wo ist Sasuke?“ fragte ich. „Er ist in der Stadt glaub ich.“
„Aha und was macht er da?“ Plötzlich kam Jiraiya zu uns. „Er ist wegen dem Knopf in der Stadt.
Er will die Leute fragen ob sie den Knopf kennen“ meinte Jiraiya. Entsetzt riss ich meine Augen auf.
„Spinnt der! Was ist wenn er einem von Old Chickens Handlangern begegnet.“
„Tut mir Leid Naruto. Aber Sasuke war so schnell aus dem Haus da konnte ich nicht viel machen
“ sagte Jiraiya. Ich knurrte vor mich hin. Ich war so sauer auf Sasuke. „Ich verwandle mich in einen
Menschen und sprech mit ihm“ sagte ich dann. Die anderen gingen in die Hütte. Ich ging mit Jiraiya
ins Haus. Er gab mir Klamotten und ich verwandelte mich in einen Menschen.
Dann zog ich mir die Klamotten an. Ich setzte mich auf die Couch und wartete darauf das Sasuke
nach Hause kam.
Sasukes Sicht
Ich kam Abends nach Haus. Ich war Überrascht das Naruto auf der Couch saß. Als er mich sah sprang
er sofort auf. Ich merkte schnell das er sauer war. „Was hast du dir dabei nur gedacht!“ schrie Naruto
mich an. „Ich wollte mich doch nur Nützlich machen“ versuchte ich mich raus zureden. „Du wolltest
dich Nützlich machen! Sag mal in welcher Welt lebst du denn! Was ist wenn jetzt einer von diesen
widerlichen Menschen dich reingelegt hätte!“ „Ja a-aber ich wollte d-doch nur helfen“ versuchte ich
Naruto begreiflich zu machen. „Toll hilfe! Denk doch mal nach du Idiot. Was ist wenn sie dir was
angetan hätten!“ Mit diesen Worten verschwand Naruto und ließ mich zurück.
So weit hatte ich gar nicht gedacht.
Narutos Sicht
Ich verwandelte mich draußen wieder in einen Wolf.
Wütend ging ich in den Schuppen. Shikamaru kam sofort zu mir. „Was ist den los?“ fragte er sofort.
„Nichts“ knurrte ich zurück. Ich wollte meine Schlechte Laune nicht an ihm auslassen.
Ich legte mich auf einem Strohballen hin.
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47. 46. Rachegedanken
Brian sah in die fackelnden Flammen. Holz, Papier und fünf goldene Knöpfe fielen dem Feuer dort
zum Opfer. Er hatte sie zu seinem 18. Geburtstag von seiner Freundin und ersten grossen Liebe Cindy
geschenkt bekommen. Auch wenn Cindy schon vor 20 Jahren Anchorage verlassen hatte, hatte Brian
diese Knöpfe immer gut gepflegt und von Hemd an Hemd weitergegeben. Nostalgie und Melancholie
machten sich in ihm breit. Die Zeit mit Cindy war die schönste Zeit seines Lebens gewesen. Weder
davor noch danach hatte er Glück gehabt. Und das einzige was ihm von dieser Zeit geblieben war,
waren seine Erinnerungen und diese Knöpfe, die gerade vor sich hinschmelzten. Und das nur, weil
dieser mißratene Uchihaidiot den Knopf den er verloren und bisher vergeblich gesucht hatte, gefunden
und in der Stadt herumgezeigt hatte. „Aber dafür wird er bezahlen“, flüsterte Brian und Wut verzerrte
sein Gesicht.
Old Chicken drehte sich zu ihm um. „Du sentimentaler Idiot. Selber schuld. Du hast einfach versagt
“.
„Woher sollte ich wissen, das der alte Zausel ein Gegengift hatte“, brummte Brian.
„Blödmann, du hast zu wenig von dem Zeug genommen, das ist es“.
Nein, das hatte er nicht. Er hatte genug genommen, um eine ganze Rinderherde umzubringen, das
wusste Brian genau.
„Findest du diese Hunde nicht auch – gruselig?“
„Das sind keine Hunde, so eine Rasse gibt es nicht“, sagte Old Chicken zu ihm.
„Keine Hunde? Was dann?“ fragte Brian erstaunt.
„Ich denke es ist eine Kreuzung aus Wolf und Irischem Wolfshund“, überlegte Old Chicken. „Ganz
sicher bin ich mir nicht“.
„Irische Wolfshunde sind doch – äh – diese Rennhunde, oder?“
„Hm, eben darum bin ich nicht sicher. Weder Wölfe noch Windhunde haben die Ausdauer für so ein
Rennen. Und dann nur sechs davon. Ich bin mir ganz sicher, dass Jiraya noch irgendwo anders sechs
weitere hat. Aber meine Nachforschungen haben nichts ergeben“.
„Vielleicht hat er noch mehr? Warum musste ich dann in diesen Stall gehen, wenn du das denkst?
“ fragte Brian.
„Weil der Leithund hier ist“.
Brian drehte sich vom Kamin weg. „Auch egal, jedenfalls wird der Kerl es mir büßen“.
„Mach was du willst, solange du mir nicht in die Quere kommst“.
„Was meinst du?“
„Ich habe keine Zeit mehr, mich mit Versagern wie dir abzugeben, oder mich um Jirayas Bastarde
zu kümmern...hm“.
„Was ist?“
„Ich kann einfach nicht glauben, das Jiraya nur mit sechs Hunden an den Start geht“.
„Und wenn schon, dann muss er eben schon beim ersten Ceckinpoint aufgeben, oder?“
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Old Chicken schüttelte den Kopf. „Nein, der hat noch irgendein Ass in der Hinterhand. Die anderen
Musher nehmen ihn als Konkurrenten auch nicht auf die leichte Schulter, und bei den Wetten liegt
er auch unter den ersten zehn. Vielleicht wissen die was?“
„Geh und frag ihn“, grollte Brian genervt.
„Sehr witzig, wirklich, bist ein echter Komiker, Brian“, entgegnete Old Chicken. „Natürlich hab ich
versucht, Informationen zu bekommen, aber keiner wusste etwas“.
„Vielleicht hat er dann eben nur diese sechs verkorksten Wölfe? Kann doch sein. Wenn jemand was
weiss dann dieser verdammte Kotzbrocken Sasuke. Wir könnten ihn zwingen, uns...“
„Hör auf. Zieh mich nicht in deine Rachegelüste wegen der alten Knöpfe mit hinein, Blödmann“,
warnte Old Chicken nochmal und zog sich an.
Brian biss die Zähne zusammen. „Dann mach ichs eben allein. Wohin gehst du?“
„Mach ne kleine Fahrt, muss nachdenken“, sagte Old Chicken knapp und schlug die Tür hinter sich
zu.
Narutos Sicht
Ich hörte die anderen auf eine mir sehr peinliche Art und Weise diskutieren.
„Warum hat Naruto so schlechte Laune“, fragte Lee.
„Er war stundenlang drinnen bei Jiraya und hat auf Sasuke gewartet“, antwortete Choji, „sie haben
sich gestritten“.
„Gestritten?“ das war wieder Lee.
„Hm, keine Ahnung worum es ging, aber es hörte sich an, als würde Sasuke von Naruto
zurechtgewiesen“, erklärte Choji.
„Das erklärt aber nicht seine schlechte Laune“, überlegte Kiba. „Vielleicht hat Sasuke widersprochen?
„Der beste Beweis dafür, das Menschen nichts in einem Rudel zu suchen haben“, knurrte Gaara.
„Menschen leben auch im Rudel“, meinte Choji. „Ich glaub nicht, das es daran liegt“.
„Pah, in einem Wolfsrudel meinte ich“.
„Sasuke ist so nett“, sagte Choji betrübt. „Ich bin froh, das er zum Rudel gehört. Denkst du Naruto
wirft ihn raus?“
„Nein, was du gleich denkst. Die zwei sind doch irgendwie zusammen“, sagte Lee.
„Ach ja, stimmt, das hab ich vergessen“.
„Dann soll er ihn eben besteigen, anstatt hier schlechtgelaunt herumzuliegen“, knurrte Gaara in meine
Richtung.
Ich hob den Kopf und sah ihn wütend an. Das war eine Herausforderung. Ich spürte wie sich mein
Fell sträubte und stand auf. Gaara nahm ebenfalls Kampfposition ein.
„Hört auf damit, sofort“, Shikamaru stellte sich zwischen uns.
„Aus dem Weg, Shikamaru“, knurrte ich.
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„Genau, mach Platz“, knurrte auch Gaara.
„Benutzt mal euren Verstand. Wenn ihr euch gegenseitig verletzt können wir das Rennen nämlich
vergessen“.
Ich zögerte. Meine angespannten Muskeln fingen an zu zittern, nur zu gern hätte ich Shikamaru
überrannt, und wäre auf Gaara losgegangen. Und wahrscheinlich wäre auch genau das passiert, wenn
Gaara nicht die Ohren angelegt und den Schwanz hängen gelassen hätte. Seine Haltung zeigte auch
Unschlüssigkeit.
Ich drehte mich um und lief aus der Hütte. Meine Wut galt ja überhaupt nicht Gaara. Im Gegenteil.
Ich sah zum Himmel hinauf. Dort oben waren die Geister. Auch Hinata. Ob sie mir nochmal im
Traum erscheinen würde? Mir sagen, was ich tun sollte?
Nur selten kamen die Geister zur Erde. Polarlichter, nannten es die Menschen. Heute war nichts
davon zu spüren.
Shikamaru kam raus und stellte sich neben mich. Ich legte mich hin.
„Wenn du mir nichts sagst, frag ich eben ihn“, meinte Shika.
„Mach doch“, sagte ich so gleichgültig wie möglich. Shikamaru stöhnte.
„Es betrifft das ganze Rudel oder ist es so wie Gaara sagte?“
„Was meinst du?“
„Wolltest du ihn besteigen, und er wollte nicht? Dann halt ich mich raus“.
„Quatsch. Er ist mit dem Knopf den wir gefunden haben losmarschiert und hat ihn herumgezeigt.
Wer auch immer es ist, weiss jetzt nicht nur, das wir noch leben, er weiss auch, das wir eine Spur
haben. Vielleicht will er sich den Beweis zurückholen“.
„Ah, verstehe. Du machst dir Sorgen um Sasuke, das ihm was passiert. Was hat er gesagt“.
„Er wollte sich nützlich machen“.
„Na ja, kann ich verstehen. Kann ich sogar gut verstehen“, sagte Shikamaru und legte sich auch hin.
„Wieso? Es reicht doch, wenn er uns trainiert und ein Auge auf die Umgebung hat, und Augen und
Ohren offen hält, wenn er in die Stadt geht. Er muss doch nicht provozieren“.
„Es wird ihm eben zu wenig gewesen sein. Letztendlich ist er eben auch ein Männchen“.
„Was hat das damit zu tun? Unsere Mutter war kräftiger und klüger als alle männlichen Mitglieder
des Rudels. Sogar stärker und mutiger als Vater“.
„Ja“, Shikamaru seufzte. „Aber Menschen sind eher wie Affen, als wie Wölfe, geschweige denn wie
Werwölfe“.
„Weil sie Affen ähnlich sehen? Ich meine, was weisst du schon von Affen?“
„Affen wollen die Weibchen beeindrucken. Vielleicht ist das bei Menschen genauso“.
„Erstens bin ich kein Weibchen und nochmal, was weisst du schon von Affen?“
„Ich habe doch gestern aufgepasst auf die beiden. Da lief sowas im Fernsehen, hab ich so im Halbschlaf
mitbekommen, zwar nicht viel, aber genug“.
„Du meinst wir haben Affen im Rudel“, fragte ich einigermaßen beunruhigt.
„Quatsch. Ich meine, vielleicht wollte Sasuke nur Eindruck auf dich machen“.
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Ich gab keine Antwort. Und ich konnte es auch nicht nachvollziehen.
„Und?“ hakte Shikamaru nach.
„Der macht nur Ärger“, grummte ich.
„Hast du ne Entscheidung getroffen?“
„Hm!“
Sasukes Sicht
Mit dem Hackbeil schlug ich die Rinderhälfte klein. Die Wölfe wollten jagen. „Er übertreibt“, murrte
ich.
„Er macht sich Sorgen um dich. Ist doch schön?“ meinte mein Onkel gelassen, während er die
kleingehackten Stücke eintütete für die Gefriertruhe.
„Der denkt, er wär´s. Behandelt mich wie … wie ….“
„Ein Rudelmitglied? Das bist du in seinen Augen ja auch, und das bedeutet er trägt die Verantwortung
für dich“.
„Ich kann auf mich selber aufpassen. Schließlich habe ich das die ganze Zeit auch gemacht“, sagte
ich und hackte aufs Neue auf das Rind ein.
Es ärgerte mich, das ich mich so klein gefühlt hatte, als ich von ihm angefahren wurde. Ich hatte
sogar gestottert. Wie ein Kind. Es waren doch die Wölfe die in Gefahr waren, schließlich zogen sie
den Schlitten, nicht ich. Und mein Onkel, der war auch in Gefahr. Ich sah ihn an. „Hoffentlich passiert
euch nichts“.
Mein Onkel nahm mir das Beil aus der Hand und tauschte mit mir den Platz.
„Siehst du, du machst dir doch auch Sorgen, du sagtest selbst, du würdest am liebsten dabei sein.
Und“, er schlug zu, „Naruto hat schon einmal seinen Partner verloren. Dann wurde sein Rudel
vergiftet. Mag sein, das seine Vorsicht für dich übertrieben aussieht. Ich dagegen finde sie angebracht.
Nachdem was meinen Hunden passiert ist, damals, wünschte ich, ich hätte die Sache ernster
genommen. Vielleicht wäre es dann nicht passiert. Aber – ich habe nicht gedacht, das jemand so
etwas tun würde“.
Ich dachte nach, während ich die Stücke einpackte. Dennoch, ich hatte nur gefragt, ob jemand den
Knopf kennt, den konnte ich doch überall gefunden haben. Was sollte daran gefährlich sein? Klar,
der Fall mit der Vergiftung war schlimm. Das steckte mir tatsächlich noch in den Knochen. Der
Schock.
„Ich finde es gut“, lächelte mein Onkel.
„Was?“
„Er hat extra auf dich gewartet. Stundenlang“, sagte er, „das zeigt mir das er nicht nur sexuelles
Interesse an dir hat. Ich war schon etwas besorgt“.
Ich wurde rot.
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„Onkel“.
„Was denn?“
„Sag so was nicht. Ausserdem, er hat nur gewartet um mich kleinzumachen“, warf ich ein.
„Siehst du das wirklich so? Schade eigentlich. Naruto und die anderen haben einen fremden Geruch
wahrgenommen. Vielleicht hat es nichts zu bedeuten, aber wir sollten trotzdem vorsichtig sein. Wenn
du dich nützlich machen willst, geh beim nächsten Mal raus, nimm dir einen Wolf mit und ein
Fernglas, und such nach Spuren. Du weisst doch wohl, wie man Spuren sucht?“
„Ähm, klar weiss ich das“.
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48. 47.
Narutos Sicht
Ich ging mit Shikamaru gingen wieder in die Hütte. Sofort wurden wir von allen umkreist.
„Was ist jetzt mir dir Naruto?“ wollte Kiba wissen. „Wirft du Sasuke jetzt aus dem Rudel?“ fragte
Choji besorgt. Ich sorgte dafür das alle Ruhig waren und begann dann zu sprechen. „Also als erstes
werde ich Sasuke nicht raus werfen. Er ist ein Teil des Rudel und mein Pathner.. Und ich habe
beschlossen mich ein wenig um ihn zu kümmern.“ Gaara legte den Kopf schief. „Wie meinst du das
Kümmern?“ „Na ja solange das Rennen am laufen ist, ist auch Sasuke in Gefahr. Ich will nicht das
ihm etwas passiert deswegen bleibe ich in seiner Nähe.“ Dann sah ich zu Shikamaru.
„Kannst du heute mit dem Rudel zur Höhle gehen, dann kann ich hier bleiben.“ Shikamaru nickte
mir zu. Das restliche Rudel gab sich mit den Antworten zu Frieden. Choji wedelte sogar leicht mit
dem Schwanz. Am Abend ging Shikamaru mit den anderen zu der Höhle. Ich ging zu Jiraiyas Hütte.
Dort kratzte ich solange an der Tür bis mir Sasuke auf mach. Ich glaub er war nicht gerade davon
begeistert mich zu sehen, denn er ging ohne ein Wort zu sagen auf die Couch. Ich beschloss einfach
rein zugehen. Mit meiner Hinterpfote schlug ich die Tür zu. Dann kam Jiraiya ins Wohnzimmer.
„Oh Hallo Naruto. Bleibst du heute hier?“ „Ja“ gab ich knapp zurück. Jiraiya lächelte mich an.
Dann setzte er sich ebenfalls auf die Couch. Ich legte mich neben der Couch hin. Ich dachte über das
nach was Shikamaru mir gesagt hatte. Vor allem musste ich an die Affen denken. Aber ich musste
auch an den Vorfall in der Stadt denken. Die Sache Gefiel mir überhaupt nicht. Ich hatte kein Gutes
Gefühl bei dem Rennen und wenn ich an Sasuke dachte wurde mir Schlecht vor Sorge.
Warum konnte er mich denn nicht verstehen. Ich war doch nur so sauer auf ihn, weil ich mir Sorgen
machte. Ich hob meinen Kopf und sah zu ihm, aber er schien mich einfach zu Ignorieren. So ein
Blödmann dachte ich und legte den Kopf wieder auf den Boden. In der komischen Flimmerkiste kam
gerade so eine Sendung mit Löwen oder so was. Aber ich bekam nicht viel mit. Ich sah nur wie zwei
Männlich Löwen um die Führung des Rudel kämpften. Zum Glück war das bei uns nicht so. Alle
waren damit einverstanden das Shikamaru die Führung über nahm und so wurden unnötige Kämpfe
erspart.
Plötzlich stand Sasuke auf. Ich sah ihm hinter her und ging ihm dann nach. Er war auf dem Weg in
sein Zimmer. Kurz bevor er rein ging blieb er stehen und drehte sich um. „Warum hast du mich so
angefahren?“ „Ich doch nur Sauer weil ich mir Sorgen gemacht habe. Nicht nur um das Rudel auch
um dich. Was glaubst du wohl warum ich hier bin“ sagte ich, wohlwissend das er mich eh nicht
versteht. „Ich kann dich nicht verstehen!“ schrie er mich an und schlug die Tür vor meiner Schnauze
zu. Ich legte mich vor die Tür hin.
Sasukes Sicht
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Ich war immer noch sauer auf Naruto. Seine Reaktion war eindeutig übertrieben. Auch wenn mein
Onkel meinte er würde sich nur Sorge um mich machen und das ich mich darüber freuen sollte.
Aber das war mir jetzt Egal. Ich schlug die Tür zu und legte mich auf mein Bett. Ich wusste nicht
wie viel Zeit verging, aber langsam döste ich ein.
Jiraiyas Sicht
Ich konnte Sasuke brüllen hören. Und dann war ein lauter Knall zu hören. Ich dachte Naruto würde
sofort zu mir kommen. Aber als ich nach einiger Zeit nach ihm sehen wollte, sah ich das er vor der
Tür lag. Ich konnte nur den kopf schütteln. Ich ging zu ihm und streichelte ihm über den Kopf.
Langsam hob er den Kopf und sah mich an. Aber er sagte nicht. Ich machte noch die Tür zu Sasukes
Zimmer auf und hoffte inständig das er schon schlief. Naruto stand auf und trotte ins Zimmer. Dort
legte er den Kopf auf Bett.
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49. 48. Sasukes Traum
Narutos Sicht
Ich hörte, wie Jiraya hinausging, und die Tür hinter sich anlehnte. Vermutlich, damit ich einfacher
hinausgehen konnte, wenn ich das wollte. Er dachte mit. Im Moment aber wollte ich lieber hierbleiben,
auch wenn ich keine unmittelbare Gefahr für Sasuke erkennen konnte. Ich beobachtete, wie sein
Brustkorb sich leicht und gleichmäßig anhob und wieder senkte. Er schlief. Wenn er wütend auf mich
war, würde er mir vermutlich auch nicht erlauben, ihn das nächste Mal zu begleiten, wenn er in die
Stadt ging. Auch den anderen nicht, weil er wissen würde, das ich es ihnen aufgetragen hätte. Ratlos
beobachtete ich ihn, wie er sich im Schlaf auf den Rücken legte. Dann wieder auf die Seite. Ich
überlegte kurz ob ich hochspringen sollte, um mich an seine Seite zu legen, so wie ich das manchmal
bei den anderen machte, wenn sie schlechte Träume hatten. Normalerweise beruhigten sie sich dann,
ohne aufzuwachen.
Aber wenn ich bei Sasuke aufs Bett sprang, würde er wahrscheinlich aufwachen und mich im
ungünstigsten Fall sogar aus dem Zimmer werfen. Es blieb mir nichts anderes übrig, als ihn mit
seinem bösen Traum allein zu lassen.
Stattdessen beschloss ich, die gegenwärtige Situation genauer zu überprüfen. Zuerst ging ich zum
Fenster, hielt meine Nase hoch und öffnete das Maul. Keine fremden Gerüche. Dann ging ich zur
angelehnten Tür und schob sie mit meiner Schnauze auf. Ich trabte in jedes Zimmer an Fenster und
Türen und suchte nach einem Geruch der auf Eindringlinge hindeutete. Nichts. In der Küche bellte
ich kurz. Jiraya kam und gähnte. Es sah aus, als hätte er sich auch schon hingelegt.
„Was gibt’s?“ fragte er schläfrig.
„Mach den Kühlschrank auf“.
Er sah mich überrascht an, aber öffnete ihn ohne zu fragen.
Ich stellte mich auf die Hinterbeine und steckte meinen Kopf in den Kühlschrank. Keine Spur,
allerdings roch eine Wurst so gut, das ich sie mit den Zähnen packte und herausholte.
Während ich sie auf den Boden legte, hörte ich Jiraya zischen. „Sag mir nicht, diese Wurst ist vergiftet?
„Nein, sie riecht nur sehr gut“, antwortete ich, und schluckte sie runter.
„Was machst du eigentlich hier in der Küche? Hattest du noch Hunger?“ fragte er.
„Nein, ich wollte nur sicher gehen, dass kein fremder ….“ ich stockte, als ich einen Geruch wahrnahm
und mein Fell sträubte sich.
Es war der gleiche Geruch wie der des Knopfes. Mit angelegten Ohren schlich ich zur Eingangstür.
Jiraya merkte das etwas nicht stimmte, er lief vorsichtig hinter mir her. Als ich an der Eingangstür
stand, öffnete er sie sehr langsam und vorsichtig, um keinen Laut zu machen einen Spalt breit.
Ich musste mich beherrschen, um nicht lauter zu knurren. Draußen sah ich einen Schatten, der auf
unsere Hütte zu schlich. Das Mondlicht war ziemlich hell, und auch die Lichter der Stadt erreichten
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diesen Platz schwach, so dass ich erkennen konnte, wie der Mensch sich unschlüssig und unruhig
immer wieder umsah, gleichzeitig konnte ich den Gestank seiner Angst riechen, aber auch Alkohol.
Meine Nase kräuselte sich, als ich Benzin roch. Ich spannte meine Muskeln, aber Jiraya stoppte mich.
„Warte, ich hole Sasuke“, sagte er schnell und lief davon.
Ich behielt den Mann weiter im Auge, er versuchte Deckung zwischen ein paar Hecken zu suchen,
während er weiter auf die Hütte zu schlich. Wie dumm konnte man eigentlich sein, fragte ich mich.
Jiraya kam mit Sasuke zurück, und ich roch noch etwas anderes. Etwas, das ich nie wieder riechen
wollte. Schwarzpulver.
Ich bewegte mich geduckt und mit angelegten Ohren von Sasuke, der auf die Haustür zuging zurück.
Kurz warf er mir einen überraschten Blick zu. Jiraya hatte ein schwarzes Gerät in der Hand.
„Hier nimm das Nachtglas“, sagte er zu Sasuke, dann wandte er sich an mich. „Wo genau ist er?“
Mein Blick war immer noch starr auf das Rohr in Sasukes Hand gerichtet.
Sasukes Sicht
Ich befand mich im Wald, ohne zu wissen, wie ich hierher gekommen war. Es wurde bald Frühling,
ich sah an den Bäumen hoch. Die ersten Knospen zeigten sich. Aber wo war ich. „Hallo“, rief ich in
die Stille, aber statt Hallo kam ein langgezogenes Jaulen aus meiner Kehle. Abrupt klappte ich den
Mund zu. Ich sah nach unten – auf Pfoten. Sie waren schwarz, dort wo die Fingernägel waren, waren
lange scharfe Krallen, das Fell war heller zwischen den Krallen, fast weiß. Es zeichnete sich aber
nicht ab, sondern die weißen Haare waren unter den schwarzen gemischt.
War ich etwa ein Tier geworden? Wann? Und warum? Und vor allem Wie?
Ich drehte mich um. Mein Hinterteil war ebenfalls schwarz behaart, außerdem hatte ich einen langen
buschigen Schwanz, der wie der Rest schwarz war. Das Fell war lang, und an der Unterseite etwas
weiß, ähnlich wie bei den Krallen.
Seltsamerweise war ich nicht sonderlich geschockt, eher neugierig. Viele neue Gerüche und andere
Sinneswahrnehmungen stürmten auf mich ein. Ich hörte ein Rascheln in ein paar Metern Entfernung.
Vermutlich ein Vogel oder eine Maus, dachte ich. Um meine neue Fähigkeiten zu testen, roch ich
nach dem Geruch, der aus dieser Richtung kam. Er roch scharf. Das war eine Maus oder eine Ratte.
Ich trat auf die Lichtung hinaus auf der Suche nach einem Spiegel, oder besser gesagt, nach einem
See, oder einer Pfütze, die würde auch schon genügen, weil ich wissen wollte, wie ich aussah. Dabei
merkte ich, das ich auch Durst hatte. Die ersten Sonnenstrahlen trafen mich auf der Lichtung. Sie
fühlten sich angenehm an, und mein Fell roch auch gut, unter der Wirkung dieser Strahlung. Ach ja,
fiel es mir ein. Das Rennen. Das große Rennen von Anchorage nach Nome fing an jedem ersten
Samstag im März an. Und jetzt – war ich ein Wolf. Das bedeutete, das ich helfen konnte den Schlitten
zu ziehen, ich würde dabei sein. Aufgeregt scharrte ich mit den Pfoten auf dem Boden herum.
Aufgeschreckt von diesem Geräusch meiner Vorderpfoten hörte ich, wie aus den Bäumen Vögel
flatternd davonflogen, viele winzige Pfoten trippelten, machten Sätze, oder rannten davon. Ich genoss
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das Gefühl meiner Stärke.
Obwohl ich nicht vorhatte, irgendeinem Tier etwas zu tun, bewegte sich mein Fell durch die darunter
zuckenden Muskeln. Ich wollte hinterher und jagen. Es war ein Drang, aber mein Verstand wusste,
das ich schon alle Tiere in meiner Nähe vertrieben hatte. Plötzlich hörte ich vertraute Stimmen. Ich
stellte meine Ohren in die Richtung aus der sie kamen. Das war Naruto und nicht nur er. Ich erkannte
auch Shikamarus Stimme. Noch andere Stimmen, es musste das ganze Rudel sein. Was würden sie
wohl sagen, wenn sie sahen, dass ich nun einer von ihnen war? Voller Vorfreude wartete ich auf ihr
Kommen. Aber irgendetwas war komisch. Mein Schwanz peitschte auf den Boden und ich musste
den Drang unterdrücken mich zu verstecken. Je näher die Stimmen kamen, desto schwerer fiel es mir.
Endlich tauchten sie am Rand der Lichtung auf. Als sie mich sahen, fingen sie an zu schreien.
„Ein Wolf“.
„Ein Einzelgänger, schnell, Naruto“.
Ich sah wie Naruto das Gewehr hob und auf mich zielte. Für eine Sekunde war ich zu geschockt um
mich zu bewegen, aber dann folgte ich meinem Instinkt und rannte los. Während ich um mein Leben
lief hörte ich einen Knall und meinen Onkel der immer wieder „Sasuke“ rief.
„Sasuke“. Ich wurde durchgeschüttelt.
„Was?“ ich sah in das besorgte Gesicht meines Onkels und war alarmiert. „Bin ich tot?“
„Wie? Nein. Wir haben einen ungebetenen Besucher, komm schnell“.
Ein Traum, schoss es mir durch den Kopf, als ich aus dem Bett sprang und ihm folgte. Unterwegs
drücke er mir sein Schrottgewehr in die Hand. Ich zögerte es zu nehmen, zu deutlich waren noch die
Gefühle aus meinem Traum. Schließlich schlossen sich meine Finger zittert darum. Mein Onkel sah
mich seltsam an, sagte aber nichts, er drehte sich um und beeilte sich. Ich rannte ihm hinterher
Richtung Eingangstür.
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50. 49. Der Plan
Sasukes Sicht
Naruto gab keine Antwort. Stattdessen starrte er auf das Gewehr. Ich allerdings wollte diesen Typen
so schnell wie möglich los werden also schoss ich einfach in den Himmel. Der Typ sah kurz auf und
ich schoss noch mal in den Himmel um meiner Warnung Nachdruck zu verleihen. Dann verschwand
er endlich. Naruto ist bei den Schüssen noch weiter nach hinten gegangen. Mein Onkel und ich gingen
wieder rein. Dabei schloss ich die Tür hinter mir. Mein Onkel setzte sich aufs Sofa.
Naruto kam zu ihm und ich stellte das Gewehr in eine Kammer. Dann setzte ich mich ebenfalls auf
die Couch. „Das war bestimmt einer von Old Chickens Handlangern“ meinte ich. „Wahrscheinlich
“ stimmte mein Onkel mir zu. „Und was machen wir jetzt?“ wollte ich wissen. „Na ja das Rennen
ist schon Übermorgen. Wir können es immer noch absagen“ überlegte Jiraiya.
Narutos Sicht
Ich war froh wie Sasuke endlich die Waffe weg packte. Ich konnte Waffen einfach nicht leiden. Vor
allem nicht nachdem einer dieser Waffen Hinata umgebracht hatte. Jiraiya setzte sich auf die Couch
und ich gesellte mich zu ihm. Nach kurzer Zeit kam auch Sasuke zu uns. In dem Augenblick schien
der Streit vergessen zu sein. Aber als Jiraiya überlegte das Rennen ab zusagen konnte ich nicht länger
nichts sagen. „Aber wir können das Rennen doch jetzt nicht absagen“ meldete ich mich zu Wort.
Jiraiya und Sasuke sahen mich beide an. „Die Situation scheint immer gefährlicher zu werden“ sagte
Jiraiya. „ Ja aber wir haben so hart trainiert. Wir können doch jetzt nicht alles hinschmeißen. Old
Chicken darf mit seiner Masche nicht gewinnen. Sonst kann niemand mehr angstfrei an einem Rennen
teilnehmen“ widersprach ich.
„Und was ist wenn ich einen von euch verliere.“ Ich legte meinen Kopf auf Jiraiya Schoss.
„So darfst du nicht denken. Jeder der an diesem Rennen teil nimmt ist in Gefahr.“
„Was ist wenn Old Chicken den Richter bestochen hat“ platzte Sasuke plötzlich raus. Verblüfft sah
Jiraiya ihn an.
„Wie meinst du das?“ wollte Jiraiya wissen.
„Es kann doch nicht sein das der Richter in all den Jahren nichts bemerkt hat. Ich bin mir sicher das
einige Teilnehmer Old Chicken gemeldet haben. Bei so vielen Beschwerden sollte der Richter doch
eigentlich reagieren. Hat er aber nicht.“
„Keine schlechte Überlegung“ dachte ich.
„Das kann gut sein“ meinte Jiraiya.
„Und was jetzt?“ fragte Sasuke. Jiraiya schien kurz zu überlegen. Plötzlich ballte er seine eine Hand
zur Faust und schlug damit auf seine Flache Hand und schrie dabei „Ich habs!“ Dann rannte er weg.
Verwundert sahen Sasuke und ich ihm hinter her.
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Nach kurzer Zeit kam Jiraiya mit einem Gerät wieder. Das Gerät war schwarz und hatte vorne so
eine Art Fenster. An dem Gerät waren auch ganz viele Knöpfe. „Was ist das?“ fragte ich nach.
„Das ist eine Kamera“ sagte Jiraiya. Ich legte den Kopf schief. Jiraiya setzte sich wieder auf die
Couch. „Damit können wir das Rennen filmen. Sasuke kann es mitnehmen und Old Chicken auf
frischer Tat ertappen. Und dann zeigen es wir dem Richter, dann muss er Old Chicken einfach
disqualifizieren.“
„Ah das ist ne gute Idee“ stimmte Sasuke ihm zu. Ich verstand nur Bahnhof.
„Was ist den jetzt bitteschön filmen?“ wollte ich wissen. Jiraiya zeigte auf den Fernseher.
„Weißt du die Menschen Filmen z.B etwas und bringen es dann im Fernseher. So kommen die ganzen
Bilder auch in den Fernseher. Mit diesem Gerät kann man so zu sagen festhalten was bestimmte
Leute gerade machen.“
„Ah okay ich glaub ich habs verstanden“ meinte ich.
„Vielleicht sollte die anderen Teilnehmer auch eine Kamera mitnehmen. Vielleicht filmen sie Old
Chicken auch zufällig“ sagte Sasuke plötzlich.
„Das ist eine gute Idee“ stimmte Jiraiya zu.
„Wir sollten Morgen gleich so viele Leute wie möglich fragen“ sagte Jiraiya weiter.
„Gut wir können ja mit den Wölfen in die Stadt fahren“ meinte Sasuke, dabei sah er zu mir.
Ich nickte ihm zu. Dann klatschte Jiraiya in die Hände. „Dann ist es beschlossene Sache.“
Ich legte mich auf den Boden hin, während Sasuke und Jiraiya wieder ins Bett gingen.
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51. 50. Die Versöhnung
Sasukes Sicht
Ich war noch zu aufgeregt, um sofort einschlafen zu können. Voller Wut dachte ich an den Kerl, der
ohne Gewissensbisse die Wölfe hatte verbrennen wollen. Plötzlich wurde mir klar, das Narutos
Vorsicht wirklich seinen Grund hatte. Und warum mein Onkel meinte, ich sollte froh sein, das er sich
auch um mich Sorgen macht. Mit einem unangenehmen Gefühl erinnerte ich mich daran, wie ich
Naruto die Tür vor der Nase zugeschlagen hatte. Es wäre keine schlechte Idee, mich zu entschuldigen.
Außerdem brannte ich jetzt darauf, das wir Old Chicken endlich das Handwerk legen konnten. Der
Morgen schien mir noch viel zu weit entfernt zu sein. Jetzt nahm ich die Sache sehr viel persönlicher,
als zuvor. Vorher hatte ich mir nur Sorgen gemacht, wäre der ganzen Angelegenheit am liebsten aus
dem Weg gegangen, in dem ich meinen Onkel und Naruto davon überzeugen wollte, das Rennen
abzublasen. Jetzt empfand ich Wut. Wut und Hass.
Ich hob meine Hand vors Gesicht und sah sie an. In meinem Traum war sie eine Pfote gewesen. Er
war auch ungewöhnlich realistisch gewesen. Fast, als wäre er mir geschickt worden, so dass ich
Naruto besser verstehen konnte. War das möglich? Und die Waffe – ich hoffte, ich würde sie nie
wieder in die Hand nehmen müssen. Dazu noch Narutos Reaktion. Wie er vor mir zurückgewichen
war. Trotz allem, obwohl er wissen sollte, das ich niemals auf ihn schießen würde, oder – konnte es
sein, das er mir das zutraute? Immerhin hatte Naruto in meinem Traum sein Gewehr gegen mich
gerichtet. Ich ließ meine Hand wieder sinken. Am besten ich würde das sofort klären, bevor wir
gemeinsam in die Stadt gingen. Vermutlich würde ich vorher ohnehin nicht schlafen können.
Narutos Sicht
Filme. Bilder im Fernsehen. Jirayas Worte gingen mir noch durch den Kopf. Würde das wirklich
ausreichen? Ich betrachtete den Fernseher. Sasuke und Jiraya waren davon überzeugt, ich weniger.
Dieser schwarze Kasten war nicht unsichtbar, und Jiraya hatte mir mal erzählt, dass das Rennen sogar
gefilmt werden würde und im TV ausgestrahlt würde, würden wir gewinnen, gäbe es Siegerfotos von
uns oder so. Obwohl es also jedes Jahr gefilmt wurde, war er nicht erwischt worden. Sasuke und
Jiraya waren so begeistert von ihrer Idee, das ich ihnen ihre Freude nicht durch meine Bedenken
verderben wollte. Ich war ja hier sowieso der große Spielverderber, dachte ich leicht verbittert, wie
ich an Sasukes Reaktion zuvor gesehen hatte.
Ich stellte mich auf die Hinterbeine und ließ mich gegen die Couch fallen, immer noch mit dem Blick
auf den Fernsehkasten.
Jirayas Sicht
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Ich kuschelte mich zufrieden in mein Bett. Nicht nur, dass wir erfolgreich den Eindringling vertrieben
hatten, wir hatten auch einen guten Plan Beweise zu sammeln. Wenn Old Chicken irgendetwas
unternahm, würde einer der vorbeifahrenden Musher ihn automatisch dabei filmen. Hoffentlich
machten genug Leute mit. Und hoffentlich war keiner dabei, der Old Chicken warnte. Ich hörte, wie
der Fernseher anging. War Sasuke nochmal aufgestanden? Vielleicht konnte er nicht schlafen, nach
der Aufregung mit dem Eindringling. Ob es derselbe war, der damals meine Hunde verbrannt hatte?
Nein, daran wollte ich jetzt nicht denken, den konnte ich später noch mit Narutos Hilfe zur
Rechenschaft ziehen. Oder besser gesagt, mit Narutos Nase. Fürs Erste musste ich mich auf das Hier
und Heute konzentrieren. Es würde keinen Nutzen haben, mich zurück in meine alte Trauer zu ziehen.
Plötzlich hörte ich Schritte die Treppe ziemlich zögerlich heruntersteigen. Das war Sasuke. Schaute
etwa Naruto Fernsehen? Dachte ich überrascht. Egal, vielleicht nutzten die beiden die Gelegenheit
um bestehende Missverständnisse aus der Welt zu schaffen. Ich schloss zufrieden die Augen. Diesen
beiden vertraute ich am meisten, daher machte ich mir keine Sorgen und schlief ein.
Sasukes Sicht
Ich sah in der Dunkelheit das Flackern des Lichtes vom Fernseher und hörte die gedämpften Stimmen.
Zögernd stieg ich die Stufen weiter hinab. Auch wenn mein Onkel noch einmal aufgestanden war,
konnte ich Naruto einfach bitten, mit mir in die Küche zu kommen. Ich wusste ja, das er mich verstand,
und irgendwie würde er mir auch zu verstehen geben, ob er die Entschuldigung annahm oder nicht.
Als ich ins Wohnzimmer kam, saß aber nicht wie erwartet mein Onkel auf der Couch, sondern Naruto.
Er sah nicht auf, sondern hielt seinen Blick stur auf den Fernseher gerichtet. Um seinen Körper hatte
er eine Decke gewickelt. Meine Gesichtsfarbe verwandelte sich unmittelbar in das Rot einer reifen
Tomate, als mir bewusst wurde, das er nackt war, sein musste, und ich war dankbar das kein Licht
brannte.
Langsam ging ich auf ihn zu. „Hör mal, Naruto. Es tut mir leid. Ich meine, ich freue mich, dass du
dir Sorgen um mich gemacht hast. Ähm, ich hab mir ja auch Sorgen um dich gemacht. Nur – naja
ich dachte eben, das die Gefahr für euch viel größer ist als für mich...“ Mist, warum hatte ich mir
vorher nicht überlegt, was genau ich am besten sagen sollte. Naruto bewegte sich immer noch nicht.
Schlief er etwa? An manchen Stellen konnte ich seine Haut sehen. An den Füßen trug er sogar Schuhe.
Warum hatte er sich nicht angezogen?
Er schloss für einen Moment die Augen. Also schlief er nicht, natürlich nicht. Ob ich ihm von meinem
Traum erzählen sollte? Während ich noch überlegte, schaltete Naruto plötzlich den Fernseher aus.
Er würde doch hoffentlich nicht sang- und klanglos schlafen gehen. „Aber das wir uns umeinander
sorgen, das bedeutet doch schließlich auch, das wir einander viel bedeuten“, beeilte ich mich zu sagen.
„Kinderkram“, knurrte er.
„Wie?“
„Das nervt“.
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Er stand auf, und lief vor mir her auf mein Zimmer zu und ging hinein. Mir blieb nichts anderes
übrig als ihm zu folgen. Eigentlich – konnte das doch nur eines bedeuten.
Narutos Sicht
Ich wartete in Sasukes Zimmer auf meinen Partner. Die Decke warf ich zur Seite, als er gerade
hereinkam.
„Äh, bist du sicher?“ fragte er mich nervös.
Ich nickte nur.
Sasuke wollte schon voller Vorfreude das Bettlaken wechseln, als ich ihn am Arm festhielt. Überrascht
sah er zu mir auf. Wir kannten uns lange genug, und dieser Kindergarten hing mir allmählich zum
Halse raus.
„Das Laken ist doch gar nicht schmutzig“, sagte ich daher.
„Aber ...“
„Es ist nicht schmutzig“, wiederholte ich „und es trägt deinen Geruch“. Mit beiden Händen fuhr ich
über das Material. Es fühlte sich weich an. Und warm. „Es ist warm“, stellte ich fest.
„Ja, ich lege mir vor dem Schlafen gehen immer eine Bettflasche ins Bett“. „Bettflasche?“ Unter der
zurückgeschobenen Decke holte er ein Plastikteil hervor. Gerade, als er mir erklären wollte, was
genau das ist, nahm ich sie ihm aus der Hand und legte sie zurück. Der Geruch seiner Pheromone
und des Schweißes sagte doch alles. Dachte er, er könne mich täuschen? Ich setzte mich auf das Bett.
Sasuke stand vor mir, er war verlegen, aber mich interessierte mehr die Beule, die in der Jogginghose
sichtbar war. Er bemerkte meinen Blick und wurde rot. Ich spürte wie seine Körpertemperatur anstieg.
Auch sein Atem hatte sich verändert. Er ging schneller und heftiger.
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52. 51. Die Versöhnung 2
Ich dagegen betrachtete immer noch die Ausbuchtung seiner Hose. Das war viel besser, als nackt zu
sein. Ich konnte die Umrisse seines Ständers erkennen, der ein wenig nach rechts geneigt war und
fast bis zum Hosenbund reichte. An der Seite konnte man aufgrund einer Wölbung sein rechtes Ei
erraten. Es schien hart und groß zu sein. Ich lächelte. „Du bist ja ein tolles Männchen“. „Naruto“,
sagte er meinen Namen und blickte zu Boden. Dann sah er mich an. Ich stand wieder auf, ging vor
ihn, und nahm ihn bei den Schultern um ihn herumzudrehen zu mir, so dass er mit dem Rücken zum
Bett stand.
Dann legte ich meine Arme um seinen Rücken, Sasuke bot mir seine Lippen an und neigte den Kopf
etwas. Ich küsste ihn auf seine Lippen, sie waren gleichmäßig geformt und ich nahm sie in den Mund,
um mit meiner Zunge darüber zu lecken. Er verlor ein wenig das Gleichgewicht, und öffnete den
Mund. Aber ich hielt ihn fest und steckte meine Zunge in seinen Mund, den er mir so bereitwillig
geöffnet hatte. Er drückte seine Zunge gegen meine und bewegte sie, ich schob sie mit meiner zur
Seite und probierte den Geschmack seines Gaumens, indem ich darüber leckte. Sasuke fing an leicht
zu zittern in den Knien und hielt sich jetzt ohne weitere Hemmungen an mir fest.
Das bedeutete auch, das sein Körper meinen vollständig berührte, auch meinen Schwanz. Er ging in
die Knie und ich ließ ihn langsam auf das Bett runter, ohne meine Lippen von seinen zu lösen. Ich
wollte seinen ganzen Mund kennenlernen, und meine Zunge wurde immer schneller dabei. Als ich
mich gegen ihn beugte und seinen Rachen erreichte bekam er Probleme durch die Nase zu atmen,
und ich nahm sie etwas zurück. Es gefiel mir. Vorhin hatte er versucht, seine Zunge gegen meine zu
drücken, ich ging jetzt auf dieses Spiel ein, und wir drückten uns leckten uns gegenseitig in seinem
Mund. Ich kniete mittlerweile auf seinem Bett und löste meinen Mund von seinem. Als ich sanft
gegen seine Brust drückte ließ er sich auf das Bett zurück sinken. Komisch, wie ein läufiges Weibchen,
dachte ich. „Zieh dich aus“. Aber er schien irgendwie benommen zu sein und bewegte sich nicht.
Ich zog ihm die Schuhe aus, und hob seine Beine auf das Bett. Dabei sah ich wieder diese
verführerische Wölbung. Durch die Hose hindurch drückte ich mein Gesicht dagegen, Sasuke stöhnte
schwach. Musste das wirklich so langsam gehen, bei den Menschen? Ich zog meine eigenen Schuhe
aus, legte mich daneben und beugte mich neben ihn. Noch einmal vergrub und drückte ich mein
Gesicht gegen seine Hose, und fühlte die Härte darunter. Nein, kein Weibchen. Ich küsste ihn wieder,
aber diesmal legte ich meine Hand auf seine erregtes Glied und rieb daran hoch und runter. Ich beugte
mich noch weiter über ihn, aber ich passte auf, dass ich mich nicht zu schwer machte. Dann nahm
ich meine Hand weg, und drückte meinen eigenen Schwanz an seinen. Diese blöden Kleider, während
ich sein Ohr aus leckte, zog ich die Hose soweit runter, das ich endlich die zarte Haut fühlen konnte.
Ich nahm mir seinen Hals vor, während ich sein Glied locker in die Hand nahm, und sie hin- und
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herbewegte. Sasuke war erstaunlich leise. „Oh Gott Naruto. Bitte“.
Ich nahm meine Hand weg, und hörte einen enttäuschten gequälten Ton. Dann krallte er seine Finger
in meinen Arm und bettelte, „mach weiter bitte“. „Jetzt schon, damit willst du dich zufrieden geben?
“ hauchte ich ihm ins Ohr. Er drehte den Kopf wild nach links und rechts und bäumte sich auf. „Bitte
lass mich kommen, Naruto“. Schade. Aber - „Bitte halte noch ein bisschen aus“. Er wimmerte und
zitterte vor sich hin, als ich seine Brustwarzen liebkoste. Um es weniger schön zu machen, hatte ich
mich jetzt doch entschlossen, mich mit meinem ganzen Gewicht auf ihn zu legen. Das sollte ihm
gleichzeitig klarmachen, das ich hier das Sagen hatte, und es schien tatsächlich angekommen zu sein,
denn er ließ sich nicht mehr so gehen, sondern versuchte sich zu beruhigen.
Er schien es sogar zu schaffen, denn er sagte, meintest du das, mit Kindergarten?
Ich streichelte die zarte Haut seines Oberkörpers, unter der man die harten Muskeln fühlen konnte.
Sie war mit kaum sichtbarem Flaum bedeckt. Warum konnte es nicht mehr Fell sein? Verdammt,
warum konnte er nicht wie ich sein? Wütend vergrub ich mein Gesicht in seine Achselhöhlen um
mich durch seinen sonnig duftigen Geruch beruhigen zu lassen, während ich trotzdem viel zu hart
in seine Brustwarzen kniff, so das er leicht aufschrie. „Ah, Naruto, du ..ah ...tust mir weh“. Ich drückte
mein Gesicht noch stärker gegen seine Achseln und leckte sie. Wenn ich mich nicht beruhige, dann...
dort war mehr Pelz, und härter. Schwarz. Ich atmete durch. Und nahm meine Kraft zurück. Mit zwei
Fingern für ich über seine Warzen, ganz leicht, um an seiner Reaktion zu erkennen, ob sie noch weh
taten. Er zuckte etwas zusammen, aber es schien ihm zu gefallen. „Magst du das?“ „Ja“. „Wenn es
ein bisschen weh tut, magst du das?“ „Ja“, keuchte Sasuke wieder. Sein Körper der sich wieder
beruhigt hatte, als er auf dem Bett gelandet war, fing wieder an zu zittern
Er bog seinen Kopf zurück und bot mir seine ungeschützte Kehle dar. Es hatte keinen Sinn noch zu
warten, er konnte es nicht mehr aushalten. Ich setzte mich auf, und animierte ihn, mir zu helfen, seine
Kleidung auszuziehen. Beim Pullover taumelte er noch, bei den Hosen wurde er auf einmal richtig
schnell. Ich zog mich ebenfalls aus. Sasuke lag vor mir. Er lag auf dem Rücken und sein ungeschützter
weißer Bauch strahlte mir entgegen. Sein schwarzer Pelz zwischen den Beinen aus dem ein ordentlich
großer Penis aufrecht stand. Seine zarte verschrumpelte Haut mit den Eiern, wie viel konnten sie
wohl leisten, wenn er der Anführer eines Rudels wäre? Sasuke ließ ihn zucken, als er meinen Blick
bemerkte, aber sagte nichts, sondern lächelte mich nur an. „Bis jetzt hast du es geschafft leise zu
sein, aber wie siehts damit aus?“ fragte ich und drehte ihn mit einem Schwung auf den Bauch. Ich
hörte einen leisen überraschten Ton, aber das war es nicht was ich meinte. Das schaffst du nicht,
dachte ich grinsend und vergrub mein Gesicht in seinem Hintern, während ich ihn an den Hüften
festhielt.
„Ah“, er versuchte zu entkommen, aber ich leckte weiter die zarte Haut auf der kleinen Ausbuchtung.
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Sein Hintern störte, aber ich konnte meine Zunge dennoch kreisen lassen. „Ahh“, dieses mal seufzend
und resignierend. Ich lies seine Hüften los, so dass ich seine Backen auseinander drücken konnte
und endlich freie Bahn hatte. Ich küsste seine Knospe und leckte sie, ich drang ein wenig mit der
Zunge ein und drückte mein Gesicht dagegen um seinen Geruch aufzunehmen, egal was kommen
mochte, ich würde ihn nie vergessen, und leckte weiter. „Hah, AH“ , Sasuke hatte sich mittlerweile
so auf die Knie gestützt und hielt mir sein Hinterteil entgegen, das ich die Hände nicht mehr unbedingt
brauchte, mit der rechten Hand von der Seite kommend umklammerte ich seinen Penis, rieb und
drückte ihn, streichelte ganz sanft über die empfindliche Eichel während er immer wieder meinen
Namen schrie. Ich nahm meinen Kopf kurz zurück, er war noch zu. Er war doch hoffentlich nicht zu
sehr Mann? Dann würde ich es mit Gewalt tun, und ich wollte auch nicht länger warten.
„Sasuke“. „Naruto , ich ich ...ah..“ „Sasuke, lass mich rein“. Er verkrampfte etwas. Ich steckte jetzt
drei Finger in seinen Darm und tastete ihn ab, während ich meine Finger bewegte. „Ahhhhh“. Also
das war die Stelle, die ihm am besten gefiel? Schade das ich mit den Fingern nicht tiefer kam. Ich
nahm die vorherige Position ein und leckte weiter, zum Teil auch von innen. Sasuke war die ganze
Zeit schon vor Lust am Schreien. Wenn es sich vermeiden ließ, wollte ich ihn nicht einfach so
durchficken. Denn das würde auch bedeuten, das ich kräftig zustoßen musste, um schneller zu
kommen. Ich leckte wieder die dunklere Stelle um seine Rosette herum, drang abundzu mit der Zunge
ein und bewegte sie und stimulierte mit der anderen Hand seinen Kolben, der wirklich riesig war.
Wenn das so weiterging, würde er noch kommen und dann – plötzlich hörte ich ein Plopp – ah endlich.
„Fick mich, fick mich, fick mich“stöhnte er immer wieder. Fast monoton, fick mich, Naruto, fick mich.
„Sasuke, sag das du meinen Schwanz willst“, „ich will deinen Schwanz bitte“, „Sag weil dir mein
Schwanz unheimlich gut tut“, „Ich will deinen Schwanz in mir spüren Naruto, hör auf damit, steck
ihn endlich rein und stoß mich so fest du kannst“. Ich spuckte in meine Hand, rieb meinen Schwanz
damit ein und packte ihn, um ihn an Sasukes geöffnetes Loch zu setzen, und drückte ihn ein bisschen
hinein, damit ich Halt hatte. Dann hielt ich mich an seinen Beckenknochen fest und stieß zu. Ich
hatte schon beim rein drücken gemerkt, das meine Spucke in menschlicher Gestalt nicht so dickflüssig
und gleitfähig ist, also setzte ich meine ganze Kraft in diesen Stoß. Sasuke verlor fast das Bewusstsein.
Seine Hände zitterten. Er konnte nicht mal schreien. „Tut mir leid“, sagte ich und das war auch so.
Ich streichelte ihn, küsste sein Haar, seine Ohren, seinen Hals und bewegte mich nicht. Jede Bewegung
hätte ihm jetzt weh getan, so verkrampft er war. Er weinte ein bisschen. „Gott warum hast du so
einen Apparat, kann er nicht normal groß sein wie bei jedem andern Menschen? Oh“, fragte er, als
er sich beruhigt hatte. „Kann dein Loch nicht so groß sein, wie bei einem normalen Werwolf?“ hielt
ich dagegen und biss ihn in den Nacken, nachdem es jetzt weitergehen konnte. Zum Glück. Ich schob
meine Hüfte vorsichtig hin und her, und stoppte sobald ich merkte, das er Angst bekam und krampfte.
Anscheinend fasste er Vertrauen, denn sie verwandelte sich wieder in Lust und wir konnten unsere
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Zweisamkeit beide genießen. Sasuke kam nach einer halben Stunde ohne andere Stimulation zum
Höhepunkt, und ich stieß ihn synchron mit seinem Orgasmus. Dann lag er einfach erschöpft da,
während er sich von mir noch zirka zwei weitere Stunden verwöhnen ließ, bis ich auch kam. Mein
Glied wurde schlaff und glitt fast von selbst heraus, ebenso wie einiges von meinem Sperma, welches
Sasuke nicht alles hatte aufnehmen konnte, und nicht behalten konnte, da sein Schließmuskel so
gedehnt war. Es war rosa, vermischt mit Sasukes Blut. Selbst ich war jetzt erschöpft und gemeinsam
schliefen wir ein.
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